Letzte Zweifel ausgeräumt

Posthum hat der Stadtrat am Donnerstagabend Adolf Hitler und Bernhard Rust die Ehrenbürgerwürde der Stadt Trier aberkannt. OB Jensen sprach von einem “Zeichen gegen Rassismus und Nationalismus und für Demokratie und Toleranz”. Einigkeit herrschte bei allen Fraktionen, dass Hitler und Rust formal-juristisch gesehen längst keine Ehrenbürger mehr waren. Ob es noch eines förmlichen Beschlusses zur Aberkennung bedurfte, darüber gingen die Meinungen auseinander. Sowohl Jensen als auch CDU und FWG gingen indirekt auf die Kritik der beiden Ex-Stadtchefs Helmut Schröer und Dr. Carl-Ludwig Wagner ein, indem sie betonten, dass sich die politischen Gremien und früheren OBs bereits eindeutig von Hitler und Rust distanziert hatten.
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Trier will mit Kreativwirtschaft punkten

Die Stadt will ihr Profil als Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft schärfen und Existenzgründer aus Triers kreativer Szene stärker unterstützen. Das kündigten OB Klaus Jensen sowie Kultur- und Wirtschaftsdezernent Thomas Egger an. Bereits im kommenden Jahr soll es in der städtischen Wirtschaftsförderung einen Lotsen für Künstler und Kulturschaffende geben. Eine Untersuchung der Taurus ECO Consulting sieht zudem Bedarf an Ausstellungsflächen im öffentlichen Raum. Zudem müsse sich der Standort Trier insgesamt zeitgemäßer vermarkten – vor allem überregional werde die Stadt bislang “eher als konservativ” wahrgenommen.
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“Antikenfestspiele brauchen langfristige Chance”

“Wir haben kein Ausgaben-, sondern ein Einnahmenproblem”, sagte Thomas Egger in der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses zur Bilanz der Antikenfestspiele. Über den Kartenverkauf wurden nur 219.000 Euro eingenommen, mit mehr als dem Doppelten hat man gerechnet. Nun fehlen mindestens 220.000 Euro. In den Fraktionen wird nun beraten, wie es mit den Festspielen weitergehen soll. Der Kulturdezernent und der Intendant Gerhard Weber baten dabei zu berücksichtigen, dass man sich im vergangenen Jahr extra für ein neues Konzept entschieden und sich damit langfristig etwas vorgenommen habe.
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“Allzu empfindlich sollte man nicht sein”

Sie promoviert in Völkerrecht, spielt in ihrer Freizeit Cello, und nimmt sich die Zeit, vor Ort und auf Landesebene Politik zu machen: Anna Gros, Mitglied in den Vorständen von Stadt- und Landes-SPD sowie Trierer Juso-Sprecherin und Vize-Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Jungsozialisten. Im Gespräch mit 16vor spricht die 27-Jährige über Glücksmomente und eher desillusionierende Erfahrungen in der Politik; sagt, weshalb die Nürburgring-Affäre ihrer Meinung nach kein Rücktrittsgrund für Kurt Beck war, das Ehegatten-Splitting abgeschafft gehört, und was man mitbringen sollte, um in der Politik bestehen zu können. 
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“Keine architektonische Bereicherung”

“Das will niemand”, lautete vor einem Jahr der einhellige Tenor einer Mehrheit des Stadtrats, als dieser über den geplanten Bau eines Zustellstützpunkts für die Deutsche Post AG auf der Ostseite des Hauptbahnhofs beriet. Inzwischen wurde das Projekt genehmigt, ist der Abriss des alten Güterbahnhofs in vollem Gange. Bei den meisten Ratsfraktionen hält sich die Begeisterung für das Projekt in Grenzen: von “keine architektonische Bereicherung” über “städtebaulich nicht der große Wurf” bis “zu erwartende unsägliche Architekturqualität” reichen die Kommentare. Eine Mehrheit, das Vorhaben zu stoppen oder zumindest aufzuhalten, fand sich nicht.
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Die Mutter des Punk und der Gottvater

Der Auftritt von Nina Hagen am vergangenen Samstag in den Kaiserthermen spaltete das Publikum. Die meisten der knapp 600 Zuhörer feierten die exaltierte, exzentrische Künstlerin; einige taten jedoch mehr oder weniger lautstark ihren Unmut über das Programm kund. Dabei machte Nina Hagen nichts Ungewöhnliches. Sie stellte lediglich ihr neues Album “Personal Jesus” vor. Offenbar wussten manche Besucher nicht, dass sie darauf Traditionals und Country-, Gospel- und Blues-Klassiker interpretiert.
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