Erste Elefanten beschädigt

TRIER. Schon wenige Stunden nach der Eröffnung der “Elephant Parade Trier-Luxemburg” am Donnerstagabend sind einige Elephantenskulpturen beschädigt worden.

So wurden beispielsweise bei Jette Joops “Lovely Elepunk” die Ohrringe und von Sina Wenners “Carnephanti” der Karnevalsorden gestohlen, andere wurden mit Stiften beschmiert oder Aufklebern versehen, und bei Andrea Kneips “Turbofant” hat jemand den Aufziehschlüssel verbogen. “Wir haben mit Vandalismus gerechnet”, sagt Brigit Kehren von der Elephant Expo Trier-Luxemburg GmbH, “aber nicht so früh. Es ist schade, wenn so eine Arbeit von manchen Menschen nicht gewürdigt wird.”

Derzeit berät das Team darüber, ob die beschädigten Elefanten schon jetzt oder erst – wie ohnehin geplant – zum Ende der Ausstellung instandgesetzt werden sollen.

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10 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Stephan Jäger schreibt:

    “Wir haben mit Vandalismus gerechnet”, sagt Brigit Kehren von der Elephant Expo Trier-Luxemburg GmbH, “aber nicht so…“

    Vielleicht sollte man Kulturangebote im öffentlichen Raum ja einfach auf kultivierte Gegenden beschränken.

  2. Jens Diercks schreibt:

    Ich habe nichts anderes hier in Trier erwartet.
    Aber sicher auch wo anders möglich
    Bei mir war noch alles dran :-)
    http://www.16vor.de/erste-elefanten-beschadigt-20130722/
    VG

  3. Peter Moog schreibt:

    Das hat sicher nichts mit der Stadt zu tun…einfach schade, sehr schade!

  4. Michael Joachim schreibt:

    Ein absolutes Armutszeugnis, dieses Verhalten …

  5. Marion Adams schreibt:

    Es ist schon sehr traurig, das manche Menschen so wenig Respekt vor der Arbeit anderer haben. Ein echtes Armutszeugnis und Zeichen fehlender Intelligenz!

  6. Joobst Bäuerlein schreibt:

    @Peter Moog:

    “Das hat sicher nichts mit der Stadt zu tun” …
    Ähm doch. Ich glaube nicht, dass in Luxemburg, Bamberg oder Würzburg so etwas so gehäuft passiert.

    Die Statisitik mag das nur erahnen lassen, aber das rein subjektive Stadtklima ist in den genannten Städten in keinsterweiße so rau wie in Trier. Dabei sind sie durchaus untereinander vergleichbar von der Größe her wie von den Besuchern.

    Im Ruhrgebiet mag das zwar anders sein, aber da fahren auch nicht so viele Leute für Kultururlaub hin.

    Man kann nur hoffen, dass die ein oder andere Überwachungskamera Täter aufgezeichnet hat. Und dann eben jene oder deren Eltern dafür haftbar gemacht werden. Wer sich so einen Spaß aus Zerstörung macht muss eben auch mit den juristischen Konsequenzen leben.

    Anm. d. Red.: Auch in Luxemburg wurden schon Elefanten beschädigt.

  7. rüdiger Rauls schreibt:

    Ich bin mir noch nicht sicher, wer mir mehr auf die Nerven geht. Auf der einen Seite diejenigen, die die Arbeit anderer Leute nicht achten und diese zum Teil sehr schönen und erfrischenden Elefanten, die wirklich eine Bereicherung fürs Stadtbild sind, kaputt machen oder versauen.
    Auf der anderen Seite diese moralisierenden Leserbriefschreiber mit ihrem entrüsteten Getue, die sich für soviel besser und intelligenter und weiß der Teufel noch was halten. “Wir tun so etwas nicht!” Und deshalb sind wir intelligent und gut. “Wir wissen, was sich gehört!” Und deshalb dürfen wir uns erheben über andere, sie als weniger intelligent bezeichnen oder erklären, dass man natürlich als weltgewandter Mensch vom provinziellen Trier nichts anderes hatte erwarten können. Natürlich kommt auch immer sehr gut, dieses leicht beleidigte “Schade, sehr schade”.
    Manchmal denke ich, es geschieht Euch recht, dass Eurer Tanz um das Goldene Kalb “Kultur” von anderen genauso missachtet wird wie Ihr diejenigen verachtet, denen Euer ganzes Kultur-ist-ja-ach-so-wichtig-Getue am A… vorbei geht.
    Ist es denen, die jetzt aufjaulen wie getroffene Hunde, vielleicht schon einmal in den Sinn gekommen, dass das Verhalten der Schmierer und Vandalen korrespondiert mit Eurem schmierigem und selbstgerechtem Moralgetue? Die einen legen keinen Wert auf Kultur oder was die anderen dafür halten. Die andern aber geben zu verstehen, dass sie keinen Wert auf die legen, denen ihre Kultur wenig bedeutet. Schade, sehr schade!

  8. Paula Giersch schreibt:

    @Rüdiger Rauls
    Ich halte es auch für falsch, die Beschädigung der Elefanten als Zeichen für die Provinzialität Triers zu werten. Mit “Moralisieren” oder “entrüsteten Getue” hat es dennoch nichts zu tun, was die vorherigen Leserbriefschreiber zum Ausdruck gebracht haben. Denn ja: Ich bin besser, wenn ich das Eigentum Anderer nicht mutwillig zerstöre. Niemand hat das Recht, sich über Menschen zu erheben, die mit dieser Form von Kunst nichts anfangen können oder es erst gar nicht für Kunst halten. Das geht mir beim Besuch mancher Ausstellung genau so. Auch hat niemand das Recht, sich über diejenigen zu erheben, die mit Kunst generell nichts anfangen können: Ich interessiere mich auch weder für Golf noch für Autos, weder für Niedrigdampfgaren noch für Rosenzucht. Ich akzeptiere aber jeden, der es tut. Ich lege Wert auf diese Menschen, auch wenn sie sich NICHT dafür interessieren. Ich will einfach, dass sie die Sachen in Ruhe lassen, die ihnen nicht gehören.
    Hinter dem ganzen Vandalismus steckt auch keine politische Aussage, keine öffentliche Inszenierung von Missachtung der angeblich so moralinsauren Kulturmenschen. Genauso gut wären Eddingschreibereien auf Klowänden ein Protest gegen sanitäre Anlagen oder Graffiti-Tags auf frisch gestrichenen Häuserwänden ein Zeichen der Ablehnung des modernen Wohnungsbaus. Es ist Zerstörung um der Zerstörung willen. Und wenn es plötzlich ok ist, Dinge zu zerstören, die mir wenig bedeuten, dann gute Nacht, öffentliche Rosenbeete. Ich komme!

  9. rüdiger Rauls schreibt:

    Werte Frau Giersch, nun tun Sie mal nicht so, als würde ich solchem Vandalismus das Wort reden. Auch wenn ich das empörte und selbstgerechte Getue einiger Leserbriefeschreiber hier kritisiere, heißt das doch nicht, dass ich in dem, worüber diese sich aufregen, einen politischen Protest sehe oder gar ein Engagement für höhere Werte. Ich bin doch nicht vom Mond.
    Ich weiß doch auch, dass hinter all den Schmierereien und Vandalismus nichts anderes steckt als Achtlosigkeit, Wut und Neigung zur Gewalt. Aber dagegen kommt man doch nicht an mit beleidigt gehauchtem „Schade“ oder dem dämlichen Verweis auf mangelnde Intelligenz. Solch vorwurfsvoll-selbstgerechte Haltung stachelt doch die Wut nur noch mehr an. Diese Leute müssen ernst genommen werden, nicht ignoriert. Und solange man sie nicht beachtet, benehmen sie sich so, dass sie immer mehr ernst genommen werden MÜSSEN. Denn sie werden zu einer Gefahr. Noch beschädigen sie nur Gegenstände, aber das kann auch anders werden.
    Der wohlfeile Ruf nach härteren Strafen und Wegsperren löst die Probleme nicht, sonst wären ja die USA ein Hort der Sicherheit. Solche Forderungen heizen das gesellschaftliche Klima nur noch mehr auf, lösen kein einziges Problem, ebenso wenig wie gutgemeintes sozialpädagogisches Eiapopeia. Wichtig wäre eine sachliche und unaufgeregte Auseinandersetzung, die darauf ausgerichtet ist, nachvollziehen zu können, was in diesen Leuten vorgeht, und dann aber auch handeln, anstatt zu verurteilen ohne zu verstehen.

  10. Marion Giersch schreibt:

    Was hat das mit “Moralgetue”zu tun,wenn man die Zerstörung fremden Eigentums verdammt?Daß dies für das menschliche Zusammenleben nicht förderlich ist,lernt schon jedes Kind…….Wenn sich dennoch Leute über diese Regeln hinwegsetzen,dann zeugt das von großer Dummheit und Ignoranz,nicht mehr und nicht weniger!Würde der Leserbriefschreiber bei Zerstörung seines Eigentums auch so argumentieren???

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