Kultur

“Mein Dezernent wollte, dass ich es krachen lasse”

Gerhard Weber geht in seine letzte Spielzeit als Intendant am Trierer Theater. Foto: Marco PiecuchZwar wird Karl M. Sibelius erst im nächsten Jahr Intendant am Trierer Theater, doch seine Entscheidung, Dutzende Künstlerverträge nicht zu verlängern, überschattet derzeit das kulturelle Geschehen am Augustinerhof. Wie Gerhard Weber zu dieser Entwicklung steht, mit welchen Gefühlen er in seine letzte Spielzeit in Trier geht und wie es zur Auswahl der letzten Stücke unter seiner Regie kam, erzählt er im Interview mit 16 VOR. Zudem verkündet der Theaterleiter hier exklusiv, welchen gefragten Schauspieler er für das Sonderprojekt zum 1. Weltkrieg gewinnen konnte.
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„Das Amphitheater ist uns auf den Leib geschneidert“

Gerne zu Gast in Trier: "In Extremo" kommen am 1. August wieder ins Amphitheater. Foto: Maarten CorbijnAuf ihrer “Kunstraub-Burgentour 2014″ machen “In Extremo” am 1. August auch in Trier Halt. Um 19.30 Uhr spielt die Mittelalter-Rock-Band, die zu den erfolgreichsten Gruppen Deutschlands gehört, im Amphitheater. 16 VOR sprach mit Schlagzeuger Florian „Specki T.D.“ Speckardt (ganz links im Bild) über mittelalterliche Bauwerke in und Texte aus Trier, über das aktuelle Album und über schöne Konzert-Erlebnisse und solche, die man sich besser erspart hätte.
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Das Juli-Heft ist da

Die Juli-Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin.Mit einem Interview mit den “Moselfreunden 191″ läutet die neue Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin, die gerade aus der Druckerei gekommen ist und in den nächsten Tagen verteilt wird, den Sommer ein. Bettina Leuchtenberg stellt in “Kennen Sie Trier?” das schmuckvolle Haus des ehemaligen Rosenzüchters Peter Lambert vor, bei Jimi Berlin geht es um die Wurst (aus einem Automaten), Tom Lenz zieht in seiner Trier-Luxemburg-Kolumne “Pendler pauschal” Parallelen zwischen Xavier Bettel und Klaus Wowereit und Frank (Vereins-)Meyer machte für 16 VOR und vor allem aus eigenem Interesse eine ungewöhnliche Kneipentour. Zudem präsentieren wir ausführlicher interessante Veranstaltungen wie das “Sound & Vision”-Festival und den “Vegan”-Abend im Broadway Filmtheater.
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„Ich höre im Auto keine Musik“

Ian Anderson, ehemaliger Frontmann von Jethro Tull, kommt am 25. Juli ins Trierer Amphitheater. Foto: PromoJethro Tull gelang es ab Ende der 60er Jahre, Blues, Folk, Klassik, Prog, Jazz und Hardrock zu einem völlig eigenständigen Stil zu verschmelzen. Zudem gilt Bandleader Ian Anderson als der Erste, der mit einer Querflöte Rockmusik machte. Tull hat sich nach fast fünf Jahrzehnten und zahlreichen Besetzungswechseln in diesem Jahr aufgelöst, der “Flöten-Hendrix” macht solo weiter. Am 25. Juli tritt er mit seinem neuen Album “Homo Erraticus” und einer Best-of-Jethro-Tull-Show im Amphitheater auf. 16 VOR sprach mit dem gebürtigen Schotten über sein Verhältnis zur christlichen Kirche, zu Katzen und zu Leica-Kameras.
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Schlachtfest in der Großstadt

Peter Singer (vorne) und Manfred-Paul Hänig gehen nach dieser Spielzeit in den Ruhestand. Foto: Marco Piecuch/Theater TrierKein Zweifel, Reisen bildet oder führt zumindest zu der Erkenntnis, dass es zu Hause doch am schönsten ist. So sicher, wie man in Indien an Durchfall erkrankt, wird man in Paris garantiert übers Ohr gehauen. Kellner und Kassierer gelten als besonders berüchtigt. In der Pause zu Eugène Labiches Komödie “Das Sparschwein”, die am vergangenen Samstag im Trierer Theater Premiere feierte, kam es darüber gleich zum lebhaften Erfahrungsaustausch. Tumbe Landeier und Touristen wurden bei den gewieften Großstädtern schon immer als besonders leichte und lukrative Beute angesehen.
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Die lange Tradition öffentlichen Fernsehguckens

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Wenn Macht dumm macht

Dolmetscher Gottfried (Christian Miedreich) hat keine leichte Aufgabe beim Übersetzen zwischen Frau Leila (Sabine Brandauer), Frau Margot (Barbara Ullmann) und Frau Imelda (Friederike Majerczyk). Foto: Marco Piecuch/Theater TrierAuch wenn das Stück Längen hat, lag es vor allem am abnehmenden Sauerstoffgehalt in der Luft des vollbesetzten Studios, dass ein Junge während der Premiere von “Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel” am vergangenen Freitag einschlief und viele Besucher im Minutentakt gähnten. Die ausnahmslos ausgezeichneten Darsteller sorgten dafür, dass Werner Tritzschlers Inszenierung von Theresia Walsers Komödie zu einem Erfolg wurde.
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Das neue Heft ist da

Die Juni-Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin.In der Juni-Ausgabe gibt es interessante Interviews mit dem Brasilien-Korrespondenten des ZDF, Andreas Wunn, und Ian Anderson, dem Frontmann von Jethro Tull, der am 25. Juli mit einer Best-of-Show ins Amphitheater kommt. Frank Meyer hat – ohne größere Verletzungen – an einem Rugby-Training teilgenommen, Bettina Leuchtenberg klärt über die Geschichte der Stadtmauer auf und Gianna Niewel hat zwei Trierer Traditionsbetriebe besucht. In der neuen Kolumne “Pendler pauschal” berichtet Tom Lenz über das Verhalten von Pendlern unterschiedlicher Nationalitäten im Stau in Luxemburg, und in der Rubrik “Trier – deine Künstler” stand diesmal Katharina Worring Rede und Antwort. Dazu gibt es wieder Cartoons und Karikaturen sowie einen umfangreichen Veranstaltungskalender.
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“Jeder Mensch sollte drei Wohnsitze haben können”

Foto: David SchmidtSeit über zehn Jahren schreibt Christian Y. Schmidt seine komischen und polemischen Kolumnen aus Ostasien. Sechs Jahre arbeitete er für das Satiremagazin Titanic in Singapur und China, anschliessend vier Jahre für die taz in Peking. Am 7. Oktober stellt er auf Einladung der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Trier im Frankenturm die Neuauflage seines Reisebuchklassikers “Allein unter 1,3 Milliarden” vor. Im Gespräch mit 16 VOR erklärt der ehemalige Titanic-Redakteur die hohe Anzahl seiner Facebook-Accounts, wofür er China schätzt und warum er auch Trier-Experte ist.
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Postdramatik auf der Höhe der Zeit

WoerterUndKoerperMit Martin Heckmanns’ “Wörter und Körper” feierte vor wenigen Tagen die mittlerweile sechste Produktion des Theaterprojekts “bühne1″ im Studio des Trierer Theaters Premiere. Das studentische Ensemble beweist damit wieder einmal, dass auch in Trier aufregend experimentierfreudiges Schauspiel zu machen ist. Am kommenden Mittwoch gibt es ein Gastspiel im Modehaus Marx.
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„Hm, warum haben wir damals eigentlich aufgehört?“

"Terrorgruppe" spielen am 13. Juni bei der "Blutnacht der Zombiepriester" im Exhaus. Gitarrist Johnny Bottrop (Mitte) berichtet im 16vor-Interview, wie es nach zehn Jahren Pause zu diesem Comeback kam. Foto: PromoWeil Punkrock nicht totzukriegen ist und sich aktuelle deutsche Bands mehr denn je auf Protagonisten des Genres wie “Terrorgruppe” oder “Donots” beziehen, verwundert es nicht, dass in der heimlichen Hauptstadt des Punkgedöns’, Trier nämlich, ein erstklassig besetztes Punkrock-Mini-Open-Air stattfinden wird. “Freitag, der 13. – Blutnacht der Zombiepriester” heißt die Veranstaltung an ebendiesem Tag auf der Sommerbühne im Exhaus. Neben “Terrorgruppe” und “Donots” gehören auch noch “Meg’n Jez” und “Scheisse Minelli” zum Line-up. Spaß und blaue Flecken sind ab 18.30 Uhr also programmiert.
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Mythos in moderner Deutung

Kristina Stanek als Orfeo. Foto: Marco Piecuch/Theater TrierAnlässlich der 300. Wiederkehr des Geburtstags von Christoph Willibald Gluck zeigt das Theater Trier seit vergangenen Samstag dessen berühmteste Oper “Orpheus und Eurydike”. Mit dieser Stückwahl, zumal in der dargebotenen Fassung, konnte das Haus mit eigenen Kräften ein überzeugendes Gesamtkunstwerk aus Musik- und Tanztheater bieten.
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Einen Sommer lang Barockmusik

Kathrin Klein, die im Rahmen des "Mosel Musikfestivals" am 31. August in Bernkastel-Kues auftritt, gab bei der Programm-Präsentation des Veranstalters Hermann Lewen (im Hintergrund) schon mal einen Vorgeschmack auf das Festival. Foto: Christian JörickeBevor im Jubiläumsjahr 2015 wie schon bei der Premiere 1985 Beethoven im Mittelpunkt steht, darf sich das Publikum des “Mosel Musikfestivals” in diesem Jahr auf Barockmusik freuen – klassisch bis modern interpretiert. Zu behaupten, dass zwischen dem 6. Juli und dem 3. Oktober nur Händel, Vivaldi und Bach auf dem Programm stehen, ist allerdings unzutreffend. So bekommen beispielsweise die Zuhörer im Innenhof des Kurfürstlichen Palais’ auch ein ungewöhnliches Blechbläserkonzert (“Rennquintett”), satirische Volksmusik (“Biermösl Buam und die Wellküren-Madln”) und feurigen Flamenco (“Compania Flamenca & Rafael Segura”) geboten.
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Schöner lesen

Die erste Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadmagazin ist jetzt erschienen.Ab heute wird in Kneipen, Restaurants, Kulturzentren, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Bildungsstätten, Hotels, Ämtern und Geschäften in Trier und Umgebung die erste Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin verteilt. Freuen darf man sich auf Erinnerungen von Frank P. Meyer an die Trierer Löwenbrauerei, ein Interview mit dem Trier- und China-Experten Christian Y. Schmidt, ein Portrait über eine Veganerin, die Kochkurse für besseres Essen anbietet, einen neuen Teil der Architekturreihe “Kennen Sie Trier?”, die Premiere einer Comic-Serie von Jimi Berlin, einen großen, übersichtlichen Veranstaltungskalender und weitere Beiträge, die es wert sind, auf Papier gedruckt zu werden.
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“Wir machen ein paar Sachen anders”

Seit 1989 im Party- und Kulturbereich eine Trierer Institution: "Lucky's Luke". Foto: Christian Jöricke“Lucky Luke – Das große Abenteuer” war der erste Film, der in “Lucky’s Luke” gezeigt wurde. Das “große Abenteuer” im ehemaligen Westbahnhof währt inzwischen seit fast 25 Jahren. Im September 1989 übernahm Jockel Ternes das “Guckloch” und machte daraus eine Trierer Institution. Auch wenn inzwischen dort keine Filme mehr laufen, hat der Club durch sein musikalisches Angebot (Alternative) und seine individuelle Innenausstattung (zum Beispiel die prägenden Stahlinstallationen) weiterhin einen hohen Coolness-Faktor. Am Altersdurchschnitt hat sich seit knapp einem Vierteljahrhundert nichts geändert. Das Jubiläum wird am 6. September auf der Sommebühne des Exhauses gefeiert.
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Triumph des Einfachen

Fabienne Elaine Hollwege als Elisabeth in "Glaube Liebe Hoffnung". Foto: Marco Piecuch/Theater TrierMit dem Stück “Glaube Liebe Hoffnung – Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern”, das Ödön von Horváth 1932 nach einer Darstellung des Gerichtsreporters Lukas Kristl verfasste, landeten die kooperierenden Theater Esch/Alzette und Trier einen Volltreffer. Es inszenierte der Luxemburger Charles Muller, die Premiere am vergangenen Samstagabend im gutgefüllten Großen Haus wurde mit großem Applaus bedacht.
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“Ein neues Bewusstsein für Sprache schaffen”

Werner Lieser und Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe haben es sich mit dem Netzwerk „Leichte Sprache fu?r Trier“ zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Institutionen, Unternehmen und Personen fu?r "Leichte Sprache" zu sensibilisieren und diese in den Alltag zu integrieren. Foto: Gianna NiewelWeil er sich jahrzehntelang als ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe für die Belange von Menschen mit Behinderung starkgemacht hat, erhielt Werner Lieser Anfang des Jahres das Bundesverdienstkreuz. “Leichte Sprache” in Trier zu etablieren, ist das aktuelle Steckenpferd des 73-Jährigen und der Lebenshilfe. Eine gute Idee, fand auch die “Aktion Mensch”, die das Projekt zehn Monate lang finanziell fördert. Gemeinsam mit Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe, die den Antrag gestellt hat und die Umsetzung mitverantwortet, erklärt Lieser, was “Leichte Sprache” ist, wo sie in Trier gebraucht werden könnte und was der Verein mit dem Geld plant.
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“Viele glauben, dass wir die Unseriösen wären”

Deutschlands lustigstes Trio: Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn und Thomas Gsella. Als TITANIC Boygroup kommen sie am 6. Mai ins Theater Trier. Foto: PromoSeit 15 Jahren touren die drei Ex-TITANIC-Chefredakteure Oliver Maria Schmitt, Thomas Gsella und Martin Sonneborn als “TITANIC Boygroup” durch die Lande. Nun geht das lustigste Trio Deutschlands auf Abschiedstournee. Im Gespräch mit 16vor kündigt Sonneborn allerdings an, dass diese etwa 20 bis 30 Jahre dauern soll. Außerdem sprach er über seine Pläne für den Fall, dass er mit seiner PARTEI ins EU-Parlament einzieht, über das, was ihn als Satiriker motiviert, und darüber, warum die Boygroup am 6. Mai wieder nach Trier (Großes Haus, Theater) kommt, obwohl deren erster Auftritt hier vor einigen Jahren sie buchstäblich teuer zu stehen kam.
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16 VOR wünscht schöne Ostern

 

Cartoon: Teresa Habild

In eigener Sache: 16 VOR geht in Druck

Die erste Printausgabe ist in Arbeit: Ab 10. Mai erscheint 16 VOR monatlich in gedruckter Form. Foto: Teresa HabildMarcus Stölb hat am vergangenen Dienstag seinen letzten Artikel auf dieser Seite veröffentlicht und damit seine Tätigkeit bei 16 VOR beendet. Die Entscheidung des Mitbegründers, nach über sieben Jahren die Redaktion zu verlassen, hat Fragen nach der Zukunft dieses schönen Portals aufgeworfen. Die schlechte Nachricht ist: Das Magazin wird es in dieser Form bald nicht mehr geben. Die gute: 16 VOR bleibt weiter bestehen.
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Die Verlierer

Die Braut (Christin Braband), Leonardo (Noala de Aquino) und der Sohn (Alister Noblet) in "Bluthochzeit". Foto: Marco PiecuchDer Tod ist stärker als die Liebe. Am Ende kriegen sie sich nicht. Zwei tote Männer und eine verstörte Frau sind das Ergebnis einer Dreiecksliebe, deren Anfang lediglich der Ausbruch einer jungen Frau vom Lande aus bürgerlicher Konvention war. Sven Grützmachers Tanzstück nach Motiven von Federico Garcia Lorcas Tragödie “Bluthochzeit” macht keine Hoffnung auf die große Liebe, aber Lust auf Theater. Das 70-minütige Stück hatte am vergangenen Samstag Premiere im Theater Trier.
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“Habt ihr nach Gewicht abgestimmt?”

"Und wir sind die Terroristen?" Der Deutsch-Afghane Faisal Kawusi setzt sich in seinem Programm mit Vorurteilen auseinander. Foto: Christian JörickeSie haben alle in den vergangenen Monaten einen Trierer “Comedy Slam” gewonnen oder wurden mindestens Zweiter. Am Samstagabend galt es, beim “Master Comedy Slam” in der Mensa der Fachhochschule den besten der acht Teilnehmer zu bestimmen. Die 600 Besucher durften für ihre Favoriten Münzen abgeben, die anschließend gewogen wurden. Für David Kebe, Tano Bokämper, Paco Erhard und David Anschütz war nach den beiden Vorrunden Schluss. Am Ende waren die Münzbecher von Faisal Kawusi am schwersten. Mit eigenständiger Ethno-Comedy und viel Selbstironie setzte sich der Frankfurter mit großem Vorsprung gegen den philosophierenden Kölner Komik-Anarchisten Friedemann Weise durch. Das charmante Schlitzohr Andreas Weber (Stuttgart) wurde Dritter, die einzige Frau im Wettbewerb, Jacqueline Feldmann, belegte den vierten Platz.
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Die Suche nach dem Göttlichen

Zwei Uraufführungen von Joachim Reidenbach werden am Sonntag in der Jesuitenkirche präsentiert. Foto: privatUnter dem Titel “Bachland Deutschland” erwartet die Hörer der Reihe “Klassik um elf” an diesem Sonntag in der Jesuitenkirche nicht nur die Kantate “Ich habe genug” BWV 82 von J.S.Bach (Solist: Amadeu Tasca) sowie das Konzert für Viola und Streicher c- moll (Solist: Fernando Bencomo, Viola) und die Sinfonie Nr.1 D-Dur von dessen Söhnen Johann Christian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach, sondern auch eine interessante Uraufführung. Der Trierer Komponist Joachim Reidenbach hat zwei Gedichte von Rainer Maria Rilke für Sopran, gemischten Chor und Orchester vertont. Es werden musizieren: Joana Caspar als Solistin, der Opernchor des Theaters Trier und das Philharmonische Orchester der Stadt Trier unter seinem Ersten Kapellmeister Joongbae Jee.
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“Es gibt viel Neues oder Altes neu verpackt.”

Jochen Leuf mit Hannah Fortenbacher und Toby Urban. Foto: Der BelichtaAls “außergewöhnlichen Indie-Pop mit eingängigen Melodien aus Sonne, Salzwasser und Sehnsucht” beschreibt Jochen Leuf seine neue EP “Child of the Sea”. Wer sich davon ein Bild machen möchte, kann dies an diesem Samstag ab 20 Uhr bei der Release-Party im “Kasino” tun. Warum er gerne auch auf Reisen mit einem Fahrrad unterwegs ist, was ihn zum Meer zieht und was Nachbarn tun, wenn er mit seiner Band ein Wohnzimmerkonzert spielt, erzählt der Trierer Musiker im Interview mit 16vor.
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Nicht nur beschwingende Wackeldackel

Joana Caspar (Baronin Freimann) und Svetislav Stojanovic (Baron Kronthal) mit dem Opern- und Extrachor des Theaters Trier. Foto: Marco PiecuchAm vergangenen Samstag hatte Gustav Albert Lortzings komische Oper “Der Wildschütz” im Theater Trier Premiere. Das zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten (und zugleich Librettisten) zählende Werk wurde schon 1842 uraufgeführt und scheint auf den ersten Blick bloßes Unterhaltungstheater zu sein. Wie etwa schon bei Mozarts “Figaro” ist unter der stets heiteren Oberfläche aber auch satirische Kritik zu finden. Regisseur Matthias Kaiser (in Trier bereits durch seine Inszenierung von “Peter Grimes” bekannt) hat das Stück in die spießigen 50er Jahre versetzt und dabei – ohne dem Werk Gewalt anzutun – auf unterhaltsame Weise Archetypen menschlichen Verhaltens offengelegt. Der Spagat zwischen dem biedermeierlichen Ursprung und dem (cum grano salis) Heute gelingt aber nicht ganz: Die absolutistisch herrschenden Grafen und ihre Eskapaden lässt er sich doch nicht entgehen.
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“Ihr perversen Schweine”

Das Goldketten-Gangster-Image ist Vergangenheit: Sido hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur optisch stark verändert. Foto: Christian Jöricke“Vom Bad Boy zum guten Jungen” wäre zwar eine hübsche Überschrift gewesen, aber keine sehr präzise. So richtig bad war Sido nie und ausschließlich brav ist er jetzt auch nicht. Dennoch hat er in den vergangenen knapp 15 Jahren – erfreulicherweise – eine große musikalische Entwicklung vollzogen: Vom provokanten Goldketten-Rap zu mehr Pop und mehr Verantwortung. Keinem anderen deutschen Künstler haftet ob dieser Wandlung derzeit so fest das “Früher war er besser”-Image an wie dem gebürtigen Berliner. Der Rapper geht damit offen und ironisch um. 2000 Besucher feierten Sido am Donnerstagabend in der Europahalle.
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Vorbild Rom

Rom2“Ante Romam Treveris stetit annis mille trecentis”, steht auf der Fassade des “Roten Hauses” unweit des Hauptmarkts geschrieben. Würde man der erst zu Beginn des zweiten Jahrtausends entwickelten Gründungssage Glauben schenken und “Treveris” tatsächlich schon 1300 Jahre länger existieren als Rom, die neue Sonderausstellung, die Ministerpräsidentin Malu Dreyer heute Abend im Rheinischen Landesmuseum eröffnen wird, müsste “Ein Traum von Trier” heißen. Erstmals widmet sich eine Schau dem Einfluss Roms auf die Entwicklung von Städtebau und -kultur in römischen Provinzen. Die Metropole am Tiber war das Maß aller Dinge, vom heutigen Rottweil bis Ladenburg eiferte man dem großen Vorbild nach. Doch in Mitteleuropa sei es nur dem antiken Trier annähernd gelungen, Roms monumentaler Pracht nahe zu kommen, so Dr. Nina Willburger vom Landesmuseum Württemberg in Stuttgart, wo die Gemeinschaftsausstellung ab Oktober gezeigt wird.
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“Wir sind märchenhaft”

Clarissa Karnikowski (Mitte) mit den "Cool Cats" in der "Petits Fours Show". Archiv-Foto: Christian JörickeVor einem Jahr sorgten sie mit ihrem Auftritt im Theater für ein begeistertes Publikum. Jetzt stehen die “Petits Fours” dort wieder auf der Bühne. Auf ihrer “Fairy Tale”-Tour machen die reizenden Damen am kommenden Dienstag in Trier Halt. 16vor sprach mit Clarissa Karnikowski, einer der beiden Macherinnen, die auch mit dem Gesangs-Trio “The Cool Cats” zur Show gehört, unter anderem über die Zukunft des kunstvollen Ausziehens und der humor- oder anspruchsvoll-erotischen Unterhaltung, deren Ursprünge weit über 100 Jahre zurückliegen. Wer die Frage am Ende des Interviews richtig beantwortet, kann zwei Karten für den Auftritt im Trierer Theater gewinnen.
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Inas Abend

Man kann nicht sagen, dass Männer im Publikum bei Ina Müller nichts zu lachen gehabt hätten. Foto: Michael JuchmesRund 3700 Zuschauer wollten sich am vergangenen Sonntag das neuerliche Gastspiel von Nordlicht Ina Müller in der Arena nicht entgehen lassen. Die Entertainerin mit der großen Klappe punktete beim Publikum nicht nur mit den Songs des aktuellen Albums “48″, sondern auch mit Spott gegen das starke Geschlecht.
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Unsere Mütter, unsere Väter

Matthias Stockinger als Berger in "Hair". Foto: Marco Piecuch/Theater TrierEin volles Haus mit einem buntgemischten Publikum gab es zur Premiere von “Hair” am vergangenen Samstag im Stadttheater. Das einst so erfolgreiche Musical aus den späten Sechzigern zieht also immer noch. Auch wenn der Inhalt mittlerweile etwas angestaubt ist. Klar, die Ideale von damals gelten immer noch. Aber wir sind satt und saturiert und ruhen uns gerne auf dem inzwischen Erreichten aus. Die Rebellen von einst freuen sich auf die Rente, und Haare sind nur noch spärlich vorhanden. Ihre Kinder träumen von einem sicheren Job, Haus und netter Familie. Glück und Harmonie im kleinen Kreis, statt romantischer oder politischer Ideale in weiter Ferne.
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Hamlet für zwei

Peter Singer in seiner letzten Hauptrolle am Trierer Theater. Foto: Marco PiecuchAm vergangenen Donnerstag feierte “Der letzte Vorhang” der niederländischen Drehbuchautorin Maria Goos am Theater Trier Premiere, ein tragisch-komisches Stück über den Nachklang der eigenen Vergangenheit und die vermeintliche Unvereinbarkeit zweier Welten – brillant verkörpert und gespielt von Sabine Brandauer und Peter Singer, der hier in seiner letzten Hauptrolle in Trier zu sehen ist. Im Sommer geht er in den Ruhestand.
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“Soll ma lachen oder greinen?”

Extrem komisch als missmutiger Widerling: Matthias Egersdörfer. Foto: Christian JörickeNach eigenen Angaben sind seine Vorbilder Thomas Bernhard und Karlsson vom Dach. Wer dies weiß, bekommt schon mal eine gewisse Vorstellung davon, wie die Figur aussieht, die der Kabarettist Matthias Egersdörfer auf der Bühne verkörpert. Der Mittelfranke spielt einen cholerischen Spießer, der sich vor sich selbst ekelt und unter anderem auch deshalb seine Mitmenschen hasst. Egersdörfer trat am vergangenen Freitag im vollbesetzten Kleinen Saal der Tufa auf. Verdient hätte er ausverkaufte Hallen.
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“Wotschi” statt “Gogold”

Skischanze in Finnland. Foto: Dieter Schütz / pixelio.de Obwohl die Olympischen Winterspiele aus Trierer Sicht bislang wenig erfolgreich waren, baten wir Jürgen Roth um eine Zwischenbilanz. Der Frankfurter Sportkenner und -invalide hat viel Tagesfreizeit und “grade keine Mätresse zur Hand” (Roth), was ihm ermöglicht, die Übertragungen aus Sotschi lückenlos und ohne Ablenkungen zu verfolgen. Darum bezieht er in einer Art literarischem Zapping Stellung zur Berichterstattung in dieser Woche. Dies geschieht offenbar nicht nur unter dem Einfluss des gestrigen Valentinstages.
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Eine kurzer langer Abend

Publikumsnah: Jim Kerr von Simple Minds. Foto: Christian JörickeEs war ein Abend der Superlative und von Manchem zu viel: Gitarrist Charlie Burchill und Bassist Ged Grimes hatten am Mittwochabend gleich mehrere Reihen Effektgeräte vor sich aufgebaut, aus dem Schlagzeug von Mel Gaynor hätte man zwei machen können und Andy Gillespies Körper war hinter mehreren Lagen Keyboards kaum zu erkennen – in der Europahalle dürfte noch nie so viel Technik zum Einsatz gekommen sein. Die Koffer der Beschallungsanlage nahmen fast eine ganze Hallenwand ein. Das war aber noch nicht alles: Backgroundsängerin Sarah Brown trug die toupiertesten Haare sowie einen triangelgroßen Ohrring. Und Jim Kerr vermochte es, am Ende des Konzertes jedem der 1500 Besucher einzeln zugewinkt zu haben.
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“Wir mussten betteln, borgen und stehlen”

Simple Minds spielen an diesem Mittwoch in der Europahalle. 16 VOR sprach mit Sänger Jim Kerr. Foto: Promo“Don’t you forget about me / Don’t, don’t, don’t, don’t”, singen mehrere junge Frauen bei der Oldie-Party am vergangenen Samstag in der “Bonifatiusschänke” euphorisch beim Tanzen mit. Als der Song 1985 erschien, waren sie wahrscheinlich noch nicht geboren. Direkt gegenüber der Kürenzer Kneipe prangt ein riesiges Plakat der Interpreten “Simple Minds”, das auf deren Konzert in der Europahalle morgen um 20 Uhr hinweist. 16vor sprach mit dem schottischen Sänger Jim Kerr über seine Verbundenheit zu Celtic Glasgow, die Verwendung seiner Songs für deutsche Bierwerbung und seine Wurzeln im Punk.
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