Stadt & Menschen

Der Wowereit von Luxemburg

Xavier Bettel, der Premierminister des Ländchens, weist nicht wenige Ähnlichkeiten mit Klaus Wowereit auf. Illustration: Teresa HabildXavier Bettel, der Premierminister des Ländchens, ist so etwas wie der Klaus Wowereit Luxemburgs: Immer gut gelaunt, der Mittelpunkt jeder Wein- und Wurstprobe und trotz eines nicht zu leugnenden Hangs zum Aus-dem-Leim-gehen von der Natur mit einer gewissen Grundattraktivität ausgestattet, um die er von so manchem Witwentröster dies- und jenseits der Mosel beneidet werden dürfte. Zudem sind beide, Wowereit wie Bettel, mit einer von tiefschürfenden Selbstzweifeln unangekränkelten Jovialität gesegnet, die Thomas Gottschalk wie einen maulfaulen Pastorensohn wirken lässt. Doch während sich sein deutscher Kollege Wowereit die katastrophale Finanzsituation seines Verwaltungsbezirks mit dem Slogan „arm, aber sexy“ schönsaufen musste, hat Bettel solche rhetorischen Tricks nicht nötig. Er führt schließlich ein Land, in dem der Spitzenkandidat der Sozialistischen Partei Porsche und – jawohl! – Rolls Royce fährt.
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Das Juli-Heft ist da

Die Juli-Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadtmagazin.Mit einem Interview mit den “Moselfreunden 191″ läutet die neue Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin, die gerade aus der Druckerei gekommen ist und in den nächsten Tagen verteilt wird, den Sommer ein. Bettina Leuchtenberg stellt in “Kennen Sie Trier?” das schmuckvolle Haus des ehemaligen Rosenzüchters Peter Lambert vor, bei Jimi Berlin geht es um die Wurst (aus einem Automaten), Tom Lenz zieht in seiner Trier-Luxemburg-Kolumne “Pendler pauschal” Parallelen zwischen Xavier Bettel und Klaus Wowereit und Frank (Vereins-)Meyer machte für 16 VOR und vor allem aus eigenem Interesse eine ungewöhnliche Kneipentour. Zudem präsentieren wir ausführlicher interessante Veranstaltungen wie das “Sound & Vision”-Festival und den “Vegan”-Abend im Broadway Filmtheater.
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Tüftler und Lenker

Die dritte Generation: Rainer Stiedel führt zusammen mit seinem Vater "Radio Stiedel" in der Paulinstraße. Foto: Marco PiecuchSeit Jahrzehnten verkaufen die Männer der Familie Stiedel Radios und Fernseher und reparieren Geräte, die nicht mehr funktionieren. Der Grund für ihren Erfolg: Guter Service. Auch Erich Goergen gehört ein Familienbetrieb, denn Möbelgeschäft und Schreinerei hat der 80-Jährige von seinem Vater übernommen, seit mehreren Jahren schmirgelt und lackiert er wiederum gemeinsam mit seinem Sohn. Erich Goergen sagt: Kleine Unternehmen wie unseres stehen vor dem Aus. Besuch bei zwei Trierer Traditionsgeschäften.
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Eine kleine Typologie des Luxemburg-Pendlers

Illustration: Teresa HabildAls Berufspendler nach Luxemburg ist man ja – ums mit der dicken Bertha des deutschen Literaturbetriebs, Sibylle Lewitscharoff, zu sagen – ein “zweifelhaftes Halbwesen”: Nicht mehr nur hier, aber auch noch nicht ganz dort. Irgendwie dazwischen halt – und das heißt, meistens irgendwo unterwegs auf der Autobahn zwischen Trier, Munsbach und Esch. Der Begriff “Berufspendler” verrät dann auch schon, dass man nicht des Berufes wegen pendelt, sondern vielmehr das Pendeln zum eigentlichen Beruf geworden ist. Wobei “pendeln” ja eine Bewegung impliziert. Tatsächlich steht man meist im Stau. Und genau da – im Stau – lässt sich dann sehr gut beobachten, wie die Pendel- und Leidensgenossen sich ihre tote Zeit im Auto zu vertreiben suchen.
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“Die Politik hat viel versprochen, aber nichts gehalten”

Andreas Wunn ist Brasilien-Korrespondent des ZDF und berichtet fu?r den Sender aus ganz Su?damerika. Er wurde in Neustadt an der Weinstadt geboren, wuchs in Konz auf und studierte Politikwissenschaften in Berlin und Tokio. Foto: privatVon Konz in die große weite Welt. Nach einem Studium in Berlin und Tokio und längeren Aufenthalten in den USA und Bolivien verschlug es den Journalisten Andreas Wunn nach Brasilien, wo er seit 2010 für das ZDF als Korrespondent arbeitet. 16 VOR sprach mit dem 39-Jährigen über seinen Weg dorthin, die Proteste gegen die FIFA und die Regierung und darüber, warum Brasilien Fußballweltmeister werden muss.
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Aber bitte mit Soja

Sieht nicht nur sehr lecker aus, schmeckt auch so. Foto: Christian JörickeTofu-Schnitzel und Seitanbraten liegen für viele Menschen irgendwo zwischen Dogma und Lifestyle. Regina Jobelius verzichtet seit zehn Jahren auf alle tierischen Produkte – aus Überzeugung. Und damit Vorurteile über vegane Ernährung nicht von gängigem Halbwissen abgelöst werden, gibt die Triererin Kochkurse.
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Raupe sorgt für Schlangen

Dank Treppenraupe kann Jan Tietz zum ersten Mal an einer Party im Exhaus teilnehmen. Foto: Malte LegenhausenDas Exzellenzhaus ist ein wichtiger Veranstaltungsort für die Stadt. Jährlich werden hier 80.000 bis 100.000 Besucher empfangen. Das kulturelle Angebot reicht von Konzerten und Partys bis hin zu Lesungen und Theateraufführungen. Für Menschen mit Behinderungen ist es jedoch schwierig, daran teilzunehmen, denn die Gebäude sind nur über Treppen erreichbar und es gibt keine behindertengerechten Toiletten. Dieses Problems hat sich der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität angenommen. Seine Möglichkeiten sind allerdings begrenzt. Um zu gewährleisten, dass alle Menschen das kulturelle Angebot im Exzellenzhaus nutzen können, müsste die Stadt Trier bauliche Maßnahmen einleiten. Das könnte ab nächstem Jahr geschehen.
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Schöner lesen

Die erste Ausgabe von 16 VOR - Das Trierer Stadmagazin ist jetzt erschienen.Ab heute wird in Kneipen, Restaurants, Kulturzentren, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Bildungsstätten, Hotels, Ämtern und Geschäften in Trier und Umgebung die erste Ausgabe von 16 VOR – Das Trierer Stadtmagazin verteilt. Freuen darf man sich auf Erinnerungen von Frank P. Meyer an die Trierer Löwenbrauerei, ein Interview mit dem Trier- und China-Experten Christian Y. Schmidt, ein Portrait über eine Veganerin, die Kochkurse für besseres Essen anbietet, einen neuen Teil der Architekturreihe “Kennen Sie Trier?”, die Premiere einer Comic-Serie von Jimi Berlin, einen großen, übersichtlichen Veranstaltungskalender und weitere Beiträge, die es wert sind, auf Papier gedruckt zu werden.
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“Wir machen ein paar Sachen anders”

Seit 1989 im Party- und Kulturbereich eine Trierer Institution: "Lucky's Luke". Foto: Christian Jöricke“Lucky Luke – Das große Abenteuer” war der erste Film, der in “Lucky’s Luke” gezeigt wurde. Das “große Abenteuer” im ehemaligen Westbahnhof währt inzwischen seit fast 25 Jahren. Im September 1989 übernahm Jockel Ternes das “Guckloch” und machte daraus eine Trierer Institution. Auch wenn inzwischen dort keine Filme mehr laufen, hat der Club durch sein musikalisches Angebot (Alternative) und seine individuelle Innenausstattung (zum Beispiel die prägenden Stahlinstallationen) weiterhin einen hohen Coolness-Faktor. Am Altersdurchschnitt hat sich seit knapp einem Vierteljahrhundert nichts geändert. Das Jubiläum wird am 6. September auf der Sommebühne des Exhauses gefeiert.
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„Orte suchen, an denen man sich zurückziehen kann“

"Es ist wirklich schwierig, in Trier noch einen Ort zu finden, wo es still ist", sagt die Hörgeräte-Akustikerin Laura Hamm. Foto: Malte LegenhausenVielleicht ist es kein Zufall, dass der “Tag gegen Lärm”, der heute zum 17. Mal in Deutschland stattfindet, direkt vor einem Feiertag liegt, an dem man sich einmal Ruhe gönnen kann. Der Tag, der in diesem Jahr unter dem Motto “Die Ruhe weg” steht, dient dazu, die Öffentlichkeit verstärkt über Lärm und seine Ursachen sowie dessen Auswirkungen zu informieren. 16vor sprach mit der Trierer Hörgeräte-Akustikerin Laura Hamm (28) darüber, warum es besonders wichtig ist, sich stille Momente zu gönnen und welche Folgen die ständige Geräuschkulisse um uns herum für unser Gehör hat.
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“Ein neues Bewusstsein für Sprache schaffen”

Werner Lieser und Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe haben es sich mit dem Netzwerk „Leichte Sprache fu?r Trier“ zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Institutionen, Unternehmen und Personen fu?r "Leichte Sprache" zu sensibilisieren und diese in den Alltag zu integrieren. Foto: Gianna NiewelWeil er sich jahrzehntelang als ehrenamtlicher Vorsitzender der Lebenshilfe für die Belange von Menschen mit Behinderung starkgemacht hat, erhielt Werner Lieser Anfang des Jahres das Bundesverdienstkreuz. “Leichte Sprache” in Trier zu etablieren, ist das aktuelle Steckenpferd des 73-Jährigen und der Lebenshilfe. Eine gute Idee, fand auch die “Aktion Mensch”, die das Projekt zehn Monate lang finanziell fördert. Gemeinsam mit Kerstin Schmitz von der Lebenshilfe, die den Antrag gestellt hat und die Umsetzung mitverantwortet, erklärt Lieser, was “Leichte Sprache” ist, wo sie in Trier gebraucht werden könnte und was der Verein mit dem Geld plant.
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New Kiez in the Block

Gemeinsam mit anderen Mitstreitern setzen sie sich dafür ein, ihr "Karl-Max-Viertel" attraktiver und sicherer zu gestalten: Anne Nickels, Regine Ebel, Brigitte Biertz, Christian Vanmeerhaeghe und Ralph Dotzel. Foto: Gianna NiewelAutos rasten viel zu schnell durch ihren Bezirk, der Lärm heulender Motoren sei tagsüber nervig und störe nachts. Und überhaupt, man könne auch nicht lange genug parken: Um nicht nur diese Missstände zu beheben, sind vor einem Dreivierteljahr Ladenbesitzer und Gastronomen aus acht angrenzenden Straßen sowie dem Augustinerhof wieder aktiv geworden. Den Bezirk, den sie nicht nur sicherer, sondern auch attraktiver gestalten wollen, nennen sie seit März „Karl-Marx-Viertel“. Im Gespräch mit Oberbürgermeister Klaus Jensen haben die etwa 15 Aktiven vergangene Woche einen ersten Teilerfolg errungen.
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16 VOR wünscht schöne Ostern

 

Cartoon: Teresa Habild

“Solar-Else” kämpft weiter

ElseFichterKleinDer Bericht des “Club of Rome” öffnete Else Fichter die Augen, seine Lektüre ließ aus der leidenschaftlichen Autofahrerin Anfang der 70er Jahre eine unermüdliche Umweltaktivistin werden. In den vergangenen vier Jahrzehnten stieg die spät berufene Ökologin nicht wenigen aufs Dach  - etwa wenn es darum ging, Sonnenenergie zu produzieren oder der Atomkraft den Garaus zu machen. Sie sponserte Photovoltaikanlagen, investierte in Windräder und redete jedem ins Gewissen, der ihrer Ansicht nach noch nicht zur ökologischen Vernunft gekommen war. Von ihrem kleinen Apartment in einem Trierer Altenzentrum führt Else Fichter ihren Kampf gegen Cattenom, Kohlestrom und rund um die Uhr beleuchtete Aquarien unbeirrt fort. Mit dem ihr eigenen Charme versucht “Solar-Else” weiterhin, die Energiewende im Großen und Kleinen voranzubringen. Marcus Stölb besuchte die alte Dame und verabschiedet sich mit diesem Text von den Leserinnen und Lesern von 16vor.
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Tarforster Großprojekt im Zeitplan?

AugustinusDer “Augustinus Campus” steht, laut Projektentwickler sind 90 Prozent der 121 Apartements verkauft. Vergleichbar gut laufe auch die Vermarktung der Wohnungen im benachbarten “Augustinus Wohnpark”. Dabei hatte es dort in den vergangenen Wochen bisweilen den Anschein, als seien die Arbeiten nahezu zum Erliegen gekommen. Das sei mitnichten der Fall, widerspricht die Select Development GmbH, eine Tochter der luxemburgischen Tracol Immobilier S.A. in Sandweiler. Im September, spätestens Oktober seien die ersten 42 Wohneinheiten des Wohnparks  fertiggestellt, noch im Sommer beginne der dritte Bauabschnitt für eines der aktuell größten Immobilienprojekte auf der Tarforster Höhe. Doch völlig reibungslos läuft dessen Realisierung offenbar nicht, denn bald schon könnte sich ein Gericht mit dem Vorhaben beschäftigen. Manfred Müller, der für die Planung der “Augustinus”-Komplexe verantwortliche Architekt, ist nicht mehr im Auftrag der Select Development tätig. Er habe den Projektentwickler verklagt, erklärte Müller am Montag auf Nachfrage gegenüber 16vor.
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Vollsperrung der Römerbrücke programmiert

Hiobsbotschaft für Autofahrer, die aus dem Westen der Stadt kommen oder dorthin gelangen wollen: Die älteste noch befahrene Flussquerung Deutschlands, die Trierer Römerbrücke, wird nach Informationen von 16vor schon bald für den KfZ-Verkehr gesperrt werden müssen. Im Rahmen einer Untersuchung für das Welterbekomitee der UNESCO hat der Internationale Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) an dem Bauwerk schwere Schäden festgestellt. Eigentlich wollte man im Rathaus die heikle Nachricht bis nach der Kommunalwahl für sich behalten, der Beginn der Sperrung war ursprünglich für den 26. Mai terminiert. Doch weil das UNESCO-Hauptquartier in Paris Druck macht, wird sich der Stadtrat nun bereits an diesem Donnerstag in nicht öffentlicher Sitzung mit dem Thema befassen. 
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In hohem Bogen über die Mosel

MaastrichtBrückeKleinSie verbindet beide Seiten der alten Stadt und schwingt sich auf einer Länge von rund 260 Meter von einem Ufer zum anderen. Tausende Radfahrer und Fußgänger nutzen täglich Maastrichts “Hoge Brug”, um den Fluss zu queren, der der niederländischen Stadt ihren Namen gab. Derartiges könnten sich nicht wenige auch für Trier vorstellen, und wer sich ein Bild davon machen möchte, wie ein Steg über die Mosel aussehen könnte, sollte sich alsbald in die Europäische Kunstakademie begeben. Im Westen der Stadt werden derzeit zehn Entwürfe von Architekturstudenten der Hochschule Trier gezeigt. Die Ideen reichen von kühnen Entwürfen wie einer wettergeschützten Röhre namens “Helix” bis zur luftig und leicht anmutenden Bogenbrücke.
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“Respektvolle Erinnerung”

Eine Lichtgestalt in einem dunklen Kapitel Stadtgeschichte - die Erinnerung an Friedrich Spee ist vor allem in der Jesuitenkirche sichtbar, doch außerhalb des Sakralbaus nimmt man wenig Notiz von dieser großen Persönlichkeit. Foto: Marcus StölbEr war Täter und wurde zum Opfer: Dietrich Flade. Erst verurteilte der damalige Trierer Schultheiß mehrere Frauen zum Tod auf dem Scheiterhaufen, dann wurde ihm der Prozess gemacht. Vor 425 Jahren endete Flade auf dem Scheiterhaufen. Seinem Schicksal wurde ein Roman und auch eine Komposition gewidmet, in Tarforst ist eine Straße nach Flade benannt. Am 30. April wird die Stadt nun mit einem Gedenkakt an die unschuldigen Opfer der Trierer Hexenprozesse erinnern. Es gehe darum, sich von diesem “Unrecht öffentlich zu distanzieren”, so Klaus Jensen. Eine förmliche Rehabilitierung der Opfer, wie Köln und andere Städte sie vornahmen, wird es nicht geben, doch soll eine seit Jahren zugesagte Gedenktafel nun bald angebracht werden.
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“Wir sind schon in Trier”

OBEmpfangvonObenKleinZum vorletzten Mal richtete Klaus Jensen am vergangenen Freitagabend seinen Bürgerempfang aus. In wenigen Tagen beginnt das letzte Amtsjahr des amtierenden Stadtchefs. In seiner Rede, die einer Art Erklärung zur Lage der Stadt gleichkam, zeigte der OB eine Auswahl jener Projekte auf, die er in den verbleibenden zwölf Monaten noch realisieren oder auf den Weg bringen möchte. Jensens Credo: Triers Entwicklung kann sich sehen lassen. Angesichts mehrerer kommunaler Urnengänge, bei denen unter anderem auch über seine Nachfolge entschieden wird, hielt der Oberbürgermeister einen Appell für Frieden und Demokratie in Europa und warnte vor einer “Atomisierung durch extremistische Kräfte” in den Parlamenten.
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Für Kater, Koi und Co. auf Achse

Waschbär Elvis (2)Wenn Bello die Pfote juckt, Fridolin schlecht ist oder der Koi im hauseigenen Teich Probleme mit dem Schuppenkleid hat, ist Isabell Reißmann gefragt. Seit Oktober 2011 rollt die selbstständige Tierärztin bis zu viermal wöchentlich mit ihrer weiß-grünen Tierarztpraxis durch Trier und die Region. Die Idee des mobilen Behandlungszimmers kommt bei den Tierbesitzern gut an, und so konnte sich die junge Ärztin in den letzten Jahren bereits einen treuen Kundenstamm aufbauen, der bis weit über die Grenzen der Moselstadt hinaus reicht und inzwischen von Luxemburg bis Neumagen-Dhron reicht.
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“Zeichen der Verantwortung dem Nächsten gegenüber”

Hassan Khan half einem schwerverletzten Rollerfahrer, wofür er jetzt mit dem "Preis für Zivilcourage" von Klaus Jensen ausgezeichnet wurde. Foto: Christian JörickeSie halfen Menschen in Notsituationen, verhinderten Verbrechen oder gaben der Polizei entscheidende Hinweise zum Ergreifen von Straftätern: Vier Frauen und elf Männer aus Trier und der Region wurden gestern Abend im Rathaus von Oberbürgermeister Klaus Jensen und Polizeipräsident Lothar Schömann mit dem “Preis für Zivilcourage der Stadt Trier” ausgezeichnet. “Besonders freut uns,”, sagte Jensen, “dass so viele Menschen dabei sind, die diesen Ehrung verdient haben.”
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“Es kann nicht Aufgabe des Arztes sein, zu töten!”

Tentrup1kleinMit einem Festakt feiert das Mutterhaus der Borromäerinnen an diesem Samstag das 20-jährige Bestehen seiner Palliativstation. Maßgeblichen Anteil an deren Aufbau, zunächst im heute nicht mehr existenten Herz-Jesu-Krankenhaus, hatte Dr. Franz-Josef Tentrup. Im Interview mit 16vor-Redaktionsleiter Marcus Stölb blickt der 75-Jährige auf seine Laufbahn als Anästhesie- und Intensivmediziner zurück, spricht über Selbstüberschätzung sowie ein Leben im Angesicht des Todes. Tentrup bezieht Stellung zu aktiver Sterbehilfe und ärztlich assistiertem Freitod und erklärt, weshalb das Töten eines Menschen nicht Aufgabe eines Arztes sein dürfe. Der gläubige Christ sagt aber auch: “Ich kann dem Leiden keinen Sinn abgewinnen”. Ein Gespräch über die Begrenztheit des eigenen Lebens und die Grenzen der Medizin, Tentrups letzten Wünsche und weshalb er nicht noch einmal nach Wien reisen möchte.
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Klare Ansagen

TrikiReporterKleinDie Fahrgäste der SWT-Verkehrsbetriebe hören seit ein paar Monaten Stimmen – die von Martin, Lea, Mona, Anna und Charlotte. Die Reporter des Trierer Kinderbüros “triki” haben die Namen der rund 400 Haltestellen des gesamten SWT-Liniennetzes eingesprochen. Mit den automatischen Ansagen wirkt der ÖPNV der Moselstadt nicht nur betont freundlicher, sondern und auch ein  klein wenig großstädtischer – dank des Gong-Tons wähnt man sich beinahe wie in einer S-Bahn. Vorbei jedenfalls die Zeiten, als die Haltepunkte nur nach Lust und Laune des jeweiligen Fahrers angekündigt wurden und man bisweilen schon sehr genau hinhören musste, welche Ansage da über den Lautsprecher kam. 16vor traf die triki-Reporter und sprach mit ihnen über schier unaussprechliche Straßennamen, klare Ansagen, und warum es eine Haltestelle “Pallaststraße” gibt.
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16vor-Appell zur Fastnacht

Triers Grund und Boden immer teurer

EGPLuftbild Castelnau August 2013_2Laut Schätzungen der Stadt müssten in Trier jedes Jahr rund 600 neue Wohnungen gebaut werden, um die vorhandene Nachfrage decken zu können. Die anhaltend angespannte Lage auf dem lokalen Wohnungsmarkt macht bekanntlich vor allem Familien und Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen zu schaffen. Unter Federführung von OB Klaus Jensen (SPD) brachte der Stadtrat kürzlich ein Konzept auf den Weg, das den seit Jahren faktisch zum Erliegen gekommenen sozialen Wohnungsbau wieder ankurbeln soll. Wie gefragt Triers Grund und Boden nach wie vor ist, belegen einmal mehr die jüngsten Bodenrichtwerte des Gutachterausschusses: Demnach zogen binnen zwei Jahren die Grundstückspreise in Heiligkreuz und auf der Weismark um bis 35 Prozent an. Gefragte Viertel sind weiter begehrt, derweil die Preissteigerungen in den meisten Stadtteilzentren deutlich schwächer ausfielen.
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“Die Kinder verstanden ihren Vater nicht mehr”

Auryn2Jutta Perlach weiß, was sie “Auryn” verdankt: Hier hat ihre Tochter gelernt, die Depression des Vaters nicht auf sich zu beziehen, obwohl sie zunächst nicht verstehen konnte, wieso der Papa, mit dem sie sonst stundenlang getobt hat, plötzlich abweisend und launisch war. Gabriele Apel hat den Verein 2001 gegründet, um Kinder zu stärken, deren Eltern monate- oder gar jahrelang unter einer psychischen Erkrankung leiden. Mit Reittherapie, gemeinsamem Basteln oder Gesprächsrunden versucht sie, die Kinder in ihrem Wesen zu stärken, ihnen Mut und Zuversicht zu vermitteln.
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Schweigsame Schläger

Beim Zuschlagen verbogen: die beiden Tatwaffen. Foto: Christian JörickeVor dem Trierer Landgericht muss sich seit gestern ein 31-jähriger Russe mit Wohnsitz in Moskau wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Er und ein Komplize sollen im vergangenen August im Verkaufsraum eines Luxusautohändlers an der Porta Nigra mit Schlagstöcken mehrere Personen verletzt haben. Das Hauptopfer, der Besitzer, erlitt unter anderem 47 Platzwunden am Kopf, die mit insgesamt 150 Stichen genäht werden mussten. Der Geschäftsmann vermutet hinter der Tat einen Konkurrenten, der ihn zuvor bereits bedroht haben soll.
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“Wir sind erzogen, auf Heilung aus zu sein!”

MichaelClemensKleinNach 18 Jahren als Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I des Trierer Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen tritt Professor Dr. med. Michael Clemens in der kommenden Woche in den Ruhestand. Seinen Patienten bleibt er dennoch erhalten, und ein neues Projekt hat er schon im Blick, wie er im Interview verrät. 16vor-Redaktionsleiter Marcus Stölb sprach mit dem Onkologen über die jüngste WHO-Prognose in Sachen Krebs und ob sich tatsächlich die Hälfte aller Tumorerkrankungen verhindern ließe. Clemens äußert sich zum wirtschaftlichen Druck in Krankenhäusern und dessen mögliche Folgen für Patienten ebenso wie zum Nutzen von Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen. Auch zur neu entflammten Debatte über aktive Sterbehilfe bezieht der 65-Jährige Stellung: Von einer “Riesengefahr” spricht Clemens und plädiert stattdessen für eine Stärkung der Palliativmedizin und mehr ambulante Hospize.
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Hindernisparcours zur Barrierefreiheit

Bahn“Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.” Obwohl es zum Zeitpunkt, als Nietzsche diese Aussage tätigte, bereits Rollstühle gab, kann davon ausgegangen werden, dass er eher unbewusst eine gute Beschreibung für den Weg in die Barrierefreiheit geliefert hat. Der Pfad hin zur gleichberechtigten und vor allem unabhängigen Teilhabe von Menschen mit körperlichen Einschränkungen am sozialen Leben ist nämlich steinig und oftmals mehr mit Versprechen gepflastert, als von Rampen gesäumt. Auf welcher Stufe der Barrierefreiheit kann der öffentliche Personennahverkehr sowie der Stand der sanitären Einrichtungen in Trier verortet werden und wie zugänglich sind beispielsweise die Ansprechpartner der deutschen Bahn? 16vor-Mitarbeiterin Anne Schaaf begibt sich auf einen Hindernisparcours.
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Triers einzigartige WG

Smile“Smile”, das ist Englisch und heißt “lächeln”. Obwohl es gleich ausgesprochen wird, hat das Wort in einem Haus in Heiligkreuz eine andere Bedeutung. Und eine andere Schreibweise hat es auch: “SMiLe”. Die Abkürzung steht hier für “Selbstständig miteinander leben” und ist der Name einer Wohngemeinschaft, wie es sie in Trier kein zweites Mal gibt. In der WG leben seit mehr als zwei Jahren sechs geistig behinderte mit drei nichtbehinderten Menschen zusammen. Die einen werden betreut, haben einen Gesprächspartner am Tag und in der Nacht jemanden, der aufsteht, wenn sie unruhig schlafen. Die anderen betreuen, sind Freund und Helfer beim Anziehen, beim Kochen, beim Einkaufen. Sie kümmern sich – auch nachts. Und verdienen hierdurch die Miete für ihr WG-Zimmer.
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Ratsmehrheit für Reaktivierung der Westtrasse

WesttrasseEurenKleinDie Deutsche Bahn AG plant keine Verlagerung von Güterverkehren auf die Eifelstrecke. Das erklärte eine Konzernsprecherin am Mittwoch auf Anfrage gegenüber 16vor. Die Landesregierung hat den Ausbau der Eifelstrecke zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Ob Berlin diesen Vorschlag aufgreifen und ernsthaft prüfen wird, ist derzeit noch völlig offen. Zudem gibt man in Mainz zu bedenken, dass eine Reaktivierung der Westtrasse für den Personenverkehr dazu führen würde, dass sich die “Durchlässigkeit dieser Strecke für den Güterverkehr verringert”. Unterdessen zeichnet sich wenige Tage vor der Abstimmung im Stadtrat eine klare Mehrheit für einen Grundsatzbeschluss zum Projekt ab. Einzig die FWG will die Vorlage der Verwaltung ablehnen. Doch selbst unter Befürwortern sieht man im Detail noch Diskussionsbedarf. So gibt es beispielsweise Stimmen, die einen Haltepunkt am Messepark der geplanten Station an der Eurener Eisenbahnstraße vorziehen würden. Und auch die Ehranger Lösung mit dem Haltepunkt Hafenstraße ist nicht unumstritten, wie eine Umfrage unter den Fraktionen ergab.
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Endlich in Sicherheit

AfAkleinRund 40 Menschen leben bereits in der Einrichtung, bis zu 150 werden es bald sein – die Mainzer Integrationsministerin Irene Alt (B90/Die Grünen) hat am Mittwoch die neue Außenstelle der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) besucht. Das Gebäude der ehemaligen General-von-Seidel-Kaserne soll als Provisorium dienen, bis das Land die Kapazitäten der AfA-Außenstelle in Ingelheim erweitert hat. Laut Alt stiegen die Flüchtlingszahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat im Januar 2014 um 77 Prozent an. Nicht ausgeschlossen also, dass die Räumlichkeiten dereinst noch etwas länger gebraucht werden könnten. Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD) erklärte, er sei “stolz auf die Trierer”, weil – “abgesehen von ein paar Verrückten”-  niemand ernsthaft gegen die Unterstützung von Flüchtlingen sei. Trier habe über die Jahrhunderte immer wieder unter Krieg, Elend und Vertreibung gelitten, so Jensen, da habe die Stadt eine Pflicht zu helfen, jetzt, wo es ihr gut gehe.
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Mehr verwarnt, weniger abgeschleppt

Es gehe nicht darum, Geld zu machen, betonte Ordnungsdezernent Thomas Egger am Dienstagabend bei der Vorstellung der städtischen Knöllchen-Bilanz 2013. Dass die Überwachung des ruhenden Verkehrs nach wie vor nicht kostendeckend arbeitet, wird die Stadt denn auch nicht von ihrer Pflicht entbinden, weiterhin Falschparker aufzuspüren. Fast 84.000 Verwarnungen sprachen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes im vergangenen Jahr aus, auf rund 1,229 Millionen Euro beliefen sich die Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern. Damit lagen beide Zahlen zwar merklich über denen von 2012, aber auch deutlich unter denen von 2011, als das neue Parkraumkonzept eingeführt wurde. Elmar Geimer, Leiter der städtischen Straßenverkehrsüberwachung, ist überzeugt, dass weiterhin einige Fahrzeuginhaber bewusst das Risiko eingehen, erwischt zu werden. Ausländische Falschparker haben derweil wenig zu befürchten, hier liegt die Zahlungsquote bislang bei lediglich 40 Prozent.
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Die ausführliche Touristin

Ein Jahr lang reist die Autorin Meike Winnemuth durch Deutschland, um je einen Monat in einer Stadt oder auf einer Insel zu leben. Den Anfang machte sie in Trier. Foto: Gianna NiewelEinen Monat war die Journalistin Meike Winnemuth nun in Trier, sie hat mit Guildo Horns Mutter telefoniert, ist am “Policeburger” in der Kantine des Polizeipräsidiums gescheitert und stundenlang durch die Wälder um Trier flaniert. Am Ende ihrer Zeit stehen viele Eindrücke, neue Bekanntschaften, ein erweitertes Vokabular. Der Januar an der Mosel war die erste Etappe auf ihrer Deutschlandtour, in den nächsten elf Monaten will die 53-Jährige elf weitere deutsche Städte bereisen, um über die Erfahrungen ein Buch zu schreiben. Von Trier hat sie für ihre weitere Reise gelernt, an der Umsetzung hapert es noch. Am Ende ihrer Tour kommt sie für zwei Wochen wieder.
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“Jetzt ist das richtige Alter”

Die Trierer Studentin Pauline möchte "Germany's Next Topmodel" werden. Foto: © ProSieben/ Nela KoenigIn den nächsten Monaten wird die Frauenquote donnerstagabends in Kneipen und Clubs drastisch einbrechen. Denn ab heute läuft jede Woche um 20.15 Uhr auf ProSieben die neue Staffel von “Germany’s Next Topmodel”. In der ersten Folge stellen sich die Mädchen bei einem Casting in Berlin der Jury vor. Wer dort besteht und Heidi Klum, Wolfgang Joop und Thomas Hayo von seinen Modelqualitäten überzeugen kann, wird auch noch am kommenden Donnerstag zu sehen sein. Mit dabei ist Pauline (der Nachname darf nicht genannt werden). Die 18-jährige Deutsch-Französin studiert seit einem Semester International Business an der Hochschule Trier. 16vor sprach mit ihr über ihren größten Wunsch, wie sie sich auf die Sendung vorbereitete und wofür sie deutsche Drogeriemärkte schätzt.
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