CDU: In Tarforst unerträglich

KÜRENZ/TARFORST. Der Petrisberg soll seinen eigenen Drogeriemarkt bekommen. Das fordert die CDU in einem Antrag für die kommende Sitzung des Stadtrats. Zur Begründung heißt es, das Einkaufen in Tarforst sei mittlerweile “unerträglich geworden”. 

Dass die mögliche Ansiedlung eines Drogeriemarktes die politischen Gremien beschäftigt, liegt in dem im Januar 2012 vom Stadtrat beschlossenen Bebauungsplan 16.3. “Petrisberg-Ost” begründet. Besagter Plan ermöglicht zwar die Ansiedlung von Einzelhandel im Osten des Petrisbergs, doch war seinerzeit lediglich von einem “Wasgau-Frischemarkt” die Rede. Nun verlangt die CDU eine “Befreiung vom Bebauungsplan BU 16.3″ und stellt den “Antrag auf Genehmigung der Ansiedlung eines Drogeriemarktes auf dem Petrisberg. Für eine solche Ansiedlung hatte sich auch der Ortsbeirat von Kürenz ausgesprochen, und das fast einstimmig.

Zur Begründung ihres Antrags führt die Union an, dass “zunehmend deutlich” geworden sei, “dass der Bereich des Einkaufszentrums Tarforst völlig überlastet ist”. Dies führe dazu, dass Kunden bereits heute vermehrt in die Stadt führen, “weil das Einkaufen in Tarforst unerträglich geworden ist”. Weiter schreiben die Christdemokraten in der Begründung zu ihrem Antrag: “Es wird vermeidbarer und unnötiger Verkehr erzeugt, der in besonderer Weise ‘Alt-Kürenz’ belastet.”

Der Stadtrat tagt am kommenden Donnerstag ab 17 Uhr im Großen Rathaussaal. 

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3 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. N. Reif schreibt:

    Vom Petrisberg bis zum Tarforster Markt einer sehr großen deutschen Drogerie-Markt-Kette sind es mit dem Fahrrad keine 5 Minuten.

    Es fährt vom Petrisberg sogar direkt eine direkte Buslinie dort hin.

    Wo soll jetzt das Problem sein?

  2. V.Clemens schreibt:

    @ N. Reif: Die Probleme sind vielfältig:
    -Zum einen ist das EKZ Tarforst völlig Überlaufen. Es deckt ja auch große Teile der VG Ruwer und teile von VG Tr-Land ab.
    Ich kenne einige Leute aus Tarforst, die eher nach Tr-Nord kaufen, weil es da schneller/besser geht.
    -In Kürenz ( Der Drogeriemarkt soll ja nicht AUF den Petrisberg, sondern auf den Nebenberg in Kürenz) will sich ein andere Anbieter (Rossmann)ansiedeln. Gut für Kunden: Mehr Auswahl und Konkurenz belebt das Geschäft.
    – In 5 Min. fährt vielleicht Jan Ullrich diese Strecke.
    – laut Routenplaner der VRT gibt es keine direkte Busverbindung. Die kürzeste Variante dauert 16 min mit Umsteigen.
    – Ein weiteres Problem ist, das Kürenz schon seit Jahren vom rat immer unattraktiver gemacht wird( Schulschließung, marode Straßen, keinerlei Konzept zum Verkehr, die heruntergekommen Spielplätze usw usw.)
    Und warum soll Kürenz mit ca. 10000 Bürgern im Erstwohnsitz ( + ca. 4000 im Zweitwohnsitz) kein leistungsfähiges EKZ haben, in Feyen, mit ca. 6000 Bürgern legt sich jedoch die Baudezernentin persönlich dafür ins Zeug, das dort ein solches gebaut wird. Auf einem Grundstück, das der Stadt und deren Untergesellschaften zu ~ 50 % gehört.
    In Kürenz ist die Baudezernentin übrigens schon seit Jahren auf keiner Bürgeraktion/Versammlung gesehen worden.

  3. Kai Kugler schreibt:

    Das Einkaufen in Tarforst ist so “unerträglich”, weil die Märkte mit ihren Parkplätzen direkt vor der Eingangstür eine Fehlplanung sind. Hier behindern sich einfahrende und ausfahrende PKW mit kreuzenden Fußgängern mit Einkaufswagen alle gegenseitig. Und jeder hält “nur mal kurz um ein Brötchen zu kaufen” oder “weil die Frau noch schnell einsteigen muß, die holt nur den Lottoschein” mitten im Weg, weil das absolute Halteverbot mit der nach außen aufgehenden Fluchtwegstür vor dem Aldi eh schon zugeparkt ist. Aber ich nehme auch niemandem übel, nicht die fünf Meter über den Parkplatz gehen zu wollen, die Leute möchten wahrscheinlich einfach nicht überfahren werden.
    Die “ÖPNV-Seite” an der Augustinusstraße ist dagegen (bis auf das Straßenpflaster) so ausgelegt, als hielten hier im Minutentakt Shuttlebusse, aus denen die Einkäufer nur so strömten. Dass dem nicht so sein wird, hätte man sich bei Planung in Trier denken können und müssen.

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