Beiträge von » Anne Schaaf

Bier in der Umkleide

Hier hilft und berät die Designerin selbst: Claudia Fischer von "Codierbar?!". Foto: Anne SchaafWährend Wolfgang Joop den Zorn der Massen auf sich zog, indem er behauptete, das Tragen von Jogginghosen gehe mit mangelndem Verstand einher, feierte man in Trier mit voller Inbrunst und bei klarem Verstand den Weltjoggingbuxentag. Nicht nur die Tatsache, dass die flauschige Beinbekleidung hier sogar mancherorts als Dresscode gilt, lässt vermuten, dass die Stadt offen für neue Modekonzepte ist. Wenn die Experimentierfreudigkeit sich dann auch noch bezahlt macht und nicht nur Geld, sondern auch flüssiges Gold fließt, wird es erst richtig interessant.
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Hindernisparcours zur Barrierefreiheit

Bahn“Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.” Obwohl es zum Zeitpunkt, als Nietzsche diese Aussage tätigte, bereits Rollstühle gab, kann davon ausgegangen werden, dass er eher unbewusst eine gute Beschreibung für den Weg in die Barrierefreiheit geliefert hat. Der Pfad hin zur gleichberechtigten und vor allem unabhängigen Teilhabe von Menschen mit körperlichen Einschränkungen am sozialen Leben ist nämlich steinig und oftmals mehr mit Versprechen gepflastert, als von Rampen gesäumt. Auf welcher Stufe der Barrierefreiheit kann der öffentliche Personennahverkehr sowie der Stand der sanitären Einrichtungen in Trier verortet werden und wie zugänglich sind beispielsweise die Ansprechpartner der deutschen Bahn? 16vor-Mitarbeiterin Anne Schaaf begibt sich auf einen Hindernisparcours.
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Wie man das Brett vorm Kopf wegtanzt

"dorf int'l" ist eine Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 25. Geburtstages vom Tufa Tanz e.V. Fotos: Anne SchaafManch Außenstehender ist dazu geneigt, bei jedweder Aktivität, die von Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung ausgeübt wird, in allererster Linie einen therapeutischen Sinn zu suchen. Spielt eine Rollstuhlfahrerin ein Instrument, wird selten angenommen, dass sie schlichtweg eine große Leidenschaft für Musik hat. Ach Gott, und die Blinden erst! Die können doch wohl nicht von sich aus nur einfach so singen wollen? Dass man mit dem Mund und nicht mit den Augen singt, scheinen ironischerweise gerade die Sehenden zu übersehen. Und wenn es um Tanz geht, dann darf das wohl auch nicht anders sein. In den Köpfen mancher sitzen Gruppen wie “BewegGrund Trier” wahrscheinlich erstmal im Kreis und sagen dann reihum: “Mein Name ist Manfred Mustermann und ich bin seit drei Jahren behindert.” Aber verlassen wir mal die Köpfe und schauen, wie es in der Realität aussieht.
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