Pop(p) muss draußen bleiben
Im Amphitheater wird es aller Voraussicht nach bis 2012 keine Rock- und Pop-Events mehr geben. Veranstalter Ingo Popp musste zwei für das nächste Jahr geplante Konzerte wieder abmoderieren. Der Grund: Das Kulturdezernat erteilte ihm keine Genehmigung. Stattdessen wurden die von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) in Koblenz für 2009 bewilligten Abendtermine allesamt für die Antikenfestspiele und das Römer-Revival-Festival “Brot & Spiele” reserviert. Popp spricht von einer “Ohrfeige für alle Rock- und Pop-Fans in Trier” und schaut sich nun nach Ausweichquartieren jenseits der Stadtgrenzen um.
TRIER. Ende September erhielt der seinerzeit urlaubende Ingo Popp einen Anruf auf seinem Mobiltelefon: Es sehe nicht gut aus für seine geplanten Konzerte im Amphitheater, bedeutete man ihm. Kurze Zeit nach seiner Rückkehr herrschte dann Gewissheit: Bei einem Gespräch im Rathaus ließ Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink (CDU) den Konzertveranstalter wissen, dass im kommenden Jahr im Amphitheater kein Platz für Pop(p) und Rock sein wird. Die vorgesehenen Auftritte von In Extremo und BAP könnten nicht stattfinden, eine Genehmigung werde nicht erteilt.
Zum Hintergrund: Seit vielen Jahren schon gibt es vonseiten einiger Anwohner Beschwerden wegen der von den Musik- und Theaterveranstaltungen im Amphitheater ausgehenden “Lärmbelästigung”. Die Kritik soll vor allem aus jenen Häusern kommen, deren Bau in den 1990er Jahren der römischen Arena fast die Aberkennung ihres Weltkulturerbestatus einbrachte – den so genannten Stadtvillen entlang der Bergstraße. Aufgrund der Beschwerden muss die Stadt jedes Jahr aufs Neue bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion in Koblenz eine Sondergenehmigung für einen ganzen Reigen von Abendterminen einholen. Die SGD bewilligte derer 20 für 2009, davon gehen 17 an die Antikenfestspiele, drei Termine sind für “Brot & Spiele” reserviert, erfuhr Ingo Popp bei seinem Gespräch im Rathaus. Bleiben ganze 0 Termine für den einzigen Veranstalter, der völlig eigenwirtschaftlich arbeitet und – im Gegensatz etwa zu “Brot & Spiele” – nicht mit fünfstelligen Zuschüssen aus der Stadtkasse rechnen kann.
Messepark? Keine Alternative!
Dass er aufgrund der aufwändigen Prozeduren in den vergangenen Jahren oft erst sehr spät eine Genehmigung für seine geplanten Konzerte erhielt, daran hatte sich der Veranstalter inzwischen gewöhnt. Doch dass Rock und Pop nun ganz außen vor bleiben sollen, dafür hat Popp absolut kein Verständnis. Schließlich sei er es doch gewesen, der Mitte der 1990er Jahre mit Bands wie Toto neues Leben in die alte Arena brachte – lange bevor die einst mit großem Pomp gestarteten Antikenfestspiele den Weg ins Amphitheater fanden. Er sei bereit gewesen, sich im nächsten Jahr auf zwei Konzerte zu beschränken und auf ein drittes im Rahmen des ursprünglich geplanten Open-Air-Wochenendes zu verzichten, berichtet Popp weiter. Doch bei seinem Gespräch im Kulturdezernat habe man ihm unmissverständlich mitgeteilt, dass es keinen Spielraum für Kompromisse gebe. Einzig Ausweichquartiere habe man ihm noch angeboten, darunter den Messepark. Doch eine solche Location sei wohl kaum ein Ersatz fürs Amphitheater.
Allenfalls auf der an der Ecke Kaiserstraße/Weberbach, gleich gegenüber den Kaiserthermen gelegenen Palästra wäre wohl noch so etwas wie Flair aufgekommen – aber “dann hätten wir ja die halbe Stadt beschallen und absperren müssen”, gibt Popp zu bedenken. Beschwerden von Anwohnern hätten dann wohl auch hier nicht lange auf sich warten lassen. Die Kaiserthermen selbst böten zu wenig Platz, um Konzerte wirtschaftlich veranstalten zu können. Popp sucht jetzt nach Alternativstandorten jenseits der Stadtgrenzen, beispielsweise im saarländischen Losheim, wo er bereits seit etlichen Jahren aktiv ist.
Damit finde “eine hoch interessante und wertvolle Serie” vorerst ihr Ende, beklagt der Unternehmer. Dem Vernehmen nach wird diese Serie nicht vor 2012 fortgesetzt, denn wegen geplanter Baumaßnahmen wird das Amphitheater aller Voraussicht nach zwei Jahre lang als Veranstaltungsort ausfallen.
von Marcus Stölb



20. November 2008 (13:27 Uhr)
da hat sie Recht die Frau Popp. Während ein alimentierter Kulturbetrieb künstlich am Leben erhalten wird erteilt man dem Gewerbesteuerzahler de facto Berufsverbot. Hier hat der Wahnsinn Methode. Dem Vernehmen nach ist 2009 der Spielplan identisch mit 2008. Wofür bitte braucht es dann Probentermine im Dutzend und am Spielort ???
20. November 2008 (14:26 Uhr)
Ich glaube irgendwann wird aus Trier noch ein Rentnerparadies ala Baden-Baden. Einfach noch die Uni nach Bitburg verlegen und aus den Kneipen Orthopädiefachgeschäfte machen. Vielleicht noch eine Mauer um die Innenstadt ziehen damit das Gesindel aus den Stadteilen draussen bleibt und fertig.
20. November 2008 (15:02 Uhr)
WAS? Es kann doch nicht sein, dass bei der kompletten Terminvergabe auf drei Jahre hinaus nur EINE EINZIGE Zielgruppe angesprochen wird. Nur, weil’s ein paar der “typischen Trierer Anwohner” in diesem USÄGLICHEN Dörfert-Erbe sonst etwas laut wäre?
Trier, die frische, junge alte Stadt mit Lebensqualität, die für jeden etwas bietet? DAS hatten wir uns ETWAS anders vorgestellt, Herr Jensen!
20. November 2008 (15:43 Uhr)
” Nur, weil’s ein paar der “typischen Trierer Anwohner” in diesem USÄGLICHEN Dörfert-Erbe sonst etwas laut wäre? ”
Als betroffener Anwohner sehe ich das anders. Tolerant sind vor allem diejenigen, die von diesem Lärmszenario nicht betroffen sind.
Im Sommer ist das hier die Hölle mit dem Lärm. Das betrifft allerdings auch die Aufführungen der Antikenfestspiele. Unsere Toleranz gegenüber Leuten, die auf Kosten unserer Gesundheit ihren Reibach machen wollen, wird auch künftig gering bleiben. Glücklicherweise gibt es zahlreiche rechtliche Möglichkeiten, dagegen anzugehen :-)
20. November 2008 (16:03 Uhr)
Trier beweißt mal wieder, warum es nicht zu den führenden Kulurmetropolen im Land gehört. Kleinbürgerliches und provinzielles Verhalten auf höchstem Niveau. Dagegen ist Baden-Baden ein Eldorado für den Rock & Pop-Betrieb.
Wofür braucht man Antikenfestspiel, wenn keiner hingeht? Oder mann schafft neue Auftrittsmöglichkeiten: Vielleicht könnte Bap als Legionäre auftreten. Oder In Extremo ihr Bühnen-Outfit einfach noch paar Jahrhunderte altern lassen. Dann würden die doch auch zu den Antikenfestspielen passen. Wie wäre es mit Toto unter dem Namen Titus? Oder…
Naja das gute daran: Wenn die Stadtoberen so weiter machen, wird Trier immer unatraktiver, weniger Studenten kommen nach Trier und das Raumproblem an der Uni verschwindet von alleine.
Danke lieber lärmgeplagten Anwohner. Euer Wahnsinn macht es mir persönlich leichter aus Trier weggezogen zu sein.
20. November 2008 (16:38 Uhr)
Die Erde ist eine Scheibe
Maximini oder Minimax ist eigentlich Superman
Dörfert war ein Held
Schröer war ein König
Alle Bürgermeister waren prima
Die Politiker sind unsere Freunde
Hab ich was vergessen ?
20. November 2008 (16:59 Uhr)
Für die Liebhaber von Bap und In Extremo tut mir das ja irgendwie leid. Jedoch hat jeder Fan dieser Gruppen die Möglichkeit, die Show irgendwo anders zu sehen. Antikenfestspiele und Brot und Spiele sind Alleinstellungsmerkmale der Stadt.
@ schnuffi: Neuinszenierung!!! Wo bitte soll mit ca. 100 Beteiligten sonst geprobt werden, als am Veranstaltungsort?
20. November 2008 (17:52 Uhr)
Ich halte die ” Maßnahme” des ( Noch )Kulturdezernenten, Herrn Holkenbrink,als unangebracht. Augenscheinlich verstößt sie auch gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz unseres Grundgesetzes und lässt bei mir nicht unerheblich Zweifel aufkommen.
Freilich gibt es Bürger, die sich durch Rock- und Popmusik gestört fühlen.
Auch wenn manche Menschen wenig Interesse an anderer Musik finden, sollte man diese dennoch tolerieren.
Für die Stadt Trier und deren Bürger, waren die Musikveranstaltungen des Herrn Popp, meiner Meinung nach, eine Bereicherung des gesamten kulturellen Angebotes.
Nächstes Jahr werden bekannter Weise Kommunalwahlen sein. Möchte sich Herr Holkenbrink nicht mehr aufstellen lassen, oder benötigt er verschieden Stimmen nicht !?
Felix Brand, Trier
20. November 2008 (18:46 Uhr)
Mea culpa, wenn ich die Kompetenzen nicht richtig durchblicke, aber was hat Herr Jensen denn mit einer Versagung von Genehmigungen durch das Kulturdezernat zu tun?
Ansonsten bleibt den Vorrednern wenig hinzuzufügen.
20. November 2008 (18:54 Uhr)
Wieso Herr Jensen? Herr Holkenbrink!
20. November 2008 (22:34 Uhr)
@ wie immer: dein zitat “Jedoch hat jeder Fan dieser Gruppen die Möglichkeit, die Show irgendwo anders zu sehen”
das machen wir fans der dunklen szene schon das ganze jahr über. im saarland wird das ganze jahr über was für uns angeboten ob freiluft oder drinnen. aber wir waren jedes mal froh, wenn auch mal für die subkultur in trier was stattfinden würde.
seht euch nur mal die stadt leipzig an. dort findet jedes jahr über pfingsten das Wave Gothic Treffen statt, wo an jeder ecke ne band spielt und die ganze stadt einfach schwarz ist über diese tage. und die anwohner stört das überhaupt nicht. in trier wäre sowas ja undenkbar.
es ist eine schande, dass im amphitheater vorläufig keine konzerte stattfinden. die antikenfestspiele sind doch eh schon ausgelutscht.
20. November 2008 (23:51 Uhr)
@Peter Schreiner
Was, Herr Schreiner, war denn zuerst da? Das Amphitheater oder diese UNSÄGLICH hässlichen Schuhkartons, von denen Sie offensichtlich einen bewohnen? Wenn Ihnen Ihre Gesundheit so lieb ist, hat Sie irgendwer gezwungen, Ihr Domizil in dieser “Lärmhölle” aufzuschlagen?
@Wie immer schreibt
Ein Ukrainisches Lückenbüßerballett, das zum Band tanzt ist Alleinstellungsmerkmal der Stadt? Dazu sage ich jetzt wirklich besser nichts.
@Markus
Theoretisch hast Du recht. Glaubst Du unter einem Herrn Schröer hätte es eine solche Entscheidung GEGEN den OB gegeben?
21. November 2008 (07:32 Uhr)
Ein Husarenstück des Kulturdezernats. Gerne rühmt man sich für das kulturelle Angebot Triers für “alle Altersklassen”. Dass dafür hauptsächlich Ingo Popp und sein Team sorgen, verschweigt man gerne. Aber sollen sie ruhig so weiter machen. Dann veranstaltet poppconcerts bald nur noch in Losheim und Trier kann wieder in einen 2000-jährigen Schlaf fallen.
21. November 2008 (08:50 Uhr)
Kultur hin oder her – ein Anrecht auf Nachtruhe hat jeder.
Bei den letzten Veranstaltungen im Amphitheater konnten wir die Lieder der darbietenden Künstler bis in die Tessenowstraße (Trier-Heiligkreuz) hören und mitsingen. Ich denke, das geht doch irgendwie etwas weit.
Interessant ist immer, das gerade von Leuten die außerhalb von Trier wohnen oder extra da hingezogen sind (weil es da ja ruhiger ist), von den Bewohnern der Stadt Toleranz gefordert wird.
Und für Musikveranstaltungen haben wir in Trier ja das perfekte Umfeld – die Trier Arena.
21. November 2008 (10:01 Uhr)
@Lärm”geplagter”
Ich wohnte bis zum August in der Hindenburgstraße, zuvor in der Brotstraße. Sie können gerne mal auf dem Stadtplan nachschauen, welche von beiden deutlich weiter vom Amphitheater entfernt ist, als die Tessenowstraße.
Toleranz findet also auch IN der Stadt und vor allen Dingen im Kopf statt. Hin und wieder denke ich, Trier hat vielleicht (leider) doch die Politiker, die Holkenbrinks und Maximinis, die es verdient.
21. November 2008 (10:18 Uhr)
@Lärmgeplagter:
na wenn sie das so sehen, dann können wir das Altstadtfest ja auch gleich in die Arena verlegen. Dort spielt ja auch an jeder Ecke ne Band und dabei nicht nur laut, sondern zu oft auch noch falsch…
das würde mir als bewohner der betroffenen Region auch gut gefallen.
aber ich habe mich nunmal für ein leben in der stadt entschieden und mag es im goßen und ganzen, auch wenn ich dafür einige abstriche machen muss und sogar dieses sogenannte motorsportspektakel über mich ergehen lassen muss…
21. November 2008 (11:22 Uhr)
@ Emily Noire: 1.Da Du von “ausgelutscht” sprichst Berichte mir doch bitte mal, wie viele Vorstellungen der Antikenfestspiele Du bereits gesehen hast? Und welche?
2. Brauchen die Fans der dunklen Szene wirklich unbedingt das Amphietheater, um In Extremo zu huldigen oder wäre ein Konzert an anderer Stelle in Trier für die Fans auch ok?
@ Stepahn Jäger: Ich vermisse Ihre Weitsichtigkeit und finde Ihre Äußerung in Bezug auf meinen Kommentar etwas populistisch angehaucht.
Wieso nehmen Sie das Ballett-Gastspiel als Argumentationsgrundlage? Es ist nicht das erste Mal, dass im Rahmen der Antikenfestspiele Gastensembles auftreten.
Außerdem bin ich davon überzeugt, dass “Ben Hur” ein Erfolg wird. Das Gleiche gilt für die Neuinszenierung der Oper Nabucco.
21. November 2008 (12:15 Uhr)
@Wie immer
Ich weiß nicht, ob Sie meine Anmerkung, Ihren Kommentar betreffend, dahingehend (miss)verstanden haben, dass ich den Antikenfestspielen jedwede Existenzberechtigung abspreche. Das ist ganz sicher nicht so. Und es geht hier ja auch nicht um eine zwingende “entweder, oder”-Entscheidung (auch, wenn das momentan von unserem “Kulturdezernenten” so gehandhabt wird). Im Gegenteil: Es sind 20(!) Termine zu vergeben.
Befürworten Sie es, dass in einer Stadt, die den Anspruch erhebt, Großstadt zu sein und in der die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten (kulturellen) Interessen leben, SÄMTLICHE 20 Termine mit Ausrichtung auf EINE EINZIGE Zielgruppe vergeben werden, während die Ansprüche und Wünsche aller Anderen unberücksichtigt bleiben?
Herr Popp plante 2 Konzerte fix und ein Drittes eventuell. Das sind 10% der möglichen Termine oder eben etwas mehr. NICHTEINMAL DIES wurde ihm (und den Bevölkerungsteilen, die sich auf dieses Angebot gefreut haben) vom unserem “Kulturdezernenten”, dem “Bewahrer” Holkenbrink, zugestanden. Stattdessen kauft er lieber Füllprogramm ein, das von den Alpen bis zur Nordsee auf jeder Dorfkirmes rumhüpft und WEDER Bezug zur Stadt, NOCH zu den Festspielen hat.
Vielleicht ist ja jetzt etwas klarer geworden, was ich mit meiner “populistischen” Äußerung gemeint habe. Was allerdings an einem VÖLLIG EINSEITIGEN Kulturangebot in einer Großstadt “weitsichtig” sein soll, dass müssten Sie dann schon nocheinmal etwas differenzierter erklären. (Könnten wir uns im Übrigen vielleicht auf Weitsicht einigen? Weitsichtigkeit ist meines Wissen eine Form der Sehschwäche, von der ich sehr hoffe, dass Sie mir diese nicht wünschen)
21. November 2008 (13:46 Uhr)
@ Stephan Jäger
Zunächst würde mich interessieren, wo Sie hingezogen sind und warum. Das würde die Aussagen ja unter Umständen relativieren.
Was die Entfernung meiner Wohnung zum Amphitheater betrifft: Luftlinie meiner Wohnung zum Amphitheater sind es 960 m. Dazwischen ist kein nennenswertes natürliches Hindernis bzw. irgendwelche dem Lärm hinderliche Bebauung. Beide Punkte liegen etwa gleich hoch, ich bilde mir also ein, durchaus beurteilen zu können, ob etwas laut ist oder nicht.
Die Entfernung (ebenfalls Luftlinie) vom Amphitheater zur Mitte der Hindeburgstraße beträgt 980 m. Also in etwas gleich weit weg. Allerdings liegt dieser Punkt gegrafisch “unter” dem Amphitheater. Der Lärm ginge also “über Ihren Kopf” hinweg bzw. würde durch reichlich Bebauung aufgehalten.
Selbstverständlich sind die Innenstadtbewohner noch wesentlich mehr geplagt (z. B. durch Altstadtfest und ADAC). Ich habe das ja auch nur geschrieben, um anschaulich zu machen, wie weit das zu hören ist. Und wie das dann direkt daneben ankommt.
Auch bei anderen Festen sollte man die Kirche einfach im Dorf lassen. Sicherlich ist eine gewisse kulturelle Bereicherung wichtig. Aber es kann nicht sein, das der eine Teil sich bereichert und einen tollen Abend hat und der andere liegt wach im Bett und der nächste Tag ist gelaufen, weil man nicht schlafen kann.
Und – falls das jetzt kommt – ich will nicht zu jedem Konzert gehen müssen.
21. November 2008 (16:40 Uhr)
@wie immer: es geht hier nicht darum wieviele und welche vorstellungen ich von den antikenfestspielen schon gesehen habe. es ist ja wohl fakt das herr popp als erster veranstalter das amphi nach jahren toter stille mal wieder mit veranstaltungen gefüllt hat. antikenfestpiele und brot und spiele kamen erst viel später. wie heißt das sprichwort so schön: wer zuerst kommt malt zuerst. nur leider in diesem fall nicht.
zu Punkt 2: selbstvertändlich können wir auch an anderer stelle konzerte uns ansehen. machen wir doch eh schon das ganze jahr über: losheim, dillingen, illingen, saarbrücken, bostalsee usw. das saarland hat schon nen ganzen batzen geld verdient, weil wir gehen dann dort auch essen und trinken vor oder nach der veranstaltung.
des weiteren könnten die antikenfestspiele ja im messepark auftreten oder in der arena. immer soll die subkultur weichen.
21. November 2008 (19:33 Uhr)
@Peter Schreiner
Was, Herr Schreiner, war denn zuerst da? Das Amphitheater oder diese UNSÄGLICH hässlichen Schuhkartons, von denen Sie offensichtlich einen bewohnen? Wenn Ihnen Ihre Gesundheit so lieb ist, hat Sie irgendwer gezwungen, Ihr Domizil in dieser “Lärmhölle” aufzuschlagen?
Herr Jäger,
Ihrer Argumentation kann ich nur schwer folgen. Als wir hier einzogen, gab es diese ganzen Veranstaltungen noch nicht. Wir würden uns auch nicht dagegen sträuben, wenn sich die Anzahl der Veranstaltungen im Rahmen halten würde. Neben den eigentlichen Konzerten werden auch noch Proben veranstaltet, mit dem entsprechenden Lärm. Das ist unzumutbar, deshalb werden wir uns auch weiter gegen diese Zumutung wehren.
21. November 2008 (20:03 Uhr)
@ Herr Schreiner: ich beneide Sie, dass Sie den Bands noch bei den Proben zuhören können. Würde ich auch gerne.
21. November 2008 (20:20 Uhr)
Hilfe…mir ist es zu laut. ach du schande. ich würde gerne die proben mitbekommen. wir können ja dann tauschen. in trier ist in sachen subkultur tote hose. wie gesagt, man muß ins saarland oder noch weiter weg, um mal was gutes aus seiner szene zu sehen oder zu erleben.
komisch die rally stört wohl keiner oder der tägliche Strassenlärm. ich wohne neben einer schule und mich stört der lärm auch nicht der den ganzen tag ist. das ist halt so und nur weil ein paar veranstaltungen sind, wird sich gleich beschwert.
echt wie in baden-baden…rentnerstadt…hilfe. beim musikantenstadl wird wohl nicht so ein aufstand gemacht.
ich sag nur popp…und freue mich auf die konzerte für unsere subkultur.
21. November 2008 (20:43 Uhr)
was doch hier der kernpunkt ist, ist diese einseitige vergabe der termine!
17 termine für die antiken… könnten 2 proben nicht im hier so gelobten messepark oder der arena sein?
das dem tourismusprogramm der absolute vorrang eingeräumt wird in einer großstadt mit über 20 000 studenten (stimmt das aktuell?) ist der punkt!
und ein eingleisig fahrender kulturdezernent ist nun weiß-gott kein gutes aushängeschild!
armuts zeugnis!
21. November 2008 (21:14 Uhr)
Wenn ich mich nicht irre, ist bei Veranstaltungen im Amphitheater doch eh um 23.00h Schicht im Schacht. “Gestörte Nachtruhe” sieht bei einem erwachsenen Menschen irgendwie anders aus.
21. November 2008 (21:24 Uhr)
Aber wir sind uns doch schon alle einig: eine Stadt und erst Recht eine Stadt, die Großstadt sein will, sollte schon vielen und auch vielen verschiedenen Einwohnern etwas bieten. Hier einen Veranstaltungsort für eine ganz bestimmte Zielgruppe zu reservieren ist peinlich. Wie groß ist wohl die Zahl der potenziellen Antikenfestspiel-Besucher in der Region im Vergleich zur Zahl der potenziellen Pop/Rock-Konzert-Besucher?
Und da auch ich Anwohner bin und somit immer live dabei: Lärm ist Lärm. Ob da für die Antikenfestspiele geprobt wird oder für ein Rockkonzert, beides ist kein Vögelgezwitscher. Es geht nicht um 20 Termine plus die von Popp sondern um 20 Termine inklusive der zwei oder drei für Pop und Rock. Mir persönlich sind die Konzerte sogar lieber als die Festspiele: a) gefällt mir die Musik besser und b) wird bei Konzerten deutlich weniger wild und ungehemmt alles zugeparkt als bei den Antikenfestspielen. Ich finde auch interessant, dass, nachdem mal bei den Festspielen eifrig Knöllchen verteilt wurden, etwa an den völlig blockierten Bushaltestellen, in den letzten Jahre keine Politessen mehr unterwegs waren. Eine mögliche Einnahmequelle, beispielsweise um die Zuschüsse zu refinanzieren ;-) wird hier also “verschenkt”.
21. November 2008 (21:32 Uhr)
@ Stephan Jäger
mag ja sein, dass es das unter einem OB Schöer nicht gegeben hatte, aber auch genau deshalb haben wir einen Politikwechsel gewünscht. Verantwortung muss von den Stellen getragen werden, die dafür verantwortlich sind!
21. November 2008 (22:06 Uhr)
Werte Mitbewohner der Stadt Trier,
wenn ich mir hier diese Leserbriefe durchlese, so sehe ich hier konstruktive als auch destruktive Leserbriefe. Ich selber arbeite in dieser Branche und dennoch Frage ich mich, ob diese Form, die ich hier nachlesen kann, die richtige ist. Ich denke nein.
Fakt ist, das jede Gruppe (Anwohner, Theaterbesucher, Rockkonzertbesucher, Künstler etc.) am Ende einen schönen Sommer geniesen will. Denn darüber reden wir hier ja am Ende, über 20 Tage, die in den Sommermonaten liegen. In den Monaten, wo das Wetter lau ist und man gerne mal die Balkontür, in Ruhe, auflassen möchte.
Aber um zurück zum Thema zu kommen, ich bin der Meinung, das diese 20 Tage durchaus ausreichen um Brot & Spiele, die Antikenfestspiele und Poppconcerts zu bedienen. Aber diese Entscheidung liegt nicht in meiner Macht. Ich fände es schön und erstrebenswert, wenn Trier es möglich wäre hier einen Brückenschlag zu tätigen. Einen Brückenschlag wo sich Anwohner (egal wie weit sie vom Amphitheater weg wohnen, da je nach Windrichtung eh jemand anderes der “Betroffene” ist), Politik & Kulturliebhaber (auch hier gilt der Brückenschlag zwischen Rock, Klassik, Theater & Kultur) näher kommen und einvernehmlich auseinander gehen.
Und ja, mir ist es bewusst, das hier insbesondere die Anwohner der oberen Bergstrasse, den größten Kompromiss eingehen würden, denn die hier liegt nunmal die Einfahrt zum Amphitheater. Dennoch hoffe ich einfach auf ein Verständnis, denn mehr kann ich nicht erwarten. In diesem Sinne
Sven HEidemann
22. November 2008 (00:09 Uhr)
@Lärmgeplagter
Um diese Frage zu klären: momentan wohne ich in der Maarstraße. Da bin ich aber nicht hingezogen, weil das jetzt 1550m Luftlinie von Amphitheater entfernt ist (verbessern Sie mich, wenn ich etwas Falsches sage). In diesem Fall hätte ich mich wahrscheinlich auch kaum in der weiter oben stehenden Weise geäußert. Überdies wäre die Maarstraße – trotz der größeren Entfernung zum Amphitheater – eine schlechte Wahl gewesen. Denn gleich gegenüber ist eine Gaststätte, die bisweilen selbst unter der Woche bis 1 oder 2 Uhr früh frequentiert wird. Mich allerdings stört das nicht weiter. Es ist, wenn auch wesentlich häufiger, näher und länger, als die beanstandeten Veranstaltungen, so doch nicht ständig. Und, wenn’s gar zu arg wird, gibt es ja auch noch Oropax.
Ausserdem kann ich dem Ganzen sogar eine gewisse Qualität abgewinnen. Es ist, wie auch ein breit gefächertes Kulturangebot, ein Teil dessen, was für mich den Reiz der Stadt ausmacht: Leben!
Für Zeitgenossen, denen jedwede akkustische Spur menschlischen Daseins – auch ab und zu – unerträgliche Beeinträchtigung ist, hätte ich allerdings noch eine nervenschonende Alternative zum ständigen Bemühen der Rechtschutzversicherung: Den hohen Hunsrück zwischen Simmern und Sohren. Da hört man absolut nichts. Manchmal Wochen lang. Und auch sonst gibt es da nichts, was einen vom Schlafen abhält.
22. November 2008 (06:45 Uhr)
ich mag nicht mehr in einer stadt leben, die altstadtfeste, adac-rallyes und allerheiligenrummels erlaubt bzw. durchführt und BAP verbietet !
22. November 2008 (13:37 Uhr)
@ Markus Nöhl
In der Sache gebe ich Dir zu 100% Recht!
Im speziellen vorliegenden Fall finde ich es schade, dass diesen Elefanten nicht IRGENDWER dran hindern konnte, durch den Porzellanladen zu trampeln.
Aber vielleicht gehen ja unsere Wünsche doch noch in Erfüllung, wenn an den verantwortlichen Stellen irgendwann auch in Trier mal Leute sitzen, die ihren Job können. Träumen darf man ja!
23. November 2008 (00:35 Uhr)
@ baumauge:
Dann zieh´ doch um!
24. November 2008 (12:44 Uhr)
# Tif schreibt:
21. November 2008 (21:24 Uhr)
Ich finde auch interessant, dass, nachdem mal bei den Festspielen eifrig Knöllchen verteilt wurden, etwa an den völlig blockierten Bushaltestellen, in den letzten Jahre keine Politessen mehr unterwegs waren. Eine mögliche Einnahmequelle, beispielsweise um die Zuschüsse zu refinanzieren ;-) wird hier also “verschenkt”.
Eventuell gibt es hier ein Anordnung “von oben”, dieses gesetzwidrige Parkverhalten nicht weiter zu verfolgen ? Im nächsten Jahr wird sicher eine Anzeige ” gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachtes der Vorteilsnahme im Amt ” kommen. Vielleicht kann die Staatsanwantschaft herausfinden, warum die geltende Strassenverkehrsordnung für die Besucher der Veranstaltungen ausser Kraft gesetzt wird.
24. November 2008 (15:22 Uhr)
@ Stephan Jäger
Ein Traum, du wohnst gegenüber vom Rosi. Welch vorzügliche Wohnungswahl !!! Chapeau ;-))
24. November 2008 (15:56 Uhr)
@ Peter Schreiner
“…Glücklicherweise gibt es zahlreiche rechtliche Möglichkeiten, dagegen anzugehen…”
“…Im nächsten Jahr wird sicher eine Anzeige “gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachtes der Vorteilsnahme im Amt” kommen. Vielleicht kann die Staatsanwantschaft herausfinden, warum …”
Inzwischen kann ich mich des “Anfangsverdachtes” nicht erwehren, dass Sie sehr wenig wirklich Sinnvolles zu tun haben. Ich persönlich jedenfalls fühle mich als Bürger durch Blockierung der Strafverfolgungsbehörden durch hirnrissige Prozesshanseleien wesentlich stärker beeinträchtigt, als durch den “Lärm”, der von Konzertveranstaltungen ausgeht.
24. November 2008 (18:01 Uhr)
@ Stephan Jäger:
Oh, Entschuldigung. Nein, eine Sehschwäche (und auch sonst nichts negatives) wünsche ich Ihnen natürlich nicht!
Ich lese immer 20 Termine. Acht Vorstellungen wird es im Rahmen der Antikenfestspiele 2009 geben. Diese verteilt auf vier verschiedene Events (Oper, Ballett, Ben Hur und ein Konzert.
Ich bin der Meinung, dass hier sehr viele Interessentengruppen angesprochen werden.
Diese Tatsache sollte einmal berücksichtigt werden. Damit es nicht immer nur pauschal “die Antikenfestspiele bekommen…” heißt.
25. November 2008 (11:41 Uhr)
hmmm… ich finde, trier sollte noch froh darüber sein, einen lokalen eigenverantwortlich arbeitenden Konzertveranstalter sein eigen nennen zu dürfen. Antikenfestspiele und BrotundSpiele sind sicherlich für Triers touristische Profil nicht minder von Bedeutung, allerdings verstehe ich es nicht, wie sich eine Stadt in Form eines Kulturdezernats so sperren kann. Wie vorher schon erwähnt geht es hier um 10% der möglichen Termine
Was wäre eine Trierer Konzertszene ohne Popp? Lassen Sie mich mal überlegen.. Öhm.. nichts.. Zwar veranstaltet Dieser das ganze nicht aus purer Gutmütigkeit, sondern vor Allem wahrscheinlich aus kommerziellem Interesse, trotzdem ist und war er steht bemüht, die Trierer Konzertszene am Laufen zu halten. Sowohl für Jungen als auch für Altes Puplikum.
Ich finde es schön, dass herr Popp trotzdem weiter Openair Konzerte veranstalten will, obwohl hier ja auch erhebliches Risiko liegt ( siehe die verregnete verlustreiche Saison zuvor.)
Desweitern sollte man in Trier evt mal über gezielte Beschallung nachdenken. die Situation ist mit etwas finanziellem und fachlichem Aufwand wohl auch noch zu optimieren.
Moderne Technik verschafft neue Möglichkeiten ( in anderen Fällen hat dies mehr oder weniger auch schon geklappt), obwohl ich auch eingestehen muss, dass dies bei der vorzufindenden “Trichter”-Situation nicht das Eionfachste sein wird. Man kann es aber zumindest versuchen!
Zwar eliminiert man damit die Lärmprobleme nicht, zeigt damit aber den geplagten Anwohnern etwas entgegenkommen, die Situation für Beide Parteien angenehm zu machen.
25. November 2008 (12:47 Uhr)
@ Wie immer:
Ja, Ihre Meinung ist vollkommen korrekt. Es werden “sehr viele Interessengruppen” in den Reihen der Liebhaber klassischer Musik angesprochen. Und deshalb werden – inklusive Proben – 17 von 20 Terminen ausschließlich diesen zur Verfügung gestellt.
Ist Ihnen in Ihrer MAßLOSEN IGNORANZ vielleicht einmal aufgefallen, dass es, ausser der Musikrichtung, die Sie selbst offensichtlich präferieren, in heutiger Zeit auch noch die ein- oder andere durchaus ernst zu nehmende sonstige Richtung gibt, deren Anhänger ebenfalls ein Recht auf entsprechende Angebote haben?
26. November 2008 (10:34 Uhr)
@ Stephan Jäger:
Nachdem Sie sich jetzt etwas Luft gemacht haben, indem Sie mir “MAßLOSE IGNORANZ” vorwerfen (diesen Vorwurf weise ich entschieden zurück), sollten wir die ganze Angelegenheit nun wieder objektiv betrachten.
Problem:
Die SGD bewilligt für 2009 nur 20 Abendtermine
Warum?
In erster Linie doch deshalb, um die Anwohner der Bergstraße (und vielleicht ein paar andere) vor Schallemission in der Nacht zu schützen. Diese Problematik muss man ernst nehmen. Ob die Belästigung nun wirklich so groß ist wie das Problem das daraus gemacht wird, muss das Lärmschutzgutachten zeigen. Luftlinie 100 Meter entfernt vom Amphitheater, in nördlicher Richtung, habe ich persönlich von In Extremo, Fury und Co. sehr, sehr wenig mitbekommen.
Um den Bedürfnissen der direkten Anwohner gerecht zu werden und somit eine Genehmigung für mehr Abendtermine zu bekommen, muss an der Infrastruktur im und um das Amphitheater etwas getan werden. Dafür kämpfen auch die Antikenfestspiele schon seit Jahren.
Um Ihrem Vorwurf noch etwas entgegen zuhalten:
Ich gönne Herrn Popp, dass er alle seine geplanten Konzerte durchführen kann. Gerne erinnere ich mich an Toto im Amphitheater und in den Kaiserthermen. Als “Anhänger” dieser Band, die sich dieses Jahr leider aufgelöst hat, haben mich aber auch Anreisen von mehreren hundert Kilometern nicht davon abgehalten, 15 weitere Konzerte zu besuchen.
“in heutiger Zeit auch noch die ein- oder andere durchaus ernst zu nehmende sonstige Richtung ”
Wenn wir das Wort “klassisch” in der heutigen Zeit verwenden, dann meint man damit meist “zeitlos”, nicht modern und auch nicht rudimentär. Die klassische Musik zieht ihre “Anhänger” schon seit Jahrhunderten in ihren Bann und wird es wohl auch noch das ein oder andere Jahrhundert tun.
Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Anzahl der Kulturverdrossenen in unserer Gesellschaft nicht über prozentual wächst.
Im übrigen bin ich der Meinung, dass jede Musikrichtung ernst zunehmen ist, so lange sie es schafft Menschen für sich zu begeistern.
26. November 2008 (13:06 Uhr)
@Wie immer
Sehen Sie durch Ihre “ausführlichen Darlegungen” den Vorwurf der Befürwortung einer völlig einseitigen Verteilung der zur Verfügung stehenden Kontingente im Sinne IHRER persönlichen Präferenzen in irgend einer Weise entkräftet?
Dass – und, warum es nur 20 Termine sind, ist jedem, der den Artikel gelesen hat, klar. Trotzdem vielen Dank für die nochmalige Erklärung.
Die Kritik bezieht sich auf deren Vergabe. Das sollte doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein. Oder sehen Sie sich ernsthaft in der Situation, die Bürger einer 100.000-Einwohnerstadt zur “richtigen, zeitlosen ernsthaften” Musik erziehen zu müssen?
Es gibt eben – für manch einen schwer zu begreifen – verschiedene GLEICHBERECHTIGTE Geschmäcker. Toto zum Beispiel könnte bei mir zuhause auf dem Klo spielen. Ich würde dir Tür schließen und einen iPod aufsetzen. In Ihrem Wohnzimmer können Sie ja gerne hören, was Sie möchten. Aber Aufgabe der Politik sollte es sein, den VERSCHIEDENEN Ansprüchen der Menschen, die sie vertritt, gerecht zu werden.
Was im Moment geschieht, ist jedenfalls der schnellste Weg, “die Anzahl der Kulturverdrossenen in der Gesellschaft” überproportional wachsen zu lassen. Eine Menge Leute, die sich vielleicht mit dem Gedanken getragen haben, eine Veranstaltung der Antikenfestspiele (oder dessen, was davon übrig ist) zu besuchen, werden dies nun aus Verärgerung nicht tun.
Kultur ist halt nicht nur das, was Sie (und Herr Holkenbrink) dafür halten. DAS habe ich mit Ignoranz gemeint. Danke für’s nochmalige Bestätigen.
27. November 2008 (16:09 Uhr)
@ Stepahn Jäger:
Bitte lesen Sie sich IHRE Kommentare einmal in Ruhe durch.
“Es gibt eben – für manch einen schwer zu begreifen – verschiedene GLEICHBERECHTIGTE Geschmäcker. Toto zum Beispiel könnte bei mir zuhause auf dem Klo spielen. Ich würde dir Tür schließen und einen iPod aufsetzen. In Ihrem Wohnzimmer können Sie ja gerne hören, was Sie möchten.”
UND SIE WOLLEN MIR IGNORANZ UNTERSTELLEN???????
Zuerst “präferiere” ich, laut Ihnen, die klassische Musik. Dann erkläre ich Ihnen, dass dem nicht so ist (Klassik und Rock unterscheiden sich dann doch ein wenig) und nenne Ihnen ein Beispiel. Und darauf fällt Ihnen nichts anderes ein als der oben eingefügte Kommentar.
Wenn das nicht IGNORANT ist, dann weiß ich es auch nicht!
Außerdem laufen Ihre Versuche, sich als mir überlegen darstellen zu wollen, total ins Leere.
Und jetzt nochmal meine Sicht der Dinge:
1.)
Dass Herr Popp keine Termine für 2009 bekommen hat, ist in der Tat nicht “fair”!
2.)
Im Rahmen der Antikenfestspiele gibt es 8 Vorstellungstermine. Die anderen Termine sind somit wohl für Proben verplant.
Und da werden wir uns doch einig sein- ohne Proben geht es nicht!
27. November 2008 (17:53 Uhr)
Das ist mal wieder TYPISCH Trier – da hat man mal Potential und nutzt es nicht . Aufregen lohnt sich nicht…es ist einfach eine Farce – diese Stadt!
Saarbrücken mit einem guten Angebot an Konzerten jeglicher Art ist auch nur knapp 100 km entfernt und gut erreichbar, auf dem platten Land im Saarland wird ja mehr angeboten als in Trier – dann muss der Musikinteressierte eben wieder ein paar KM fahren – ist ja nicht so, als ob man das nicht schon gewohnt wäre..
Bedauerlich, weils ne vertane Chance ist für Trier – aber nicht verwunderlich…
28. November 2008 (09:38 Uhr)
Ist das nicht ein Armutszeugnis, dass man sich als “Großstadt”bürger stets ins Auto oder den Zug setzen muss, um ein einer Stadt würdiges Kulturprogramm vorzufinden?
Stimmt! Aufregen lohnt sich nicht. Ein gutes Gedächtnis muss man haben für all die Heldentaten von A, wie “Amphitheater” bis W wie “Weihnachtsmarkt”…und dann WÄHLEN gehen!
30. November 2008 (13:02 Uhr)
Großstadt? *ggg* Nunja … es gibt kleinere Städte ohne dieses Attribut, die “größer” sind – im übertragenen Sinne …
Alleine an den Einwohnerzahlen kann man da leider nur wenig aussagen…Trier eben.
Dummerweise sind auch die Bahnverbindungen in die Welt und aus der Welt – mit Start und Ziel “Trier HBF” – seeeehr schlecht und werden wohl auch nicht besser werden, also –> Auto
Schade ums Benzin, schade um die Fahrtzeit, schade um die Umwelt, schade um die einheimischen Geschäfte und Gastronomen, denen so auch Einnahmen abhanden gehen – aber so ist das nunmal.