Beiträge von » Bettina Leuchtenberg

Kennen Sie … das Kloster St. Afra?

Seit dem Mittelalter gehörte das Kloster St. Afra zur Domimmunität des Trierer Bistums. Die kleine Frauengemeinschaft in der heutigen Liebfrauenstraße erhielt im 18. Jahrhundert einen Neubau mit eigenem Gotteshaus. Eine Inschrift erinnert an die Geschichte des Hauses, das später auch ein Mädchenwaisenheim und eine Schule beherbergte. Bis heute sind das Klosterportal sowie das Langhaus der Kirche in der Architektur zu erkennen. Im Erdgeschoss beherbergt das Gebäude einen Spielzeugladen.
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Kennen Sie … den Olewiger Obelisken?

Dort, wo sich "Riesling-Weinstraße" und "Brettenbach" kreuzen, steht der Olewiger Obelisk. Eine durch acht Pfosten gehaltene Kette umgibt das Monument, das sich mit seinem weißen Anstrich auffällig von seiner Umgebung abhebt. Foto: Bettina LeuchtenbergObelisken kennen wir vor allem aus dem alten Ägypten, aus Rom oder Paris. In ihrem Ursprungsland entstanden die hochaufragenden Monumente als steingewordene Strahlen des Sonnengottes Re und standen immer zu zweit vor den ihm geweihten Tempeln. Durch den Schattenverlauf konnten die Ägypter die Zeit ablesen. Aus einem einzigen Granitblock wurde die eckige, sich nach oben verjüngende Säule gefertigt. Die meist vergoldete Spitze in Pyramidenform spiegelte das Sonnenlicht wider.
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Kennen Sie … die Lauben?

Die historische Aufnahme der Doppellauben oberhalb der Mauer gibt einen guten Einblick in die Topografie des Zurlaubener Ufers bis zum Bau des Hochwasserdammes. Auf steinernen Konsolen liegt nicht nur der vorkragende Balkon, sondern auch die Pavillons selbst ru?cken so nah an die Mosel, wie es nur geht. Heute zeigen sich die letzten verbliebenen Lauben in einem gepflegten Zustand. Die Doppellauben erhielten ju?ngst ein komplett neues Fachwerk, Dach sowie einen neuen Anstrich. Fotos: Sammlung Deuser, Stadtarchiv Trier.Barocke Häuser, idyllische Gärten, Terras­sen und viel Gastronomie. “Zurlauben” sagen die Trierer zur schmalen Straße zwischen der Mosel und der Ascoli-Pi­ceno-Straße, der mehrspurigen Einfahrt von der Autobahn in die Innenstadt. Im Ortsnamen “Zurlaubener Ufer”, so heißt die Straße im Stadtplan, steckt das Wort “Laube” und dies passt hervorragend zu den kleinen Häuschen und Pavillons, die einst als Gartenlauben errichtet wurden und von denen einige noch heute zu fin­den sind.
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Kennen Sie … das Stadtbad?

In den vergangenen knapp 35 Jahren hat sich am Stadtbad äußerlich nur die Leuchtschrift und der linke Gebäudetrakt geändert. Foto: Bettina LeuchtenbergBaden hat in Trier schon unter den Römern eine große Rolle gespielt – noch heute beeindrucken die Ruinen der Barbara- und Kaiserthermen. Vis-à-vis der mächtigen Anlage am Ende der Südallee hat das Trierer Stadtbad seinen Standort. Und auch das Angebot ist über die Jahrhunderte ähnlich geblieben. Zeitlos wie der Spaß und die Freude am Wasser ist auch die Architektur des Hallenbads aus dem Jahr 1929.
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Kennen Sie … die Rosenvilla?

Verwunschen inmitten von Gru?n liegt die seit 2008 unter Denkmalschutz stehende Villa von Peter und Leonie Lambert heute an einer der verkehrsreichsten Straßen von Trier – genau gegenu?ber vom Moselstadion. Foto: Bettina LeuchtenbergVerwunschen wie Dornröschens Schloss steht die Trierer Rosenvilla hinter einem filigran verzierten Zaun. Das zweiteilige Gartentor mir zartem Blumendekor lenkt den Blick auf das von hohen Bäumen umgebene freistehende Haus. Ein geschwungener Weg führt durch niedrige Beete zum unter einer Holzveranda liegenden Eingang. Die Geschichte der Villa erschließt sich, wenn man die zahlreichen Verzierungen und Details entdeckt, die vor allem mit einem Motiv spielen: der Rose.
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Kennen Sie … Triers Stadtmauer?

„Hergerichtet 1912 durch den Verschönerungsverein“: Wer sich den Roten Turm in der Südallee ganz genau anschaut, findet eingemeißelt in den Sandstein den Grund, warum dieser Turm der Stadtmauer noch so gut erhalten ist. Schon im letzten Jahrhundert gab es Privatleute, die sich der Denkmäler der Stadt Trier ehrenamtlich annahmen. Foto: Bettina LeuchtenbergAn diversen Stellen im Stadtbild Triers tauchen Stücke einer Stadtmauer auf – als klassische Mauer, mit einem Turm oder auch mit einem Durchgang. Die wenigen heute noch zu findenden Zeugnisse der bis in 19. Jahrhundert herein befestigten Stadt Trier stammen aus verschiedenen Jahrhunderten und umschließen mal das römische, mal das mittelalterliche oder auch das neuzeitliche Trier.
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Kennen Sie … den Kulturkiosk?

Neue Ausstellungen in der „Bühne“ sorgen für Kommunikation und Austausch. Foto: Bettina LeuchtenbergIn Berlin ist es die Trinkhalle, am Niederrhein das Büdchen, in Frankfurt das Wasserhäuschen, in Österreich die Trafik und in Trier ganz klassisch der Kiosk. So wird ein meist freistehendes Häuschen genannt, welches dazu dient, Kleinigkeiten wie Zeitungen, Getränke, Süßigkeiten und Zigaretten im Vorbeigehen zu erwerben. So tolle Sachen wie einzelne Stücke Kokosschokolade oder je nach Taschengeldlage individuelle Tüten mit buntem, süßem Gummi wandern jedoch nur noch selten über Kiosktheken, seit mehr über Hygiene nachgedacht wird und fast alles – zumindest in abgepackter Form – Tag und Nacht in Tankstellen erhältlich ist. Und so wie sich die Kaufgewohnheiten gezwungenermaßen ändern, so gibt es auch neue Konzepte für die noch stehenden Trinkhallen, Büdchen oder auch Kioske.
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Kennen Sie… Nells Mühlchen?

Die Mühle im Nells Park wurde durch den kanalisierten Zufluss des Aveler Bachs gespeist. Idyllisch gelegen, wird das Haus heute nicht mehr genutzt, jedoch in seinem überkommenen Zustand erhalten. Foto: Bettina LeuchtenbergDie Mitte des Nells Parks in Trier-Nord bildet ein See, der aus dem Aveler Bach gespeist wird. Das fließende Gewässer hat einst eine Mühle angetrieben, die auch heute noch am Wasserrand zu finden ist. Auf die ehemalige Funktion deutet nur noch der vor dem Haus vermooste stehende Steintisch hin. Der Mühlstein ist hier umfunktioniert worden und ist das letzte Relikt des langsam verfallenden Häuschens mit den auffälligen Fenstern.
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Das virtuelle Skriptorium der Abtei St. Matthias

Matthias_webMittelalterliche Handschriften sind reichhaltige Quellen – nicht nur für Historiker und Geisteswissenschaftler, sondern auch für Forscher weiterer Disziplinen wie Theologen, Mediziner, Juristen oder Kunsthistoriker. Traditionell konnten die Jahrhunderte alten Quellen nur vor Ort in Bibliotheken im Original eingesehen werden. Um die lange vor dem Buchdruck entstandenen unersetzlichen Einzelstücke einem weiten Kreis zugänglich zu machen, ist die Digitalisierung ein ideales Mittel der Wahl. Die aus exquisiten Handschriften bestehende mittelalterliche Bibliothek der Trierer Abtei St. Matthias ist heute nicht mehr vor Ort zu finden. Die Digitalisierung sorgt jetzt dafür, dass nicht nur die ursprüngliche Zusammenstellung rekonstruiert wird – auch lassen sich zukünftig alle Schriften online einsehen und lesen. Ein Band von Michael Embach und Claudine Moulin führt nun in das Thema ein.
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Kennen Sie… das “Apollo-Theater”?

Mit einer schlichten Außenwirkung fügte sich das "Apollo-Theater" ab 1941 in die Straßenzeile der Saarstraße ein. Mit einfachen Leuchtröhren an der Front und hochkant in den Straßenraum ragend machte das Kino auf sich aufmerksam. Foto: Bettina LeuchtenbergMit 1000 Sitzplätzen war das “Apollo-Theater” eines der beiden größten Trierer Kinos, welches seine Glanzzeiten in den späten vierziger und den fünfziger Jahren erlebte. In der belebten Saarstraße war es das Einzige im Süden der Stadt. Zudem wurden dort Aufführungen, Konzerte und sogar Boxkämpfe geboten. Noch heute kann man das Gebäude zu geschäftsüblichen Zeiten betreten und beim genauen Hinschauen Relikte aus der Kino-Ära entdecken – es wird als Supermarkt genutzt.
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Das Reich der Mitte ist kein Herz

gudd stubbDas Reich der Mitte liegt im Herzen Europas und ist so etwas wie die “Gudd  Stubb” des Kontinents. Die Rede ist von der Kulturgemeinschaft Großregion, welche in dem opulenten Band “Au centre de l’europe. Im Reich der Mitte2″ porträtiert wird, den die Saarbrücker Kunsthistorikerin Eva Mendgen herausgegeben hat. Mendgen knüpfte in den vergangenen Jahren ein die jeweiligen Landesgrenzen überschreitendes und kreatives Netz aus über 80 Autoren, Grafikern, Fotografen und Übersetzern. Mehr als 60 Beiträge umfasst ihr nun erschienenes Werk. Das mehrsprachige Buch ist Liebeserklärung und Mahnung zugleich – an die Großregion und an deren kulturelle Zukunft.
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Kennen Sie… den alten Geldtempel?

Einem Tempel gleich beherrscht die ehemalige Reichsbank die Ecke Christophstraße/Kochstraße. In der ehemaligen Kassenhalle, welche die Höhe der Rundbogenfester im erhöhten Erdgeschoss hatte, sind heute zwei Etagen mit Arztpraxen und Wohnungen eingebaut. Foto: Bettina LeuchtenbergSieben monumentale Säulen bilden die Fassade der ehemaligen Reichsbank in der Christophstraße. Einst als pompöse Nebenstelle der Berliner Zentrale errichtet, machte sie die Bedeutung des Geldinstituts auch in der westlichen Provinz deutlich. Während die Reichsbanken bis etwa zur Jahrhundertwende oft gleichförmig gestaltet waren, wurden die Gebäude in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts immer individueller.
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Krimi aus dem Trierer Westen

Der Kriminalroman von Stephan Brakensiek und Sabine Schneider „Die schöne Tote im alten Schlachthof“ ist im Emons-Verlag erschienen, hat 272 Seiten und kostet 10,90 Euro. Bild: emons-verlag.deDas Autorenduo Sabine Schneider und Stephan Brakensiek hat mit seinem vor wenigen Monaten erschienenen Erstlingswerk “Die schöne Tote im alten Schlachthof” einen Krimi im westlichen Stadtteil von Trier angesiedelt. Mit viel Lokalkolorit und einem spannenden Plot ist die Europäische Kunstakademie das Zentrum des ersten Mordes, dem zwei weitere folgen. Die beiden Verfasser stammen zwar nicht aus Trier, arbeiten aber hier. Brakensiek ist Akademischer Mitarbeiter im Fach Kunstgeschichte an der Universität und Kustos der Graphischen Sammlung. Sabine Schneider studierte an der Uni Angewandte Geographie/Fremdenverkehrsgeographie und ist als Verwaltungsangestellte an der Kunstakademie beschäftigt. Der Ausgang der Handlung ihres Krimis lässt eine weitere literarische Zusammenarbeit der beiden Autoren vermuten.
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Wer nicht hören kann, kann lesen

Zwei Schriftdolmetscherinnen dolmetschen einen Vortrag der Jubiläumsveranstaltung des Hörbiz. Während Annegret Bepler mit Blickkontakt zu dem Referenten dessen Worte mit Satzzeichen und Absätzen und weiteren Informationen in eine Mikrofonmaske spricht, korrigiert Birgit Nofftz den Text, der für alle sichtbar auf eine Leinwand übertragen wird. Foto: Bettina LeuchtenbergIn der Kommunikation kommt es darauf an, sein Gegenüber mit allen Sinnen wahrnehmen zu können. Ist der Gehörsinn eines Gesprächspartners jedoch beeinträchtigt oder gar nicht mehr vorhanden, gelten andere Regeln für den erfolgreichen Austausch. In Situationen, in denen es ganz genau auf das einzelne Wort ankommt – wie beispielsweise bei Arztbesuchen, vor Gericht, in der Ausbildung oder bei Prüfungen – helfen Schriftdolmetscher weiter.
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Die Natur als Speisekammer

Mit Bärlauch hat es angefangen. Das aromatische Kraut hat es in den vergangenen Jahren aus den feucht-dunklen Wäldern bis in alle Supermärkte geschafft, um Käse, Quark, Pesto oder Brot und sogar Hunde- und Katzenfutter zu aromatisieren. Neben den jeweils aktuellen Modekräutern gibt es aber auch unscheinbare Pflanzen, die nicht nur das Essen schmackhaft machen, sondern unsere Kenntnisse um Pflanzen, deren Würze und Heilkraft erweitern. Ein Spaziergang durch die Wiesen rund um Trier.
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Auf den Spuren von Heinrich Tessenow in Trier

Die in Hamburg ansässige Heinrich-Tessenow-Gesellschaft besuchte am vergangenen, langen Wochenende Trier, um hier ihre Jahreshauptversammlung abzuhalten. Das diesjährige Ziel wurde ausgewählt, weil in Euren ein Wohnhaus aus dem Jahr 1909 steht, welches seine Herkunft aus dem Geiste Tessenows nicht leugnen kann. Durch das Haus und das Gelände führte der Urgroßenkel des Bauherrn Hans Proppe.
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Kennen Sie… die neue Brücke?

Wenn alteingesessene Trierer von der “neu Brück” sprechen, ist von einem schon in die Jahre gekommenen Bauwerk die Rede. Gemessen an der über Jahrhunderte einzigen Moselquerung der Stadt, der Römerbrücke, ist sie in der Tat noch jung, und auch im dreistelligen Alter zeigt sich die steinerne Dame als durchaus zeitgemäß, überspannt sie neben dem Wasserweg auch Bahnlinien, Straßen und Fahrradwege. Ihren Namen hat sie vom letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. erhalten, der die Brücke vor 100 Jahren höchstpersönlich einweihte.
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“Ein aufmerksamerer Beobachter geworden”

Der Trierer Rolf Ersfeld, ehemaliger Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, hat 2011 sein erstes Buch vorgestellt. im nächsten Jahr erscheint bereits sein viertes Werk. Die drei bis dato veröffentlichen Geschichten verortet der in Irsch lebende Autor selbst als Gesellschafts- und Liebesromane. Inhaltlich vollkommen unterschiedlich, verfügen all seine Bücher über einen Schuss Spannung und gelegentlich Erotik. “Wenn, dann hätte man mir ein Weinbuch abgenommen”, sagt der Autor über die überraschten Reaktionen auf sein Erstlingswerk.
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Kennen Sie… das Fetzenreich?

Das Fetzenreich ist mehr als ein Haus. Genau genommen ist es eine zusammenhängende Häuserzeile entlang der Sichel- und der Rindertanzstraße. Einst auch innerlich verbunden, dehnte sich der mittelalterliche Stadthof mit mehreren Gebäuden, Höfen und Gärten bis zum Mergener Hof im Norden aus. Im Laufe der Jahrhunderte erhielten die einzelnen Bauteile unterschiedliche Funktionen, die am besten separat betrachtet werden. Wenn man heute den Treffpunkt „Fetzenreich“ ausmacht, geht man in die Sichelstraße 36.
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Kennen Sie… die alte Universität?

Trier ist Universitätsstadt. Stolz wird dies auch auf den gelben Schildern verkündet, welche die in die Stadt führenden Straßen säumen. Die aktuelle Hochschule auf der Tarforster Höhe ist eine Neugründung der 70er Jahre und damit noch recht jung. Doch schon im 15. Jahrhundert war die Moselstadt Standort einer Alma Mater – nicht auf einem Campus außerhalb des Zentrums, sondern mitten im mittelalterlichen Stadttreiben in der Dietrichstraße. Selbst Medizin konnte man dort studieren.
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Kennen Sie… das Haus Britanien?

Trier ist die Stadt am Fluss, die den Anschluss an selbigen verloren hat. Im Straßennamen der Krahnenstraße ist das einstige Leben am Fluss jedoch lebendig geblieben. Mit dem direkt an der Mosel liegenden Krahnen wurden einst Handelswaren aus Schiffen an Land gehoben. Die Straße war über Jahrhunderte eine wichtige Verkehrsachse ins Stadtzentrum. Mit dem Ausbau der großen Autostraße am östlichen Moselufer veränderte sich nicht nur die Straßenführung, auch die Optik in der Krahnenstraße wurde aufgefrischt, mit gotischen Bauten – echt aus den siebziger Jahren.
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Kennen Sie… Ambrosius?

Der um 339 in Trier geborene heilige Ambrosius ist neben Hieronymus, Augustinus und Gregor dem Großen einer der vier abendländischen Kirchenväter. In seinem Geburtsort ist er vor allem durch Einrichtungen im Norden der Stadt bekannt, hier tragen eine Straße, Schule und ein Kindergarten seinen Namen. Das erste Gebäude, das sich auf den späteren Bischof von Mailand berufen hat, ist die Not- und Nachkriegskirche St. Ambrosius, eine ehemalige Reithalle mit Glas- und Bildhauerarbeiten zahlreicher Künstlerinnen und Künstler. Bis heute werden in dem ewigen Provisorium Gottesdienste gefeiert.
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Kennen Sie… den Treppenturm?

Eingequetscht zwischen Gebäuden des 20. Jahrhunderts erhebt sich an der Biegung von der Stresemannstraße in die Fußgängerzone dennoch stolz ein weiß verputztes Gebäude mit markanten roten Fenstereinfassungen und Treppenturm. Dass das ehemalige Hinterhaus, eines der wenigen erhaltenen Renaissancegebäude seiner Art in Trier, sich heute allen Flanierenden direkt zeigt, ist das Ergebnis eines massiven Straßendurchbruchs.
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Kennen Sie… das Drachenhaus?

Auf dem Weg zu den Ausflugszielen Wildschweine, Weisshauswald oder Tiergehege lässt man es links liegen, denn es ist im Vorbeifahren kaum auszumachen. Erst wenn man die abschüssige Wiesenfläche des alten Rosengartens betritt, erkennt man die immensen Ausmaße des Drachenhauses. Seinen Namen hat es erst Jahre nach der Fertigstellung erhalten, das Haus selbst hat eine längere Geschichte.
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Geheimtipp Trier-Nord

Trier-Nord soll ein besseres Image bekommen. Dies ist zumindest die Aufgabe, die der Ortsbeirat zusammen mit dem Quartiersmanagement Trier-Nord zwei Fächern der Universität Trier gestellt hat. 50 Studierende der Geschichte und Kunstgeschichte haben sich im zurückliegenden Wintersemester des Themas angenommen. Im Juni wollen sie das Ergebnis in Form einer Broschüre über den Stadtteil präsentieren und hierbei den Blick auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten nördlich der Porta Nigra lenken. Die Imagekampagne richtet sich indes nicht nur an Touristen, sondern auch an die Alteingessenen im Stadtteil: Diese sollten wieder mit Stolz sagen können, dass sie in Trier-Nord leben, gibt der Kunsthistoriker Professor Andreas Tacke eines der Ziele aus.
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Kennen Sie… die alte Post?

Die alte Post am Kornmarkt war zu ihrer Erbauungszeit die neue Post und ersetzte den vorherigen Standort in der Neustraße nicht nur räumlich. Mit dem monumentalen “Post- und Telegraphengebäude” der Kaiserlichen Oberpostdirektion manifestierte die Regierung in dem schlossartigen Gebäude ihre Wichtigkeit mitten in der Stadt. Immerhin war Trier einer der 26 Regierungsbezirke Preußens und somit auch Ort für eine zentrale Stelle der Post. Doch auch in der neuen Post steckt altes Gemäuer.
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Kennen Sie… die Regierungsburg?

Die preußische Verwaltung hat den Ruf einer schnörkellosen, farblosen und langweiligen Bürokratie, die in kasernenartigen Bauten Briefe schreibt, Gesetze anordnet und Dokumente archiviert. Das Ganze geschieht – so das Klischee – von einer Schar Beamter in grauen Anzügen mit Ärmelschonern und Aktentasche bei absoluter Pünktlichkeit. Einen überraschenden Kontrast dazu bildet das Gebäude, welches die Regierung Trier 1905 an der Ecke Deworastraße/Sichelstraße eröffnet und heute noch das Vermessungs- und Katasteramt Trier beherbergt.
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Kennen Sie… den gläsernen Pavillon?

Die gläserne Etage inmitten steinerner Fassaden aus der Gründerzeit fällt sofort ins Auge, wenn man sich vom Bahnhof in Richtung Innenstadt bewegt. Was einst als Schandfleck angesehen wurde, steht heute unter Denkmalschutz und bietet aktuell noch einem Café spacigen Raum. Es ist eines der wenigen stadtbildprägenden Bauten Triers aus den fünfziger Jahren – zumindest der obere gläserne Teil.
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Die Rose ist neu erblüht

Vier Jahre lang wurde das Innere der Trierer Liebfrauenkirche renoviert. Am Wochenende vom 3./4. September öffnet die gotische Zentralbasilika mit einem umfangreichen Programm, bis Ende des Jahres können sich Interessierte regelmäßig durch die Kirche führen lassen. Zu sehen ist ein lichtdurchfluteter gen Himmel strebender Raum, dessen Säulen und Wände von einer jahrhundertealten Staub- und Dreckschicht befreit sind. Die neue helle Farbigkeit gibt der Kirche einen frischen, luftigen Charakter.
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Feen und Glitzer für Mädchen

“Catharina und der Ruf des Waldes” heißt das erste Buch von Jennifer Heil, die in Trier geboren und aufgewachsen ist und inzwischen an der Mittelmosel lebt. Das Märchen erzählt die Geschichte der Jahreszeiten und eines nicht enden wollenden Winters und ist für Kinder bis 12 Jahre geschrieben. Trotz Happy End bleibt zumindest für ältere Leser nach der Lektüre eine gewisse Leere.
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Kennen Sie… die Pyramidenkirche?

Aus Ägypten sind sie am bekanntesten und auch die Maya haben in Südamerika Stufenpyramiden errichtet. Die Architekturform, die im dritten Jahrtausend vor Christus begann und im noch unentdeckten Amerika eine weitere Blütezeit erlebte, hat in den folgenden Architekturepochen kaum noch Planer angesprochen. Die glattwandigen Pyramiden jedoch erleben vor allem im 20. Jahrhundert mit dem Werkstoff Glas eine kleine Renaissance. Mit der Kirche St. Michael im Stadtteil Mariahof besitzt Trier ein Bauwerk, welches als einmalig zu bezeichnen ist und Architekturstudierende aus der ganzen Republik anzieht.
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Heute ist Grace Stella

Mit dem Band “Mein Name ist Stella” hat die Triererin Andrea Palm-Hensel bereits das zweite Buch herausgebracht (nach “Stella – Unser Stern aus Indien”, Verlag Kleine Schritte), in dem sie über die Adoption ihrer Tochter Stella berichtet. Die Neunjährige steht als Co-Autorin mit auf dem Titel, denn ohne die Erinnerungen ihres Kindes hätte dieses Buch nicht entstehen können.
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Kennen Sie… die Ordenskommende?

Wie ein kleines Schloss steht es mitten in der Stadt. Ein Weg führt unter Bäumen und an Wiesen vorbei auf ein prachtvolles Portal zu. Mit seinem umgebenden Mauern und Zäunen wirkt es im Areal der Trierer Berufsbildenden Schulen wie ein vergessenes Kleinod. Ursprünglich als Sitz des Deutschen Ordens errichtet, beherbergen das Haus und seine beiden Nebengebäude aus dem 18. Jahrhundert heute verschiedene Institutionen aus Bildung und Kultur.
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Kennen Sie… den Zewener Turm?

Das mittelalterliche Turmhaus in Zewen steht seit hunderten von Jahren zwischen Trier und Luxemburg. Als Burg gebaut, diente es als Wachturm, Zollstation, Bauernhof und Wirtshaus. Der ursprüngliche Eingang im ersten Stock und die wenigen Wandöffnungen wurden im 19. Jahrhundert durch Türen im Erdgeschoss und großflächige Fensteröffnungen in der ersten Etage ergänzt. Das unter Denkmalschutz stehende Haus ist heute in Privatbesitz.
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Kennen Sie… das Sonnenblumenhaus?

Seit einigen Wochen bleiben in der Nagelstraße immer wieder Menschen stehen und beugen sich nach hinten, um das Haus mit dem hohen Giebel gut und vor allem ganz in den Blick zu bekommen. Das schmale Jugendstilhaus mit dem frischen farbenfrohen Anstrich und der riesigen Sonnenblume ist mitten im Winter neu erblüht. Wo einst das “Unausprechliche” feilgeboten wurde, soll in wenigen Monaten die Genussgesellschaft einziehen.
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Kennen Sie… das preußische Schloss?

Grau, schlicht, sachlich, zig Fenster und fast ein eigenes Karree auf dem Weg vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt: Das imposante Verwaltungsgebäude der ehemaligen Trierer Reichsbahndirektion verbirgt hinter seiner monumentalen Fassade unerwartete Details. Mit mehr als 300 Räumen zählt das Anwesen zu den größten Immobilien der Stadt. Im Keller des vor 85 Jahren errichteten Gebäudes wütete einst die Gestapo und folterte Gegner des NS-Regimes. Heute residiert hier das Mehrgenerationenhaus, in dem gleich mehrere Verbände und Einrichtungen ihren Sitz haben.
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Kennen Sie… die “Porta Nigra” in Trier-Süd?

Mit der rasanten Vergrößerung der Stadt Trier verloren die mittelalterlichen Stadtmauern im Laufe des 19. Jahrhunderts so sehr an Bedeutung, dass sie bis zur Jahrhundertwende abgerissen wurden. An dem auf deren Fundamenten angelegten Alleenring steht nicht nur das einzig übrig gebliebene römische Stadttor, sondern im Süden auch eine ganz ähnliche Architektur, die heute 110 Jahre alt und in ihrer Art in Trier einmalig ist.
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Kennen Sie… das eiserne Haus?

Heute startet eine neue Serie auf 16vor. Einmal im Monat werden wir markante, interessante oder geschichtsträchtige Trierer Bauwerke vorstellen. Bauwerke, die man zwar vom Sehen kennt, aber von deren einstiger oder heutiger Bedeutung man kaum etwas weiß. Und obwohl die meisten Trierer noch nicht auf der Porta gewesen dürften und viele nicht die ursprüngliche Funktion der Basilika kennen werden, bleiben die Welterbestätten außen vor. Darüber kann man schließlich in jedem Stadtführer lesen. Im ersten Teil unserer Serie stellt die Kunsthistorikerin Bettina Leuchtenberg das “eiserne Haus” vor. Als eines der wenigen Wohn- und Geschäftsbauten des frühen 20. Jahrhunderts ist das Haus mit der grünen Stahlfassade in der Karl-Marx-Straße ein besonderes Beispiel damals moderner Architektur. Erbaut wurde es nach den Plänen eines Schlossermeisters, der so sein Arbeitsmaterial werbewirksam an unüblicher Stelle darstellen konnte.


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100 Jahre modern

Das „Haus Proppe“ wurde vor 100 Jahren in Euren errichtet und war zu seiner Entstehungszeit der Architektur Triers um Jahre voraus. Heinrich Tessenow, nach dessen Entwurf das Haus 1909 erbaut wurde, ist in den weiteren Orten seines Wirkens als Verfechter der modernen Architektur vor dem Bauhaus unumstritten. Seine noch existierenden Werke stehen weitestgehend unter Denkmalschutz. Trotz Bemühungen seitens der Familie Proppe fällt das gleichnamige Haus nicht darunter. In Trier hat man aber immerhin eine Straße nach Tessenow benannt.
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