“An der Universität brennt es”

TRIER. Studierende aus Landau, Koblenz, Trier, Kaiserslautern und Mainz werden an diesem Dienstag gegen die Sparpolitik der Landesregierung im Bildungsbereich protestieren. In Trier setzt sich der Demonstrationszug gegen 18.30 Uhr in Bewegung.

Treffpunkt ist auf dem Viehmarkt, gegen 19 Uhr sind vor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Willy-Brandt-Platz die ersten Redebeiträge geplant. Über die Ostallee soll der Protest dann in Richtung Porta Nigra fortgesetzt werden.

“In Trier geht es um die Substanz der Universität, Einsparungen im bekannten Ausmaß würden die derzeit gebotene Fächervielfalt, darunter viele Orchideenfächer, die gar bundesweit einmalig sind, nicht mehr gewährleisten können”, warnt Kilian Krumm, Sprecher der Trierer Studierendenvertretung. Auch in der Lehrerausbildung gebe es “mehr Abfertigung als Ausbildung”. Das der Personalrat der Universität den Aufruf zur Demonstration unterstütze, unterstreiche auch die “Betroffenheit der Dozierenden und nichtwissenschaftlichen Angestellten dieser Universität” Krumm weiter: “Der aktuelle Status quo ist alarmierend. An der Unversität brennt es”.

Neben Krumm planen laut Veranstalter die Professorin und ehemalige Vizepräsidentin der Universität Trier, Helga Schnabel-Schüle, sowie der Dekan des Fachbereichs Gestaltung der Trierer Fachhochschule, Professor Franz Kluge, Redebeiträge.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Frank Jöricke schreibt:

    “Der aktuelle Status quo ist alarmierend. An der Unversität brennt es.” (Kilian Krumm, AStA-Sprecher)

    Dieser Satz wurde in ähnlicher Form auch vor 30, 20, 15, 10 und 5 Jahren geäußert. Solange nämlich schon wird der “Kahlschlag” an Deutschlands Universitäten beklagt. Damals war dies ein Jammern auf höchstem Niveau, mittlerweile – nach drei Jahrzehnten finanzieller Salamitaktik – scheint das Geld wirklich knapp zu werden.

    Bloß interessiert dies außerhalb der Uni niemanden. Es rächt sich jetzt, dass die wechselnden AStAs nie eine Studentenvertretung waren (wie auch, wenn 85 bis 90 Prozent aller “Studis” den Wahlen fernbleiben), sondern vielfach nur ein Podium für Maulhelden und Jungkarrieristen, die sich öffentlichkeitswirksam in Szene setzten.

    Doch die Öffentlichkeit war irgendwann genervt von den ständigen Kassandrarufen. Und was tut man, wenn man genervt ist? Man schaltet ab, stellt die Ohren auf Durchzug.

    Kilian Krumm kann einem daher leidtun. Seine zahllosen Vorgänger haben durch Dauerpanikmache erreicht, dass jenseits des Campus sich keiner mehr für das Schicksal deutscher Universitäten interessiert. Mit dem Ergebnis: Jetzt, da es wirklich brennt, reagiert niemand.

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