Stadt & Menschen
Stadt & Menschen | 17. Dezember 2012 | 1 Leserbrief »
Gut, dass Sie gewartet haben, bevor Sie wieder todsicher die falschen Geschenke besorgt hätten. So früh wie noch nie vor Weihnachten präsentiert Ihnen die Redaktion von 16vor wieder wertvolle Tipps, damit die Bescherung in einer Woche doch noch ein Erfolg wird. Manche Geschenke kosten Sie Zeit (Geschenkideen ausdenken und schön verpacken), andere über ein Tausend Euro (Luxus-Massagesessel). Wir empfehlen einige schöne Sachen für die Ohren, aber auch die anderen Sinnesorgane kommen nicht zu kurz.
mehr…
Stadt & Menschen, Wirtschaft | 16. Dezember 2012 | 11 Leserbriefe »
Vor einem Jahr veröffentlichte Heinz Ganz-Ohlig auf 16vor einen zweiteiligen Aufsatz über die weitgehend in Vergessenheit geratenen Anfangsjahre der Romika. Über Jahrzehnte hatten die späteren Eigentümer nicht nur die Ursprünge und wahren Gründer des Unternehmens verschwiegen, sondern auch mehrere dunkle Kapitel der Firmengeschichte ausgeklammert; unter anderem die perfide Strategie, die Romika in den Konkurs zu treiben, um sie dann zu “arisieren”. Nun hat Ganz-Ohlig seine Recherchen als Buch vorgelegt. Das Werk liefert nicht nur einen außerordentlich interessanten Beitrag zur regionalen Wirtschaftsgeschichte, sondern rückt auch den langjährigen Eigentümer Hellmuth Lemm, der in und um Gusterath-Tal zu Lebzeiten eine Legende war, in ein anderes Licht.
mehr…
Stadt & Menschen | 15. Dezember 2012 | 2 Leserbriefe »
Es war der zweite städtebauliche Wettbewerb binnen zwei Jahren, und wieder ging es darum, wie ein Trierer Welterbe besser ins Szene gesetzt werden könnte. Nach der Porta Nigra war die Römerbrücke an der Reihe, das älteste noch genutzte römische Brückenbauwerk nördlich der Alpen. Unter 17 eingereichten Entwürfen hatte am Ende die Arbeit der Münchner Büros lohrer.hochrein und Day & Light Lichtplanung die Nase vorne. Dass die siegreiche Landschaftsarchitektin bei der Präsentation freimütig einräumte, gestern erstmals in Trier gewesen zu sein, kam weniger gut an als der Entwurf. Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani (CDU) erklärte, das Konzept lasse sich hervorragend schrittweise realisieren. Auf die Frage, wann denn der erste dieser Schritte in Angriff genommen werde, reagierte die Christdemokratin eher unwirsch.
mehr…
Stadt & Menschen | 13. Dezember 2012 | 15 Leserbriefe »
Wie könnte ein systematisches Carsharing für weniger Autos auf Triers Straßen sorgen? Was verschiedene kleinere Initivativen bereits versuchten, kann nun auch über die Internetplattform “tamyca” organisiert werden. Dabei bieten Privatleute ihren PKW für begrenzte Zeit anderen Fahrberechtigten an. Willi Loose vom Bundesverband CarSharing e.V. (BCS) sieht die Idee kritisch, derweil der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim sich vor allem bei den Konversionsprojekten der Stadt mehr Ideenreichtum wünscht. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis Trier dem Vorbild großstädtischer Mobilitäts-Mixturen folgen wird, wie auch die eher verhaltene Resonanz auf das noch junge Angebot von “Flinkster Campus” zeigt.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 10. Dezember 2012 | 2 Leserbriefe »
Global denken, lokal handeln – getreu dieser Devise initiierte der Verein Lokale Agenda 21 in den vergangenen 13 Jahren schon ungezählte Projekte, um den Auftrag der Rio-Konferenz auch in Trier voranzubringen. Mit Dieter Sadowski hat sich der Verein nun einen Hochkaräter an die Spitze gewählt. Im Gespräch mit 16vor erklärt der Ehrenprofessor von Lumubashi und langjährige Direktor des Trierer Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Gemeinschaft (IAAEG), welche Schwerpunkte er setzen möchte, was er an OB Klaus Jensen schätzt und inwiefern die Stadt hinzugelernt hat. Bei aller Sympathie für Bürgerbeteiligung – Sadowski ist auch ein Freund der repräsentativen Demokratie, und er kann dem bisweilen inflationär gebrauchten Begriff “Nachhaltigkeit” noch einiges abgewinnen.
mehr…
Stadt & Menschen | 6. Dezember 2012 | 1 Leserbrief »
Für Eltern ist es das Schrecklichste, was passieren kann: Erfahren, dass das eigene Kind sterben wird. Wer sich dazu entschließt, sein Kind zuhause zu pflegen, stellt sich nicht nur einer emotionalen, sondern auch einer organisatorischen Herausforderung. Doch die öffentlichen Angebote zur Unterstützung dieser Eltern sind rar gesät und oft unzureichend, sagen Petra Moske und Elisabeth Schuh vom Verein Nestwärme. Mit dem ambulanten Kinderhospizdienst haben sie nun ein Angebot aus der Taufe gehoben, dass diese Lücke schließen soll. 20 Ehrenamtliche wurden im ersten Fortbildungsjahrgang ausgebildet und leisten seitdem Unterstützung für Familien in der Region Trier. Ein Besuch bei Anja, Bernd und Chantale Schreiner.
mehr…
Kultur, Stadt & Menschen, Wirtschaft | 5. Dezember 2012 | Leserbrief schreiben »
Gemeinsam mit der Kultur- und Kreativstation Trier (KUKS) veranstaltete die Trierer SPD am Montagabend eine Gesprächsrunde zu einem Thema, das seit Monaten für kontroverse und leidenschaftliche Diskussionen sorgt: In der anstehenden Tarifreform der GEMA sieht die Verwertungsgesellschaft selbst eine “klare, faire und transparente” Regelung – viele Veranstalter schlagen hingegen Alarm und warnen vor einem beispiellosen Clubsterben, da die neuen Tarife zum Teil unverhältnismäßige Steigerungen mit sich brächten. Im “Club Toni” fand sich am Montagabend daher alles ein, was in der Trierer Veranstalterszene Rang und Namen hat. Das Ergebnis war weniger eine Podiumsdiskussion als eine Sprechstunde für Trierer Clubbetreiber und Festivalmacher – bei der aber trotzdem die ein oder andere überraschende Information abfiel.
mehr…
Stadt & Menschen | 27. November 2012 | Leserbrief schreiben »
Nach dem folgendschweren Baumunglück vom vergangenen Donnerstag, bei dem eine ältere Frau in der Trierer Altstadt getötet wurde, hat Klaus Jensen (SPD) Fehler in der Informationspolitik des Rathauses eingeräumt. “Das ist falsch gelaufen”, erklärte der OB am Dienstag mit Blick auf die gestrige Fällung einer Kastanie im Rautenstrauchpark. Zugleich betonte er, dass vonseiten der Stadt ein unverändert hohes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung der Unglücksursache bestehe: “Es gibt keinen Grund, etwas zu verschleiern”. Franz Kalck, Leiter der Grünflächenamts, übernahm die Verantwortung für die Kommunikationspanne vom Montag und entschuldigte sich: “Es war mein Fehler”. Unterdessen hat sich die Staatsanwaltschaft von der Verwaltung die für ihre Vorermittlungen notwendigen Unterlagen aushändigen lassen.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 26. November 2012 | 5 Leserbriefe »
Vier Tage nach dem tragischen Unglück in der Altstadt, bei dem eine Triererin durch eine umstürzende Kastanie getötet wurde, hat das Grünflächenamt im Rautenstrauchpark einen etwa gleich alten und ebenfalls rund 15 Meter hohen Baum gefällt. Man habe im Rahmen einer Zweitkontrolle entschieden, statt des angedachten Kronenrückschnitts den Baum komplett zu entfernen, erklärte das Rathaus am Abend gegenüber 16vor. Eine solche Zweitkontrolle war auch für den Unglücksbaum vorgesehen. Darauf habe sie auch schon am vergangenen Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs hingewiesen, behauptet Simone Kaes-Torchiani (CDU). In der offiziellen Mitteilung der Verwaltung wie auch in sämtlichen Medienberichten war hiervon allerdings nichts zu lesen. Der Vorgang bringt die Stadtspitze in Erklärungsnot.
mehr…
Stadt & Menschen | 26. November 2012 | Leserbrief schreiben »
Im November 1962 wurde die “Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind” gegründet und damit das Fundament für die heutige Lebenshilfe Trier gelegt. Auch ein halbes Jahrhundert später bleibt man sich treu, steht das Prinzip Selbsthilfe im Fokus der Arbeit. Am vergangenen Samstag feierte der Verband mit einem Festakt seinen 50. Geburtstag, aus Berlin war eigens die ehemalige Gesundheitsministerin und Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ursula Schmidt angereist. “Wir brauchen die Fähigkeiten eines jeden Menschen”, so Schmidt. Schirmherr Klaus Jensen zitierte aus der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, wonach die Stärke eines Volkes sich am Wohl der Schwachen bemisst. Sichtlich wohl fühlte sich an diesem Nachmittag Katharina Reichelt, konnte sie doch voll ihre Stärken ausspielen. Nicht nur, dass die Saarbrückerin mit ihrem Cello beeindruckte – sie ist auch Trägerin des Zukunftspreises 2012 der Lebenshilfe.
mehr…
Stadt & Menschen | 23. November 2012 | 3 Leserbriefe »
Nach dem tragischen Unglück in der Altstadt, bei dem am Donnerstagmittag eine ältere Frau durch einen umstürzenden Baum getötet wurde, herrscht im Rathaus weiterhin Rätselraten über die Ursache. Wie Oberbürgermeister Klaus Jensen und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani am Freitagmittag in einer Pressekonferenz erklärten, wurde die Kastanie im Rahmen der jährlichen Baumkontrollen erst vor wenigen Wochen einer Sichtprüfung unterzogen. Hierbei hätten sich keinerlei Anzeichen dafür ergeben, dass eine sofortige Fällung des Baumes notwendig gewesen wäre; auch sonst habe der Mitarbeiter des Grünflächenamts keinen Anlass zum Handeln gesehen. Die Staatsanwaltschaft Trier hat ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dem Mann, der bei dem Unglück verletzt wurde, geht es laut Jensen inzwischen wieder besser.
mehr…
Stadt & Menschen, Wirtschaft | 23. November 2012 | 2 Leserbriefe »
Mit Romantik und Besinnlichkeit wird der Trierer Weihnachtsmarkt beworben. Doch der am kommenden Montag beginnende Budenzauber auf Hauptmarkt und Domfreihof ist alle Jahre wieder auch ein veritabler Wirtschaftszweig: Hotels und Einzelhandel in der Innenstadt hoffen auf steigende Umsätze, die Stadt kann mit ordentlichen Steuereinnahmen rechnen. Im Rathaus erwartet man Hunderte Busse, die in vorweihnachtlicher Konsumfreude gestimmte Touristen zum Weihnachtsmarkt chauffieren werden. Veranstalter des Ganzen ist die Arbeitsgemeinschaft Weihnachtsmarkt Trier, die quasi im Alleingang entscheidet, welche Betreiber in den Buden zum Zuge kommen. Und die Warteliste ist lang.
mehr…
Stadt & Menschen | 22. November 2012 | 3 Leserbriefe »
In der Wilhelm-Rautenstrauch-Straße nahe der Treviris-Passage ist es am Donnerstagmittag zu einem tragischen Unglück gekommen. Ein im angrenzenden Rautenstrauchpark stehender Baum stürzte auf die Straße und tötete eine Frau. Nach bislang unbestätigten Informationen von 16vor handelt es sich bei der Toten um eine Triererin. Ein Mann wurde verletzt. 17 Menschen, darunter mehrere Schüler, die das Unglück aus der Nähe mitbekommen hatten, erlitten einen Schock und mussten zum Teil in Krankenhäusern behandelt werden. Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr und die Polizei waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, die Unfallstelle war über Stunden weiträumig abgesperrt. OB Klaus Jensen kündigte am Abend eine “lückenlose Aufklärung” an. In den offiziellen Baumfälllisten der vergangenen Jahre tauchte die nun umgestürzte Kastanie nicht auf.
mehr…
Stadt & Menschen | 22. November 2012 | Leserbrief schreiben »
Wenn Henning Leidinger, Marie-Gabriela Massa und ihre Gehilfin Kathy Becker im Mutterhaus in ein Krankenzimmer kommen, geht es bunt zu. Die drei sind die Klinikclowns Lolek, Tilotamma und Ännipänni. Noch bunter wurde es gestern, weil Lolek und Tilotamma zehnten Geburtstag feierten. Seit 2002 sorgen der Diplom-Pädagoge und die Musik- und Tanzpädagogin jeden Mittwoch für Abwechslung und gute Stimmung auf der Kinderstation. Zum Jubiläum gab es darum nicht nur rote Nasen und lustige Gesänge, sondern auch eine Geburtstagstorte. Und viele glückliche Gesichter.
mehr…
Stadt & Menschen | 14. November 2012 | Leserbrief schreiben »
Als der Trierer Stadtrat beschloss, einen Behindertenbeirat einzurichten und diesen jährlich mit rund 5.300 Euro zu unterstützen, sprach SPD-Fraktionsmitglied Maria Ohlig von einer “Auseinandersetzung mit der Frage, was grenzt aus und wie kann Ausgrenzung dauerhaft beseitigt und verhindert werden?” Zu Jahresbeginn nahm das Gremium, dem zehn Vertreter behinderter Menschen, sieben Ratsmitglieder sowie sieben Berater mit beruflicher Expertise angehören, seine Arbeit auf. Im Gespräch mit 16vor spricht die Vorsitzende des Beirats, die Richterin Nancy Poser, über das verzerrte Bild von behinderten Menschen in der Öffentlichkeit, einem abstrusen Beispiel deutscher Sozialpolitik und was den Sinn von inklusiven Schulen ausmacht. Außerdem erklärt Poser, weshalb der Beirat sich beinahe auf dem Rathaus-Flur wiedergefunden hätte.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 13. November 2012 | 7 Leserbriefe »
Einst galt Norbert Freischmidt als Hoffnungsträger der Trierer CDU. Für seine Partei holte er bei der Kommunalwahl 2009 eines der besten Ergebnisse, manche trauten ihm auf mittlere Sicht den Fraktionsvorsitz, einige sogar noch mehr zu. Am Montagabend legte der 42-Jährige nun sein Ratsmandat nieder. Damit zog er die fällige Konsequenz aus einem Urteil des Trierer Amtsgerichts. Das hat den Gastwirt gestern zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt – wegen nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge für studentische Aushilfskräfte. Dass ein Irrtum seinem Fehlverhalten zugrunde lag, wollte das Gericht ihm nicht abnehmen. Am Ende wurden Freischmidt ein Mitarbeiterschreiben und wohl auch sein Verteidiger zum Verhängnis.
mehr…
Stadt & Menschen | 9. November 2012 | 11 Leserbriefe »
Hunderte junge Menschen bevölkerten am “fetten Donnerstag” den Trierer Hauptmarkt und die angrenzenden Straßen und Plätze. Vor allem feucht und irgendwann nicht mehr fröhlich wurde gefeiert, bis die traditionelle Prinzenproklamation der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) schließlich in einem kollektiven Besäufnis mit verheerenden Folgen eskalierte. Derartige Exzesse sollen sich an Weiberfastnacht 2013 nicht wiederholen, weshalb nun drastische Maßnahmen ergriffen werden. Diese reichen von einem flächendeckenden Alkoholverbot in weiten Teilen des Stadtzentrums bis hin zu einem Großaufgebot an Polizeikräften. Doch bei repressiven und präventiven Aktionen soll es nicht bleiben: Die Stadtjugendpflegerin kündigte an, dass man auch auf eine stärkere Sensibilisierung der Eltern hinwirken wolle. Diese spielten schließlich eine wichtige Rolle.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 1. November 2012 | 3 Leserbriefe »
Im Norden Triers leben in vier ehemaligen Kasernengebäuden bisweilen fast so viele Menschen, wie der Stadtteil Filsch Einwohner zählt. Wieder einmal platzt die Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) aus allen Nähten. Nun wurden Wohncontainer aufgestellt, AfA-Leiter Wolfgang Bauer und Integrationsministerin Irene Alt (B90/Die Grünen) hoffen so, die Situation entspannen zu können. Beim Multikulturellen Zentrum warnt man vor Panikmache, kritisiert aber auch die zögerliche Reaktion der Landesregierung. Das habe die “unzumutbaren Zustände weiter verschärft”. Dass verstärkt Menschen aus Serbien und Mazedonien kommen, führt man beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auch auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurück, das Asylbewerbern ein Anrecht auf höhere Sozialleistungen einräumt. Alt und das Multikulturelle Zentrum verweisen hingegen auf die anhaltende Diskriminierung der Roma.
mehr…
Stadt & Menschen | 25. Oktober 2012 | 26 Leserbriefe »
Alanis Morissette, Moby und Phil Collins tun es. Demi Moore, Pamela Anderson und Woody Harrelson gehören auch dazu. Und Carl Lewis, Mike Tyson und Ironman Brendan Brazier haben sich ebenfalls dafür entschieden: All diese Sänger, Schauspieler und Sportler verzichten auf tierische Produkte in jeder Form – sie sind Veganer. Die Gruppe derer, die sich zum Schutz der Umwelt, von Tieren oder ihrer eigenen Gesundheit nicht nur für ein vegetarisches, sondern für ein veganes Leben entscheiden, wird immer größer. Die Triererin Regina Jobelius ist seit Jahren eine von ihnen. Mit Erfolg überzeugt sie auch andere in ihrem privaten und beruflichen Umfeld von dieser positiven Lebensweise. Zum Beispiel mit veganen Kochkursen.
mehr…
Stadt & Menschen | 21. Oktober 2012 | 4 Leserbriefe »
Mit der Eröffnung eines “Flatrate-Bordells” ist die Diskussion über die Legitimität von Prostitution im Allgemeinen und Dumping-Tarifen im Speziellen auch in Trier voll entbrannt. Die Frauenrechtsgruppe “Terre des Femmes” hatte unter dem Titel “Gewerbegebiet Frau?” zu einer öffentlichen Diskussion in den Warsberger Hof eingeladen. Der Strafrechtsexperte Professor Hans-Heiner Kühne von der Universität Trier und Sabrina Müller vom ALDONA e.V., einer Beratungsstelle für Prostituierte und Migrantinnen in Saarbrücken, schilderten ihre Sicht der Dinge. Im Rahmen der Debatte wurde auch deutlich: Die Diskussion über “Flatrate-Bordelle” hat nur vordergründig mit Prostitution zu tun, im Kern geht es um Arbeitsbedingungen und Menschenrechte.
mehr…
Stadt & Menschen, Wirtschaft | 12. Oktober 2012 | 3 Leserbriefe »
Im September öffnete im Norden der Stadt ein Billig-Bordell – zusätzlich zu drei vorhandenen “klassischen” Etablissements. Auch der Straßenstrich entlang der Loebstraße weitet sich aus. Das ruft nicht nur Frauenrechtler auf den Plan, sondern beschäftigt auch Kommunalpolitik und Verwaltung. Im Rathaus fürchtet man einen “Trading-Down-Effekt”, der Ruf des gesamten Gewerbegebiets könne unter der Konzentration von Puffs leiden. Am kommenden Dienstag soll der Stadtrat eine Bebauungsplanänderung beschließen, die weitere Genehmigungen von Bordellbetrieben unmöglich machen würde. Der Eigentümer eines ortsansässigen begrüßt das Vorhaben, sagt im Gespräch mit 16vor aber auch: “Die Stadt handelt zu spät”.
mehr…
Stadt & Menschen | 10. Oktober 2012 | Leserbrief schreiben »
Mit 63 Jahren noch Bundesfreiwilligendienst leisten? Im Alter erst recht, meint Zunilda Hüster und engagiert sich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Trier. 16vor sprach mit der gebürtigen Südamerikanerin über Schicksalsschläge, soziales Engagement und ihren Glauben an Gott. Ein Portrait einer starken Frau, die viel zu geben hat.
mehr…
Stadt & Menschen | 4. Oktober 2012 | 10 Leserbriefe »
Vom Akkuladegerät bis zum Heizölkessel: Seit Monaten wechseln in einer Facebook-Gruppe Habseligkeiten den Besitzer. Mit „Free Your Stuff“ ist die alte Idee der Tauschwirtschaft in der virtuellen Welt angekommen. An diesem Freitag findet in den Räumen der Grünen Rakete am Domfreihof ab 15 Uhr der erste „Free Your Stuff“-Markt statt, mit dem die digitale Tauschgemeinschaft in die analoge Realität überführt wird.
mehr…
Stadt & Menschen, Wirtschaft | 30. September 2012 | Leserbrief schreiben »
Zum fünften Mal in Folge ging in dieser Woche die Kampagne “Trier: Aktiv im Team” über die Bühne. Die Idee, Unternehmen aus der Region mit wohltätigen Einrichtungen und gemeinnützigen Vereinen zusammenzubringen, um so gemeinsam möglichst binnen eines Tages Kleinprojekte zu realisieren, entstand auf Initiative der Lokalen Agenda 21 im Jahr 2008. Diese Mal konnten 34 Vorhaben realisiert werden, knapp 40 Firmen beteiligten sich in der “Engagementwoche”. Doch während einige Betriebe schon seit Jahren aktiv bei TAT mitmischen, hat sich die langfristige Kooperation zwischen den Projektpartnern auf breiter Ebene offenbar noch nicht durchsetzen können.
mehr…
Stadt & Menschen, Wirtschaft | 23. September 2012 | 1 Leserbrief »
Vor Jahrzehnten zählte sie zu den größten Arbeitgebern Triers – die Bobinet im Westen der Stadt. In den kommenden Jahren soll auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik ein neues Quartier entstehen, wobei die zum Teil schon 1914 errichteten Gebäude als Rahmen für die Entwicklung des Areals dienen werden. Am Samstag lud der Projektentwickler zu einem Baustellenfest, rund 700 Menschen schauten sich auf den Flächen mit dem Hinterhofcharme um. EGP-Chef Jan Eitel ist optimistisch, dass das Konzept, das Wohnen und Arbeiten in einem Viertel verbinden soll, aufgehen wird. Tatsächlich geht sein Unternehmen aber auch ein Risiko ein, denn anders als auf dem Petrisberg oder in Feyen investiert man am Rande eines Stadtteils, der noch nicht zu den angesagten Adressen Triers zählt.
mehr…
Stadt & Menschen | 21. September 2012 | 2 Leserbriefe »
Global denken, lokal handeln – getreu diesem Motto brachte der Lokale Agenda 21 Trier e.V. schon zahlreiche Projekte auf den Weg. So initiierte der Verein auch den Bau von Bürgersolarkraftwerken, unter anderem auf dem Schulzentrum Mäusheckerweg. Dort wurden vor zwei Jahren die Anlagen Speesolar I, II und III eingeweiht, die den jährlichen Strombedarf von 45 Vier-Personen-Haushalten decken sollen. Vom Stolz auf das Projekt ist nicht mehr viel geblieben, stattdessen gibt es heftige Auseinandersetzungen: Die Module seien falsch ausgerichtet, behaupten die Gesellschafter. Die Anlage sei wie vereinbart errichtet worden, kontert der Ingenieur. Von “Skandal” und “Pfusch” ist die Rede. Einiges lief schief in Ehrang, offenbar wollte man um jeden Preis in den Genuss einer höheren Einspeisevergütung kommen.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 19. September 2012 | 5 Leserbriefe »
Seit Jahrzehnten verzeichnet die Stadt Trier Sterbeüberschüsse. Weil aber im selben Zeitraum die Zahl der Zuzüge stieg und in manchen Jahren Wanderungsgewinne zu verzeichnen waren, wuchs die Stadtbevölkerung auf mehr als 105.000 Einwohner. Doch auch die Preise für Wohnraum schnellten in die Höhe. Mit neuen Siedlungsflächen will die Verwaltung den Druck aus dem Markt nehmen und das Wachstum bei den Preisen bremsen. Gegen Pläne, etwa auf dem Brubacher Hof oder im Südwesten Zewens Wohnbebauung zuzulassen, regt sich indes Widerstand; ebenso gegen Überlegungen, auf dem Kockelsberg Gewerbe anzusiedeln. Am Dienstagabend befasste sich der Stadtrat mit dem Thema. OB Klaus Jensen (SPD) appellierte an die Kritiker, heute nicht Möglichkeiten zu verbauen, die man vor ein paar Jahrzehnten noch selbst genutzt habe.
mehr…
Stadt & Menschen | 14. September 2012 | 11 Leserbriefe »
Eine spektakuläre musikalische und visuelle Aufführung soll es werden – das Konzert, das Spee-Chor und Kurpfälzisches Kammerorchester an diesem Sonntag geben werden. Im Mittelpunkt von Joachim Reidenbachs Komposition “Der Richter muss brennen” steht das Schicksal Dietrich Flades, der vor 423 Jahren hingerichtet wurde. Seither zahlt die Stadt aufgrund einer Verpflichtung aus Flades Nachlass Zinsen an die katholische Kirche. Daran werde auch nicht gerüttelt, stellt man im Rathaus klar, doch auf Nachfrage machte der Oberbürgermeister jetzt gegenüber 16vor eine bemerkenswerte Ankündigung: Jensen will die Frauen und Männer, die der Hexenverfolgung zum Opfer fielen, rehabilitieren. Damit würde Trier dem Beispiel anderer Städte folgen: So beschloss der Kölner Stadtrat im vergangenen Frühjahr die “sozialethische Rehabilitation” von 38 Hexen.
mehr…
Stadt & Menschen | 10. September 2012 | 2 Leserbriefe »
Mit einer bewegenden Feierstunde ist am Montagmittag auf dem Bischof-Stein-Platz die Gedenkstätte zur Erinnerung an die während der NS-Zeit ermordeten Trierer Sinti und Roma eingeweiht worden. Aus Mainz war der Ministerpräsident gekommen, ebenso der Landeschef des Verbands Deutscher Sinti und Roma. Auch Oberbürgermeister Klaus Jensen fand die richtigen Worte, doch dann folgte die Ansprache von Christian Pfeil, dessen Leben im Konzentrationslager begann und der bis in die 90er-Jahre hinein Opfer fremdenfeindlicher Übergriffe wurde. “Damals wurde mir im Rathaus gesagt, dass es in Trier keine Rechtsextremen gäbe”, berichtete Pfeil. Ein Satz, der heute wohl keinem Trierer Politiker mehr über die Lippen kommen dürfte, weshalb der OB auch betonte, dass die Stelenreihe in die Gegenwart und Zukunft weise.
mehr…
Politik, Stadt & Menschen | 10. September 2012 | 3 Leserbriefe »
Dieser Tage jährte sich zum 25. Mal der Tag, an dem ein gewisser Erich Honecker die Stadt besuchte. Die Visite des Staatsratsvorsitzenden in der Bundesrepublik schlug seinerzeit hohe Wellen, auch sein Abstecher nach Trier. Honecker ist tot und eine Generation herangewachsen, die DDR und deutsche Teilung nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen kennt. Lebendiger scheint da die Städtepartnerschaft zwischen Trier und Weimar, die nun Silberhochzeit feiert. In einem Buch, das an diesem Mittwoch im Theater vorgestellt wird, erinnern Ex-OB Helmut Schröer und der Journalist Dieter Lintz vor allem an die bewegten und bewegenden ersten Jahre – als die SED darauf aus war, aus der Städtepartnerschaft einen “Bestandtteil der offensiven Außenpolitik der Partei” zu machen. Erst mit dem Fall der Mauer war der Weg frei für eine wirkliche Partnerschaft.
mehr…