Grillanzünder auf Reifen platziert

TRIER. Am Wochenende wurde im Rahmen des “Tages der Reservisten” auf dem Viehmarktplatz ein Kampfflugzeug vom Typ “Tornado” ausgestellt. Nun ermittelt die Kriminalpolizei wegen versuchter Brandstiftung.

Gestern sollte das Flugzeug demontiert und mit drei Sattelzügen abtransportiert werden. Kurz nach 16 Uhr machte ein Zeuge darauf aufmerksam, dass auf einem Reifen eines der Sattelauflieger ein Päckchen Grill- und Kohleanzünder brannte. Die anwesenden Soldaten konnten den Grillanzünder rasch entfernen und das kleine Feuer löschen. Es entstand nur geringer Sachschaden. Der Reifen des Fahrzeuges musste nicht gewechselt werden. An dem flugunfähigen und nur noch zu Anschauungszwecken dienenden Tornado entstand kein Schaden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Brandstiftung aufgenommen und bittet Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können, der die handelsübliche ESBIT-Brennmasse auf dem Reifen in Brand gesetzt hat, sich zu melden.

Hinweise werden erbeten an die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0651/9779-2290.

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15 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Norbert Damm schreibt:

    Daß der ehemalige Friedensarbeiter, OB Klaus Jensen, eine solche Ausstellung zulässt, ist unglaublich. .Von den Grünen höre ich bisher auch keinen Protest, obwoh sie gerade auch wegen diesen Themas die Wahl verloren haben. Die AGF? wo ist sie? Ma Ju..

  2. Peter Hoffmann schreibt:

    Lieber Norbert Damm,

    sowohl die AGF als auch die Grünen waren vor Ort,
    haben Infomaterial gegen solche Veranstaltungen
    ausgegeben und Besucher angesprochen.

  3. Markus Pflüger schreibt:

    unsere Kritik an der Militärshow findet sich auf der Website http://www.AGF-trier.de, auf dem dort herunterladbaren Flugblatt; z.B. dass der flugfähige Tornado in Büchel stationiert ist und Bundeswehrsoldaten damit den Einsatz von Atombomben üben (die fragwürdige nukleare Teilhabe der BRD), und dass das Ganze ein Teil des Werbefeldzugs der Bundeswehrist. So gab es einen Rekrutierungstruck, das Angebot für Kinder in Kampflugzeuge und Panzer zu klettern (mal proveweise eine Atombombe abwerfen?) sowie Gummibärchen in Tarnflecktütchen usw.)
    Übrigens hat OB Jensen die Schirmherrschaft abgelehnt – Thomas Egger hatte sie übernommen. Da an diesem Tag Erfreulicheres in der Stadt zu sehen war: das erste Kleinkunstfestival – war die Bundeswehr immerhin “nur” auf dem Viehmarktplatz, was ich natürlich auch zuviel finde. So wie auch Grillanzünder auf Flugzeugreifen deplaziert ist.

  4. U. Klein schreibt:

    zu 2.
    Na, Gott sei Dank! Wo kämen wir denn sonst hin?
    Super Aktion, Herr Pflüger und ihr gerechten Trittin-Freunde!
    Ich sah mich schon überall von Kampfdrohnen bedroht, aber ihr seid meine einzige Hoffnung, dass diese Militaristen nicht eines Tages gegen mich eingesetzt werden, wenn ich bei einer Demo gegen den Daueranmelder mitlaufe oder für höhere Tarifabschlüsse auf die Straße gehe.

  5. Norbert Damm schreibt:

    Danke für diese Hinweise.- Daß OB Jensen die Schirmherrschaft abgelehnt hat und Herr Egger sie übernommen hat, ändert nichts an der Verantwortung von Herrn Jensen. Was hat ein Kampfflugzeug alla Tornado auf dem Viehmarktplatz zu suchen? Wer soll damit begeistert werden? Herr Pflüger: Herunterladbare Flugblätter habe ich auch. Zu Ihren Themen. Daß Grillanzünder auf Flugzeugreifen
    deplaziert sind, zumal auf dem Viehmarktplatz in Trier, wer wollte das bezweifeln. Die Frage ist: Was hat ein Tornado dort zu suchen? Daß das Kleinkunstfestival Ihnen, Herr Pflüger, als Entschuldigung dient, daß die Bundeswehr immerhin “nur” auf dem Viehmarktplatz war, ist merkwürdig. Ja, Sie finden es auch zuviel.
    Das ist zu wenig.

  6. Erik Thees schreibt:

    Lieber Norbert Damm,

    Grillanzünder auf LKW Reifen sind ein Anschlag, der auch zu Mordversuch angesehen werden kann. Und Sie haben nichts anderes zu tun, als diesen hier dadurch zu relativieren, dass die Tormados dort nichts zu suchen haben?!
    Mag ja sogar sein. Aber wir leben zum Glück in einem Land, in dem mehrere Positionen nebeneinander existieren können und nicht nur Ihre Denke!

  7. Thomas Schulte schreibt:

    Lieber Herr Damm,

    Herrn Thees ist voll und ganz zuzustimmen! Hier wird vorsätzlich zumindest Sachbeschädigung begangen, bei der wissentlich und mutwillig mindestens eine Körperverletzung billigend in Kauf genommen wird! Und Sie haben nichts besserers zu tun, als diese Aspekte totzuschweigen, um IHRE Sicht darauf, ob so eine Ausstellung überhaupt durchgeführt werden sollte, zu propagieren? Ich vergas: Solange Kriminalität gegen “die Bösen” eingesetzt wird, ist das ja in Ordnung – daß vor dem Gesetz jeder gleich sein sollte, gilt in Ihrem Milieu ja bekanntlich nicht…sofern es je zu einem Moselhochwasser kommen sollte, daß Ihnen Ihre Existenz entreißt, hoffe ich, daß die Bundeswehr NICHT eingesetzt wird, um Ihnen in der Not zu helfen!

  8. Sven Dahmen schreibt:

    Die Allmachtsphantasien selbstattestierter moralischer Überlegenheit brechen sich hier Bahn.
    Was sind schon Eigentum, Recht, Freiheit und Unversehrtheit Anderer wert, wenn man selbst im Besitz der richtigen und alleinigen Wahrheit ist – beseelt vom Diktat, Werkzeug dieser zu sein und ihr um jeden Preis (der ja zudem noch gering ist, da es ja nur “Fehldenkende” trifft) auch Geltung zu verschaffen.

    Ob nun “Donnerstag-Speisediktate”, Zündeleien auf BW-Veranstaltungen, abgerissene FDP-Wahlplakate, 200 zerstochene Autoreifen oder auf kurvigen Landstraßen platzierte Öllachen: eigene Wahrheitskonstrukte und eigene Kränkungserfahrungen werden zum höchsten Maßstab mit universeller Gültigkeit erkoren… und mit Applaus geadelt und forciert.

    Ansonsten: Auch wenn ‘Frieden mehr ist, als die Abwesenheit von Krieg’, hat wahrscheinlich jeder ausrangierte Tornado in seiner Dienstzeit zumindest diesem -sehr greifbaren – Aspekt von “Frieden” mehr genutzt, als alle o-bürgermeisterlichen “Macher” und sonstigen “Friedensverbalisten” zusammen.

  9. Norbert Damm schreibt:

    @Peter Hoffmann: Ich nehme die Vorwürfe an AGF und die Grünen zurück. Entschuldigung.
    @Thomas Schulte: In meinem “Milieu” heißt das Motto: “Frieden schaffen ohne Waffen.” Dazu gehören Kampfjets als auch Feueranzünder auf LKW-Reifen. Und das auf dem Viehmarktplatz.

  10. phillip trellert schreibt:

    wertester schulte, sie klingen wie tante erika auf ihrem stammplatz am fenster, die ellbogen auf dem kissen.
    es gilt tucholskys wort, nach dem soldaten in erster linie und a priori als mörder anzusehen sind.
    dass sie netterweise manchmal als fluthelfer tätig werden, während ihre kameraden “deutschlands freiheit am hindukusch verteidigen” ( r.of.l.), ändert daran gar nichts.
    bei moselhochwasser hilft ein mancher, herr schulte : THW, feuerwehr, nachbarn…es bräuchte die armee nicht. weder beim hochwasser noch für sonst irgendwas.

  11. Stephan Jäger schreibt:

    @Sven Dahmen

    „Ob nun “Donnerstag-Speisediktate”, Zündeleien auf BW-Veranstaltungen, abgerissene FDP-Wahlplakate, 200 zerstochene Autoreifen…“

    Vielleicht sollten Sie sich einmal fragen, Herr Dahmen, ob Sie sich mit der Gleichsetzung von (zugegebenermaßen vielleich nicht allzu glücklich kommunizierten) Teilen des Wahlprogramms einer demokratischen Partei mit gewöhnlicher Kriminatität nich selbst genau auf das Niveau begeben, das Sie hier anprangern möchten.

    Solcherlei entschuldigen auch die erst kurz zurückliegenden und sicherlich sehr tief sitzenden „eigenen Kränkungserfahrungen“ (für die Sie mein Mitgefühl haben) ganz sicher nicht.

  12. V.Clemens schreibt:

    Her Pflüger, es wäre sinnvoller gewesen, wenn die Grünen die Zeit genutzt hätte um ihre Wahlplakate mal wider einzusammeln. Also das, was noch übrig ist nachdem sich das ganze Papier abgelöst hat und in der Gegend rumfliegt.
    Die Wahl ist vorbei.

    An alle die hier gegen das Militär (egal welche Nation) wettern: Überlegen Sie mal wo Trier und seine Wirtschaft wäre, wenn nicht das Militär die letzten 50 Jahre sein Geld in Trier investiert hätte ?
    @Phillp Trellert: Ihre Aussage über den Hochwassereinsatz der Bundeswehr ist schlicht Dumm und falsch!
    Die Bundeswehr hat eine Logistik und geschlossene Führung in der Hinterhand, davon träumen die Katastrofenhelfer. Vom Personal mal abgesehen. Heute gehen viele junge Leute lieber mit dem Plakat in der City demonstrieren als sich ehrenamtlich zu engagieren.

  13. V.Clemens schreibt:

    @Herr Pflüger: Wenn Sie den Bericht richtig gelesen hätten, dann wüßten Sie auch, das der Tornado Flugunfähig war.
    Hab ihn gesehen: Wenn die Bundeswehr solche Flugzeuge im Einsatz hätte, dann brächten Sie sich keine Sorgen zu machen: Die kämen eh nicht von allein aus dem Hanger.

  14. D. Schmidt schreibt:

    vorab,ich bin gegen Krieg,habe selbst Zivildienst (13 Monate) in einer Pflegeeinrichtung geleistet…sehe aber auch die Diffamierung der Bundeswehr irgendwie gar nicht gerne.Das ist zu einfaches Schwarz/Weiss denken. In unser Weltpolitik gehört (leider) etwas mehr dazu als einfach nur zu sagen “Ich mag kein Krieg, weg mit der Bundeswehr.”
    Ich will gar nicht davon anfangen, ob/wer/warum unseren Staat bedroht wird oder eben nicht, das führt hier def. zu weit.
    Aber letztendlich sind die Soldaten Teil unserer Gesellschaft,die Aufträge (ganz gleich welcher Art) führen sie im Dienste der Politik aus,die wiederum die Deutsche Bevölkerung letztendlich gewählt hat. Das die Bundeswehr auf einem öffentlichen Platz um neue Rekruten wirbt, finde ich wirklich nicht verwerflich eine Diffamierung der solchen finde ich genauso unpassend. Die Bundeswehr soll und vor allem MUSS in Ihrer Organisation bzw. Struktur und Menschen die dort arbeiten ein Spiegelbild unserer Gesellschaft darstellen.Wie soll sie sonst andere Menschen entsprechend ansprechen?Ich möchte nicht mit ansehen, wie nur noch Pseudorambos und Faschos die Bundeswehr infiltrieren,was aber genau passieren wird, wenn die BW keine öffentliche Werbung macht! Mal abgesehen davon gibt es bei der Bundeswehr im übrigen genügend Jobs die weder mit Töten noch mit Waffen zu tun haben! Übrigens ein Verzicht auf die Bundeswehr ist im Moment def. so unrealistisch wie Hover Boards aus “Back to the Future”.

  15. phillip trellert schreibt:

    rekrut schmidt :
    1. “schwarz-weiss-denken”, nicht “Schwarz/Weiss denken”
    2. “ich mag keinen krieg”, nicht “ich mag kein krieg”
    3. “dass die bundeswehr…”. nicht “das die bundeswehr…”
    4. hinter “verwerflich” fehlt ein komma
    5. “eine diffamierung DER SOLCHEN” ???? wie meinen ?

    Setzen, schmidt! fünf minus

    davon abgesehen, schmidt : infiltrieren denn im moment ( also jetzt, wo die BW werbung macht) etwa KEINE nazis die BW ?

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