Die römische Lebenskultur

TRIER. Kurz vor Ende der Sonderausstellung „Ein Traum von Rom“ ist am Samstag um 17 Uhr noch einmal der römische Traum in einer szenischen Führung im Landesmuseum zu erleben.

Ob dieser Barde gerade von Rom träumt? Foto: Rheinisches Landesmuseum Trier „Zahlreiche prachtvoll gekleidete Diener reichten geschickt umfangreiche Platten, lockige Knaben in schönen Gewändern boten immer wieder Becher alten Weins an, die aus Edelsteinen geformt waren“ (Apuleius, um 123 – ca. 170 n. Chr.). Mit Textquellen wie dieser entführt das „Theater im Museum (TIM)“ die Besucherinnen und Besucher in die längst vergangene Welt der alten Römer bei einem szenisch-theatralischen Rundgang durch die aktuelle Sonderausstellung „Ein Traum von Rom“.

Ausgewählte Exponate verbunden mit authentischen Texten und musikalischen Elementen ermöglichen einen facettenreichen Einblick in die römische Lebenskultur und Mentalität. Stücke bekannter Autoren wie Cicero, Horaz und Ovid lassen den Zuhörer träumen von blühenden Metropolen und dem Untergang einer Weltmacht, von Städten, die dem großen Vorbild Roms nacheifern und auch dessen verstopfte Straßen erben. Mal spricht ein Armer, der in seinem einsturzgefährdetem Heim um sein Leben bangt, dann eine Sklavin, die vom riesigen Haushalt ihres Herren mit Stolz, aber auch mit Trauer erzählt, und plötzlich begleitet man einen wählerischen Reichen bei seiner Shoppingtour durch die Geschäfte der Stadt.

Das Vorbild Rom war für viele Facetten von Gesellschaft und Leben im gesamten römischen Reich maßgeblich. Größte römische Stadt nördlich der Alpen war Trier, und hier widmet sich die Ausstellung dem „Traum von Rom“ in den Provinzen. In Wirtschaft und Verwaltung, im Privatleben und bei öffentlichen Bauvorhaben – alle Städte von groß bis klein verband das Vorbild Rom. Es stand für gehobenes Wohnen, florierende Wirtschaft, privaten Luxus und städtebaulichen Glanz.

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