Eintracht vergibt drei Matchbälle

Rund 300 Trierer Fans unterstützten ihr Team in Mainz. Foto: Jörn PelzerMehr Spitzenspiel geht nicht: Im Topspiel der Regionalliga Südwest haben sich Eintracht Trier und der FSV Mainz 05 II am Samstagnachmittag mit 3:3 getrennt. Das Team von Trainer Roland Seitz bleibt damit auch in der zwölften Partie in Folge ungeschlagen und verteidigte die Tabellenführung. Im Mainzer Bruchweg erlebten die rund 300 Eintracht-Fans allerdings eine Achterbahn der Gefühle: Gleich dreimal lag der SVE in Führung.

MAINZ. Wenn der Tabellenzweite den Spitzenreiter empfängt, verspricht das ein echtes Topspiel zu werden – mit Spannung, Kampf, schönen Spielzügen und vor allem Toren. Bis es zwischen dem FSV Mainz II und Eintracht Trier soweit kam, dauerte es allerdings eine knappe halbe Stunde. Bis dahin waren beide Offensiven bemüht, Chancen sprangen aber nicht heraus – beide Abwehrreihen standen sicher.

Und so kam auch die Führung der Eintracht wie aus dem Nichts. Nach einem Foul von Felix Müller an Fouad Brighache vor dem Eintracht-Fanblock nahm sich Matthias Cuntz den Ball. Sein Linksschuss aus 25 Metern ins kurze Eck landete noch am Innenpfosten und dann im Tor (26.).

Die Partie nahm an Fahrt auf: Nur zehn Minuten später der Ausgleich für den FSV. Christopher Spang, der den offensivstarken Daghfous eng bewachte, ließ den Zehner der Mainzer nach einem Pass von Yunus Malli einmal aus den Augen – das 1:1 (36.).

Die Freude der Mainzer währte nicht lange, da schlug es im Kasten von FSV-Keeper Loris Karius wieder ein. Zunächst konnte er noch mit einer Fußabwehr gegen Marco Quotschalla klären, wenige Sekunden später war aber auch er machtlos. Im gleichen Angriff – die Gastgeber konnten sich nach Quotschallas Chance nicht endgültig befreien – setzte sich Sylvano Comvalius am rechten Strafraum-Eck durch, flankte vor das Tor, wo Lars Bender stand und den Ball nur noch über die Linie schieben musste (40.).

Beinahe hätten die Mainzer selbst die Trierer Führung noch weiter ausgebaut: Abwehrspieler Dennis Schmitt zwang seinen Keeper zu einer Glanzparade, nachdem er eine Flanke der Eintracht abwehren wollte. Und auch nach der Pause lag zunächst das dritte Tor des SVE in der Luft, doch stattdessen trafen die Mainzer: Der Ex-Trierer Steven Lewerenz flankte in den Strafraum, Sebastian Polter legte per Kopf ab und Petar Sliskovic vollendete zum 2:2 – sein 15. Saisontor (54.).

Während die etwa 300 mitgereisten Eintracht-Fans den erneuten Ausgleich erst einmal verdauen mussten, wollte sich ihre Mannschaft die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und setzte gleich nach. Comvalius ließ mit einer Körperdrehung gleich zwei Gegenspieler im Mainzer Strafraum aussteigen und traf völlig frei zum 3:2 (59.).

Wieder ging die Eintracht in Führung – und wieder musste sie auch den Ausgleich hinnehmen. Polter köpfte nach einem Lewerenz-Freistoß ein (70.). Polter, der neben Yunus Malli auch zum Bundesligakader der Mainzer gehört, setzte mit dem 3:3 den Schlusspunkt in einem Spiel, indem sich Eintracht-Stürmer Comvalius kurz vor Schluss noch einmal den Ärger von Mitspieler Alon Abelski einheimste, als er nach einem Fehlpass der Mainzer Abwehr die Chance zum Sieg leichtfertig vergab.

“Für alle war es ein tolles Spiel – mit Auf und Abs bis zum Geht-nicht-mehr. Angesichts der Mainzer Offensive brauchen wir uns für die drei Gegentore nicht zu schämen”, sagte Eintracht-Trainer Roland Seitz. “Sie ist zu gut für diese Liga.”

1. FSV Mainz 05 II: Karius – Schmitt, Falkenmayer, Rossbach, Müller – Bohl – Lewerenz (76. Schilk), Dahfous, Malli – Polter, Sliskovic

SV Eintracht Trier 05: Keilmann – Brighache, Dingels, Buchner, Zittlau – Cuntz (90.+2 Konrad), Spang – Bender (85. Guenther), Abelski, Quotschalla (81. Kuduzovic) – Comvalius

Tore: 0:1 Cuntz (26.), 1:1 Daghfous (36.), 1:2 Bender (40.), 2:2 Sliskovic , 2:3 (54.), Comvalius (59.), 3:3 Polter (70.)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Frankfurt/Main)

Zuschauer: 800

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