Parkhaus: Befürworter formieren sich
Trotz der ablehnenden Haltung von drei der fünf Stadtratsfraktionen wird der Ruf nach einem neuen Parkhaus in der Innenstadt immer lauter. Gegenüber 16vor schlossen sich jetzt sowohl der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) als auch die Vorsitzende der City-Initiative der Forderung des Präsidenten des Einzelhandelsverbands an, zentrumsnah zusätzliche überdachte Abstellflächen für Autos zu schaffen. Das Thema soll nun auf die Tagesordnung des Runden Tischs Einzelhandel kommen. Bei den Stadtwerken, die in der Innenstadt insgesamt sieben Großgaragen betreiben, sieht man derzeit keinen Bedarf für ein weiteres Parkhaus.
TRIER. Die Forderung war noch nicht erhoben, da folgten auch schon die Widerworte. Ein neues Parkhaus sei der “falsche Weg”, ließ Triers CDU-Chef und Bundestagsabgeordneter Bernhard Kaster aus Berlin verlauten. Stattdessen müsse das Potenzial der Schiene – Stichwort “Regionalbahn” – stärker genutzt und ein optimaler Mix zwischen den einzelnen Verkehrsträgern erreicht werden, verlangte der Christdemokrat. Auch die Grünen erteilten dem Ansinnen des Präsidenten des Einzelhandelsverbands, Michael Müller, umgehend eine Absage: Die Zufahrts- und Innenstadtstraßen könnten nicht noch mehr motorisierten Individualverkehr aufnehmen, gab Ratsmitglied Dominik Heinrich zu bedenken. Es gebe genügend Parkraum in der Innenstadt, meinen auch die Sozialdemokraten.
Doch obwohl mit CDU, SPD und Grünen eine deutliche Mehrheit des Stadtrats nichts von einer neuen Großgarage hält, scheint die Diskussion noch längst nicht ausgestanden. Im Gegenteil: Offenbar steht EHV-Präsident Müller mit seiner Forderung nicht allein. “Auch die IHK Trier sieht Anzeichen dafür, dass sich die verkehrliche Erreichbarkeit der Innenstadt nach Eröffnung der Trier-Galerie verschlechtern und dieses Problem nur durch ein weiteres Parkhaus zu lösen sein wird”, erklärte jetzt Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, gegenüber 16vor. Man habe deshalb den Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen vorgeschlagen, dieses Thema “auf der Basis fachlich fundierter Informationen am Runden Tisch Einzelhandel zu diskutieren”. Auch der Oberbürgermeister sei hierüber informiert, so Rössel weiter. Klaus Jensen (SPD) hatte sich vor 14 Tagen “sehr skeptisch” gezeigt, ob ein neues Parkhaus irgendeines der Trierer Verkehrsprobleme lösen könnte. Vielmehr appellierte der OB an die Stadtbewohner, ihr Auto häufiger stehen zu lassen und verstärkt auf Busse, Bahn und Fahrrad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen – “dann wären schon viele Verkehrsprobleme in Trier gelöst”, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Allein auf derartige Appelle möchte Karin Kaltenkirchen indes nicht vertrauen. Schließlich sei der Mensch bekanntermaßen ein bequemes Wesen, viele wollten bis vor die Ladentür mit dem Auto fahren, meint die Vorsitzende der Trierer City-Initiative. Zwar unterstützt Kaltenkirchen grundsätzlich einen Ausbau der Angebote, die eine Erreichbarkeit des Zentrums auch ohne Auto ermöglichen sollen – beispielsweise “Park & Ride”-Dienste, doch dass an einem neuen Parkhaus in den nächsten Jahren kein Weg vorbeiführen wird, steht für sie außer Frage. “Es gibt viele Tage im Jahr, an denen die Kapazitäten der vorhandenen Parkhäuser nicht mehr ausreichen”, argumentiert sie und ergänzt: “Die durchschnittliche Auslastung sagt relativ wenig aus, es kommt darauf an, wie sich die Situation in den Spitzenzeiten darstellt”.
Kaltenkirchen: Stadt soll strategisch planen!
Diese Phasen sind alljährlich an Tagen wie Mariä Himmelfahrt zu beobachten, wenn sowohl in Luxemburg als auch im Saarland und in Frankreich Feiertag ist. Auch im Weihnachtsgeschäft wird es erfahrungsgemäß eng auf Triers Einfallstraßen. An den Adventssamstagen steuert die City Initiative bereits seit mehreren Jahren mit kostenlosen P&R-Angeboten an den Standorten Fachhochschule, Messepark und Trier-Nord gegen, doch über dieses Engagement hinaus könne man schon aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten, so Kaltenkirchen. Rund 20.000 Euro lasse sich der Geschäfte-Verbund den P&R-Service jährlich kosten.
“Das ein tun ohne das andere zu lassen”, lautet Kaltenkirchens Devise. So wolle man weiter für eine verstärkte Akzeptanz der P&R-Angebote werben, auch sei man grundsätzlich offen für den ÖPNV. Doch es gebe auch Gegenden in der Region, die mit Bussen und Bahnen nicht erschlossen werden könnten, und auch für diese Menschen müsse die Innenstadt bequem erreichbar sein. Deshalb benötige Trier ein zusätzliches Parkhaus, und die Stadt solle schon jetzt “strategisch planen” indem sie Flächen vorhalte, die sich für einen solchen Neubau anbieten würden, verlangt sie und berichtet davon, dass die Unterstützer dieser Forderung sich in einem gemeinsamen Schreiben an den Oberbürgermeister wenden werden. Neben City-Initiative, IHK und EHV soll auch die Handwerkskammer mit an Bord sein. Auf die Frage, für wie realistisch es sie denn halte, dass ihre Forderung mittelfristig umgesetzt wird, kontert Kaltenkirchen: “Steter Tropfen höhlt den Stein”.
Über die Realisierungschancen will auch Rössel nicht spekulieren – so, wie man auch noch keinen konkreten Standort für ein neues Parkhaus ins Auge gefasst habe. Doch dass es eines geben soll, daran besteht für den IHK-Hauptgeschäftsführer kein Zweifel: “Laut den Prognosen, die dem Genehmigungsbescheid der Trier-Galerie zu Grunde lagen, soll ein wesentlicher Teil des Umsatzes durch neue Kunden aus einem bis zu 100.000 Einwohner erweiterten Einzugsgebiet getätigt werden. Dies wird nach unserer Ansicht zwangsläufig dazu führen, dass der Verkehr nach Trier und damit der Parkraumbedarf spürbar zunehmen werden”, argumentiert Rössel, und weiter: “Wir alle wissen doch, dass die weit überwiegende Anzahl der Kunden mit dem eigenen PKW anzureisen wünscht”.
Das mag schon sein, doch ob diese tatsächlich bis in die Innenstadt vorfahren müssen, ist eine andere Frage. Zahlreiche Städte bieten längst ganzjährige, allerdings kostenpflichtige P&R-Dienste an. Und dass ein zusätzliches Parkhaus in der City auch zu mehr Autoverkehr sorgen würde, liegt auf der Hand. Schließlich lockt die Aussicht auf ausreichenden Parkraum auch jene Besucher mit dem eigenen Fahrzeug in die Stadt, die bislang aus Furcht vor nervenaufreibender Stellplatzsuche auf Busse und Regionalbahn auswichen oder sich zumindest innerhalb des Stadtgebiets per pedes fortbewegten.
Bei den Stadtwerken jedenfalls sieht man derzeit keinerlei Bedarf für ein neues Parkhaus und verweist auf die drei Parkhäuser und vier Tiefgaragen, in denen insgesamt 3.360 Stellplätze zur Verfügung stehen; und die allesamt in maximal zehn Fußminuten vom Hauptmarkt aus erreichbar sind.
von Marcus Stölb



17. September 2008 (09:43 Uhr)
Das ist doch eine frechheit: für die Bequemlichkeit der hofierten Kunden soll die Lebensqualität der Innenstadtbewohner weiter herabgesetzt werden. Ihre Initiative in P&R sei der City-Initiative hoch angerechnet, aber rein rechnerisch steht der Aufwand doch in keiner Relation zum Ergebnis: 20000 EURO im Jahr sind nach meiner Rechnung noch keine 400 EURO am Wochenende. Ein verschwindend geringer Betrag, schon fast eine Frechheit sich damit zu brüsten! Zudem: Vor dem Hintergrund des an jedem Wochenende zu beobachtenden Verkehrskollapses auf den Einfallsstraßen muss doch jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein, dass weitere Parkhäuser in den Innenstadt für Parkraumsuchende immer schwerer erreichbar und folglich unattraktiver werden. Der Ruf nach einem neuen Parkhaus zeugt nicht gerade von Weitsicht. Ich fordere daher die Akteure auf, ein paar EURO mehr in die Hand zu nehmen und ein Konzept zu entwickeln, dass nicht nach dem altbekannten Schema – Gewinnmaximierung Weniger auf Kosten der Allgemeinheit – basiert, sondern ein für alle Beteiligten befriedigendes Ergebnis liefert.
17. September 2008 (11:14 Uhr)
Ich kann die Argumentation von Frau Kaltenkirchen nicht nachvollziehen: “Die durchschnittliche Auslastung sagt relativ wenig aus, es kommt darauf an, wie sich die Situation in den Spitzenzeiten darstellt” – d.h. es sollte für wenige Samstage ein (sonst leerstehendes) Parkhaus errichtet werden? Wer unbedingt an so einem Tag nach Trier fahren muss, kann ja auch den (noch ausbaufähigen) P+R nutzen.
17. September 2008 (12:31 Uhr)
Den beiden ersten Leserbriefschreibern kann ich nur zustimmen!
Mehr noch wundert mich allerdings, wo eigentlich Frau Kaltenkirchens Problem ist: Kauft denn jemand, der mit dem Bus oder Fahrrad in die Stadt fährt, deshalb weniger ein als jemand, der mit dem Auto fährt? Ich halte das für unwahrscheinlich.
Im Zeitalter des Klimawandels ist zu hoffen, dass CDU, SPD und Grüne bei ihrer Nein-zum-Parkhaus-Linie bleiben! Wir brauchen nicht noch mehr Automobilismus, sondern ein ökologischeres Verkehrskonzept.
17. September 2008 (12:48 Uhr)
“Vielmehr appellierte der OB an die Stadtbewohner, ihr Auto häufiger stehen zu lassen und verstärkt auf Busse, Bahn und Fahrrad umzusteigen oder zu Fuß zu gehen – “dann wären schon viele Verkehrsprobleme in Trier gelöst”, erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion.”
Aha, die Verkehrsprobleme der Stadt Trier können dadurch gelöst werden, wenn wir, die Stadtbewohner, unser Auto stehen lassen. Wir sind es also, die das stetig steigende Verkehrsaufkommen in Trier sowie die vollkommen verfehlte Verkehrspolitik ausbaden müssen und die schuld an der zunehmenden Verkehrsüberflutung sind? Auswärtige Kauflustige und Touristen müssen ja unbedingt mit dem Auto vor Geschäfte und Denkmäler fahren. Jetzt soll also noch ein neues Parkhaus her. Rund um den Alleenring, an dem auch Menschen wohnen, ist doch jetzt schon den ganzen Tag rush-hour… Wo bleibt der nachhaltige und intelligente Ausbau des ÖPNV?? Es ist doch sehr zu hoffen, dass die politisch Verantwortlichen, die demnächst von den “Stadtbewohnern” gewählt werden wollen, jeglicher Diskussion um weitere Parkhäuser den Boden enziehen und endlich vernünftige Politik machen.
17. September 2008 (13:20 Uhr)
Die Dreistigkeit der Argumente für ein neues Parkhaus ist beeindruckend. Was ist der nächste Schritt? “Die hohen Parkgebühren halten die Leute vom Einkaufen ab?” Dann also kostenloses Parken für alle?
Wenn schon die CDU ein neues Parkhaus für unsinnig hält, dann ist doch alles gesagt. Für 50 Leute, die an 4 Tagen im Jahr keinen Parkhausparkplatz finden, ein neues hinbauen? Darauf muss man erstmal kommen.
17. September 2008 (13:41 Uhr)
“Die durchschnittliche Auslastung sagt relativ wenig aus, es kommt darauf an, wie sich die Situation in den Spitzenzeiten darstellt”. Dieser Argumentation kann in der Tat wohl nur jemand folgen, der sich das Parkhaus als öffentliche Infrastrukturleistung finanzieren lassen will. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht wäre sie geradezu eine Lachnummer. Betrachtet man denn die in den anderen Beiträgen bereits erwähnten ökologischen Kosten, die ja der “großen Allgemeinheit” in Form komparativen Entzugs öffentlicher Leistungen sowie Verschlechterung der Lebensqualität entstehen, so sollte das Votum eindeutig sein.
17. September 2008 (13:48 Uhr)
“…sind nach meiner Rechnung noch keine 400 EURO am Wochenende….”
…und noch beschämender fällt diese Betrachtung aus, wenn man berücksichtigt, auf wieviele “Schultern” sich diese “horrende Belastung an der Grenze des Möglichen” verteilt. Da beginnt sich dann realistisch abzuzeichnen, was dem Trierer Einzelhandel eine – nicht von der Allgemeinheit finanzierte – Erreichbarkeit tatsächlich wert ist.
Ich weiss nicht, in “welchem Trier” eine Frau Kaltenkirchen und ein Herr Müller leben. Das Trier, in dem ich lebe, rangiert seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, an- bzw. jenseits der Grenze zum Verkehrsinfarkt. Hierfür ist nicht der “Mangel an Parkraum” ursächlich, sondern schlicht die Größe im Verhältnis zur Anzahl der Fahrzeuge. Das hat sicher etwas mit der Größe des Einzugsgebietes zu tun. Aber oft eben auch – wie von Herrn Jensen zutreffend bemerkt – mit der Uneinsichtigkeit und Bequemlichkeit der Trierer selbst.
Es mag ja sein, dass “viele bis vor die Ladentüre mit dem Auto fahren wollen”. Aber ich möchte in meiner Heimatstadt auch weiter leben und atmen können. Und deshalb ist meine Erwartung an die Stadtpolitik, dass sie mich vor solcherlei Unsitten schützt.
17. September 2008 (14:18 Uhr)
Und auch ich muss mich meinen Vorrednern anschliessen, wie kann man in den heutigen Zeiten so engstirnig sein und direkt nach einem Parkhaus rugfen, wobei so viele andere Möglichkeiten und Chancen einfach außer Acht gelassen werden?
Die Chance für die Zukunft ist doch nicht das weiterhin die Autos die Innenstadt beherrschen und dem Einkaufenden das Leben schwer machen, sondern es soll doch Lebensaulität in die Innenstadt kommen und mit dieser kommen auch Kunden. Oder ist es Lebensqualität wenn der Kunde zwischen den Autos umherlaufen muss und am Ende des Tages nach Abgasen stinkt? Wenn das das Ziel ist, ja dann benötigen wir ein weiteres Parkhaus. Wie wäre es direkt auf dem Hauptmarkt oder in der Ungers Vitrine? Das wär Zentrumsnah!
17. September 2008 (15:48 Uhr)
Diese reflexhafte Forderung nach einem neuen Parkhaus ist kaum nachzuvollziehen. Aufgrund der geografischen Lage im engen Moseltal gibt es in dem Nadelöhr Trier gemessen an Größe und der Bedeutung als Oberzentrum viel zu wenige Ein- und Ausfallstraßen für den motorisierten Individualverkehr. Die Folge ist, dass Straßen wie zum Beispiel die Paulinstraße, die Saarstraße, Bitburger oder Zurmaiener etc. zu den entsprechenden Stoßzeiten hoffnungslos verstopft sind. Die Belastung für die Anwohner, für die Umwelt, aber auch die (betroffenen) Trierer Weltkulturgüter, den gesamten innerstädtischen Verkehrsfluss und schließlich auch den Gemütszustand aller beteiligten Verkehrsteilnehmer sind enorm. Diese, die Allgemeinheit extrem belastende, Probleme sind nicht durch zusätzlich Parkhäuser – losgelöst von ihrer Erforderlichkeit im Einzelfall – zu lösen.
Jede vernünftige und fortschrittliche Stadtplanung muss doch bei dieser Ausgangslage erkennen, dass allein die Stärkung des öffentlichen und alternativen Nahverkehrs eine nachhaltige Lösung darstellen kann. Aber eine derart reaktionäre und pauschale Forderung
nach mehr Parkhäusern wird den Problemen in Trier nicht gerecht und schließlich auch nicht den Interessen des Einzelhandels, denn dieser hat sehr wohl ein Interesse, dass Kunden durch die Fußgängerzone laufen und nicht ausschließlich die großen Warenhäuser anfahren.
Johannes Barrot
SPD Trier-Nord
Jusos Trier
17. September 2008 (16:15 Uhr)
Das ist schon ganz schön dreist, wenn jetzt argumentiert wird man bräuchte wegen der Trier-Galerie ein neues Parkhaus. Wurde doch das City-Parkhaus schon mit der Trier-Galerie begründet und der Leerstand über Jahre in Kauf genommen. Dieses Parkhaus hat der Stadt Millionen-Verluste beschert und wird auch in Zukunft nicht rentabel sein. Die dringend benötigten Einkäufer-Stellplätze wurden zu Schnäppchenpreisen nicht annähernd kostendeckend an berufstätige Dauerparker verhökert. Aber das sind ja nur Steuergelder, da kann man ja großzügig sein. Und weiter so, wir haben es ja.
(Anm. d. Red.: Gerd Dahm ist Mitglieder der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen)
17. September 2008 (17:44 Uhr)
ICH wohne in der Innenstadt! (Brotstrasse) Mein Anwohnerparkplatz ist wirklich am „Park“ Ich darf am Palastgarten/Weberbach parken. NUR: Die Anwohnerparkplätze sind (a.) mit Luxemburger, die zum Shoppen unterwegs sind, und (b.) mit nicht Großstadtgeeigneter Landbevölkerung (Bitburg-Wittlich), die zur Gastronomie am Kornmarkt unterwegs sind, BELEGT!
Selbst der Behindertenparkplatz vor meiner Tür wird von den vorgenannten Bevölkerungsgruppen nicht verschont. Ich hab´s aber von den Spoiler-1,50 m Kenwood-Aufkleber-Kisten auch nicht anders erwartet. Politessenverschont parkt diese 3er-Bande, wo immer es grad noch so passt.
Ist mein Anwohner“Park“schein jedoch einen Tag abgelaufen, geht der Politessenärger dagegen in unvermittelter Härte los, aber rapido.
Fahren wir Einrichtungsgegenstände, einen Eimer Wandfarbe oder mal ne Kiste Bier mit dem Auto durch die Konstantinstrasse bis zur Brotstrasse (ist immer noch Strasse), schauen uns die Fußgänger recht vorwurfs/einfältigsvoll an: Luftverschmutzung/Unser Spielfeld zu klein, Ball zu groß!
Bloß: Ich sehe in diesen Fußgängergesichtern jedoch die Autofahrer der 3er-Bande!
Wer will, dass es irgendwann z.b. Lebensmittelläden nur noch in der Peripherie (Ratio usw.) mit riesigen, kostenfreien Parkplätzen und der eine tote Innenstadt will, der soll so weitermachen.
Ich hingegen empfehle: Kostenfreie Parkhäuser, die auch nachts geöffnet sind!
Sie werden die 3er-Bande nicht ändern, aber vielleicht deren Parkverhalten.
Und die echt überflüssige Sülze meiner Leserbriefschreiberkollegen: „nicht noch mehr Automobilismus, P+R nutzen, Frechheit: für die Bequemlichkeit der hofierten Kunden…“ kann ich nur damit begründen: Die wohnen wahrscheinlich gar nicht in der Innenstadt!
Die fahren mit ihrem metallicgrünen Neu-Golf nach Hause auf die Höhengemeinde, parken in der Garage und denken: „Echt zu viele Autos in der Innenstadt.“
Ich gehöre nicht zur Autofetischistenfraktion – lebe umweltbewusst – weiß aber, das ne Einbahnstrasse, die Autofahrer zwingt, einen Umweg von fünf Kilometer zu fahren, echt umweltpolitischer Blödsinn ist. Ich bin 98 % meines Tages auch Fußgänger und erledige alle meine Einkäufe zu Fuß. Da ich weiß, das ich in der Innenstadt lebe, ertrage ich das Altstadtfest, ertrage die 3er-Bande, das Kehrmännchenauto um 5, das Glockenläuten von fünf Kirchen incl. der Lumpenglocke von St. Gangolf, den unsäglichen Rosenmontagszug (wie wär´s mit: „WerhatslautesteTechnofastnachtsauto?“), Strassenmusiker, die nur ein Programm von einer halben Stunde beherrschen, Polizeiautos, die entgegen der Einbahnstrasse mittags um zwei durch die Brotstrasse cruisen, so dass die Fußgänger sich wie das rote Meer teilen müssen, als Moses es befahl und und und….
Wenn ich das nicht ertragen will, dann ziehe ich aufs Land…..
17. September 2008 (17:57 Uhr)
Die Initiatoren dieses Appells sollten erst mal selber ihre Hausaufgaben machen. Würden viel mehr der in der Innenstadt beschäftigten Mitarbeiter, die ja nicht mal eben zum shoppen anreisen sondern für Stunden dort “Dienst” tun das mit Bus, Rad oder zu Fuß machen, wäre sicherlich ein gewaltiges Potential an bereits vorhandenen Parkplätzen plötzlich frei!
Vor allem Parkplätze auf denen nur geringe, bzw. gar keine Gebühren erhoben werden, denn jene sind bei Langzeitparkern besonders beliebt.
Sollte die Diskussion über ein weiteres Parkhaus andauern, sollte man die betroffenen Bewohner auch mal darüber in einem Endscheid abstimmen lassen. Ob sie des Kommerzes wegen noch mehr Lärm, Blech und Schadstoffe in ihrem Umfeld haben wollen wird sich dann sicher klar zeigen.
Ich bin mir sicher spätestens dann wäre aber das Thema über Jahre hinweg sowieso tot.
Gleichzeitig würde sich zeigen, dass das oben genannte Thema “mehr Lebensqualität” für die Menschen längst kein Randthema mehr ist, sondern vielmehr ein entscheidendes Argument.
17. September 2008 (18:27 Uhr)
dieser artikel ist doch mal wieder ein beweis für die überaus schnelle arbeitsleistung von 16vor: da liefern die heute, sieben monate im voraus, schon den artikel zum 1. april 2009. super! weiter so!
die initiatoren dieses scherzes von ihk und city-initiative sei ebenfalls gedankt. aber nun ist auch mal gut mit den 80ern revivals…
p.s.: steter tropfen höhlt anscheinend nicht nur den stein, sondern auch den kopf.
p.p.s.: oh ja, mein post ist reine polemik. aber wie sonst soll man reagieren auf so unsachliches (=ohne sachverstand)?
17. September 2008 (18:37 Uhr)
“Wie wäre es direkt auf dem Hauptmarkt oder in der Ungers Vitrine? Das wär Zentrumsnah!”
nö, man könnte zwischendecken einziehen in der basilika. die römer waren da sehr weitsichtig.
17. September 2008 (20:55 Uhr)
Es ist unglaublich. Der Stadt fehlt das Geld, um die Schulen zu renovieren, und die Trierer Wirtschaftsverbände denken nur daran, was sie aus der Stadtkasse rausholen können für ihre eigene Klientel.
Die Empörung ist groß, aber ich befürchte, dass sie sich durchsetzen werden. Frau Kaltenkirchen hat es klar gesagt:” Steter Tropfen höhlt den Stein”. Weniger poetisch und weniger verschlüsselt ausgedrückt: ” Wir geben keine Ruhe, bis wir das Parkhaus haben”.
Wenn auch Kaster jetzt noch dagegen ist, denke ich dass dieser Widerstand höchstens bis zur Wahl hält. Denn hier haben sich die vier mächtigsten Wirtschaftsgruppen der Stadt zusammengefunden: IHK, HWK, City-Initiative und Einzelhandelsverband. Fehlt nur noch Hotel-und Gaststätten.
Sie verfügen über beste Kontakte zur CDUBM. Manche Stadtratsmitlieder der CDUBM sind auch gleichzeitig Mitglied in einem dieser Wirtschaftsverbände. D.h. die Wege der Einflussnahme auf die Entscheidungen dieser Parteien sind kurz und direkt. Die Zahl derer in diesen Parteien, die sich den Vorwurf machen lassen wollen, nicht genug für die Förderung der Wirtschaft in dieser Stadt zu tun, ist nicht groß. Und für die Standhaftigkeit der wenigen Zweifler möchte ich nichts verwetten.
Wenn nun diese beiden Parteien mit ihrer Stimmenmehrheit, die sie bis zu den nächsten Wahlen noch haben, den Beschluss zum Bau dieses Parkhauses bauen, dann ist die Sache beschlossen. Der Stadtverwaltung kommt dann nur noch die undankbare Aufgabe zu, an anderen Stellen das Geld für das Parkhaus einzusparen. Höchstwahrscheinlich werden dann die Gebühren für STrom, Gas, Bus und Müll wieder steigen, an denen die Stadt immer gut mitverdient.
Glaubt also nicht denen, die glauben machen wollen, dafür sei kein Geld da. Es wird da sein, auch wenn es der Bevölkerungsmehrheit nachher fehlen wird.
Selbst die besten Argumente sind ein Fliegenschiss gegen handfeste Interessen. Wenn nicht die empörten Bürger sich genauso verhalten wie die Verbände, d.h. sich zusammenfinden und organisiert für ihre Interessen eintreten, können wir nur hoffen, dass unser Stadtpartron beim lieben Gott ein gutes Wort für seine Stadt einlegt ( vorausgesetzt der ist nicht auch noch Mitglied bei der CDUBM). Hätten die Bürger sich nicht organisiert für den Erhalt des Südbads und des Weißhaus, gäbe es beide heute nicht mehr.
17. September 2008 (22:11 Uhr)
@ Treverer
Jetzt weck nicht noch Begehrlichkeiten! Die Basilika ist extrem fußläufig zum Modehaus Marx.
18. September 2008 (11:11 Uhr)
‘Die Menschen wollen mit dem Auto bis vor die Ladentür fahren’: Ja warum haben wir denn dann überhaupt eine Fußgängerzone?? Die auch noch komischerweise schrecklich erfolgreich ist – wenn auch nicht gerade ein Segen für ihre Bewohner.
Also, echt, wenn selbst die CDU sich nicht mehr für Parkhäuser verkämpfen will, dann ist Frau Kaltenkirchen von vorgestern! Die City-Initiative braucht dringend ein paar neue Ideen und dafür anscheinend auch mal eine neue Vorsitzende!
18. September 2008 (13:36 Uhr)
“…Der Stadt fehlt das Geld, um die Schulen zu renovieren, und die Trierer Wirtschaftsverbände denken nur daran, was sie aus der Stadtkasse rausholen können für ihre eigene Klientel…”
Aber, Herr Rauls, es ist doch nicht so, als ob das in den zurückliegenden Jahrzehnten je anders gewesen wäre. Mit dem Unterschied vielleicht, dass es bis vor etwa einem Jahr meist uneingeschränkt und unkompliziert funktioniert hat.
“…Manche Stadtratsmitlieder der CDUBM sind auch gleichzeitig Mitglied in einem dieser Wirtschaftsverbände. D.h. die Wege der Einflussnahme auf die Entscheidungen dieser Parteien sind kurz und direkt…”
Die landläufige Bezeichnung hierfür lautet Filz. Und es gibt inzwischen eine Menge Bürger in Trier, die DARAUF keine Lust mehr haben.
“…Und für die Standhaftigkeit der wenigen Zweifler möchte ich nichts verwetten…”
Unterschätzen Sie die Zahl der “Zweifler” nicht. Ich finde, man kann jetzt schon spüren, dass sich etwas tut in Trier. Und auch der “plötzliche Sinnes-/Gesinnungswandel” eines Herrn Kaster kommt ja nicht von ungefähr. An den Fähnchen, die sich nach dem Wind drehen, erkennt man die Richtung.
18. September 2008 (14:25 Uhr)
Hallo Pello Bender!
Selten so gute und mir aus dem Herzen sprechende Artikel hier gelesen. Ich wohne ebenfalls direkt innerhalb des Alleenrings und kann jede einzelne Zeile Ihrer Ausführungen nachempfinden. Alles tägliches erleben…
Aber in einem liegen Sie falsch. Da man die 3er-Bande nicht ändern kann (damit liegen Sie völlig richtig), werden diese auch nicht ihr Parkverhalten ändern. Genauso wenig wie die Luxemburger und die Nicht-Großstadtgeignete Landbevölkerung aus Eifel und Hunsrück. Die werden ihre Karren auch bei 5 zusätzlichen Parkhäusern in Trier weiter auf Ihrem und meinem Anwohnerparkplatz abstellen.
18. September 2008 (16:47 Uhr)
Es wird durch den Artikel und durch manche Leserbriefe nur mehr als deutlich, dass es an einem umfassenden Verkehrskonzept in Trier deutlich mangelt.
Selbstverständlich ist es für die AnwohnerInnen ein Graus, dass die wohnungsnahen Parkplätze regelmäßig von KurzparkerInnen belegt sind. Ich wohne im Alleenring und kann dieses Problem tagtäglich beobachten. Aber warum weitet die Stadt dann das Parkscheinsystem nicht deutlicher aus, in Kombination mit dem Anwohnerparksystem? Im Stadtkern selber funktioniert dies, aber in den Seitenstraßen, die über den Alleenring hinaus gehen (und insbesondere die Parkplätze, die Parkhausnah sind) kann man tagtäglich beobachten, wie Anwohner sich die witzigsten Sachen einfallen lassen, um ihre Parkplätze zu sichern.
Und es ist auch selbstverständlich, dass die Menschen, die im Innenstadtkern arbeiten ihren Arbeitsplatz gut erreichen müssen. Nur stellt sich die berechtigte Frage, ob dies unbedingt mit dem Auto sein muss. Es ist ja nicht so, dass es dazu keine Alternativen gäbe. Ich kann bsw. die Verkäuferin in der Innenstadt gut verstehen, dass sie sich lieber in ein Auto setzt um schnell zum Arbeitsplatz zu kommen, aber das tut sie ja nicht deswegen, weil sie so gerne Auto fährt und die finanziellen Mittel für Unterhalt des Autos, Parkplatzgebühren, usw. aufbringt, sondern weil ihr die Alternativen nicht attraktiv genug sind. Da wäre eine Ausgestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs sinnvoll, aber mir drängt sich der Verdacht auf, dass in Trier lieber der motorisierte Individualverkehr gefördert wird, bsw. durch den Bau von neuen Parkhäusern. Eine sinnvolle Investition in Projekte wie der Regionalbahn wären hier hilfreicher als neue Parkhäuser. Getreu dem Motto: Das eine lassen und das andere machen! Dadurch würden Kapazitäten freigesetzt, die bestehenden Bedarf decken würden.
Und was den Verkehr angeht, der von weither kommt um die schönste rheinland-pfälzische Stadt zu besuchen, so rollt dieser sicherlich stoßweise auf Trier zu, jedoch sind Konzepte wie das Park- & Ridesystem immer nur so frequentiert, wie man sie auch bewirbt. Ansonsten sind die 20.000 Euro nämlich rausgeschmissenes Geld. Die Masse und die Individualität dieses Verkehrs kann man nur bedingt beeinflussen, aber man kann dafür sorgen, dass dieser Verkehr kanalysiert wird, nur muss man das auch wollen. Der Neubau von Parkhäusern wirkt diesem Anliegen eher entgegen.
Und auch wenn es kein neues Parkhausphantom geben würde, so wäre eine konsequentere Verkehrspolitik dringend nötig und nicht dieses Gehuddel.
18. September 2008 (17:54 Uhr)
@ Pello Bender
“..kann ich nur damit begründen: Die wohnen wahrscheinlich gar nicht in der Innenstadt! Die fahren mit ihrem metallicgrünen Neu-Golf nach Hause auf die Höhengemeinde, parken in der Garage und denken: „Echt zu viele Autos in der Innenstadt…“
…dann liegst du mit deiner Begründung schlicht falsch! Ich habe selbst drei Jahre in der Brotstraße gewohnt. Als Augenzeuge des Blitzeinbruchs in die Blaue Hand “durfte” ich miterleben, dass manche “Kunden” nicht nur im übertragenen Sinne mit dem Auto bis vor die Umkleidekabine fahren.
Ich hatte KEINEN Anwohnerparkausweis, musste also mein Auto NOCH WEITER WEG parken und hab es trotzdem überlebt. Es war nichteinmal besonders schwer, da ich dieses Auto oft vier und mehr Wochen überhaupt nicht benutzt habe. Die kleinen Unbequemlichkeiten, die hier und da damit verbunden waren, habe ich eben in Kauf genommen. AUCH zu Gunsten einer etwas lebenswerteren Innenstadt.
Es mag aus deiner Weltsicht heraus schwer zu verstehen sein, aber es gibt Leute, die Einschränkungen AUCH DANN fordern, wenn SIE SELBST davon betroffen sind. Wenn jeder nur Verzicht auf Bequemlichkeiten vom Anderen fordert, kommen wir jedenfalls nicht weiter.
Was die 3er-Fraktion angeht: vielleicht werden diese Leute ja einfach weg bleiben, wenn das “Schaulaufen” auf Vieh- und Kornmarkt irgendwann schlicht nicht mehr möglich ist, weil es endlich WIRKSAM unterbunden wird. Ich werde ihnen keine Träne nachweinen, da mir diese “NewYorker”-Kunden ebenfalls nicht besonders sympathisch sind.
Ungefähr genauso sympathisch, wie Leute, die Äußerungen von Meinungen, die nicht mit der ihren übereinstimmen, als “überflüssige Sülze” bezeichnen.
19. September 2008 (08:12 Uhr)
@Stephan Jäger
“Es war nichteinmal besonders schwer, da ich dieses Auto oft vier und mehr Wochen überhaupt nicht benutzt habe. Die kleinen Unbequemlichkeiten, die hier und da damit verbunden waren, habe ich eben in Kauf genommen.”
Das ist (war) sehr schön für Sie. Es soll aber auch Zeitgenossen geben, ich zähle mich ganz bescheiden auch dazu, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind, um ihre Brötchen respektive die Kosten für den Anwohnerparkschein zu verdienen.
19. September 2008 (11:12 Uhr)
@ Michael Peh
“Es soll aber auch Zeitgenossen geben, ich zähle mich ganz bescheiden auch dazu, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind, um ihre Brötchen respektive die Kosten für den Anwohnerparkschein zu verdienen.”
Mein – im übrigen vollständig kostenloser – Parkplatz wäre ohne Weiteres auch täglich in einer akzeptabelen Zeit (zwischen 3 und 5 Minuten) zu Fuß erreichbar gewesen. Es war halt eben bloß nicht direkt vor der Tür. Parkmöglichkeiten in dieser “Schlagdistanz” sollten für jeden beliebigen Punkt innerhalb des Alleenrings vorhanden sein.
Und falls Sie eine schwere Gehbehinderung haben sollten, Herr Peh, gibt es ja Behindertenstellplätze.
21. September 2008 (13:36 Uhr)
Mir kam da gerade eine sehr frevelhafte Idee, um künftige Auslastungsspitzen der Innenstadtparkhäuser kostenneutral abzufedern UND sich ein neues Parkhaus zu ersparen.
Voraussetzung ist (auch perspektivisch) eine ausreichenede P+R-Kapazität.
Und zwar hab ich in meinem gar marktliberalen VWL-Buch gelernt, dass der Preis ein zentrales Kriterium sei, welches Angebot und Nachfrage in Einklang brächte. Warum also, soll die “unsichtbare Hand” nicht auch unsere trierischen Parkprobleme regulieren?
Erforderlich wäre lediglich die technische Möglichkeit seitens der Stadtwerke als Parkhausbetreiber, die Tarife kurzfristig anzupassen. Mit halbwegs modernen Automaten könnte das wohl auch ein Mitarbeiter vom heimischen Rechner.
An verkaufsoffenen Sonntagen, Brückentagen und im Weihnachtsgeschäft werden also einfach die Tarife erhöht. Wer den Komfort innerstädtischen parkens schätzt, wird mit Sicherheit bereit sein dafür auch mal einen Tagsaufschlag von 25-30% in Kauf zu nehmen. Mit den Aufschlägen kann dann auch ein Teil der Kosten für die Shuttle-Busse zu den P+R-Plätzen gegenfinanziert werden.
So einfach.
Und wer nu schreit, dass ich mit meinem Vorschlag soziale Ungerechtigkeit fördere (JEDER hat das Recht sein Auto IN der Stadt zu parken. Weitere Belastungen der Autofahrer sind mit der/die “xyz” nicht zu machen): Ja, so ungerecht ist die Welt. Kaviar und Gänseleber gibts eben auch nicht für alle.
23. September 2008 (01:21 Uhr)
Wenn die City-Initiative (hier stellvertretend für alle Befürworter) meint, ein weiteres Parkhaus sei dringend erforderlich und wäre ausgelastet – ja, dann soll sie doch eins bauen! Das kann die City-Intitiative genauso wie jeder andere auch. Fordern ist natürlich leichter als selber machen. Die Stadt verpachtet ihnen bestimmt ein Ruinengrundstück zu gleichen Konditionen wie der SWT Parken GmbH. Wo liegt das Problem? Vielleicht ist man doch nicht so ganz von seinen Argumenten überzeugt? Und wenn die Preise ja sowieso zu hoch sind, um so besser für den Gewinn. Oder man macht es billiger – auch kein Problem. Wo sind denn die Investoren und Immobilienfonds denen diese “Notstände” glaubhaft vorgerechnet werden können? Die bauen lieber Gewerbefläche und mogeln sich (dank Stadtrat leider legal) preiswert aus ihrer Stellplatzverpflichtung. Man soll hier mal Zahlen nennen, was die Gewerbeimmobilienerbauer pro Stellplatz als Ablöse zahlen und was diese Stellplätze dann uns tatsächlich kosten. Vom Differenzbetrag kann man eine Menge Bushaltestellen und Radwege bauen. Und überdachte Fahrradstellplätze mit überdachtem Übergang ins Geschäft – dafür könnte man sich mal einsetzen.