Stadt & Menschen

Die neuen Seiten von 16 VOR

Bildschirmfoto 2015-01-01 um 14.17.17kAm 17. März 2007 ging 16 VOR online. Seitdem hat sich unsere Seite immer wieder verändert, das Aussehen blieb im Wesentlichen aber gleich. Nun haben wir unsere Internetpräsenz komplett neu gestaltet. Die Website ist schlanker und noch übersichtlicher geworden, denn wir konzentrieren uns auf unsere Stärken: gute Texte, Fotos, Illustrationen, Cartoons und Karikaturen. Unser Anspruch, Klasse statt Masse zu bieten, soll sich mit der neuen Seite nun auch optisch widerspiegeln. Hier geht es weiter.

Alles im Kasten

briefkastenDie Süddeutsche Zeitung hat`s in Deutschland als erste gewusst: Luxemburgs Wohlstand verdankt sich gar nicht den außerordentlich hohen „Kachkéis“¹-Exporten! Sondern hat irgendetwas mit – sagen wir mal – entgegenkommenden steuerlichen Regelungen für Großunternehmen zu tun. Herausgefunden hat das – darauf war man bei der Süddeutschen besonders stolz – ein Konsortium von 80 Journalisten aus 23 Ländern, indem sie die Unterlagen gelesen haben, die ihnen ein unzufriedener Mitarbeiter der Unternehmensberatung “PricewaterhouseCoopers” zugeschustert hat. Und weil in letzter Zeit jede Weitergabe von flott zusammenhektographierten internen Papieren „Leaks“ genannt werden muss, war der „LuxLeaks“-Skandal schnell geboren.
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Wo es in Trier noch ICEs gibt

Technikerfahren: der Modellbau- und -bahnexperte Josef Karthäuser von Märklin Theisen. Foto: Marco PiecuchLokführer und Zugbegleiter streiken, Gewerkschafter legen den Verkehr lahm, und die DB AG streicht den kläglichen Rest ihres Fernverkehrs – als moselstädtischer Bahnreisender wünscht man sich bisweilen weit weg oder in jene Jahrzehnte zurück, als mehrmals täglich Züge nach Paris fuhren oder der „Interregio“ Trier beinahe im Stundentakt mit so gefragten Destinationen wie Bremerhaven-Lehe oder Friedrichshafen-Stadt verband. Eisenbahn-Fans sollten den Hauptbahnhof inzwischen meiden, in der Metzelstraße sind sie weit besser aufgehoben. Denn bei „Märklin Theisen“ scheint zwar die Zeit stillzustehen, doch wenigstens sieht man hier ICEs und stand der Talent 2 schon auf dem Gleis, bevor er für die Moselbahn in Fahrt kam.
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16 VOR wünscht schöne Weihnachten

weihnachten

16vorfreude – die Geschenktipps der Redaktion

So sah es vor genau einem Jahr auf dem Trierer Weihnachtsmarkt aus. Archiv-Foto: Christian JörickeDamit die Bescherung nicht trist wird, hat die Redaktion von 16 VOR wieder hübsche Tipps für Weihnachtsgeschenke zusammmengestellt. So empfiehlt beispielsweise unser Cartoonist Jimi Berlin die Stärkung der lokalen Musikszene, unsere Grafikerin und Illustratorin Teresa Habild lässt es knacken, Trendexperte Michael Juchmes weiß, mit welchem Parfum man nichts verkehrt machen kann, und Geschenktipp-Redakteur Uli Wirth rät, nicht den Gürtel enger zu schnallen, sondern ihn ganz wegzulassen.
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„Wenn du das gesehen hast, musst du helfen“

Der Trierer Gastronom Mehmet Kirisikoglu unternimmt und riskiert viel, um seinen syrischen Landsleuten in Flüchtlingslagern in der Region Rojava zu helfen. Foto: Daniel PredigerMehmet Kirisikoglu setzt sich für humanitäre Hilfe in syrischen Kriegsgebieten ein und hat mittlerweile vier Konvois organisiert, die die Hilfsgüter in Flüchtlingslagern vor Ort ablieferten. Im Gespräch erzählt der Trierer Restaurantbesitzer was ihn zu seinem Engagement antreibt und mit welchen Problemen er dabei konfrontiert ist.
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Das neue Heft ist da

cover 1214Hohoho, der Weihnachtsmann beziehungsweise ein Fahrer von “bastiandruck” hat gerade die neuste Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin geliefert. Somit wird ab heute das Heft verteilt. Die Leser können sich unter anderem auf Folgendes freuen: Die Redaktion gibt wieder gute Geschenktipps, Katrin Grüschow berichtet über den Einsatz des Trierer Gastronomen Mehmet Kirisikoglu für seine kurdischen Landsleute in Syrien, Marcus Stölb ist zu einem Ort seiner Kindheit zurückgekehrt, Bettina Leuchtenberg stellt ein besonderes Haus in der Maximinstraße vor, Frank P. Meyer besuchte den Aquarienverein 1950 Trier e.V. und Tom Lenz wundert sich über die Empörung über luxemburgische Steuermodelle.
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„Staatlich legalisierter Raub“

"Kleinpreis-Kaufhaus 'Porta' nunmehr in arischen Händen!!" - so warb Adolf Hägin am 15. November 1935 im "Trierer Nationalblatt" für "sein" neues Geschäft. Scan: StadtarchivMit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 begannen auch in Trier die sogenannten Arisierungen: Trierer Bürgern jüdischen Glaubens wurden Geschäfte und Unternehmen weggenommen, und ihre „arischen“ Nachbarn bereicherten sich an diesen Vermögenswerten. Der ehemalige Präsident der Eintracht Trier, Bundesverdienstkreuzträger und Kaufmann Adolf Hägin war einer von denen, die von diesem staatlich legalisierten Raub profitierten. Die Historikerin Jutta Albrecht erforscht die Geschichte Hägins und anderer bekannter Trierer Unternehmer und beleuchtet ihre Rolle bei den „Arisierungen“ jüdischen Vermögens.
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„Der Buy-local-Gedanke ist fest in mir“

Foto: Daniel PredigerSeit knapp zehn Jahren leitet Susanne Link die Universitätsbuchhandlung Stephanus. Dass sie äußerst beliebt und geschätzt ist, belegen auch einige Auszeichnungen. So wurde das Geschäft im Treff beispielsweise 2010 vom Branchenblatt Buchmarkt zur „Fachbuchhandlung des Jahres“ gekürt. In diesem Jahr gehörte die gebürtige Koblenzerin zur siebenköpfigen Jury der Akademie Deutscher Buchpreis. Im Interview mit 16 VOR erzählt sie von ihrer Arbeit als Jurorin, ihren Lektürevorlieben und ihrer Haltung zu Amazon.
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Babel liegt in Luxemburg

Ursprünglich, so die biblische Sage vom Turmbau zu Babel, sprach die Menschheit nur eine Sprache. Einigkeit macht aber bekanntlich nicht nur stark, sondern auch übermütig und so beschlossen die Menschen, einen Turm zu bauen, der bis zum Himmel reichen sollte. Gott allerdings gefiel die Idee unangemeldeten Besuchs nicht besonders und er behalf sich mit einem simplen Trick, um den Turmbau zum Erliegen zu bringen. Er verursachte eine große Sprachverwirrung, die – wie auf jeder Großbaustelle, die von unterbezahlten Vertragsarbeitern aus aller Herren Länder beackert wird – zu Chaos und einem dauerhaften Baustopp führte. Der Abstieg der Menschheit und der gleichzeitige Aufstieg des Luxemburgers begannen. Denn wo keiner keinen versteht, braucht man Übersetzer und Vermittler. Luxemburger also, die aus der Not der Sprachverwirrung eine mehrsprachige Tugend gemacht haben. Denn während der gemeine Mitteleuropäer heutzutage im Durchschnitt anderthalb Sprachen beherrscht, sind es in Luxemburg derer gleich vier. Luxemburgisch, Deutsch, Französisch und Englisch gehören zum Standardrepertoire eines jeden, der das luxemburgische Schulsystem durchlaufen hat und oft treten dann noch weitere Sprachen hinzu – Portugiesisch oder Italienisch beispielsweise.
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Das neue Heft ist da

Bildschirmfoto 2014-11-14 um 10.38.24Susanne Link gehörte in diesem Jahr zur siebenköpfigen Jury der Akademie Deutscher Buchpreis. Im Interview mit 16 VOR erzählt die Trierer Buchhändlerin von ihrer Arbeit als Jurorin, ihren Lektürevorlieben und ihrer Haltung zu Amazon. Außerdem sprach Tom Lenz mit der Historikerin Jutta Albrecht anlässlich des Jahrestages der Pogromnacht über “Arisierungen” in Trier. Des Weiteren stellt Bettina Leuchtenberg das einstige Kloster St. Afra vor, der “Vereinsmeyer” nahm an einem Boxtraining teil und in der Reihe “Pendler pauschal” geht es in der aktuellen Ausgabe um die Sprachenvielfalt der Luxemburger.
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Global denken – lokal trinken

Zeichnung: Teresa HabildDer luxemburgische Großherzog ist so etwas wie eine in jeder Hinsicht bessere Version des deutschen Bundes­präsidenten. Der „Grand Duc“ ist nicht nur eines der reichsten Staatsoberhäupter Europas und käme damit nie in die Ver­legenheit, sich wegen eines nicht selbst bezahlten Bobby-Cars rechtfertigen zu müssen, Henri ist auch immer eleganter (oder zumindest origineller) angezogen als Joachim Gauck, Christian Wulff und Horst Köhler zusammen. Er ist zudem ent­schieden attraktiver und könnte bei einem Lex-Barker-Ähnlichkeitswettbewerb lo­cker einen guten zweiten Platz einfahren. Joachim Gauck dagegen sieht ein bisschen aus wie eine leicht derangierte Version von Carl Fredricksen, Horst Köhler versprüht den Charme eines Sparkassendirektors und Christian Wulff sieht aus wie, nun ja, Christian Wulff.
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Das neue Heft ist da

Cover GuildoNicht nur an der Umstellung in Süßwarenregalen merkt man: Weihnachten naht – und damit auch das traditionelle Weihnachtskonzert von Guildo Horn in der Europahalle. Im Interview mit 16 VOR sprach der vielseitige Trierer über seine Arbeit für einen Bezahlsender und dessen Stiftung, Wechsel in seiner Band und die für ihn schönste Interpretation von Helene Fischers “Atemlos durch die Nacht”. Interviews gibt es außerdem mit den Beatsteaks und mit Hubert von Goisern, Frank Meyer hat an einem Cheerleading-Training teilgenommen, und Bettina Leuchtenberg klärt darüber auf, was es mit dem Obelisken in Olewig auf sich hat. Außerdem durfte 16 VOR bereits einen Blick in die neue Schatzkammer der Stadtbibliothek werfen. 
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“Der Journalismus wird weiblicher”

Vor ihrem Posten beim Trierischen Volksfreund war Isabell Funk von 2001 bis 2009 Chefredakteurin der Ludwigsburger Kreiszeitung. Davor gehörte sie der Chefredaktion der Lausitzer Rundschau an und arbeitete als Redakteurin verschiedener Lokalressorts der Saarbru?cker Zeitung. Foto: Marco PiecuchSeit 2009 ist Isabell Funk Chefredakteurin des Trierischen Volksfreunds. Damit gehört sie in Deutschland zu den wenigen Frauen an der Spitze einer Zeitung. Warum die Zukunft des Journalismus dennoch weiblich ist, was sie an den Menschen in der Region schätzt und wie es im TV ohne den vor zwei Monaten verstorbenen Redakteur Dieter Lintz weitergehen soll, erzählt die gebürtige Saarländerin im Gespräch mit 16 VOR.
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Der „Preiss“ ist heiß

Illustration: Teresa HabildEine der vielleicht merkwürdigsten Erfahrungen, die man als deutscher Grenzgänger in Luxemburg so macht, ist, dass man für einen Deutschen gehalten wird. Da achtet man jahrelang peinlich genau darauf, nie Socken in Sandalen zu tragen, hält höflich den Engländern am Pool den Liegestuhl frei, ist schon einmal (mit sehr schlechtem Gewissen!) bei rot über die Ampel gegangen und glaubt wegen seiner Vorliebe für gute Weine und schlechte Komödien ohnehin schon ein halber Franzose oder gar ein überzeugter Europäer zu sein; und dann ist man plötzlich doch wieder nur: ein Deutscher.
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Von Xiamen an die Trierer Uni

Guo Mingxu (links), Rong Yuegi (2.v.r.) und Li Chenxu (rechts) mit Kommilitoninnen aus Xiamen. Foto: Christian JörickeAm kommenden Samstag findet das fünfte Partnerstädtefestival “Konstantin lädt ein” statt. In diesem Jahr wird die City-Initiative das Festival gemeinsam mit der Stadt Trier (ttm) und der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft ausrichten, denn die Veranstaltung steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Städtefreundschaft mit Xiamen sowie der langjährigen Partnerschaft zwischen der chinesischen Provinz Fujian und Rheinland-Pfalz. Nicht daran teilnehmen können werden Guo Mingxu, Rong Yuegi und Li Chenxu. Sie sind drei von sieben Studenten aus Xiamen, die die vergangenen beiden Semester an der Universität Trier Germanistik studierten. Vor wenigen Wochen kehrten sie wieder in ihre Heimat zurück. Kurz zuvor sprachen wir mit ihnen über Kultur-, Preis- und Klimaschocks.
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Das September-Heft ist da

Seit Donnerstag wird die neue Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin verteilt.So viel Inhalt gab es noch nie: Isabell Funk, Chefredakteurin des Trierischen Volksfreunds, erzählt im Interview unter anderem, wie es dort nach dem Tode von Dieter Lintz weitergehen soll, Gernot Hassknecht alias Hans-Joachim Heist spricht darüber, was ihn im wahren Leben aufregt, und Oliver Thome, der Schlagzeuger von “Pascow” und Geschäftsführer von Popp Concerts berichtet davon, wie es ist, gleichzeitig Künstler und Veranstalter eines Festivals zu sein. Freuen können sich die Leser außerdem auf eine Analyse der OB-Kandidaten und unsere Kolumnen und Serien: Der Vereinsmeyer hat beim Boule teilgenommen, Tom Lenz beschäftigt sich in “Pendler pauschal” mit dem Ansehen der Deutschen in Luxemburg und Bettina Leuchtenberg hat sich mit der Geschichte der Lauben am Moselufer auseinandergesetzt.
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Vor einem Jahrhundert in Kürenz

„Fasadenzeichnung zum Neubau Georg Kunze gehörig“ steht auf den Bauplänen vom August 1913. Das Haus in der Avelsbacher Straße 31 wurde 1914 fertiggestellt.Wer den unteren Teil der Avelsbacher Straße in Kürenz nur vom Stau vor der Eisenbahnunterführung her kennt, der mag sich schwer vorstellen können, in welch ländlicher Lage die Bauherren vor genau 100 Jahren hier ihre Häuser bezogen. Die gedankliche Rekonstruktion gelingt, wenn man sich mit der historischen und städtebaulichen Situation im nördlichsten Teil des damals noch eigenständigen Dorfes Kürenz beschäftigt, was dank der Chronik über den Stadtteil, die Hiltrud Holzberger 2008 herausgab, möglich ist. Ein Gastbeitrag von Veronika Verbeek, die dort ein Haus bewohnt, das vor einem Jahrhundert – zu Beginn des 1. Weltkriegs – erbaut wurde.
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Lauter Leuchten

Die Präsidenten von Hochschule und Universität, Norbert Kuhn und Michael Jäckel (links und rechts) hoffen gemeinsam mit Oberbürgermeister Klaus Jensen auf Tausende Besucher bei dem Doppelereignis. Foto: Marcus Stölb“‘City Campus’ in Kombination mit ‘Illuminale’ – das wird Tausende Menschen zum Staunen bringen.” Oberbürgermeister Klaus Jensen blickt dem 26. September mit großen Erwartungen entgegen. Mit dem “City Campus”, so Jensen, hätten Universität Trier und Hochschule Trier vor zwei Jahren eine echte Bereicherung für die Stadt und die Region aus der Taufe gehoben. Die “Nacht der Wissenschaft” in Verbindung mit dem Lichtkunstfestival “Illuminale” läute ein Wochenende ein, das für Trier eine “ganz große Nummer” werde. Dem “City Campus” folgt am Samstag das Partnerstädte-Festival “Konstantin lädt ein”.
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‘Wir haben uns damals tätowiert, um einzigartig zu sein’

Großer Künstler mit der Tattoo-Nadel: Oliver Lonien. Foto: Marco PiecuchOliver Lonien ist einer der gefragtesten Tattoo-Künstler in Deutschland. Für seine großformatigen asiatischen Motive reisen Kunden von weit her an – obwohl sie auf einen Termin bis zu zwei Jahre warten müssen. Wer dem Trierer, der ein Studio in der Lorenz-Kellner-Straße hat, mal bei der Arbeit zuschauen möchte, hat dazu am 20. und 21. September bei der zweiten „Trier-Saar-Mosel Tattoo Convention“ in der Messeparkhalle Gelegenheit. 16 VOR sprach mit dem 43-Jährigen über seinen Einstieg als Tätowierer, seinen Wechsel von Horror-Motiven zum Asian Style und seine Karriere als Musiker. Auf seinem Debütalbum „Unter die Haut“ (2012) rappte er zusammen mit Größen wie Silla, MoTrip und Sido.
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Frauenzimmer

Gut geschützt: Im Haus Maria Goretti werden hilfesuchende Frauen aufgenommen. Foto: Christian JörickeWie viele Menschen in Trier obdachlos sind, lässt sich nicht einmal schätzen. Generell gilt: Wohnungslosigkeit betrifft häufiger Männer, für Frauen ist das Leben auf der Straße härter. Das Haus Maria Goretti am Krahnenufer bietet deshalb 14 Frauen und Mädchen Schutz vor Gewalt und ein Bett in der Nacht. Ein weiteres Zimmer wird im September eingeweiht. Im „Haltepunkt“, der zum Haus gehört, können die Frauen den Tag verbringen. Gabi, 60 Jahre alt, wohnungslos, kommt oft hierher. Zum Schlafen zieht es sie aber doch wieder an die Mosel.
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Das neue “Drüben”

Illustration: Teresa Habild„Geh doch nach drüben!“, hieß es früher gerne mal, wenn einem hier etwas nicht gefiel. „Drüben“, das war für Westdeutsche eine (wenn auch reichlich unattraktive) Alternative: Ein Nachbarland, in dem so etwas Ähnliches wie Deutsch gesprochen wurde, in dem der Staat alle mit dem Nötigsten versorgte (und auch nur damit) und in dem eine einzige Partei 40 Jahre lang ununterbrochen regierte. Nach drüben, zu den Pepita-Hut-Sozialisten, wollte dann aber doch (nicht nur aus ästhetischen Gründen) lieber niemand. Ein weiterer Teil der Trier-Luxemburg-Kolumne “Pendler pauschal”.
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Das August-Heft ist da

Die August-Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin.Die neue Ausgabe von 16 VOR- Das Trierer Stadtmagazin geht besonders unter die Haut: Wir sprachen ausführlich mit dem Trierer Tattoo-Künstler Oliver Lonien. Frank Meyer schreibt über einen Besuch bei den Trierer Gewichthebern, Bettina Leuchtenberg berichtet in ihrer Reihe “Kennen Sie Trier?” über die Geschichte des Stadtbades und Tom Lenz vergleicht in seiner Kolumne “Pendler pauschal” das neue “Drüben” (Luxemburg) mit dem alten “Drüben” (DDR). Gianna Niewel stellt Einrichtungen vor, die sich in Trier um obdachlose Frauen kümmern, und gamers.de hat für uns mit den Trierer Computerspiele-Entwicklern “gentlymad” gesprochen. Zudem gibt es ein kleines Interview mit dem Seifenblasenmann Sam Wilson und natürlich wieder einen umfangreichen Veranstaltungskalender. Ab heute wird das Heft verteilt.
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Parteien und Vereine würdigen Dieter Lintz

Dieter Lintz als Moderator der Präsentation des Netzwerkes "Leichte Sprache für Trier" Ende Mai in der Tufa. Archiv-Foto: Christian JörickeWie sehr Dieter Lintz als Journalist und Privatperson geschätzt wurde, zeigen die zahlreichen Reaktionen auf seinen plötzlichen Tod. Viele, die ihn kannten, haben bereits in Leserbriefen und Kommentaren in sozialen Netzwerken ihrer Trauer Ausdruck verliehen. Im Folgenden veröffentlichen wir Nachrufe von Politikern, Parteien, Institutionen und Vereinen. Die Zusendungen werden regelmäßig aktualisiert.
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Danke, Dieter

In Trier nicht nur für den Journalismus ein großer Verlust: Dieter Lintz ist am vergangenen Samstag gestorben. Archiv-Foto: Marcus StölbAm Samstagabend verstarb völlig überraschend Dieter Lintz, Leitender Redakteur des Trierischen Volksfreunds. Ein Mann, von dem wir dachten, ihn könne nichts umwerfen – auch weil ihn, bei allem unermüdlichen Arbeitseifer, der den Kollegen auszeichnete, kaum etwas aus der Ruhe zu bringen schien. Mit Dieter verliert die Stadt ihren bedeutendsten und wirkmächtigsten Journalisten, der TV seinen heimlichen Chefredakteur und vielseitigsten Schreiber, und die Trierer Kulturszene ihren besten Kenner. Und die beiden Gründer von 16vor verlieren mit ihm einen freundschaftlichen Kollegen, dem sie viel zu verdanken haben. Ein Nachruf.
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“Einer der schönsten Orte in Trier”

Musik, Kunst, ein bisschen Gastronomie - mit einfachen Mitteln locken die "Moselfreunde 191" Menschen jeden Alters ans Flussufer vor der Jugendherberge. Foto: Der BelichtaMit einfachen Mitteln, aber viel Engagement ist es dem Moselfreunde 191 Trier e.V. gelungen, das Moselufer zu beleben. Mit DJ-Musik, Ausstellungen und Konzerten ziehen die Organisatoren mit Unterstützung der Jugendherberge seit wenigen Jahren bei schönem Wetter Dutzende Menschen auf die Wiese am Schiffskilometer 191 – auf einer Länge von der Rudergesellschaft bis zum Cusanushaus. Wie es zu diesem Projekt kam und warum man sich für diesen Ort entschied, erzählen Benedikt „Benne“ Roth, Steve Trappen und Der Belichta im Interview mit 16 VOR.
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Fleisch to go – 24/7

Erhöht die Attraktivität des Stadtteils: der Eurener Wurstautomat (hinten). Foto: Jimi BerlinWer kennt es nicht, dieses Glücksgefühl an einem Sonntagnachmittag, wenn der bis eben noch grau verhangene Himmel aufreißt, die Wolken sich in Lichtgeschwindigkeit verdünnisieren und die Sonne mit einem Male so heiß brennt, dass die Geranien vertrocknen und Melanome schlagartig wuchern. Schon zieht aus Nachbars Garten der Geruch von Benzin und Grillanzünder herüber, freudig erregtes Biergurgeln ertönt und der eigene Kugelgrill wird flugs mit Kohlen gefüllt – da zuckt ein furchtbarer Gedanke wie ein Last-Minute-Treffer durchs gerade erst aufkeimende Happy-Lala-Sommersonntags-Feeling: Du hast nichts zum Grillen eingekauft!
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Das Olewiger Weinfest in Leichter Sprache

Das Olewiger Weinfest in Leichter Sprache zu beschreiben ist nicht einfach, wie die Teilnehmer beim ersten Grundlagenkurs des Netzwerks „Leichte Sprache für Trier“ feststellen mussten. Archiv-Foto: Roland MorgenIm Frühjahr 2014 initiierte die Lebenshilfe Trier das Netzwerk “Leichte Sprache für Trier”. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern möchte es für die Leichte Sprache sensibilisieren und diese in der Region etablieren. Dem Netzwerk gehören die Lebenshilfe Trier, der Trierische Volksfreund, 16 VOR, der Behindertenbeirat der Stadt Trier, der Beirat für Migration und Integration Trier und die VHS Trier (APAG) an. Mit einer Übersetzung einer Ankündigung für das Olewiger Weinfest liegt das erste konkrete Ergebnis vor.
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Der Wowereit von Luxemburg

Xavier Bettel, der Premierminister des Ländchens, weist nicht wenige Ähnlichkeiten mit Klaus Wowereit auf. Illustration: Teresa HabildXavier Bettel, der Premierminister des Ländchens, ist so etwas wie der Klaus Wowereit Luxemburgs: Immer gut gelaunt, der Mittelpunkt jeder Wein- und Wurstprobe und trotz eines nicht zu leugnenden Hangs zum Aus-dem-Leim-gehen von der Natur mit einer gewissen Grundattraktivität ausgestattet, um die er von so manchem Witwentröster dies- und jenseits der Mosel beneidet werden dürfte. Zudem sind beide, Wowereit wie Bettel, mit einer von tiefschürfenden Selbstzweifeln unangekränkelten Jovialität gesegnet, die Thomas Gottschalk wie einen maulfaulen Pastorensohn wirken lässt. Doch während sich sein deutscher Kollege Wowereit die katastrophale Finanzsituation seines Verwaltungsbezirks mit dem Slogan „arm, aber sexy“ schönsaufen musste, hat Bettel solche rhetorischen Tricks nicht nötig. Er führt schließlich ein Land, in dem der Spitzenkandidat der Sozialistischen Partei Porsche und – jawohl! – Rolls Royce fährt.
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Das Juli-Heft ist da

Die Juli-Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin.Mit einem Interview mit den “Moselfreunden 191″ läutet die neue Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin, die gerade aus der Druckerei gekommen ist und in den nächsten Tagen verteilt wird, den Sommer ein. Bettina Leuchtenberg stellt in “Kennen Sie Trier?” das schmuckvolle Haus des ehemaligen Rosenzüchters Peter Lambert vor, bei Jimi Berlin geht es um die Wurst (aus einem Automaten), Tom Lenz zieht in seiner Trier-Luxemburg-Kolumne “Pendler pauschal” Parallelen zwischen Xavier Bettel und Klaus Wowereit und Frank (Vereins-)Meyer machte für 16 VOR und vor allem aus eigenem Interesse eine ungewöhnliche Kneipentour. Zudem präsentieren wir ausführlicher interessante Veranstaltungen wie das “Sound & Vision”-Festival und den “Vegan”-Abend im Broadway Filmtheater.
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Tüftler und Lenker

Die dritte Generation: Rainer Stiedel führt zusammen mit seinem Vater "Radio Stiedel" in der Paulinstraße. Foto: Marco PiecuchSeit Jahrzehnten verkaufen die Männer der Familie Stiedel Radios und Fernseher und reparieren Geräte, die nicht mehr funktionieren. Der Grund für ihren Erfolg: Guter Service. Auch Erich Goergen gehört ein Familienbetrieb, denn Möbelgeschäft und Schreinerei hat der 80-Jährige von seinem Vater übernommen, seit mehreren Jahren schmirgelt und lackiert er wiederum gemeinsam mit seinem Sohn. Erich Goergen sagt: Kleine Unternehmen wie unseres stehen vor dem Aus. Besuch bei zwei Trierer Traditionsgeschäften.
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Eine kleine Typologie des Luxemburg-Pendlers

Illustration: Teresa HabildAls Berufspendler nach Luxemburg ist man ja – ums mit der dicken Bertha des deutschen Literaturbetriebs, Sibylle Lewitscharoff, zu sagen – ein “zweifelhaftes Halbwesen”: Nicht mehr nur hier, aber auch noch nicht ganz dort. Irgendwie dazwischen halt – und das heißt, meistens irgendwo unterwegs auf der Autobahn zwischen Trier, Munsbach und Esch. Der Begriff “Berufspendler” verrät dann auch schon, dass man nicht des Berufes wegen pendelt, sondern vielmehr das Pendeln zum eigentlichen Beruf geworden ist. Wobei “pendeln” ja eine Bewegung impliziert. Tatsächlich steht man meist im Stau. Und genau da – im Stau – lässt sich dann sehr gut beobachten, wie die Pendel- und Leidensgenossen sich ihre tote Zeit im Auto zu vertreiben suchen.
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“Die Politik hat viel versprochen, aber nichts gehalten”

Andreas Wunn ist Brasilien-Korrespondent des ZDF und berichtet fu?r den Sender aus ganz Su?damerika. Er wurde in Neustadt an der Weinstadt geboren, wuchs in Konz auf und studierte Politikwissenschaften in Berlin und Tokio. Foto: privatVon Konz in die große weite Welt. Nach einem Studium in Berlin und Tokio und längeren Aufenthalten in den USA und Bolivien verschlug es den Journalisten Andreas Wunn nach Brasilien, wo er seit 2010 für das ZDF als Korrespondent arbeitet. 16 VOR sprach mit dem 39-Jährigen über seinen Weg dorthin, die Proteste gegen die FIFA und die Regierung und darüber, warum Brasilien Fußballweltmeister werden muss.
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Aber bitte mit Soja

Sieht nicht nur sehr lecker aus, schmeckt auch so. Foto: Christian JörickeTofu-Schnitzel und Seitanbraten liegen für viele Menschen irgendwo zwischen Dogma und Lifestyle. Regina Jobelius verzichtet seit zehn Jahren auf alle tierischen Produkte – aus Überzeugung. Und damit Vorurteile über vegane Ernährung nicht von gängigem Halbwissen abgelöst werden, gibt die Triererin Kochkurse.
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Raupe sorgt für Schlangen

Dank Treppenraupe kann Jan Tietz zum ersten Mal an einer Party im Exhaus teilnehmen. Foto: Malte LegenhausenDas Exzellenzhaus ist ein wichtiger Veranstaltungsort für die Stadt. Jährlich werden hier 80.000 bis 100.000 Besucher empfangen. Das kulturelle Angebot reicht von Konzerten und Partys bis hin zu Lesungen und Theateraufführungen. Für Menschen mit Behinderungen ist es jedoch schwierig, daran teilzunehmen, denn die Gebäude sind nur über Treppen erreichbar und es gibt keine behindertengerechten Toiletten. Dieses Problems hat sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität angenommen. Seine Möglichkeiten sind allerdings begrenzt. Um zu gewährleisten, dass alle Menschen das kulturelle Angebot im Exzellenzhaus nutzen können, müsste die Stadt Trier bauliche Maßnahmen einleiten. Das könnte ab nächstem Jahr geschehen.
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Schöner lesen

Die erste Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadmagazin ist jetzt erschienen.Ab heute wird in Kneipen, Restaurants, Kulturzentren, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Bildungsstätten, Hotels, Ämtern und Geschäften in Trier und Umgebung die erste Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin verteilt. Freuen darf man sich auf Erinnerungen von Frank P. Meyer an die Trierer Löwenbrauerei, ein Interview mit dem Trier- und China-Experten Christian Y. Schmidt, ein Portrait über eine Veganerin, die Kochkurse für besseres Essen anbietet, einen neuen Teil der Architekturreihe “Kennen Sie Trier?”, die Premiere einer Comic-Serie von Jimi Berlin, einen großen, übersichtlichen Veranstaltungskalender und weitere Beiträge, die es wert sind, auf Papier gedruckt zu werden.
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“Wir machen ein paar Sachen anders”

Seit 1989 im Party- und Kulturbereich eine Trierer Institution: "Lucky's Luke". Foto: Christian Jöricke“Lucky Luke – Das große Abenteuer” war der erste Film, der in “Lucky’s Luke” gezeigt wurde. Das “große Abenteuer” im ehemaligen Westbahnhof währt inzwischen seit fast 25 Jahren. Im September 1989 übernahm Jockel Ternes das “Guckloch” und machte daraus eine Trierer Institution. Auch wenn inzwischen dort keine Filme mehr laufen, hat der Club durch sein musikalisches Angebot (Alternative) und seine individuelle Innenausstattung (zum Beispiel die prägenden Stahlinstallationen) weiterhin einen hohen Coolness-Faktor. Am Altersdurchschnitt hat sich seit knapp einem Vierteljahrhundert nichts geändert. Das Jubiläum wird am 6. September auf der Sommebühne des Exhauses gefeiert.
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„Orte suchen, an denen man sich zurückziehen kann“

"Es ist wirklich schwierig, in Trier noch einen Ort zu finden, wo es still ist", sagt die Hörgeräte-Akustikerin Laura Hamm. Foto: Malte LegenhausenVielleicht ist es kein Zufall, dass der “Tag gegen Lärm”, der heute zum 17. Mal in Deutschland stattfindet, direkt vor einem Feiertag liegt, an dem man sich einmal Ruhe gönnen kann. Der Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto “Die Ruhe weg” steht, dient dazu, die Öffentlichkeit verstärkt über Lärm und seine Ursachen sowie dessen Auswirkungen zu informieren. 16vor sprach mit der Trierer Hörgeräte-Akustikerin Laura Hamm (28) darüber, warum es besonders wichtig ist, sich stille Momente zu gönnen und welche Folgen die ständige Geräuschkulisse um uns herum für unser Gehör hat.
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“Ein neues Bewusstsein für Sprache schaffen”

Werner Lieser und Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe haben es sich mit dem Netzwerk „Leichte Sprache fu?r Trier“ zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Institutionen, Unternehmen und Personen fu?r "Leichte Sprache" zu sensibilisieren und diese in den Alltag zu integrieren. Foto: Gianna NiewelWeil er sich jahrzehntelang als ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe für die Belange von Menschen mit Behinderung starkgemacht hat, erhielt Werner Lieser Anfang des Jahres das Bundesverdienstkreuz. “Leichte Sprache” in Trier zu etablieren, ist das aktuelle Steckenpferd des 73-Jährigen und der Lebenshilfe. Eine gute Idee, fand auch die “Aktion Mensch”, die das Projekt zehn Monate lang finanziell fördert. Gemeinsam mit Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe, die den Antrag gestellt hat und die Umsetzung mitverantwortet, erklärt Lieser, was “Leichte Sprache” ist, wo sie in Trier gebraucht werden könnte und was der Verein mit dem Geld plant.
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New Kiez in the Block

Gemeinsam mit anderen Mitstreitern setzen sie sich dafür ein, ihr "Karl-Max-Viertel" attraktiver und sicherer zu gestalten: Anne Nickels, Regine Ebel, Brigitte Biertz, Christian Vanmeerhaeghe und Ralph Dotzel. Foto: Gianna NiewelAutos rasten viel zu schnell durch ihren Bezirk, der Lärm heulender Motoren sei tagsüber nervig und störe nachts. Und überhaupt, man könne auch nicht lange genug parken: Um nicht nur diese Missstände zu beheben, sind vor einem Dreivierteljahr Ladenbesitzer und Gastronomen aus acht angrenzenden Straßen sowie dem Augustinerhof wieder aktiv geworden. Den Bezirk, den sie nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver gestalten wollen, nennen sie seit März „Karl-Marx-Viertel“. Im Gespräch mit Oberbürgermeister Klaus Jensen haben die etwa 15 Aktiven vergangene Woche einen ersten Teilerfolg errungen.
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