Breite Mehrheit für Schulkonzept

Zwei Tage vor der Ratssitzung zeichnet sich eine überraschend breite Mehrheit in Sachen Schulentwicklungskonzept ab. Am Dienstag präsentierten CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP einen gemeinsamen Antrag, der eine ganze Reihe von Änderungen der Vorlage des Stadtvorstands vorsieht. So verlangen die vier Fraktionen unter anderem den Erhalt der Egbert- sowie der Martin-Grundschule, zudem soll die Kurfürst-Balduin-Realschule an ihrem Standort in Trier-West verbleiben. Allerdings heißt es auch, dass “durch Konzentration fünf Grundschulstandorte” aufgegeben werden müssten. So steht die Grundschule Kürenz vor dem Aus, Reichertsberg und Pallien sowie Ehrang und Quint sollen jeweils an einem gemeinsamen Standort zusammengelegt werden. Aufatmen können die Verantwortlichen des Horts in Heiligkreuz. 

TRIER. Alle müssten sich nun an einen Tisch setzen und dürften diesen nicht mehr verlassen, bevor weißer Rauch aufgestiegen sei, hatte Grünen-Fraktionschefin Petra Kewes vergangene Woche noch verlangt. Kaum begann am Dienstag im fernen Rom das Konklave, da präsentierten gleich vier der sechs Ratsfraktionen ein gemeinsames Papier, das den Schlusspunkt unter eine jahrelange, inzwischen ermüdende Diskussion setzen könnte – die um die mehr als überfällige Fortschreibung des Schulentwicklungskonzepts. Was bis vor wenigen Tagen noch kaum vorstellbar schien, gelang den Vertretern in, wie es aus Teilnehmerkreisen heißt, “sehr harten Verhandlungen”. Mit einem 16 Punkte umfassenden Änderungsantrag zur Vorlage des Stadtvorstands legten CDU, SPD, Grüne und Liberale ihre gemeinsame Linie fest.

Die vier Fraktionen fordern, dass fünf Grundschulstandorte aufgegeben werden. Hierfür müssten die Schulbezirke entsprechend vergrößert und die Schüler in drei- oder vierzügigen Grundschulen zusammengeführt werden. Die Grundschule Quint und die Grundschule St. Peter in Ehrang sollen “schnellstmöglich” an einem neuen Standort fusionieren. Konkret müsse die Verwaltung hierfür aber zwei Optionen prüfen: einen Neubau in der Nähe des Ehranger Marienkrankenhauses oder aber die Nutzung der bestehenden Räumlichkeiten am Mäusheckerweg. Bis Ende des Jahres soll der Rat dann entscheiden, welche der beiden Varianten zum Zuge kommen wird. Bis zum Ausbau des neuen Standorts bleibe der Schulbetrieb in Ehrang und Quint aber erhalten, versichern die Fraktionen den betroffenen Eltern und Lehrern.

Gerettet scheint derweil die Egbert-Grundschule. Hier hatten sowohl CDU als auch SPD eine Verlagerung nach Olewig vorgeschlagen. Das Argument: Für einen Neubau am jetzigen Standort fehle schlicht das Geld. Von einem solchen Neubau, den der Stadtvorstand im Februar überraschend ins Gespräch brachte, ist nun auch nicht mehr die Rede. Stattdessen einigte man sich auf folgenden Kompromiss: “Die Grundschule Egbert bleibt ohne Aus- oder Neubau erhalten. Die Schulbezirksgrenzen sind so zu verändern, dass die zusätzlichen Kinder von Ausonius und Olewig aufgenommen werden können, ohne dass Egbert erweitert werden müsste.” Die Grundschule Kürenz taucht in diesen Überlegungen nicht mehr auf, sie würde aufgegeben. Aufatmen werden die Eltern und Kinder auch in Martin: Hier sprechen sich die vier Fraktionen für einen Erhalt des Standorts aus.

Vom Tisch scheint nun endgültig auch die weitere Nutzung der früheren Robert-Schuman-Realschule. Hatten Gutachter Wolf Krämer-Mandeau und der Stadtvorstand noch vorgeschlagen, hier die Barbara- und die Egbert-Grundschule zusammenzulegen, wollen CDU, SPD, FDP und Grüne das Gebäude jetzt aufgeben. Womit auch eine mögliche Verlagerung einzelner Klassen der Kurfürst-Balduin-Realschule Plus in die Kaiserstraße nicht mehr zur Debatte stünde. Eine solche “Dislozierung” hatte die SPD ins Gespräch gebracht. Stattdessen soll der Standort im Westen der Stadt weiter aufgewertet werden. Nicht nur, dass die Realschule Plus an ihrem angestammten Platz verbleiben würde, am selben Standort sollen außerdem die Grundschulen Pallien und Reichertsberg ein neues, gemeinsames Domizil erhalten. Spätestens zum Schuljahr 2018/2019 müsse der hierfür notwendige Erweiterungsbau stehen, verlangen die Autoren des Ergänzungsantrags.

Freude dürfte der gemeinsame Änderungsantrag auch in Heiligkreuz auslösen, wo man sich um die Zukunft des Hort sorgte. “Die Stadt Trier steht dem Ausbau des Anteils an Ganztagsgrundschulen positiv gegenüber, betont aber auch die Notwendigkeit der Existenz von Horten. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat bis Ende 2013 ein Konzept vorzulegen, das einen Zeitplan für die Beantragung von Ganztagsgrundschulen mit dem Ziel eines gesamtstädtisch gesehenen Hortangebotes in Einklang bringt”, heißt es in dem Fraktionen übergreifenden Papier. Wichtiger noch für die Heiligkreuzer: Der Punkt 4.10 der Vorlage des Stadtvorstands, in dem die Auflösung des Horts erstmals thematisiert wurde, soll ersatzlos gestrichen werden.

Noch vor den vier Fraktionen hatte die FWG einen eigenen Änderungsantrag präsentiert. In diesem wird zwar ebenfalls der Ausbau des Standorts Balduin-Schule zu einem “Schulzentrum Trier-West” gefordert und eine Aufgabe des Robert-Schuman-Gebäudes verlangt, auch will man den Hort in Heiligkreuz erhalten. Doch verlangen die Freien Wähler einen Erhalt der Grundschulen in Quint und Kürenz. Der Ausbau der Integrierten Gesamtschule auf dem Wolfsberg dürfe nur erfolgen, wenn eine “Prioritätenliste für die gesamten anstehenden Schulbaumaßnahmen vorliegt”.

Kritik kommt derweil von der Linken: Mit der Kompromisslösung zwischen den großen Fraktionen werde “das Engagement vieler Eltern, Lehrer und Schüler mit einer Hinterzimmerpolitik geradezu mit Füßen getreten”, so Linken-Fraktionschefin Katrin Werner. “Sollte jetzt ein Änderungsantrag vorgeschlagen werden, muss es genügend Zeit geben, diesen mit allen Betroffenen zu beraten und zu diskutieren”, verlangte sie. Ihre Fraktion setze sich weiterhin für den Erhalt der Schulstandorte Egbert, Kürenz, Martin und Quint ein.  “Wir können eine Lösung im Schulentwicklungskonzept nur mittragen, wenn das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt gestellt wird und nicht die Konsolidierungsbemühungen des Haushaltes seitens Rat und Verwaltung Vorrang hat”, erklärt Werner weiter.

Der Durchbruch in der Schuldebatte kommt einer kommunalpolitischen Sensation gleich. Denn noch vor wenigen Tagen galt selbst für Insider als einigermaßen wahrscheinlich, dass der Tagesordnungspunkt auf die April-Sitzung verschoben werden könnte, um so weitere Zeit für die Verhandlungen zu gewinnen. Mit einer derart breiten Mehrheit hatten jedenfalls die wenigsten noch gerechnet.

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27 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter Moog schreibt:

    Oder so….

    Vielleicht wundert sich der ein oder andere Mitarbeiter der Stadt (zB die f…Bürgermeisterin) wie schnell sowas gehen kann!

  2. Norbert Damm schreibt:

    “bevor weißer Rauch aufgestiegen sei, hatte Grünen-Fraktionschefin Petra Kewes vergangene Woche noch verlangt, dürften diese den Raum nicht verlassen. Kaum begann am Dienstag im fernen Rom das Konklave…” Weiter so. Danke Marcus Stölb. So ist er. Wem will er – in Trier- den Katholizismus näher bringen? Kardinal Marx grinst.

  3. Antonio Vicente schreibt:

    Wir sind überglücklich! Ich glaube ich spreche aus dem Munde von allen Eltern der Hortkinder in Heiligkreuz! Lange Nervenaufreibende Wochen liegen hinter uns, in denen alle Eltern für den Erhalt der Hortfamilie in Heiligkreuz gekämpft haben. DANKE!!!!!!! Antonio Vicente (Vater von Sofia Vicente)

  4. Susanne Eckert schreibt:

    Ich kann mich nur Herr Vicente anschließen! – Wir und unsere Kinder haben mit großer Freude und Dankbarkeit die Meldung über den Weiterbestand unseres Hortes in Heiligkreuz zur Kenntnis genommen! Damit wird ein wichtiges Signal gesetzt, Familie UND Beruf auch zukünftig vereinbaren zu können.

  5. Marion Köhnen schreibt:

    Ohhhjaaaa Hr. Vicente, dass tun sie!!!!!! Wenn gleich noch nichts beschlossen ist und wir uns auch solange bemerkbar machen bis wir Sicherheit haben!!!! ABER ich bin sehr erfreut darüber, dass wenigstens in Trier verstanden wurde, was in Bonn noch nicht ankam: Vollzeitstellen sind mit dem Ganztagsschulangebot nicht zu vereinen. Daher werden neben den Ganztagsschulen auch Horte gebraucht damit Frauen nicht auf Teilzeitstellen verharren, mit einer miesen Rente in den Ruhestand gehen oder ihre angestrebte berufliche Entwicklung ausgebremst wird, weil die Betreung der Kinder nicht gesichert ist.
    Wobei es mir auch noch einmal wichtig ist zu sagen, wie hoch die Qualität der Betreuung in Horten ist! Dort arbeiten ausschließlich pädagogische Fachkräfte! Dort wird ein QM Prozess durchlaufen der in einem Audit seinen Abschluss findet! Dort werden Netzwerke geschaffen zwischen Erziehern, Eltern, Lehrern, Lebensberatung, Therapeuten, Jugendamt, Pfarrgemeinde, Ortsteil, und und und… Um Kindern zu ermöglichen optimal unterstützt und dennoch selbstbestimmt aufzuwachsen.
    Das dies in Heiligkreuz erhalten bleibt ist ein großes Geschenk! DANKE

  6. V.Clemens schreibt:

    Na, dann werden morgen ja die Telefone im rathaus nicht mehr stillstehen.

    “…ich will die Schule Kürenz kaufen/ ich plane da eine Wohnanlage/ Geld spielt keine rolle blabla….”

  7. Christoph Webel schreibt:

    Danke für diese wichtige Entscheidung den Hort in Heiligkreuz zu erhalten.

    Da kann ich nur sagen.: Dat es en Sauwer sach !!

    Vielen Dank!!!!

  8. Sven Sturm schreibt:

    So aber nun auch mal diejenigen zu Wort kommen lassen die bei der “Reform” brav geopfert wurden.

    Die Küngelrunde der Fraktionen dann als Ergebnis so zu präsentieren als habe man hinter verschlossenen Türen die Kuba Krise abgewendet schlägt dem Fass den Boden aus.

    Was ist denn da bitte schön refomiert wurden. Jede Partei hat ihren Willen bekommen. Die Grünen haben Egbert bekommen die CDU mit dem ach so christilichen BKT im Nacken dann die Martinschule (war Frühsteck lecker wa) ja und die SPD bekommt gleich 3 Schulen und was machen die sozialen Demokraten damit ?!? Richtig opfern …

    Alles schön und gut, aber WAS konkret bringen diese Maßnahmen denn nun im Bezug auf die Problematiken … Dem FWG fehlen beispielsweise doch immer noch Klassenräume … Bin nun gespannt wo die aus dem Hut gezaubert werden sollen wenn nicht am Standort Egbert ?

    Es dürften ja nun von den Grundschulen Egbert und Martin innerhalb der nächsten 10 Jahre keinerlei Gelder für irgendwelche Maßnahmen gefordert werden. Alles Andere würde die Erbärmlichkeit der Entscheidung nur untermauern… Denn nochmal es wird eine Grundschule geopfert deren Gebäude in super Zustand ist und immer in Schuß gehalten wurde … Ergo keinerlei Kosten … Zweizügigkeit wäre machbar gewesen … Aber nein die SPD will unbedingt Opfer bringen …

    Wie geht’s denn nun weiter … Jetzt gilt es erst recht sich mit den Bürgern zusammen zu setzen und zwar nicht den “Juchu Freu-Bürgern” sondern mit uns, den Wut Bürgern …

  9. Jörg Hennefeld schreibt:

    Was hier passiert ist einfach unglaublich.
    Hier werden die Leute für dumm verkauft und spätestens nach der Kommunalwahl in 2014 kommt der nächste große Knall.
    Spätestens dann wird eine Martin Grundschule geschlossen werden, da für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen kein Geld vorhanden ist und die Stadt für diese Schule auch kein Geld ausgeben wird.
    Genauso wird es der Egbert-Grundschule ergehen. Die Grundschule Kürenz dient dabei als Bauernopfer, damit der Gute Wille der Parteien, Kosten einzusparen, erkennbar wird.

    Ich kann nur jedem raten der öffentlichen Ratssitzung am Donnerstag beizuwohnen und genau hinzuhören!

    Was hier als Änderung in Sachen Schulentwicklungskonzept von den Parteien eingereicht wurde, ist einfach nur lächerlich!

    Hier geht es seit langen nicht mehr um die Kinder und auch nicht um die Kosten. Hier geht es nur noch darum, sich für die anstehenden Kommunalwahlen gut zu positionieren!

  10. Thomas Möschel schreibt:

    Belogen und Betrogen!!!! Fühlt sich jeder Kürenzer leider müssen wir

    schmerzhaft feststellen das sich die Politiker in Trier dem verlogenen

    Bundestrend anschließen, somit wird Kürenz zum Bauernopfer und die vierzüge

    Grundschule in Nord nie vierzügig .

    Laut Frau Birk brauch man Kürenz und Martin um die Vierzügigkeit

    in Nord zu sichern, was für eine Lüge!!! Ich bin maßlos enttäuscht das man eine

    gut renovierte und sanierte Grundschule schliesst und marode Schulen erhält

    ggf.renovieren muss und wenn nicht wann werden diese geschlossen.

    Politisch gibt es einen Lichtblick, das ist die SPD die immer für die Schließung

    in Kürenz war (leider) aber auch die einzigen die nicht gelogen haben und somit

    sind wir mitten im Wahlkampf.

  11. Horst Haller schreibt:

    Tja Herr Möschel, so ist das nun mal, man kann es eben nicht jedem Recht machen. Das ganze Leben besteht doch aus Kompromissen, oder?

    Bezüglich des Schulkonzeptes bestand akuter Handlungsbedarf, schön das die meisten Fraktionen es endlich mal geschafft haben GEMEINSAM ein Konzept dafür zu erstellen.
    Ich begrüße das ausdrücklich und wünsche mir – für Trier – in der Zukunft mehr davon!
    Es gibt viel zu tun, packt es an!

  12. Helge Klaus Rieder schreibt:

    Viel Theaterdonner für so ein Sparprogrämmchen, das (fast) niemand weh tut.

  13. Thomas Möschel schreibt:

    Tja Herr Haller ich spreche ihr nicht für mich alleine sondern für viele

    enttäusche Personen aus unserem Stadtteil und auch für die vier Frauen aus der

    Schulbetreuung die dadurch arbeitslos werden und man darf auch nicht

    vergessen das Kürenz der zweit größte Stadtteil dieser Stadt ist . Ich gebe ihnen

    Recht das Handlungsbedarf bestand aber eine gutsanierte Grundschule die über

    Jahre keine Renovierung brauch, gegen eine sehr marode Schule aufzugeben

    entbert jeder logik. Schlimm ist es das die Grundschule Martin ohne Renovierung

    keine Zukunft hat und kurz oder mittelfristig geschlossen werden muss.

    Tja Herr Haller wenn dann die Mittel fehlen und sie und ich zur Kasse gebeten

    werden, können wir uns gerne über dieses Thema nochmal unterhalten.

  14. Sven Sturm schreibt:

    Da sie Herr Haller das ganze ja als Konzept bewerten, erklären Sie uns Kollateralschäden bitte mal was genau die Schliessungen der Schulen nun zur Sache tun ?

    Haben Sie das Konzept der Biregio überhaupt gelesen ?! Die schreiben schon in der Einleitung wie “schade” (ich sage jämmerlich) es ist das die öffentliche Diskussion am geringsten der Probleme, nämlich der Grundschulen geführt wird !!

    Ich kann mich der gemeinen Kürenzer Meinung nur anschliessen. Nix als blinder Aktionismus so lange nicht jemand fundiert darlegt was die Schliessungen nun konkret bedeuten … und vor allen Dingen wie es weitergeht ! Wenn dem nicht adhoc andere Maßnahmen folgen war das nix als heiße Luft und man kann sich in Trier sicher sein, dass die Kollateralschäden die weiteren Schritte genau beobachten werden.

    Gerade auchim Hinblick auf die weitere Nutzung der entsprechenden Gebäude.

    Und Herr Rieder, schön dass es ihnen nicht weh tut, uns schon ! Die CDU scheint vergessen zu haben dass Kürenz (Alt und Neu gibts ja offiziell nicht wirklich) einer der größten Stadtteile ist … Martin gegen Kürenz war eure Entscheidung, bitteschön hoffe dass ihr dies in den nächsten Wahlen zu spüren bekommt … Erst groß Wischi Waschi in der Öffentlichkeit machen und dann hinterm Rücken anders entscheiden !

    Dr. Dempfe wir sind nun schlauer … dessen können Sie sich gewiss sein !

  15. V.Clemens schreibt:

    @J.Hennefeld: Welches Geld spart die Stadt wenn man Kürenz schleißt?
    Sanierung? ne. Ist fertig Saniert.
    Lehrergehälter?Ne, die bezahlt das Land.
    Energie? Ne, da fertig saniert.
    Kosten? Ja. Der Schülertransport. Für grundschüler gilt die 2 km regel. Und aus einigen bereichen sind es mehr als 2 Km. nach Ambrosius.
    Gewinn? Ja. Beträchtlich.Als Wohngebiet für teure Eigentumswohnungen sehr gefragt.
    Aus genau diesem Grund wird diese Schicksal nach der Wahl auch Martin, Egbert, Pfalzel ,Heiligkreuz und Geschwister-Scholl treffen. Oder kennt jemanden einen Immobilien-hai, der in Ambrosius Eigentumswohnungen bauen will?
    Als (bald)betroffener schleiße ich mich vielen Eltern aus Kürenz an: Mein Kind geht nicht nach Ambrosius!
    Warum hat man aus dem Ambrosius-Gebäude keine Berufsschule gemacht? Zentral gelegen. Nähe Bahnhof und Autobahn. Viele Parkplätze. Bedarf vorhanden.
    Warum? Weil die Verwaltung uns unbedingt beweisen will, das die Erde eine scheibe ist!
    Und in der Mitte, da steht das Rathaus.

  16. Karin Peters schreibt:

    Das Geld, das man jetzt bei der Schließung der Grundschule Kürenz spart, wird nicht ausreichen um die Schäden zu heilen, die später bei Jugendlichen auftauchen.
    Kinder, die schon im Alter von sechs Jahren in einer anonyme Großschule in einem fremden Stadtteil den Großteil ihres Tages verbringen müssen, werden eher soziale Probleme haben als Kinder, die in einer liebenswerten Grundschule, wie der in Kürenz erzogen werden.
    Während, die Kinder in Kürenz Geborgenheit erfahren,begegnen sie an den anonymen Großschulen Kälte.

    Was sich in Trier gerade an Schulpolitik abspielt ist zum Heulen!

  17. Sven Sturm schreibt:

    @V. Clemens, sie verwechseln den Hennefeld, denn der gehört auch zu uns Kürenzer Wutbürgern (-:

    Was die Berufsschulen angeht so ist dies auch genau meine Meinung von Anfang an. Wenn ich das aus dem Bauch raus entschieden hätte (auch wenn ihr Egberter das nicht gerne lesen wollt – ihr seid ja aus der Schusslinie …:

    Egbert als GS gekippt: Gebäude dem FWG zugeschrieben. Schulgrenzen angepasst (teilweise nach Olewig geschickt, teilweise nach Kürenz, und die “Südkinder” halt im Süden verteilt)

    Ambrosius als 2 zügige GS gelassen und den Rest des Gebäudes den Berufsschulen (am Besten Erzieher [wegen Einzugsgebiet (-: ] oder Handwerk [wegen Nähe zur HWK]

    Oder halt die BBS komplett in den MHW gepackt … Früher war Berufsschule auch teilweise in Ehrang …

    @16vor: Eure Mathe Aufgaben sind mitunter zu schwer (-:

  18. Jörg Hennefeld schreibt:

    Teil1:
    Toller Satz Herr Haller! Sicherlich besteht das Leben aus Kompromissen, aber welcher Kompromiss oder welches Konzept ist hier beschlossen worden?
    Wenn ich lese dass Sie dieses Konzept ausdrücklich begrüßen und sich mehr davon wünschen, erkenne ich an Ihrer Antwort dass Sie nicht verstanden haben worum es hier eigentlich geht.
    Ambrosius soll nach dem Willen der Stadt vollgestopft werden, koste es was wolle und dies wird spätestens in 2-3 Jahren der Fall sein. Nicht umsonst wurde die Grundschule Ambrosius, zu einer vierzügigen Grundschule ausgebaut.
    Was wird nun passieren? Wie kann erreicht werden dass die räumlichen Überkapazitäten der Grundschule Ambrosius gefüllt und Kosten eingespart werden? Ganz einfach man lässt die jetzt gerettete Martin und Egbert Grundschule im Glauben sie seien gerettet.
    Die Stadt selber wird in diesen Schulen in den nächsten Jahren keinerlei oder wenn überhaupt nur kleinere Sanierungsmaßnahmen durchführen, da ihnen durch die zahlreichen Aktionen der Eltern und Schulen suggeriert wurde, dass es kaum oder nur geringen Sanierungsbedarf gibt. Die Parteien werden bis zur anstehenden Kommunalwahl den Ball flach halten. Stattdessen macht man es noch cleverer, man beauftragt die Verwaltung bis im Jahr 2014 ein Schulbaukonzept vorzulegen, das die zeitlichen Abfolgen und Prioritäten beinhaltet und Umsetzungszeiträume für die einzelnen Maßnahmen festhält. Man gibt den Ball also geschickt weiter und ist entzieht sich somit weitere Verantwortung!

  19. Jörg Hennefeld schreibt:

    Teil2:
    Spätestens nach der Wahl wird man sich der Verwaltung anschließen und diese Schulen schließen, weil einfach das Geld fehlt. Wenn die Kosten, die durch Frau Birk genannt wurden auch nur annähernd stimmen, werden diese Schulen schließen. Ein einwandfreie Kostenrechnung und zwar aller Kosten, wie bereits mehrfach von Herrn Thees gefordert, liegt bis heute nicht vor und soll es ja dann nach den Willen der Parteien endlich im Jahr 2014 geben. Diese Kostenrechnung wird dann nach den Wahlen vorgelegt,.
    Dann wird man sehen in welchen Schulen die notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden, wenn von den 40 Millionen, die investiert werden sollen, noch ca. 30 Millionen zur Verfügung stehen, nach Abzug der Kosten für die IGS am Wolfsberg.
    Stattdessen schließt man eine Schule in Kürenz dessen Gebäude sich in einem einwandfreien Zustand befindet, nur um zu zeigen dass man gewillt ist Kosten einzusparen.
    Anstatt den Vorschlag von Kürenz und Egbert aufzugreifen, dient Kürenz nun als Bauernopfer. Wie die Kinder nach Ambrosius kommen und ob die Eltern dies überhaupt möchten, ist erstmals egal. Das erste Opfer ist gefunden, weitere werden spätestens nach der Kommunalwahl folgen!
    Somit werden wir nun gezwungen unsere Kinder auf eine neue, tolle und vor allem pädagogisch wertwolle Schule zu schicken, damit die Vierzügigkeit alsbald erreicht wird. Glauben Sie mir, die Eltern aus Kürenz werden sich wehren!

  20. Maik Schuster schreibt:

    Warum nur dieser Hype?

    Erst nahezu 10 Jahre lang das schon von Holkenbrink vorgestellte Schulentwicklungskonzept aus wahltaktischen Gründen totschweigen oder ablehnen, lange nix tun, Dinge zerreden und jetzt aufschreien.

    Wie sagte einst so schön Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799):

    “Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird;
    aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll!”

  21. rüdiger Rauls schreibt:

    Wie schnell man sich doch einig werden kann im Rathaus, wenn der Druck aus der Bevölkerung und der Handelskammer wächst. Ehe man Gefahr läuft, dass der Unmut aus dem Ruder läuft und nicht mehr unter Kontrolle zu halten ist, stellt man lieber das Parteienhickhack hintan. Dann spielen auch die Argumente nicht mehr die große Rolle, die man ihnen sonst immer andichtet.
    Wichtig ist nur, dass man schnell genug Zugeständnisse machen kann an einzelne Gruppen der Unzufriedenen. Der Brandherd Kinderhort Heiligkreuz ist schnell ausgetreten worden. Mal sehen, ob die Zusagen auch eingehalten werden und vor allem – wie lange!!!
    Die Schulen in einigen Stadtteilen werden erhalten aufkosten der Schulen anderer, siehe Kürenz, Quint, Ehrang, St. Martin. Dort ist man enttäuscht. Aber worüber denn? Dass man Euren Argumenten nicht gefolgt ist? Dass keiner sich um Eure Probleme gekümmert hat?
    Mittlerweile ist es doch offensichtlich, dass es nicht um die Kinder geht, auch nicht um Argumente, sondern ums Geld. Wie könnt Ihr Hilfe von denen erwarten, die alles daran setzen, die Finanzen der Stadt auf Kosten der Bürger zu sanieren?
    Dort wird der Rotstift angesetzt, wo der Widerstand am geringsten ist. Auch wenn einige hier so tun, als säßen im Rathaus nur Deppen. Die wissen ganz genau, was zu tun ist und vor allem – wie. Wenn sich die Eltern nicht gemeinsam für den ERhalt ALLER Schulen einsetzen, werden sie gegeneiander ausgespielt. Dafür muss man sich zusammensetzen. So macht der Rat es auch.

  22. Erik Lehnert schreibt:

    Tja endlich ist es soweit! Kürenz wurde lange genug gefoltert mit Schließungsgerüchten und jetzt ist die Schule endlich gestorben. Wenn man den Bürgern lange genug etwas einredet, kann man eine Schlißung wunderbar forcieren. Glückwunsch es hat geklappt! Kürenz wird als Familienwohnort unattraktiv werden. Dafür entstehen schöne neue Luxuswohnungen in ruhiger Lage! Man hat ja dann auch kein störendes Kindergeplärr mehr! Die Pfarrei kann dann auch Kapazitäten sparen, Gruppenstunden werden überflüssig, der Turnverein kann das Kinderturnen einstellen und Jugendarbeit in der Feuerwehr wird dann auch überflüssig. Schade! 29 Kinder hätten es dieses Jahr sein können wenn man die Schule nicht zum Sterben verurteilt hätte. Und den vorangegangen Disskussionen ums LIebe Geld…. 12 Millionen sollte der Ausbau der IGS auf dem WOlfsberg kosten, jetzt sind es schon über 18 Millionen. Klar das macht voll Sinn eine Schule zu Schließen die nicht renoviert werden müsste. Die Stadt hat ja Geld ohne Ende um in marode Gebäude zu investieren. Wie sagte Frau Birk die Kinder aus Trier Nord die derzeit in Martin sind sollen wieder zurück an ihren Standort. Kurze Wege und Bügerwille hat die CDU proklamiert. Klar muss die Stadt sparen aber spart sie auch sinnvoll? Ich glaube nicht das alle renovierungsbedürftigen Schulen in der Form erhalten werden können.
    Insgesamt finde ich es Schade das man Altkürenz abgeschrieben hat in der Stadt. Angefangen bei der Umgehung und nun auch noch bei der Schule.

  23. Erik Lehnert schreibt:

    In Kürenz schließt man eine Schule, die individuell auf Eltern und Schüler eingehen konnte. Klar sie ist keine Ganztagsschule! Aber es gibt auch noch Eltern die freuen sich darüber das es noch solche Schulen gibt und finden es klasse den Nachmittag mit ihren Kindern zu verbringen.
    Ich denke auch Martin wird nicht zu retten sein auch wenn die CDU bei ihrer Schulveranstaltung sagte das das Brüderkrankenhaus in die Schule investiere. Seit wann ist es möglich das eine private Instution in öffentliche Gebäude investiert? Mir wäre das neu! Martin hätte gut in Ambrosius integriert werden können. Damit hätte man schon einen guten Betrag gespart und Egbert hätte nach Verlagerung der Schulgrenzenn und teilweise seine Kinder in Kürenz unterbringen können. Ohne zusätzliche Fahrtkosten für die Stadt! Der Weg von der Egbertschule bis nach Kürenz beträgt mal grade 1,9 km
    Olewig hätte auch einen Teil der Schüler aufnehmen können. Das jetzt so hoch gelobte Konzept ist meiner Meinung nach diktiert vom Schuldenabbau dem sich die Stadt verschreiben hat. Aber es wird meiner Meinung nach nicht zum Schuldenabbau führen eher noch zu steigenden Kosten.
    Für mich geht diese ganze Rechnung nicht auf!

  24. V.Clemens schreibt:

    @Sven Sturm/17: Ich wolte Herrn Henefeld zustimmen.
    Ihre Ausführungen sind auch alle sinnvoll. Leider viel zu einfach für den Stadtrat.
    Aber wir kleinen Bürger verstehen das ja eh nicht…..

  25. Horst Haller schreibt:

    Tja, würde an anderer Stelle geschlossen würde das Klagen von dieser Seite kommen.
    Wie war das noch mit Sank Florian???
    Wie gesagt, man kann es nicht jedem Recht machen. Das ist halt leider in der Natur der Sache.

  26. Veronika Verbeek schreibt:

    Ich finde Beiträge, die davon ausgehen, dass es immer Verlierer gibt und dass dieses Verlieren einen eben mal treffen muss, sehr unverständlich. Politik ist meiner Vorstellung nach kein Roulette-Spiel. Ich erwarte Planung, Ziele, Konzepte, Argumente – kurz gesagt: Verstand und Profil. Dann sind Entscheidungen begreifbar und verstehbar. Das ist bei diesem Hickhack des Schulentwicklungsplans nicht der Fall.
    Meiner Meinung nach gibt es auch systematische Verlierer und systematische Gewinner in dieser Stadt. Altkürenz, der historische Stadtteil, in dem ich wohne, gehört ganz sicher zu den Verlierern. Seit der neue Stadtvorstand 2009 seine Arbeit aufgenommen hat, ist Kürenz völlig in den toten Winkel der Stadtpolitik geraten. Ich nenne dazu nur zwei Besipiel: keine Verkehrspolitik die ausgleichend wirkt (z.B. Tempo 30 als Lärmschutz, wenn schon 20 000 Autos und Schwertransporter durch den Stadtteil fahren) und eine Grundschule schließen, die für das Lernen aller von allen am besten war: Durch ihre Durchmischung häuslicher Bildungsgeschichten.
    Aber vielleicht wird Kürenz ja bald soziale Stadt, dann kann alles, was heruntergewirtschaftet wurde, wieder aufgebaut werden und der Bürgermeister und der TV-Redakteur kommen zum Feiern! Ich hoffe aber etwas ganz anderes: Ich würde mir wünschen, dass ganz Altkürenz den aktuellen Stadtvorstand 2014 abwählt. Und all die, die irgendwie nicht wissen, was ihr politsches Profil ist (m.E. sind das in Trier SPD und Grüne) gleich mit dazu.

  27. Erik Lehnert schreibt:

    Nein Herr Haller stimmt man kann es nicht jedem Recht machen nur kann ich nicht verstehen das man ein Konzept mit 40 Millionen Investitionsvolumen vorschlägt und ja eigentlich kein Geld da ist. Sicherlich hätte es auch kostengünstigere Varianten gegeben. Zumindest lagen diese Varianten seit der breiten Disskussion allen Fraktionen vor.
    Und hätte man vorher auch mal in Gebäude investiert wäre der Sanierungsstau mit Sicherheit nicht so hoch!

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