Erholung, aber keine Entwarnung

MAINZ. “Der Wald in Rheinland-Pfalz hat sich im Jahr 2013 wieder leicht erholt”, verkündete Forstministerin Ulrike Höfken in Mainz bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2013.

Besonders den wichtigsten heimischen Laubbaumarten Buche und Eiche gehe es besser als in den Jahren zuvor. “Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden hat sich insgesamt um fünf Prozentpunkte auf 23 Prozent verringert. Allerdings sind weiterhin 70 Prozent der Waldbäume im Land geschädigt”, so Höfken weiter. “Entwarnung geben können wir also keineswegs. Unsere Wälder sind in einem kritischen Zustand, weil den Bäumen neben den Luftschadstoffen zunehmend der Klimawandel zu schaffen macht.” Das bestätigten die Messdaten zum Waldzustand, die im Jahr 2013 zum dreißigsten Mal erhoben wurden.

Die vergangenen drei Jahrzehnte waren zu warm und oft auch zu trocken für den Wald. Auch 2013 war es trotz des kühlen Frühjahrs zu warm. Dank Luftreinhaltemaßnahmen sind jedoch die Belastung durch Schwefeldioxid, Säure und Schwermetalle seit den 80er Jahren deutlich zurückgegangen. Auch das zeigten die Messreihen. Allerdings sind die Stickstoffeinträge nur wenig gesunken. Sie überschreiten nach wie vor Schwellenwerte (sogenannten Critical Loads), die der Wald vertragen kann. “Die Langzeitmessungen zeigen, wo Anstrengungen verstärkt werden müssen”, so die Ministerin, “denn die Stickstoffemissionen kommen aus Straßenverkehr und landwirtschaftlicher Tierhaltungen.”

Den Waldzustandsbericht 2013 als PDF-Datei finden Sie hier.

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