95 Prozent für Leibe

TRIER. Der Jurist und ehemalige Chef der Agentur für Arbeit in Trier, Wolfram Leibe, ist nun auch offiziell Kandidat der Sozialdemokraten für das Amt des Oberbürgermeisters. Leibe erhielt am Samstag auf einem Parteitag 58 von 61 Stimmen.

Drei Genossen enthielten sich bei der Abstimmung im Bürgerhaus Trier-Nord. Damit kam Leibe auf 95 Prozent Zustimmung. Die Wahl eines Nachfolgers für Amtsinhaber Klaus Jensen (SPD) findet am 28. September statt.

Leibe1KleinSPD-Partei- und Fraktionschef Sven Teuber bezeichnete den OB-Kandidaten seiner Partei als “führungsstarken Teamplayer”. Leibe habe “all die Eigenschaften, die ihn zu einer sicheren Bank werden lassen”. Teuber zeigte sich überzeugt, dass die Sozialdemokraten mit ihm als Kandidaten den Chefsessel im Rathaus verteidigen werden. In seiner Vorstellungsrede präsentierte sich Leibe als Mann mit besten Kontakten zu Gewerkschaften und Wirtschaft. Der 2008 nach Trier gezogene Manager bei der Bundesagentur für Arbeit sprach sich klar für die Reaktivierung der Westtrasse aus. Über den Standort der Haltepunkte könne man im Detail streiten, doch wäre es nach seiner Meinung “Wahnsinn”, das Projekt abzulehnen. In Sachen Schulpolitik erklärte Leibe: “Unsere Kinder in der Stadt brauchen gute und nicht viele Grundschulen”. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit wolle er auf die Themen Wirtschaft und Wohnen legen, kündigte der gebürtige Südbadener an.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und ehemalige Trierer SPD-Vorsitzende Malu Dreyer bescheinigte Leibe, sich “in unterschiedlichen Bereichen gut bewegen” zu können. “Er weiß, wovon er spricht”, Leibe sei ein “umfassend gebildeter Mensch mit einer breiten Zustimmung in Wirtschaft und Gewerkschaften”.

Ein ausführlicher Bericht folgt am Montag.  

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3 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Norbert Damm schreibt:

    “Unsere Kinder in der Stadt brauchen gute und nicht viele Grundschulen”. SPD, wo willst du hin? Welche Pädagogik vertritt Herr Leibe?

  2. V. Müller schreibt:

    Es ist absolut sinnlos große Investitionen in marode Schulen zu stecken, die gemessen an der Entwicklung von Schülerzahlen keine Zukunft haben.
    Gerade in Zeiten leerer Stadtkassen muss hier mit den Steuergeldern verantwortlich umgegangen werden.
    Das sind unpopuläre Entscheidungen, um die sich im Besonderen die “Dagegen-Fraktionen” (FWG und Linke) immer drücken und die Bürger mit ihrem “Die anderen Parteien sind so böse”-Populismus für dumm verkaufen wollen.
    Quantität sagt nichts über Qualität aus – da hat Herr Leibe Recht!
    Und das hat nicht mit Pädagogik zu tun, Herr Damm!

  3. V.Clemens schreibt:

    Herr Damm, Herr Teuber hat hier ja schon erkennen lassen, das es die GS Martin wohl auch treffen könnte.

    @V.Müller: Die GS Kürenz war fix und fertig saniert. Mit erheblichen Mitteln aus dem Ortsbeirat. Diese Mittel wird aber der Ortsbeitrat Mitte ganz bestimmt an Kürenz zurückerstatten. Mittlerweile hat sich ja wohl schon Schimmel gebildet, weil der Leerstand wohl nicht richtig gehandhabt wurde.
    Ja. Mit Steuergeldern muss verantwortlich umgegangen werden. Und wenn man diesem Grundsatz folgt, ist es unerklärlich warum z.B. der ADAC 140000 Eur. bekommt, man überall Kunstrasenplätze bauen muss, der Stadtvorstand BMW und Mercedes statt Opel Corsa fährt und unsere Stadtwerke Ruinöse Baumarktketten subventioniert.

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