Ideen für die Lokrichthalle

TRIER. Zwölf Entwürfe von Studierenden der Hochschule Trier zur Revitalisierung der Lokrichthalle im Westen der Stadt sind in einer neuen Ausstellung im “Posthof” am Kornmarkt zu sehen. Die Vernissage am Donnerstag gehört zum Programm der nächsten Sitzung des Architektur- und Städtebaubeirats.

Die seit 25 Jahren leerstehende Lokrichthalle ist nach Einschätzung des Hochschuldozenten Professor Matthias Sieveke ein beispielhaftes Zeugnis der frühen Trierer Industrie- und Wirtschaftsgeschichte. Das von Regierungsbaumeister Ernst Spiro geplante und zwischen 1908 und 1912 errichtete Gebäude beeindruckt mit 170 Metern Länge und einer Fläche von 12.200 Quadratmetern. Die 22 Meter hohe mehrschiffige Halle ist eine genietete Stahlkonstruktion mit durchlaufenden Lichtbändern. Sie ist nach Einschätzung von Architekten sehr gut zur Aufnahme eines Hochschul- und Gründertechnologiezentrums geeignet.

Die Studierenden waren vor die Aufgabe gestellt, unter anderem ein bedarfsgerechtes Raumprogramm für Seminare, Vorlesungen und Labore sowie eine Bibliothek und eine Cafeteria in der alten Lokrichthalle zu konzipieren. Dabei mussten sie auch die Nutzung natürlicher Tageslichtverhältnisse sowie die Qualität der Materialien beim Innenausbau berücksichtigen. Das Land hat die Erarbeitung dieser praxisnahen Konzepte in Form eines studentischen Wettbewerbes unterstützt.

Die Ausstellung mit den zwölf Entwürfen im Posthof, Fleischstraße 57, läuft bis 6. März und ist jeweils von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Die Vernissage findet an diesem Donnerstag um 18 Uhr im “Posthof” statt.

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3 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. V.Clemens schreibt:

    Die halle wäre doch schon längst fertig, wenn der Eigentümer es so hätte entwickeln dürfen wie er und ein großteil der Bürger dies gerne gesehen hätte.
    Nun aber versucht eine Baudezernentin (Nur Über meine Leiche) sich hier ein Denkmal zu setzen. Dies hat Ihr Vorgänger auch schon an anderer stelle versucht und nix als Planungskosten verursacht.

  2. Frank Jöricke schreibt:

    @ V.Clemens

    Dann hätten wir dort heute einen Aldi.
    Man kann das Rückgrat von Baudezernentin Kaes-Torchiani nur bewundern. Im Gegensatz zu ihren pflegeleichten, weichgespülten Vorgängern wusste sie es zu verhindern, dass den zahllosen Bausünden in Trier (Treveris, Löwenbrauerei, Alleencenter) eine weitere hinzugefügt wird.

  3. R.Roos schreibt:

    @ Frank Jöricke: Ein Aldi war das erste, was dort gebaut wurde.

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