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Der Erste Weltkrieg auf vielen Schauplätzen

Professor Christian Jansen (2.v.r.), Intendant Gerhard Weber, Chefdramaturg Peter Oppermann und Musikdramaturg Dr. Peter Larsen mit Studenten, die bei "Gott mit uns?" mitwirken. Foto: Theater Trier.Die Stücke “Im Westen nichts Neues” und “Die letzten Tage der Menschheit”, die in diesem Jahr anlässlich des 100. Jahrestags des Attentats von Sarajevo und des Beginns des Ersten Weltkriegs an einigen Theatern gezeigt werden, stehen in Trier nicht auf dem Programm. In seiner letzten Spielzeit als Intendant geht Gerhard Weber einen anderen Weg – einen, den das Trierer Theater seit seinem Dienstantritt vor elf Jahren erfreulich oft geht: die Kooperation mit der Universität und vielen weiteren Einrichtungen. Bei der Projektreihe “Gott mit uns?”, die in Rheinland-Pfalz im Rahmen der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg einmalig ist, sind unter anderem zwei neue Stücke entstanden, die am Sonntag Premiere haben.
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„Ich bin ein neugieriger Mensch“

Hubert von Goisern spielt am Sonntag in der Rockhal. Foto: Konrad FerstererEnde der 80er begann der Weltenbummler Hubert von Goisern, der 1952 im oberösterreichischen Bad Goisern geboren wurde, mit der Dekonstruktion alpiner Volksmusik. Er gilt als Erfinder des sogenannten Alpenrock und als prononciertester Vertreter der “Neuen Volksmusik”. Seine Tourneen und musikalischen Reisen führten ihn quer durch Europa, die USA, in den arabischen Raum, nach Tibet und wiederholte Male nach Afrika. Darüber hinaus entwarf er Mode, wirkte als Schauspieler an Filmprojekten mit, schrieb Filmmusik (unter anderem für “Schlafes Bruder”) und ist nicht zuletzt ein Mann der klaren Worte, wenn es um politische, soziale und ökologische Fragen geht.  Ein neues Studio-Album ist derzeit in Arbeit und seit wenigen Tagen ist “HvG” wieder auf Tour. Am Sonntag macht er Station in der Rockhal in Esch/Alzette.
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Global denken – lokal trinken

Zeichnung: Teresa HabildDer luxemburgische Großherzog ist so etwas wie eine in jeder Hinsicht bessere Version des deutschen Bundes­präsidenten. Der „Grand Duc“ ist nicht nur eines der reichsten Staatsoberhäupter Europas und käme damit nie in die Ver­legenheit, sich wegen eines nicht selbst bezahlten Bobby-Cars rechtfertigen zu müssen, Henri ist auch immer eleganter (oder zumindest origineller) angezogen als Joachim Gauck, Christian Wulff und Horst Köhler zusammen. Er ist zudem ent­schieden attraktiver und könnte bei einem Lex-Barker-Ähnlichkeitswettbewerb lo­cker einen guten zweiten Platz einfahren. Joachim Gauck dagegen sieht ein bisschen aus wie eine leicht derangierte Version von Carl Fredricksen, Horst Köhler versprüht den Charme eines Sparkassendirektors und Christian Wulff sieht aus wie, nun ja, Christian Wulff.
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Kennen Sie … die Lauben?

Die historische Aufnahme der Doppellauben oberhalb der Mauer gibt einen guten Einblick in die Topografie des Zurlaubener Ufers bis zum Bau des Hochwasserdammes. Auf steinernen Konsolen liegt nicht nur der vorkragende Balkon, sondern auch die Pavillons selbst ru?cken so nah an die Mosel, wie es nur geht. Heute zeigen sich die letzten verbliebenen Lauben in einem gepflegten Zustand. Die Doppellauben erhielten ju?ngst ein komplett neues Fachwerk, Dach sowie einen neuen Anstrich. Fotos: Sammlung Deuser, Stadtarchiv Trier.Barocke Häuser, idyllische Gärten, Terras­sen und viel Gastronomie. “Zurlauben” sagen die Trierer zur schmalen Straße zwischen der Mosel und der Ascoli-Pi­ceno-Straße, der mehrspurigen Einfahrt von der Autobahn in die Innenstadt. Im Ortsnamen “Zurlaubener Ufer”, so heißt die Straße im Stadtplan, steckt das Wort “Laube” und dies passt hervorragend zu den kleinen Häuschen und Pavillons, die einst als Gartenlauben errichtet wurden und von denen einige noch heute zu fin­den sind.
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Das neue Heft ist da

Cover GuildoNicht nur an der Umstellung in Süßwarenregalen merkt man: Weihnachten naht – und damit auch das traditionelle Weihnachtskonzert von Guildo Horn in der Europahalle. Im Interview mit 16 VOR sprach der vielseitige Trierer über seine Arbeit für einen Bezahlsender und dessen Stiftung, Wechsel in seiner Band und die für ihn schönste Interpretation von Helene Fischers “Atemlos durch die Nacht”. Interviews gibt es außerdem mit den Beatsteaks und mit Hubert von Goisern, Frank Meyer hat an einem Cheerleading-Training teilgenommen, und Bettina Leuchtenberg klärt darüber auf, was es mit dem Obelisken in Olewig auf sich hat. Außerdem durfte 16 VOR bereits einen Blick in die neue Schatzkammer der Stadtbibliothek werfen. 
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Wolfram Leibe gelingt die Sensation

JensenLeibekleinEs war ein Wahlkrimi, wie ihn das Rathaus der Moselstadt noch nicht erlebte: Mit einem Vorsprung von nur 111 Stimmen hat der Sozialdemokrat Wolfram Leibe am Sonntag die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters für sich entschieden. Erst die Auszählung der Briefwahl-Stimmen verschaffte ihm den hauchdünnen Vorsprung. Für Mitbewerberin Hiltrud Zock und die CDU geriet der zweite Wahlgang zu einem Debakel. Denn verglichen mit ihrem Ergebnis im ersten Wahlgang konnte die PR-Unternehmerin lediglich 129 Stimmen hinzugewinnen. Leibe hingegen legte um mehr als 2.800 Stimmen zu. Der zweite SPD-OB in der Geschichte der Stadt ließ seinen Tränen freien Lauf, als um 19.07 Uhr das Ergebnis feststand. Marcus Stölb berichtet von einem Wahlabend, wie er spannender nicht hätte sein können.
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Eine Entscheidung für acht Jahre

Am Sonntag wird sich zeigen, wer zuletzt lacht: Hiltrud Zock und Wolfram Leibe kämpfen ums Trierer OB-Amt. Foto: Marcus StölbAm Sonntag entscheiden die Trierer, wer im Frühjahr die Nachfolge von Klaus Jensen antreten wird. Vielleicht werden einige der 56.735 Nichtwähler aus der ersten Runde zwischenzeitlich erkannt haben, dass die Entscheidung über den oder die künftige OB keineswegs belanglos ist. Gut möglich aber auch, dass einige derjenigen, die am 28. September noch ihre Stimme abgaben, dem Urnengang dieses Mal fernbleiben wollen – weil ihnen ihr Kandidat abhanden gekommen ist, sie von schwarz-grünen Strategen vergrault wurden oder es mit Blick auf die Landespolitik nicht übers Herz bringen, erneut einen Roten ins wichtigste Amt der Stadt zu wählen. Keine Frage: CDU, SPD und Grüne machen es einem nicht leicht, doch sollten es sich die Trierer auch nicht zu einfach machen. Wer weder von Wolfram Leibe noch von Hiltrud Zock überzeugt ist, sollte dennoch ins Wahllokal gehen, eine Möglichkeit bleibt ihm noch. Nur zuhause bleiben ist keine Alternative! Ein Gastbeitrag von Marcus Stölb.
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Von Boulern und Nebenboulern

Punktezähler beim Boule. Foto: Frank P. Meyer„Endlich hab ich den passenden Sport für mich gefunden!“, verkünde ich hoffnungsvoll dem Backes Herrmann. „Wirklich?“ Herrmann schaut skeptisch. „Ja, ein Sport, der här­ter ist als Gewichtheben oder Rugby – nicht körperlich, aber mental –, den man im Freien und nur bei gutem Wetter aus­übt, und bei dem niemand schräg guckt, wenn du währenddessen Alkohol trinkst.“ „Ach“, meint der Herrmann trocken, „du spielst jetzt Boule!“.
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“Der Journalismus wird weiblicher”

Vor ihrem Posten beim Trierischen Volksfreund war Isabell Funk von 2001 bis 2009 Chefredakteurin der Ludwigsburger Kreiszeitung. Davor gehörte sie der Chefredaktion der Lausitzer Rundschau an und arbeitete als Redakteurin verschiedener Lokalressorts der Saarbru?cker Zeitung. Foto: Marco PiecuchSeit 2009 ist Isabell Funk Chefredakteurin des Trierischen Volksfreunds. Damit gehört sie in Deutschland zu den wenigen Frauen an der Spitze einer Zeitung. Warum die Zukunft des Journalismus dennoch weiblich ist, was sie an den Menschen in der Region schätzt und wie es im TV ohne den vor zwei Monaten verstorbenen Redakteur Dieter Lintz weitergehen soll, erzählt die gebürtige Saarländerin im Gespräch mit 16 VOR.
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Krisen ohne Ende

Illustration: Teresa Habild„Ukraine-Krise“ titelt die FAZ, derweil ZEIT Online mit der „Irak-Krise“ aufmacht und auf sueddeutsche.de über die jüngste „Politische Krise in Frankreich“ berichtet wird. Der Sommer ist vorbei, das „Sommerloch“, das Journalisten mit unschöner Regelmäßigkeit zu medialen Verzweiflungstaten trieb, ausgefallen. Wäre da nicht die groteske Headline auf der Webseite des Sterns: „Ernteausfall bei Haselnüssen: Droht bald die Nutella-Krise?“
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Der „Preiss“ ist heiß

Illustration: Teresa HabildEine der vielleicht merkwürdigsten Erfahrungen, die man als deutscher Grenzgänger in Luxemburg so macht, ist, dass man für einen Deutschen gehalten wird. Da achtet man jahrelang peinlich genau darauf, nie Socken in Sandalen zu tragen, hält höflich den Engländern am Pool den Liegestuhl frei, ist schon einmal (mit sehr schlechtem Gewissen!) bei rot über die Ampel gegangen und glaubt wegen seiner Vorliebe für gute Weine und schlechte Komödien ohnehin schon ein halber Franzose oder gar ein überzeugter Europäer zu sein; und dann ist man plötzlich doch wieder nur: ein Deutscher.
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