Brunnenhof als Krisengebiet

TRIER. 100 Triererinnen und Trierer, drei Chöre und ein Feuerwerk von Katastrophen: Die Theaterproduktion „100 Jahre Krise. Die Sensationsrevue nach Louis Scheuer“ feiert am Samstag Premiere im Brunnenhof.

Eine Revue über Katastrophen: Am Samstag feiert „100 Jahre Krise. Die Sensationsrevue nach Louis Scheuer“ Premiere im Brunnenhof. Foto: Marco PiecuchAls ein Stromausfall am späten Dienstagabend die Probe im Brunnenhof beendet, wirkt das wie ein schlüssiges Finale: plötzliche Dunkelheit, irritierte Gesichter, improvisierte Beleuchtung. Routinen, die auf einmal nicht mehr funktionieren – das ist das Leitmotiv des Abends „100 Jahre Krise“. Das Theaterkollektiv „Gruppe International“, das bereits mehrfach mit Trierer Bürgerinnen und Bürger gearbeitet hat (2013: „Stadt in Aufruhr“, 2012: „Tufa Tafel-Theater“), bedient sich des unzeitgemäßen Genres der Revue, um verschiedenste Krisenerfahrungen des 20. Jahrhunderts zu erzählen. Von „A“ wie Atom bis „W“ wie Weltwirtschaftskrise beleuchten die Sänger, Tänzer und Schauspieler schlaglichtartig bekannte und weniger bekannte Umbrüche.

Arrangiert ist der Abend um den Trierer Komponisten Louis Scheuer, der in dem Stück einmal sagt: „Eine Revue, das ist, wenn es keine Handlung gibt und die Ausstattung mindestens eine Milliarde kostet.“ Die pracht- und phantasievollen Revue-Elemente stellt „100 Jahre Krise“ in den Dienst eines von Grund auf politischen Abends.

Die Produktion – eine Kooperation von „Gruppe International“, dem Stadtmuseum Simeonstift, der Tuchfabrik und dem Kulturbüro – ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von städtischen Institutionen, Künstlern der Freien Szene und ehrenamtlich engagierten Bürgern.

Termine: 27. und 28. September, 2., 3. und 9. Oktober. Karten gibt es an allen bekannten VVK-Stellen und dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr an der Kasse des Stadtmuseums.

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