Beiträge von Christian Baron, Autor auf 16 VOR

“Kein Mensch ist ohne Tattoo”

In einem studentischen Theater-Projekt mit hoher Fluktuation ist er eine der wenigen Konstanten. Michael Gubenko hat bereits in den unterschiedlichsten Rollen und Funktionen bei der Gruppe von “bühne 1″ mitgewirkt, die ab dem 16. Mai (20 Uhr) unter seiner Regie im Studio des Theaters Trier mit Igor Bauersimas “Tattoo” bereits ihre vierte Produktion darbietet. Mit 16vor sprach der 27-jährige Lehramtsstudent über seine Inszenierung, den Wert der Kunst und die Probleme der freien Kulturszene in Trier.
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“Sich weit aus dem Fenster zu lehnen, ist immer gut”

Seit dem vergangenen Herbst ist das Theaterhaus Jena fest in Trierer Hand. Mit Moritz und Benjamin Schönecker, Veronika Bleffert und Roman Schmitz gehört ein Quartett aus Deutschlands ältester Stadt dem Leitungsteam an. 16vor traf die vier im Theatercafé Jena, das sich direkt neben ihrer Wirkungsstätte im Schillergässchen befindet. Dabei sprachen die Exilanten über ihre alte Heimat, ihre neue Wirkungsstätte und warum sie ihre Vorstellungen von Theater wohl derzeit nur in Jena umsetzen können.
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“Für mich gibt es keine Utopien”

Einem breiten Publikum ist der Hamburger Schauspieler und Synchronsprecher Rolf Becker neben zahlreichen Spielfilmen auch aus TV-Serien wie “Sachsenklinik” oder “In aller Freundschaft” bekannt. Am morgigen Freitag (19 Uhr) wird der Vater von Ben und Meret Becker in literarischer Mission im Karl-Marx-Haus gastieren und aus dem “Manifest der Kommunistischen Partei” von Karl Marx und Friedrich Engels lesen. 16vor sprach mit dem 76-Jährigen vorab über das Werk, den Kommunismus und sein eigenes politisches Engagement.
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Wahnsinn als Methode

Krimis sind das wohl beliebteste Genre der Literatur. Ein wahrer Meister dieser Disziplin war Friedrich Dürrenmatt, der vor allem mit seinem abgründigen Roman “Das Versprechen” diese Form von Unterhaltungsdichtung durch neue, bis dahin unübliche Perspektiven ergänzte. So stellt die verstörende Geschichte als Bühnen-Adaption eine besonders große Herausforderung dar. Dem Kollektiv des freien Theaters “Kulturlabor e. V.” jedenfalls ist es am Samstagabend im Großen Saal der Tufa gelungen, in einer zwar manche Schwächen aufweisenden, insgesamt aber soliden Inszenierung eine vom Publikum umjubelte Premiere zu feiern.
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“Wir erleben einen echten Boom”

Viele Tierfreunde wissen um die Existenz von Hundesalons, haben aber noch nie einen Coiffeur für ihren Vierbeiner aufgesucht. Guido Klaus betreibt sein Pflegestudio für den angeblich besten Freund des Menschen bereits seit mehreren Jahren – seit er vom Zahntechniker zum “Groomer” umschulte. 16vor interviewte den Heimtierpfleger in seinem Laden “GK-Hundefellness” in der Herzogenbuscher Straße und sprach mit ihm über frisierunwillige Tiere, die Akzeptanzprobleme seines Berufs und die häufigsten Fehler der Hundehalter. Ein Gespräch auch über die Ängste von Frauchen und Herrchen und eine Branche, die seit einigen Jahren boomt.
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“Schreiben ist Küssen mit dem Kopf”

Am Donnerstagabend feierte “Gut gegen Nordwind”, das auf Daniel Glattauers gleichnamigem Bestsellerroman beruht, im Studio des Theaters Trier eine erfolgreiche Premiere. Dem Team um Regisseur Werner Tritzschler ist es gelungen, die seichte E-Mail-Liebesgeschichte um Emmi Rothner (Vanessa Daun) und Leo Leike (Jan Brunhoeber) kurzweilig und stellenweise sogar innovativ für die Bühne zu adaptieren.


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Neue Gesichter für die neue Spielzeit

Der Tenor Peter Koppelmann und die Schauspieler Helge Gutbrod und Antje Härle haben nach der vergangenen Spielzeit das Theater Trier verlassen. Für Ersatz wurde umgehend gesorgt: Luis Lay, Daniel Kröhnert und Alina Wolff sollen in der neuen Saison diese Lücken füllen. Lay war bereits in der Rolle des Bernardos in der “West Side Story” zu sehen, das Debüt seiner beiden Kollegen steht noch bevor. 16vor traf sich mit den drei Neuzugängen.
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Ein reines Liebesdrama

Mit der Industriehalle Bobinet in Trier-West fand die Premiere des Musical-Klassikers “West Side Story” am vergangenen Samstag einen ungewöhnlichen Spielort, der als Ausweichquartier für die Stammstätte am Augustinerhof herhalten muss, die derzeit saniert wird. Die pompöse Inszenierung des Trierer Tanztheater-Direktors Sven Grützmacher mit über 100 Mitwirkenden auf der Bühne geriet zwar von der inhaltlichen Aufmachung her wenig innovativ, dafür aber formal und choreographisch akkurat. Das Publikum applaudierte nach der Aufführung begeistert im Stehen.
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“Ido macht die Welt ein Stück weit gerechter”

Die Deutsche Ido-Gesellschaft e. V. tagt morgen um 14 Uhr im Restaurant “Zum Domstein”. Ido ist eine Plansprache, deren Vertreter in ihrer Durchsetzung die Chance sehen, den globalen Austausch zu vereinfachen. Doch sind die Idisten tatsächlich ein weltoffener Verband mit realistischen Zielen oder eher eine linguistische Sekte mit utopischem Anspruch? 16vor versuchte dies im Gespräch mit deren Vizepräsidenten Dr. Thomas Schmidt herauszufinden und sprach mit dem Münchener dabei auch über die Gründe für die geringe Akzeptanz des Ido und ihre Vorteile gegenüber der inoffiziellen Weltsprache Englisch.
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“Die kleinen Fortschritte machen am glücklichsten”

In der Saison 2010/11 landeten die Fußballer der TSG Trier-Biewer II mit 27:103 Toren und neun Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz in der Kreisliga D – der untersten Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland. Ein herbes Schicksal, denn im Sport gebührt Anerkennung meist nur dem Sieger. Doch woher schöpft ein immer wieder geschlagenes Kollektiv stetig neue Kraft? 16vor traf den Biewerer Trainer Sascha Carl auf dem Sportplatz seines Vereins und sprach mit ihm darüber, wo das Durchhaltevermögen seiner Mannschaft herkommt, wieviel Wahrheit in dem Klischee vom bierseligen Amateurfußball steckt und was seinen Sport trotz aller Niederlagen weiterhin so faszinierend macht.
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Alter schützt vor Kühnheit nicht

Tabuthemen gibt es heutzutage kaum mehr. Der Umgang mit Tod und Sterben ist noch ein solches, dem sich die aus 13 Senioren bestehende Laiengruppe “Bühne 60+” unter der Regie von Sylvia Martin couragiert angenommen hat. Am vergangenen Wochenende brachten sie im ausverkauften Studio des Trierer Theaters mit “Witwendramen” von Fitzgerald Kusz die Premiere ihrer zweiten Produktion überzeugend, weil äußerst beherzt aufs Parkett.
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