“Dann gehen die Eltern auf die Barrikaden”

Vor allem der Tunnel Richtung Wasserweg bereitet vielen Eltern Kürenzer Grundschulkinder Bauchschmerzen. Die Stadt sagt, der Weg ist zumutbar und mitnichten gefährlich. Foto: Marcus StölbVor 185 Jahren gegründet, sind die Tage der Grundschule Kürenz gezählt. Im Rahmen des Schulentwicklungskonzepts soll die Schule  aufgegeben werden, und um ein “Sterben auf Raten” zu vermeiden, boten Eltern und Lehrer an, schon zum kommenden Schuljahr komplett nach Ambrosius umzuziehen. Zur Bedingung machten sie, dass im Gegenzug allmorgendlich ein Schulbus die Kinder nach Trier-Nord bringt. Das Anliegen wird vom Ortsbeirat und vier Ratsfraktionen unterstützt, doch die Stadtspitze weist die Forderung zurück; der Schulweg nach Ambrosius sei zumutbar mitnichten gefährlich. Zudem drohten Konflikte, weil Kürenzer Kinder, die zum Schuljahr 2014/15 in Ambrosius angemeldet würden, den Bus dann nicht nutzen dürften. Eltern und Schulleitung sind verärgert, auch weil Bürgermeisterin Birk vor dem Stadtrat den Eindruck erweckte, sie könnten auch mit einem Kompromiss zufrieden sein.

KÜRENZ. Die Avelsbacher Straße zählt zu den am meisten befahrenen der Stadt. In Stoßzeiten staut sich der Verkehr auf den zwei Fahrspuren, reiht sich zwischen Kürenz und dem Norden Triers ein Fahrzeug an das andere. Die Bahnunterführung kurz vor der Einmündung in die Metternichstraße ist nur mäßig ausgeleuchtet, der schmale Bürgersteig kaum von der Fahrbahn abgesetzt; Geländer fehlen komplett. Es gibt schönere Verbindungen als jene von Altkürenz in Richtung Wasseweg und Franz-Georg-Straße, doch für knapp 60 Kürenzer Kinder könnte sie bald zum Schulweg werden – dann, wenn die Grundschule wie geplant schon zum kommenden Schuljahr nach Ambrosius umzieht.

Eltern und Lehrer haben das der Stadt angeboten, nachdem der Rat auf Vorschlag der Verwaltung das Aus für die 1828 gegründete Grundschule beschlossen hatte. Statt den Standort Soterstraße schrittweise aufzugeben und so ein “Sterben auf Raten” zu provozieren, wolle man einen “richtigen Neuanfang”, so Schulelternsprecherin Tanja Wilhelm. Es sei in jeder Hinsicht sinnvoller, wenn die Klassen und das Lehrerkollegium nicht auseinander gerissen würden, erklärt Wilhelm im Gespräch mit 16vor. Nach einem Besuch der Ambrosiusschule sei man zudem zu dem Ergebnis gelangt, dass die Bedingungen dort optimal sind und ein kompletter Umzug in einem Aufwasch sich auch deshalb anbieten würde. Allerdings stellten die Kürenzer Eltern eine Bedingung: Damit die Kinder, die bislang zur Grundschule in der Soterstraße gehen, gefahrlos an den neuen Standort Ambrosius gelangen, müsse die Stadt eine morgendliche Schulbuslinie einrichten und finanzieren. Der Weg entlang von Avelsbacher Straße und durch die Unterführung sei problematisch und auch gefährlich. CDU, SPD, FDP und die Linke unterstützen das Ansinnen, gemeinsam brachten sie einen Antrag im Stadtrat ein.

Doch der Rat entschied, das Thema in den zuständigen Ausschuss zu verweisen und dort auch über den Antrag zu entscheiden. Für die betroffenen Eltern und auch die Lehrer bedeutet dies, dass die Ungewissheit weitere Wochen anhalten wird; und die kurze Debatte im Stadtrat sowie die Vertagung der Entscheidung dürfte nicht wenige zusätzlich verunsichern und manche Eltern auch empören. Denn Bürgermeisterin und Bildungsdezernentin Angelika Birk (B90/Die Grünen) machte deutlich, dass die Stadtspitze die Forderung im Kern ablehnt. Dass, wie im Vier-Fraktionen-Antrag verlangt, eine Schulbuslinie über einen Zeitraum von vier Jahren eingerichtet wird, “bis alle Schüler der bisherigen Grundschule in die neue Schule integriert sind, und zwar beginnend ab dem Schuljahr 2013/2014″, sei aus vielerlei Gründen nicht machbar.

Birk erklärte, der Schulweg sei im Sinne des Paragraphen 69 des rheinland-pfälzischen Schulgesetzes als nicht besonders gefährlich einzustufen, weshalb die Übernahme der Kosten für eine Schülerbeförderung eine “freiwillige Leistung” darstelle, die gegenüber der Kommunalaufsicht gerechtfertigt werden müsste. Hinzu komme, dass Kürenzer Schüler, die zum Schuljahr 2014/2015 in Ambrosius angemeldet würden, den Bus nicht nutzen dürften. “Wird ab dem 1.8. 2013 ein Schülertransport am Morgen für die jetzigen Kürenzer Kinder eingerichtet, so können ab dem 1.8. 2014 diese Kinder noch drei Jahre mit dem Bus fahren. Die Kürenzer Kinder, die 2014 jedoch in Ambrosius angemeldet werden müssen, dürfen den Bus dann nicht nutzen, da sie nicht unter die Ausnahmeregelung fallen”, erläuterte Birk dem Stadtrat und prophezeite: “Dies würde vorhersehbar zu erheblichen Beschwerden führen, wie sie jetzt auch schon aus der Konstruktion Feyen/Matthias kommen.” Die Grüne schlug stattdessen vor: “Wenn der Stadtrat ein Entgegenkommen wünscht, dann sollte die Einrichtung der Buslinie auf ein Jahr begrenzt werden, denn dann kommen auch die Kinder hinzu, die in Ambrosius angemeldet werden. Hier können nicht zwei unterschiedliche Maßstäbe gelten.”

Eltern und Schulleitung weisen Birks Darstellung zurück

Fraglich ist, ob viele der betroffenen Eltern auf einen solchen Vorschlag eingehen werden. Birk erweckte vor dem Stadtrat bereits den Eindruck, als könnten sich Elternvertretung und Schulleitung mit einem solchen Kompromiss durchaus einverstanden erklären. Eine Darstellung, der Tanja Wilhelm und auch die kommissarische Schulleiterin Carolin Temmel entschieden widersprechen. Wilhelm betont, dass die Eltern an ihrer Forderung festhielten. “Wenn die Buslinie nicht kommt, werden sicherlich einige bei der noch anstehenden Befragung durch die ADD gegen einen Komplettumzug nach den Sommerferien stimmen”, ist sie überzeugt und ergänzt: “dann werden manche Eltern wohl auch auf die Barrikaden gehen”. Das erwartet auch der Kürenzer Ortsvorsteher Bernd Michels: “Die Eltern wollen ganz klar, dass der Bus kommt, sonst gehen sie da nicht hin”, ist der Christdemokrat überzeugt. Es dürfe nun keine Zeit mehr verloren werden, warnte Michels, die Eltern hätten ein Recht auf Klarheit. Carolin Temmel unterstreicht: “Unsere Linie ist klar: der Weg ist unzumutbar und wir brauchen die Buslinie”. Sie erwartet, dass die städtischen Gremien entsprechend entscheiden.

Rückendeckung bekam Birk lediglich von den Grünen: Der Antrag der vier Fraktionen sei sicherlich “gut gemeint, aber nicht unbedingt gut gedacht”, erklärte Ratsmitglied Gerd Dahm und ergänzte: “Wir erkennen den Versuch an, den Eltern entgegen zu kommen. Aber wir haben auch den Eindruck, dass da eine Portion schlechtes Gewissen mitspielt”. Die Grünen wollten nicht, dass die Eltern bei ihrer Anmeldung auf einen Ratsbeschluss setzten, dessen Halbwertzeit sehr begrenzt sei.  Hans-Alwin Schmitz (FWG), dessen Fraktion das Schulentwicklungskonzept und die Schließung der Kürenzer Grundschule abgelehnt hatte, sah sich unterdessen bestätigt: “Schneller als erwartet holt uns der Stadtratsbeschluss vom 14. März ein”. Offenbar wollten die vier Fraktionen “diese klare Fehlentscheidung wohl durch den Antrag heilen”. Er sei sehr erstaunt, “dass noch kein Elternteil den Klageweg beschritten hat”.  Regina Bux wies die Vorwürfe zurück: “Wir haben uns entschieden, die Grundschule aufzugeben. Die Schule hat beschlossen, diesen Prozess zu beschleunigen. Dass wir denen etwas entgegenkommen, hat weniger mit schlechtem Gewissen zu tun als mit einer Unterstützung der Entscheidung der Eltern”. Katrin Werner (Die Linke) erklärte: “Ich finde, Schule und Eltern haben ihre Aufgaben gemacht und überlegt, was nötig ist”. Nun sei es an Rat und Verwaltung, dem Angebot entgegen zu kommen, und diesem Ziel diene der Antrag.

Der wurde erst einmal in den Schulträgerausschuss verwiesen, wo er weiter beraten werden soll. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn vor den Sommerferien sollte feststehen, ob die Kinder im kommenden Schuljahr nach Ambrosius gehen müssen. Birk verspricht:”Nach einem Jahr sind alle möglichen Schulwegverbesserungen ohnehin hergestellt.” Doch ob sich die Eltern durch solcherart Versicherungen besänftigen lassen, ist ungewiss. Wilhelm erklärt, durch einen Komplettumzug würden für die Stadt wöchentlich vier Hin- und Rückfahrten mit Bussen von der Soterstraße in die Turnhalle der Wilhelm-Cüppers-Schule auf dem Trimmelter Hof wegfallen. In der Ambrosiusschule könnten die Kinder ihren Sportunterricht vor Ort absolvieren. Zudem verlange man ausdrücklich keinen nachmittäglichen Rücktransport nach Kürenz, da die meisten Kinder dann ohnehin in der Nachmittagsbetreuung seien. “Wir sind der Stadt sehr entgegengekommen und haben wirklich intensiv nach Lösungen gesucht. Jetzt erwarten wir auch, dass da was kommt”, so die Schulelternsprecherin.

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12 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Sigrid Wald schreibt:

    Es war ein Fehler, die Grundschule Kürenz aufzugeben. Die Entscheidung wurde wohl überwiegend von Menschen getroffen, die sich in Kürenz nicht auskennen.

    Von Kürenz können Fußgänger Trier – Nord und – Mitte nur durch die gefährlichen Unterführungen erreichen.
    Der Weg zur Keune Grundschule in Neukürenz, die ja oft als Alternative zu Ambrosius genannt wird, führt die Kohlenstraße entlang und ist damit auch sehr gefährlich. Auch der Höhenunterschied zwischen Alt-und Neukürenz macht den Weg für Grundschulkinder zu schwer. Bei der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist ein Fahrpreis von ZWEI Zonen zu bezahlen!

    Diese Probleme mit einerseits den gefährlichen und auch wegen der Autoabgase gesundheitsschädlichen Unterführungen in Altkürenz, die den Kontakt zu den angrenzenden Stadtteilen erschweren, und andrerseits mit dem für alle Kürenzer ungünstigen Bustarif sind schon seit langer Zeit in Kürenz bekannt. Es wurden auch deshalb schon oft im Ortsbeirat und bei der Stadtteilrahmenplanung Lösungen gefordert.

    Man würde denken, dass Menschen, die sich mit der Schließung einer Grundschule befassen, bevor sie eine Entscheidung treffen, sich mit den Gegebenheiten und Problemen eines Stadtteils bechäftigen! Das war bei der Entscheidung zur Schließung der Kürenzer Grundschule offensichtlich nicht der Fall.

  2. Malte Beyer schreibt:

    Und wenn die Situation des Schulweg in Ordnung gebracht würde, also: Fussgängerampel statt Zebrastreifen in der Avelsbacher Strasse, bessere Beleuchtung und Geländer in der Unterführung usw.?
    Ein etwas mutigere Stadtverwaltung bekäme das schon vor der Kommunalaufsicht gerechtfertigt.

  3. Thomas Möschel schreibt:

    Ich bin entsetzt das man so lügen kann” Frau Birk ” und behaarlich weiter lügt .
    Ob es mit dem Kunstrasen Fussballplatz in Trier-Irsch oder mit der Grundschule Kürenz und jetzt von ihren Fehler abzulenken, werden rechtschaffende Ehrenamtliche Bürger/in als Sündenbock benutzt. Frau Birk sie sollten sich Schämen.

  4. rüdiger Rauls schreibt:

    Es ist nicht viel geblieben vom vollmundigen Auftreten von Frau Wilhelm, mit dem sie zu Beginn der Auseinandersetzung glaubte, Frau Birk und den Stadtrat beeindrucken zu können. Kämperische Anleihen wurden genommen bei asiatischen Kriegern. Was Frau Wilhelm nicht erkannte, war, dass diese Kämpfer wussten, wovon sie redeten. Sie hatten Kampferfahrung und vor allem, sie hatten Truppen, die ihnen reale Macht verliehen.
    Das alles hatte Frau Wilhelm nicht. Und doch versucht sie es weiterhin so, wie es bisher erfolglos blieb: “Dann gehen die Eltern auf die Barikaden”. Woher will sie das wissen, waren doch ihre bisherigen Ankündigungen auch ein Schlag ins Wasser. Die Mächtigen beeindruckt man nicht mit wortradikalem Geschwätz. Man weckt nur Illusionen bei denen, die glauben, dass Frau Wilhelm das schon alles richten wird. WEr soll denn jetzt noch auf die Barrikaden gehen, wo doch alles gelaufen scheint und man kampflos sich den Bedingungen des Rathauses gebeugt hat?
    Es ist schon schwer genug, Leute zum Kampf zu ordnen. Wieviel schwerer aber ist es, zum Kampf zu führen, wer in ungeordnetem Rückzug ist. Das sehen die Herrschaften im Rathaus auch und erkennen, dass sie nun keine Zugeständnisse mehr machen müssen.
    Frau Wilhelm, nicht jeder der mitreden darf, hat auch etwas zu sagen. Und wer als Elternvertreterin über die Farbgestaltung der Kassenräume mitreden darf, darf noch lange nicht mit entscheiden, wenn es um wirklich Wichtiges geht, z.B. um Geld, das die Stadt nicht mehr hat.

  5. V.Clemens schreibt:

    Ich weis jetzt nicht, ob Frau Birk schon jemals in Kürenz, geschweige den morgens zw. 7 und 8 Uhr in der Unterführung Avelsbacherstraße gewesen ist. Wenn ja, dann sage ich : Sie lügt!
    In der letzten rollenden Bürgerversammlung hat Herr Dr. Lanfer angekündigt, das die Unterführung geschlossen werden soll und dort der Aufgang zum Bahnhaltepunkt Kürenz hinkommt.
    Herr Dr. Lanfer, wann ist das Fertig?
    Machen wir uns nichts vor, Alt-Kürenz ist ein vergessener Stadtteil. Oder wie erklärt die Stadt, das sie nichts gegen den Verkehr tut, den Park und die Grünanlagen verkommen läßt, oder eine fertig sanierte Grundschule schließt, ohne konkrete Zahle vorzulegen wie hoch die Einsparungen sind.
    Insbesonders die SPD scheint hier was gegen den Stadtteil zu haben. Mag es noch daran liegen, das sie den ehem. Ortsvorsteher bis heute nicht verzeihen hat und ihn so treffen will.
    Nur eins tröstet die Eltern der GS-Kürenz: das sie nach der Wahl nicht alleine sind, wenn auch Martin, Egbert und Pfalzel ihre Grundschulen dichtmachen. Herr Teuber hat das ja nicht ausgeschlossen.

  6. Manfred Maximini schreibt:

    Leider wird bei der Diskussion zum Schulentwicklungsplan immer wieder vergessen, dass die eigentlichen Verursacher des Dilemma die Parteivertreter sind, die der Schließung der Grundschule zugestimmt haben. CDU – SPD und Grüne hatten vor der letzten Kommunalwahl versprochen, sich für den Erhalt wohnortnaher Grundschulen einzusetzen. Mit den jetzt zur Diskussion stehenden Lösungen zur Einführung eines Schulbusses will man von der Fehlentscheidung ablenken. Mir ist unverständlich, dass ein Schulbus nur für morgens eingesetzt werden soll und die Kinder nachmittags den gefährlichen Schulweg zu Fuß zurück legen sollen. Und selbst der Morgenbus soll befristet werden, obwohl jeder wissen sollte, dass der Verkehr zunehmen wird und dadurch die Gefahr für die Kinder größer wird. Was hat die Schuldezernentin geritten, als Sie die Überlegung in den Raum stellte, die Kinder aus Alt – Kürenz für den Weg zur Ambrosius Schule mit der bestehen öffentlichen Buslinie mit einmaligem Umsteigen ( Hauptbahnhof) zu organisieren. Lebensfremd kann man da nur sagen. Es wäre vernünftiger, die Stadt würde ihre Fehlentscheidung zur Schließung der Grundschule Kürenz rückgängig machen und dann wäre solche faulen Kompromisse, wie sie derzeit diskutiert werden, überflüssig.

  7. Friedhelm Busche schreibt:

    Es ist wirklich bitter, dass der nur 2km lange Schulweg für ein 8 oder 9jähriges Schulkind zu gefährlich ist. Selbst die eingeborenen Kinder im Dschungel von Papua Neuguinea haben da einen größeren Aktionsradius. Die Kürenzer Kinder schließen vielleicht auch Freundschaften mit Schulkameraden aus Trier Nord und möchten da auch mal Mittags hin wenn kein Bus fährt. Also möglichst überall Tempo 30, Absperrgitter in der Unterführung und nicht vergessen: Fussgängerampeln mit häufigen und langen Grünphasen. Ansonsten bilden sich Fahrgemeinschaften von Eltern die ihre Kinder in die Schule fahren und abholen, was dann wieder zu noch mehr Verkehr führt.

  8. Sven Sturm schreibt:

    Unglaublich oder besser gesagt erbärmlich was unsere Stadtspitze da mal wieder zum Besten gibt … Wir geben die Entscheidung zurück ins Dezernat … und wenn die ja schonmal dabei sind, können die sich vielleicht auch gleich ums Rotlicht und das Einkaufszentrum für die Luxembourger kümmern ….

    Es ist das Eine vollkommen dämliche und unsinnige Entscheidungen zu fällen, aber was vollkommen Anderes ist es im Stadtrat Unwahrheiten zu verbreiten wie es unsere Birker”meisterin” hat…

    Was freu ich mich auf den Tag wenn die ersten Forderungen aus Martin oder Egbert kommen… Da bin ich mal gespannt wie man das dann den doofen Kürenzern verkaufen möchte !!

    Es bleibt halt noch der “Klageweg” der nun hoffentlich auch beschritten wird …

    Wenn man zu faul ist einfach mal den Taschenrechner zu nehmen und zu rechnen was es bedeutet den Schulbetrieb für weitere 4 Jahre aufrecht zu halten oder einen schrammeligen Schulbus (1 mal täglich) einzusetzen.

    Im Umkehrschluss ist also der Erhalt dann günstiger als ein Bustransfer … Warum lasst ihr die Schule denn nicht so wie sie ist (-:

    Es war nicht nur ein Fehler sondern schlicht und ergreifend dämlich, die GS Kürenz zu opfern. Vor allen Dingen wurde bis heute nicht erklärt warum gerade Kürenz und Martin eben nicht ! Wo doch Martin Ambrosius locker 4zügigkeit garantieren könnte.

    Und wenn man dann auch noch mitbekommt wie der groß angekündigte Kompromiss hinter verschlossenen Türen ausgehandelt wurde wird einem übel !

  9. rüdiger Rauls schreibt:

    Jetzt schlägt sie wieder hohe Wellen, die Empörung derer, die bei der ganzen Auseinandersetzung auf der Strecke geblieben sind. Frau Wilhelm versucht es weiter mit Drohungen, ohne wirkliche Macht zu haben. Andere argumentieren sich die Lunge aus dem Hals und werfen der Stadtverwaltung Unfähigkeit vor. Die Verwaltung ist weder unfähig noch uneinsichtig. Sie hat im Gegenteil sehr klug gehandelt. Denn die Stadtverwaltung hat andere Interessen als die betroffenen Eltern. Das ist die einfache Wahrheit. Und sie vertritt ihre Interessen mit den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen.
    Das einzige, was man den Herrschaften am Augustiner Hof vorwerfen kann, ist, dass sie das so niemals klar gesagt haben. Aber auch dieser Vorwurf wird nichts an den Ergebnissen ändern, die in der Zwischenzeit geschafffen wurden. Die Verwaltung hat bei den Betroffenen die Illusion genährt, dass sie mitbestimmen können, wenn man sie mitreden lässt. Aber die wirklichen ENTSCHEIDUNGEN treffen letztlich andere.
    Die eigentliche Unfähigkeit liegt bei den Betroffenen, weil sie diese Sachlage nicht erkennen konnten oder vielleicht auch nicht wollten. Sie haben sich lieber in unsinnge Argumentationsgefechte verstrickt, als die eigenen Kräfte aufzubauen und ins Spiel zu bringen. Das wäre die geschlossene Front aller Eltern und Schulen gewesen, die von Schließungen betroffen waren. So aber hat jede Elternschaft gegen die andere gekämpft in der Hoffnung, dass die eigenen Argumente am Augustiner Hof Gehör finden.

  10. V.Clemens schreibt:

    @ Herr Busche: Nun ist es leider so, das auch schon 6 jährige in die Grundschule gehen.
    Es ist auch so, das ist die Entwicklung, das so kleine Kinder noch kein fertig ausgeprägtes Gesichtsfeld haben um damit alle gefahren erkennen zu können.
    Nun ist es auch so, das im Dschungel von Papa-Dingsbums nicht so viel rücksichtsloser
    Raser-Verkehr herrschen soll wie in Kürenz.
    Allerdings find ich die Idee mit den Ampeln gar nicht so schlecht. Wir stellen Ampeln vor und hinter der Unterführung auf, die auf Knopfdruck den verkehr vor der Unterführung anhalten und wieder freigibt wenn die Kinder durch sind.
    Die Eltern- Fahrgemeinschaften werden kommen. Ganz sicher.

    @ S. Sturm. Bis heute konnte oder wollte die Stadt nicht sagen, was die Schließung der GS Kürenz überhaupt an Einsparungen für die Stadt bringt.
    Oder geht es doch nur darum, das Objekt zu vermarkten?

  11. Sven Sturm schreibt:

    @rüdiger mit kleinem r !

    da sind sie aber scheinbar auch froh, dass sie immer schön auf Frau Wilhelm rumhacken können, oder ? Wir sind auch alle nicht doof und wissen um die wenige Macht die wir als Otto Normalbürger (oder auch Schuleltern oder Stadteltern- Ausschussmitglied) so haben …. Da brauchen wir nicht immer gleich nochmal an linke Gemeinsam-sind-wir-stark Phrasen erinnert zu werden …

    Glauben sie denn tatsächlich, dass wir als “united” Eltern Forum irgendwie mehr hätten bewirken können ?

    Wenn wir beispielsweise auch wie andere Grundschulen unsere Kinder in irgendwelche albernen Rabenkostüme gesteckt hätten um damit Stimmung zu machen ? Dafür vertritt natürlich jedes Grüppchen einzig und allein die eigenen Interessen ! Das ist nunmal leider so und liegt scheinbar in der Natur des Menschen. Und dafür sind Politiker halt auch Profis um zu wissen wie man Entscheidungen durch bekommt …

    Sind auch alle schön still geworden sobald ihre Interessen vertreten worden sind … Sieht man am Beispiel Egbert , groß Protestflyer verteilen und Schulterschlüsse suchen und jetzt ” so still … ”

    @V.Clemens:
    natürlich geht es darum das Objekt zu vermarkten … Auch wenn man da noch gegen ankämpft auf anderen Ebenen … Und um es gleich vorweg zu nehmen: Auch das ist uns allen mehr als bewusst und auch das wurde schon auf Ortsbeiratssitzungen angesprochen …

    Nur um Herrn Rauls zu sagen dass er uns nicht nochmal Naivität, Blindheit oder gar Unfähigkeit vorwerfen muss !

  12. rüdiger Rauls schreibt:

    Sehr geehrter Herr Sturm, nicht jede Kritik ist bös gemeint, auch wenn sie vllt unangenehm ist. Ich denke, dass ich von Anfang an deutlich gemacht habe, dass es mir um den Erfolg dieses Protestes geht. Dazu hatte ich auch meine Mithilfe angeboten.
    Ich halte die Eltern auch keineswegs für doof, wie Sie mir unterstellen. Aber, ich schätze die Situation anders ein als Sie, habe eine andere Herangehensweise, andere ERfahrungen und mache deshalb andere Vorschläge.
    Mir geht es auch nicht darum, auf Frau W. herumzuhacken. Aber vollmundiges Auftreten ist schädlich. Das beeindruckt keinen Gegner, der über alle Machtmittel verfügt. Aber es wiegt die Mitstreiter in der trügerischen Vorstellung, dass die “Macher” in den eigenen Reihen es schon richten werden ohne das eigene Zutun. Die Zeiten sind vorbei, wo man solche Gegner allein mit großen Worten beeindrucken konnte. In diesen Auseinandersetzungen geht es um grundsätzliche Konflikte. Denn bei einer SChulschließung gibt es wenig Möglichkeiten des Interessenausgleichs. Entweder es wird geschlossen oder man kann die Fortführung des Schulbetriebs erzwingen.
    Hier ist sachliche Analyse der Kräfteverhältnisse notwendig und Überlegungen, wie dieses Kräfteverhältnis zu den eigenen Gunsten verändert werden kann. Da gilt es, die verschiedenen Ansichten der Lage auszutauschen, um daraus die Vorgehensweise zu ermitteln, die am ehesten ERfolg verspricht. Die Pflege persönlicher Empfindlichkeiten ist dabei der erste Schritt zum Misserfolg.

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