Tanja Gräff: Keine heiße Spur nach TV-Sendungen
“Die Arbeit eines Kripobeamten kann manchmal ganz schön frustrierend sein”, eröffnet Rudi Cerne den Beitrag über Tanja Gräff in der Sendung “Aktenzeichen XY… ungelöst” am Donnerstagabend. Ob sich das nach der Ausstrahlung in diesem Fall ändert, ist fraglich. Bisher gingen nach Angaben der Polizei sowohl im Fernsehstudio in München als auch bei der Soko FH rund 50 Hinweise ein. “Einige Anrufe bezogen sich auf die ‘Peugeot-Spur’, andere Anrufer gaben Hinweise in Zusammenhang mit Feststellungen auf spezielle Internetseiten”, so der Polizeisprecher Reinhard Rothgerber. Zwei Stunden nach der Sendung, war der Vermisstenfall auch Thema in der Talkshow “Johannes B. Kerner”, zu der der Moderator drei Freunde der Studentin eingeladen hatte.
TRIER. Über vier Millionen Menschen sahen gestern Abend “Aktenzeichen XY… ungelöst” und über 1,5 Millionen Zuschauer “Johannes B. Kerner”. Seit Monaten hängen Vermisstenplakate von Tanja Gräff in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, und spätestens nach der Ausstrahlung der beiden Sendungen ist der Fall bundesweit bekannt. Es dürfte die letzte Chance gewesen sein, noch Zeugenhinweise auf das Verschwinden der Studentin zu erhalten.
“XY” nahm für seinen nachgestellten Beitrag die Informationsveranstaltung von Kriminalhauptkommissar Bernd Michels an der Universität als Aufhänger. “Es gibt Fälle, da knieen sich die Kommissare wochenlang so richtig rein, geben alles, und trotzdem geht nichts voran”, leitet der Moderator Rudi Cerne den Beitrag ein. “In solchen Fällen greift die Polizei manchmal zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Wie in unserem ersten Filmfall. Da schlüpfte ein Kripobeamter kurzerhand in die Rolle eines Uni-Dozenten.” In die Rolle von Michels schlüpfte ein ihm optisch gänzlich unähnlicher Darsteller, der auch den gütigen Großvater in einem “Werther’s Original”-Werbespot spielen könnte. Dieser fasst das, was man über das Privatleben von Tanja Gräff und die Ereignisse in der Nacht ihres Verschwindens weiß, vor der Studentenschaft zusammen. Außerdem wird in dem elfminütigen Beitrag deutlich, wie viel die Polizei bisher unternommen hat, um die seit dem 7. Juni vermisste Frau wieder zu finden.
Der “echte” Bernd Michels ist im Anschluss zu Gast im Studio, wo die wichtigsten Fragen noch einmal thematisiert werden. Zum einen weiß man immer noch nicht, wer der ominöse Begleiter ist, mit dem die 21-Jährige zuletzt gesehen wurde. Zum anderen hat sich die Gruppe Studenten, die einen Streit zwischen den beiden beobachtet haben soll, noch nicht gemeldet. Michels mutmaßt, dass die Zeugen gehemmt seien, weil sie an dem Abend Drogen konsumiert haben könnten. “Uns interessieren die Drogen nicht. Uns interessiert einzig und allein das Verschwinden der Tanja.”
50 Hinweise gingen während und nach der Sendung im Fernsehstudio und bei der Soko FH ein. Die meisten davon betrafen den dunkelblauen Peugeot mit möglicherweise luxemburgischem Kennzeichen, den der unbekannte Begleiter gefahren haben soll. Es habe ein regeres Interesse gegeben als bei anderen Fällen, die bei “XY” vorgestellt wurden, und wo wir meist nur zehn bis zwanzig Hinweise erhielten, so der Polizeisprecher Reinhard Rothgerber. “Aber es scheint nicht so, dass sie sehr heiß sind.” Drei Hinweisen wolle man jedoch genauer nachgehen. Der SWR berichtet auf seinem Online-Portal beispielsweise von einem Anrufer, der ein Rosenkranzkettchen gefunden hat. Die Vermisste trug am Tag ihres Verschwindens eine solche Kette. “Ob das gefundene Stück Tanja gehört habe, werde nun mit einem Digitalfoto geklärt”, heißt es in der Meldung weiter. Nach einer vorläufigen Bewertung sehe dies aber nicht so aus. Dennoch setzt die Polizei weiterhin auf Zuschauerreaktionen. “Wir haben die Hoffnung, damit Personen erreicht zu haben, die beim Fest waren, aber woanders leben”, so Rothgerber.
Zwei Stunden nach der Sendung war Tanja Gräff auch Thema in der Talkshow “Johannes B. Kerner”. Kerner unterhielt sich darin mit ihren Freunden Christian Jäger, Christian Steffen und Christoph Krier, die die Suche der Polizei unter anderem mit Flugblattaktionen unterstützen. Am Ende des zehnminütigen Gesprächs hat Nena, die auch zu Gast war, ebenfalls eine Frage an die Gruppe: “Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass es Menschen gibt, seriöse Menschen, die Dinge sehen, die andere Menschen nicht sehen?” Krier sagt – ohne dabei zu lachen -, dass die bisher “gesehenen Aufenthaltsorte” zu keinem Ergebnis geführt hätten. Und auch Kerner kommentierte den Hellseherhinweis neutral und diplomatisch mit den Worten: “Man sollte nichts unversucht lassen.”
Die Möglichkeiten der Polizei, mit dem Fall eine breite Öffentlichkeit und somit noch mögliche Zeugen zu erreichen, sind nun nahezu erschöpft. Gehen keine zusätzlichen Hinweise aufgrund der Fernsehbeiträge ein, scheint nur noch “Kommissar Zufall” die Ermittlungen weiterbringen zu können.



29. September 2007 (12:14 Uhr)
[...] Nena? Nee. Naa. [...]
8. Oktober 2007 (17:29 Uhr)
Es gab vor einigen Wochen jemand (US-VE Club Trier) der sich bis heute sehr einsetzte für die Klärung des Schicksals um Fr. Gräff. Scheinbar hatte der gute Mann recht, von Anfang an. Scheinbar aber auch gibt es Leute denen sehr daran gelegen ist das genau diese Suchen nicht getan werden sollen. Wie ich hörte suchen die dennoch, bis heute – was man von angeblichen Freunden der Fr. Gräff ja nicht behaupten kann.
10. Oktober 2007 (14:12 Uhr)
hallo
als zu waldmann11 muss ich mal was sagen ich glaube das du mit dem text den du geschrieben hast falsch liegst besser gesagt nicht recht hast ich denke mal das die freunde von tanja alles tun um sie leben wieder zu finden wenn jemand vom us-ve club trier so dringend nach tanja sucht warum ist sie dann noch nicht gefunden worden ich finde es zum kotzen das man nun die leute besser gesagt freunde von tanja sowas von fertig macht besser gesagt ins dunkle stellt als wenn sie nichts unternehmen würden.und dabei tun sie schon genung bloss man muss bedenken es sind auch nur menschen und sie gehen schon bis an ihre grenzen und mehr kann ein mensch auch nicht.und solange wie keine hinweise eingehen die zu dem verschwinden von tanja gräff beitragen können ist die suche halt etwas schwierig.und man sollte doch aufhören die freunde von tanja gräff zu kritisieren weil wie schon gesagt sie tun ihr bestes wenn sie sich nicht für tanja intressieren warum waren dann drei freunde von ihr bei johannes b kerner waren die nur aus spass da oder waren sie da um andere leute auf das verschwinden von tanja gräff aufmerskam zu machen.
12. Oktober 2007 (16:07 Uhr)
Der fall hat mich sehr mitgenommen, ich kenne Tanja zwar nicht aber ich drücke der familie und deren freunde ganz fest die daumen das Tanja bald lebend gefunden wird..
14. Oktober 2007 (00:34 Uhr)
Hoffentlich findet man sie lebend wieder.Wünsche der Familie und Freunde von ihr viel Kraft.Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!Ich finde derjenige wo sie entführt hat sollte nie mehr aus der Haft raus kommen.Ich bin in Gedanken bei ihr und hoffe das der Albtraum schnell vorbei geht!!! Hoffentlich gibt es ein gutes Ende!!!
27. Oktober 2007 (17:22 Uhr)
Diese Sache mit Tanja hat auch mich sehr mitgenommen,denke jeden Tag an sie.Hatte ganz am Anfang ein paar Zeilen für sie geschrieben
Tanja, wir denken jeden Tag an dich, komme gesund wieder nachhause,
deine Eltern erwarten dich mit großer Sehnsucht,
deine Freunde suchen und brauchen dich,
alle die dich kennen denken an dich,
alle die Anteil nehmen an dem schrecklichen Geschehen umarmen dich,
habe eine Kerze angezündet-die Hoffnung stirbt zuletzt.
Wann hat diese Ungewißheit endlich ein ende.