Ende der römischen Städte

TRIER. Unter dem Titel “Aus der Traum – das Ende der römischen Städte” bietet das Landesmuseum an diesem Freitag um 17 Uhr eine Themenführung mit Museumsdirektor Dr. Marcus Reuter zur Sonderausstellung an.

Ausstellungsansicht von "Aus der Traum". Foto: Rheinisches Landesmuseum  Trier, Thomas ZühmerIn der Reihe der monatlichen Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung “Ein Traum von Rom” führt der Museumsleiter durch die große Schau zu römischen Städten im Südwesten. Dabei stehen die Blütezeit sowie der Niedergang Triers und des römischen Städtewesens im Mittelpunkt.

Während die römischen Gebiete östlich von Rhein und Donau schon aufgegeben oder neu besiedelt wurden, erlebte Trier als Kaiserresidenz in der Spätantike großen Aufschwung und entwickelte sich zur Roma Secunda, dem “zweiten Rom”. Städtebaulicher Glanz durch monumentale Bauten und privater Luxus waren nur einige Folgen dieses Aufstiegs. Weit bis ins 5. Jahrhundert blieb Trier in römischer Hand, bis es an die Franken fiel. Der Verfall der Stadt ging einher mit der Aufgabe ganzer Stadtviertel und der Entfernung und Zerstörung von Marmorskulpturen und -reliefs. Dabei wurden immense Ressourcen an Baumaterial frei, die, wenn sie keine neue Verwendung fanden, in Öfen zu Kalk für neuen Mörtel verbrannt wurden.

Die Entwicklung des römischen Trier vom Höhepunkt bis zum Zerfall wird in der Führung thematisiert. Wandmalereien, Skulpturen und Mosaike geben Einblick in städtische Privathäuser. Auch die Zerstörung prachtvoller Statuen und Ausstattungsgegenstände findet in einem gewaltigen, eindrucksvoll inszenierten “Kalkberg” (siehe Foto) Ausdruck.

Die Führung dauert 70 Minuten, es muss nur der Ausstellungseintritt bezahlt werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich.

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