Auswärtspunkt beim Aufsteiger

Wegen eines Fouls an Triers Schlussmann Chris Keilmann wurde das Tor von Bogdan Müller nicht gegeben. Foto: Christian JörickeVor 343 Zuschauern im Hardtwaldstadion in Sandhausen trennten sich Eintracht Trier und die SpVgg Neckarelz am Dienstagabend 1:1. Die Führung für den SVE erzielte Neuzugang Lars Bender. Gerade in der in der temporeichen Schlussphase boten sich für beide Mannschaften noch zahlreiche Torgelegenheiten, doch es blieb bei einem leistungsgerechten Unentschieden. „Wenn man auswärts nicht verliert, ist das erstmal positiv“, bilanzierte Roland Seitz. Triers Trainer kritisierte jedoch den – erneut – schnellen Gegentreffer.

SANDHAUSEN. Im Vergleich zur Partie gegen Pfullendorf wechselte Roland Seitz auf drei Positionen. Für den verletzten Andreas Lengsfeld stand Chris Keilmann zwischen den Pfosten und auf den Außen spielte Christoph Anton für Moussa Touré und Lars Bender für Marco Quotschalla. Bender rechtfertigte die Wahl des Trainers mit dem Führungstreffer nach knapp einer halben Stunde. Einen schon verloren geglaubten Ball von Sylvano Comvalius schiebt er ins lange Eck.

Neckarelz zeigte sich nach dem Gegentor völlig verunsichert und geriet einige Male in der Abwehr ins Schwimmen. Trier drängte die Gastgeber tief in die eigene Hälfte, wirkte überlegener, und das 2:0 schien nur noch eine Frage der Zeit. Stattdessen gelang der Spielvereinigung in ihrer schwächsten Phase der Ausgleich. Kevin Keller wird an der Strafraumgrenze nicht angegriffen, kann sich die Ecke aussuchen und entscheidet sich für links unten – 1:1. Für Keilmann gab es nichts zu halten (37.).

Bereits in der elften Minute hatte Eintracht Trier Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Ein Freistoß von Keller aus dem linken Halbfeld wurde per Kopf an die Latte verlängert. Gut zehn Minuten später bekam Neckarelz ein Tor aberkannt, nachdem Bogdan Müller im Fünfer nicht nur den Ball, sondern auch Keilmann über die Linie beförderte (22.). Während es an dieser Entscheidung von Philipp Schmitt wenig Zweifel an der Richtigkeit gab, lag er kurz zuvor bei einer entscheidenden Situation daneben: Eine Flanke von Matthias Cuntz schoss sich Daniel Schwind im eigenen Strafraum an die Hand. Hier hätte es Elfmeter geben müssen, der Schiedsrichter ließ aber weiterlaufen.

Mit Marco Quotschalla und Christopher Spang ging es in die zweite Halbzeit. Für sie blieben Comvalius und der gelb-rot-gefährdete Kröner draußen. Neckarelz stand nun defensiv wieder sicherer und so dauerte es zehn Minuten, bis der SVE zu einer Torchance kam. Abelski spurtet auf der linken Seite aufs Tor und zieht aus 18 Metern ab. Florian Hickel kann den Knaller jedoch parieren. Keine fünf Minuten später rettete der SpVgg-Keeper erneut. Anton bedient Quotschalla im Strafraum, dessen Schuss mit einer guten Reaktion von Hickel abgewehrt wird.

In der letzten halben Stunde bekamen die 343 Zuschauer eine kampfbetonte, flotte Partie geboten. Eintracht Trier versuchte es über die Flügel, Neckarelz über schnelle Konter, die meist durch ein Foul unterbrochen wurden. Bei den Standards, die stets Keller trat, strahlten die Gastgeber die größte Gefahr aus. So auch nach einer Ecke in der 70. Minute: eine Kopfballverlängerung landet bei Müller, der am langen Pfosten die Kugel ins Tor schieben kann. Der Linienrichter hob jedoch die Fahne und der Treffer wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben.

Der Gastgeber erhöhte in der letzten Viertelstunde den Druck, konnte dem SVE jedoch nicht mehr gefährlich werden. Allerdings waren auch die Trierer Angriffe nicht mehr von Erfolg gekrönt, und so blieb es beim 1:1. Beide Trainer bekundeten Zufriedenheit mit dem Punkt, wenn auch Seitz mit dem schnellen Gegentreffer haderte. „Ich ärgere mich, dass wir wieder in Front gehen und dann kurz darauf das Gegentor kassieren.“ Ähnlich lief es bereits gegen Kassel und gegen Pfullendorf.

SpVgg Neckarelz: Hickel – Waldecker, Bindnagel, Schwind, Bückle – Busch, Schäfer – Keller (Schäfer 90.), Müller, Beyazal (Gerstle, 77.) – Burgio (Galm, 88.)

Eintracht Trier: Keilmann – Brighache, Dingels, Buchner, Zittlau – Kröner (Spang, 46.) , Cuntz – Bender (Touré, 75), Abelski, Anton – Comvalius (Quotschalla, 46.)

Tore: 1:0 Bender (28.), 1:1 Keller (37.)

Schiedsrichter: Schmitt (Rockenhausen)

Zuschauer: 343

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