“Gewinnen, gewinnen, gewinnen“

TRIER. Eintracht Trier trifft am Samstag im “Stadion an der Kaiserlinde“ auf die SV Elversberg. Trainer Roland Seitz kündigte am Freitag an, mit derselben Mannschaft wie zuletzt in Düsseldorf spielen zu wollen.

Nur fünf von möglichen 15 Punkten, nur drei Tore in fünf Spielen: Die Bilanz von Eintracht Trier in der Rückrunde ist für einen Aufstiegskandidaten ernüchternd. Dass der SVE trotz der mageren Ausbeute im Alles-Oder-Nichts-Spiel um Meisterschaft und Aufstieg dennoch im Rennen bleibt, liegt an der ebenfalls schwächelnden Konkurrenz. So leistete sich Tabellenführer Sportfreunde Lotte am Donnerstagabend beim Schlusslicht TuS Koblenz ein torloses Unentschieden.

Das jedoch interessiert den Trierer Trainer aktuell herzlich wenig. “Für uns gibt es jetzt einfach nur eines“, sagte Seitz am Freitag, “gewinnen, gewinnen, gewinnen.“ Vielleicht könne man dann in vier Wochen über andere Dinge als momentan reden. Der Oberpfälzer legte die Betonung auf die Möglichkeitsform seines Satzes. Schließlich weiß auch er, dass die Leistungen der vergangenen Spiele nicht ausreichen werden, um “noch einmal ganz oben ranzuschnuppern“. Die Begegnung in Düsseldorf nimmt Seitz explizit aus – trotz des mageren Unentschiedens. “Für mich war wichtig, dass die Mannschaft nach dem Auftritt gegen Köln eine Reaktion gezeigt hat. Deswegen war ich zufrieden – nur mit dem Ergebnis eben nicht.“

Folglich baut Triers Trainer auch in Elversberg auf jene Spieler, die in Düsseldorf auf dem Platz standen. Womit zwei Personalien eine besondere Bedeutung bekommen. Kapitän Torge Hollmann wird erneut auf der Bank Platz nehmen müssen, ebenso Fahrudin Kuduzovic. Mit Kuduzovic ist Seitz “einfach unzufrieden“. An die Adresse seines ehemaligen Stammspielers betont er: “Wenn von ihm weiter zu wenig kommt, dann bekommt er Probleme mit mir und mit der Mannschaft. Und die Probleme wird er auch in Zukunft haben.“ Ausdrücklich lobte Seitz “das große Herz und den Kampfgeist“ von Kuduzovic. “Aber das alleine reicht nicht.“

Bei Hollmann sieht die Sache anders aus. Der Kapitän ist zum Opfer der Harmonie zwischen den beiden Innenverteidigern Oliver Stang und Denny Herzig geworden. Dort ist für ihn nach seiner langen Verletzungspause aktuell kein Platz. “Ich habe volles Vertrauen in meine beiden Innenverteidiger“, machte Seitz deutlich. Auf der Position vor der Abwehr aber sieht der Oberpfälzer Jeremy Karikari klar im Vorteil gegenüber Hollmann. Zumal der gebürtige Hamburger seinem Trainer die taktische Variante eröffnet, Daniel Bauer im Mittelfeld offensiv einzusetzen.

Trotz des jüngsten 0:4-Debakels im eigenen Stadion gegen Rot-Weiss Essen sieht Seitz die SV Elversberg nicht als Laufkundschaft an. “Sie haben personell sicher an Qualität verloren, nachdem der Kollege Kiefer dort kräftig ausgemistet hat. Dafür aber geben sie jetzt als Mannschaft alles“, so Seitz. “Ich gehe aber davon aus, dass wir das Ding gewinnen, sofern wir erneut die Leistung von Düsseldorf abrufen und dann eben kaltschnäuziger in der Chancenverwertung sind.“

Voraussichtliche Aufstellung:

Poggenborg – Cozza, Stang, Herzig, Drescher – Karikari – Knartz, Bauer, Zittlau – Kulabas, Kraus.

SV Elversberg – Eintracht Trier, Samstag, 17. März, 14 Uhr, Stadion an der Kaiserlinde.

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