“700 Rechte sind 700 zu viel!”

TRIER/MAINZ. Im Vorfeld des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus hat Ministerpräsidentin Dreyer die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus in Deutschland betont. Die AGF erinnert an diesem Montag mit einem Rundgang an die Opfer des NS-Terrors.

“Demokraten dürfen in ihrer Wachsamkeit gegenüber extremistischen, rassistischen und ausgrenzenden Bestrebungen nie nachlassen. Das muss das verbindende Element und das tragende Fundament unserer demokratischen Überzeugung sein und bleiben”, erklärte die Trierer Landtagsabgeordnete.

“Für die Landesregierung hat die Bekämpfung des Rechtsextremismus herausragende Priorität. Aus diesem Grund arbeiten in Rheinland-Pfalz Verfassungsschutz, Polizei und Justiz eng, vertrauensvoll und intensiv zusammen”.  Die Strategie des Landes basiere auf einer “umfassenden Präventionsarbeit, auf konsequentem Eingreifen und auf Hilfsangeboten für Einstiegsgefährdete wie für Ausstiegswillige”. Dreyer weiter: “Die rund 700 Rechtsextremisten, die in unserem Land leben, sind 700 zu viel”. Die Ministerpräsidentin sprach sich erneut deutlich für ein Verbot der NPD aus: “Eine Partei, die den Nährboden für Hass und Gewalt mit bereitet, hat keine Existenzberechtigung. Und sie hat auch keine staatlichen Finanzmittel verdient.”

Der 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 und international seit 2005 Tag des Gedenkens für die Opfer des Nationalsozialismus. Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945 durch sowjetische Truppen.

Aus Anlass des Gedenktags findet an diesem Montag der Rundgang “Stolpersteine erzählen” statt. Die kostenlose Führung durch die Innenstadt führt zu den letzten Wohnstätten einiger Trierer NS-Opfer, für die in den vergangenen Jahren Gedenk­steine verlegt wurden. Schwerpunkt des diesjährigen Rundgangs sind Jugendliche im Nationalsozialismus. Treffpunkt ist um 16.30 Uhr das Friedens- & Umwelt­zentrum, Pfützenstraße 1 in Trier. Veranstalter ist der Arbeitskreis “Trier im Nationalsozialismus” der Arbeitsgemeinschaft Frieden.

Der Rundgang ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung “Es lebe die Freiheit. Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus”, die noch bis 1. Februar in der VHS Trier (Domfreihof) und von 3. bis 7. Februar in der Universität zu sehen ist (wir berichteten).

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