e-Hubs und CarSharing

GROSSREGION. In der Großregion rund um Trier, Saarbrücken, Thionville und Luxemburg gibt es rund 210.000 Berufspendler. Um das hohe Verkehrsaufkommen zu reduzieren, startet die TU Kaiserslautern nun das Projekt “ELEC’TRA”.

Das Mainzer Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben mit 137.500 Euro.

“Die vielen Pendler zeigen, dass die Großregion zusammenwächst und wirtschaftlich boomt. Mit “ELEC’TRA” möchten wir versuchen, den Berufsverkehr klimaschonend zu gestalten. Das ist moderne Mobilitäts- und Infrastrukturgestaltung, die Emissionen einspart, eine wirtschaftliche Nutzung des ÖPNV gewährleistet und den Pendlern einen stressfreien Weg zur Arbeit ermöglicht”, so Ministerin Eveline Lemke (B90/Die Grünen).

Ziel des Vorhabens sei es, die Anzahl der Privat-Pkw im Pendlerverkehr zu reduzieren. Elektromobilität spiele dabei eine ebenso wichtige Rolle wie CarSharing-Modelle oder so genannte “e-Hubs”, also Orte, an denen sich Pendler zum CarSharing (Pendlerparkplätze) treffen und an denen Elektroautos aufgeladen werden können. Dazu würden Pendler und Betriebe der Großregion befragt und ein Mobilitätskonzept entwickelt. Ergebnisse seien voraussichtlich Ende 2014 zu erwarten, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Die Folgen des hohen Individualverkehrs seien vor allem in der Stadt Luxemburg Staus auf den Ein- und Ausfallstraßen sowie akuter Parkplatzmangel, ebenso ist der ÖPNV in der Hauptverkehrszeit überlastet. In der Schwachverkehrszeit wiederum würden weniger Fahrzeuge im ÖPNV gebraucht, ein Großteil stehe unwirtschaftlich auf den Betriebshöfen. Der Fokus des Projektes liegt laut Ministerium auf den Achsen “Metz – Thionville – Luxemburg”, “Luxemburg – Trier”, “Merzig – Luxemburg”, “Saarbrücken – Forbach – Sarreguemines”.

Neben der Technischen Universität Kaiserslautern sind das Institut für “ZukunftsEnergieSysteme” (IZES) aus Saarbrücken, das Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur des Großherzogtums Luxemburg, das öffentliche Forschungszentrum Henri Tudor aus Luxemburg sowie der Generalrat des Départements Moselle aus Metz beteiligt. Auch der Verkehrsverbund des Großherzogtums, das Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur von Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes sind Partner.

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2 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter Moog schreibt:

    Bislang konnte mir noch nie jemand erklären, wie hoch die Einsparung von Energie eines E-Mobil gegenüber des konventionellen Motors ist.

    Vielleicht mögen Automobil Fabriken und Verwaltungsstellen hierzu keine Aussage an irgendwelche dahergelaufenen Fragesteller machen!?

    Ich finde es jedenfalls interessant, dass überall saumäßig teure Infrastruktur (deren Anlage und Betrieb ebenso in der Energiebilanz zu berücksichtigen sind) aufgebaut wird und mir bislang niemand bei meiner Frage weiter helfen konnte?!

    Übrigens gehört in die Energiebilanz auch hinein, wieviel Ineffizienz dadurch entsteht, dass konventionelle Fahrzeuge in der Stadt nach alternativen Parkplätze suchen müssen, wenn 1 E-Parkplatz besetzt ist ist und die restlichen 9 völlig sinnlos leer stehen!

  2. Stephan Jäger schreibt:

    @Peter Moog

    „Bislang konnte mir noch nie jemand erklären, wie hoch die Einsparung von Energie eines E-Mobil gegenüber des konventionellen Motors ist.“

    Die Fragestellung geht halt einfach am Thema vorbei.

    Der entscheidende Punkt ist doch der, dass die Energie für ein E-Mobil aus regenerativen Quellen gewonnen werden kann, also letztlich in unbegrenzter Menge vorhanden ist, und die für einen konventionellen Motor eben nicht.

    Vom Schadstoffausstoß einmal abgesehen.

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