Grenzenlos Strom tanken

REGION. Die Stadtwerke Trier (SWT) und der luxemburgische Betreiber der Open Charge Points, Estonteco, ermöglichen ihren Kunden ab sofort ein kostenfreies Laden auf sämtlichen Elektroladestationen im Großraum Trier und Luxemburg.

Angesichts knapper werdender Ressourcen und eines immer dringlicher werdenden Umwelt- und Klimaschutzes ist auch in punkto Mobilität ein Umdenken erforderlich. Seit einigen Jahren rückt daher die Elektromobilität in den Fokus: Elektroautos als Alternative zu benzin- und dieselbetriebenen Fahrzeugen, denn diese sind – „betankt“ mit grünem Strom – im Betrieb emissionsfrei. In diesem Jahr werden wohl alle renommierten Autohersteller mindestens ein Elektromodell in ihrem Katalog führen. Um die Elektrofahrzeuge mit Strom versorgen zu können, werden vermehrt intelligente Ladestationen im öffentlichen und halböffentlichen Raum installiert.

In Trier gibt es bereits die ersten Ladestationen für Elektroautos, und die luxemburgische Regierung hat beschlossen, bis zum Jahre 2020 insgesamt 850 solcher „Stromtankstellen“ im ganzen Land zu errichten. Um die grenzüberschreitende Nutzung für Elektromobilisten in der Region zu ermöglichen, haben Partner in Trier und im Großherzogtum Luxemburg nun eine Kooperation vereinbart: Die Stadtwerke Trier (SWT) und der luxemburgische Betreiber der Open Charge Points, Estonteco, ermöglichen ihren Kunden ab sofort ein kostenfreies Laden auf sämtlichen Elektroladestationen im Großraum Trier und Luxemburg.

„Leider beschränken sich viele Ladekonzepte auf Insellösungen, die beispielsweise an Ländergrenzen enden“, erklärt Falko Willmes, Bereichsleiter der SWT und Projektleiter von „econnect Germany“, einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt bei SWT. „Die Großregion aber lebt vom täglichen grenzüberschreitenden Verkehr in beiden Richtungen. Weiter wollen wir zukünftig den regenerativen Strom zum Laden dann liefern, wenn er an der Ladesäule benötigt wird. Hierfür arbeiten wir im Forschungsverbund „econnect Germany“ in Trier mit der Hochschule und Universität Trier sowie mit dem Elektrokonzern ABB zusammen an Lösungen.“ Als Mitglied im Stadtwerkeverbund ladenetz.de ermöglicht Trier darüber hinaus den Zugang zu einer Ladeinfrastruktur mit inzwischen über 220 Ladepunkten in ganz Deutschland.

„Kunden der Stadtwerke Trier (D), von Electris (L), Estonteco (L/B), und Sudstroum (L) können ab sofort auch die Ladesäulen der jeweils anderen Ladestationsbetreiber nutzen, aktuell sogar noch kostenfrei. Egal ob Arbeitsplatz, Einkaufszentrum, Restaurant oder Schwimmbad; so kann man sein Fahrzeug überall dort aufladen, wo man gerade hinfahren möchte“, so Ady Emering, Geschäftsführer von Sudstroum, und Martin Wienands, Leiter Electris, unisono.

Im Rahmen des im März 2012 geschlossenen „Treaty of Vaals“ können darüber hinaus alle Kunden von Electris, Sudstroum und Estonteco, ebenso wie die aller 28 Partnerstadtwerke von ladenetz.de, bei den kooperierenden Verbünden laden. Die Vaalser Verträge sind eine Kooperationsvereinbarung für das E-Roaming zwischen ladenetz.de und Estonteco sowie e-laad.nl (Niederlande), Blue Corner und becharged (Belgien), Vlotte (Österreich), ESBeCars (Irland) und Inteli (Portugal).

„Wir freuen uns sehr, dass nun nicht nur in Aachen mit den benachbarten Niederlanden und Belgien sowie im Allgäu mit Österreich, sondern auch zwischen Trier und Luxemburg grenzüberschreitendes Laden in der Praxis gelebt wird“, sagt Dr. Mark Walcher, Geschäftsführer der smartlab Innovationsgesellschaft, die den Stadtwerkeverbund ladenetz.de initiiert hat.

Die grenzenlose Elektromobilität wird im Rahmen der diesjährigen Messe „E-Mobility“ vom 3. bis zum 10. Mai in den LuxExpo Hallen in Luxemburg/Kirchberg erstmals vorgestellt. Die Besucher haben außerdem vor Ort die Möglichkeit, sich über Dienste wie Lokalisierung, Reservierung und das einfach zu bedienende Online-Kundenportal zu informieren; Elektrofahrzeuge können kostenfrei vor Ort aufgeladen werden.

Mehr Informationen finden Sie unter www.openchargepoint.eu.

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