Fast 97 Prozent für Nink

NEWEL-BUTZWEILER. Die Sozialdemokraten in Stadt und Kreis haben Manfred Nink zu ihrem Kandidaten für die Bundestagswahl 2009 gewählt.

Der Kenner Landtagsabgeordnete erhielt am Samstag auf einer gemeinsamen Wahlkreisdelegiertenkonferenz in Newel-Butzweiler 96,7 Prozent der Delegiertenstimmen. Damit wird es bei der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Trier zu einem Duell zwischen Bernhard Kaster (CDU) und Nink kommen.

Manfred Nink warb bei den Delegierten für die Unterstützung seiner Kandidatur. Als Argumente für seine Bewerbung führte er vor allem seine langjährige politische Erfahrung in Kreis, Land und Bund an. Der Verkehrsexperte der SPD-Landtagsfraktion sprach über gelungene Verkehrsinfrastrukturprojekte wie die Ortsumgehung Schweich ebenso wie über BAföG-Erhöhung, Wohngelderhöhung und das Schulstarterpaket für hilfebedürftige Kinder. “Wir werden den Skeptischen beweisen, dass die soziale Gerechtigkeit zu Recht das Markenzeichen der SPD ist und bleibt. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich darin unterstützen würdet, im Wahlkampf die Themen Sozialpolitik und Infrastrukturpolitik als Schwerpunktthemen mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Gemeinsam werden wir das schaffen”, rief er den Delegierten zu.

Die Landtagsabgeordneten Ingeborg Sahler-Fesel und Alfons Maximini lobten Nink als “fleißigen Kollegen mit profundem Wissen” und als “gestandenen Politiker und Gewerkschafter”. Nur mit Einsatz und Können werde man dreimal in einer schwarzen Hochburg wie Kenn direkt als Ortsbürgermeister gewählt, fügte der scheidende Bundestagsabgeordnete Karl Diller hinzu. “Ich werde dich unterstützen, als wenn ich selbst der Kandidat wäre”, versprach Diller. Auch die Trierer Jusos, die im Vorfeld während der parteiinternen Kandidatendiskussion ihren ehemaligen Vorsitzenden Christian Z. Schmitz unterstützten, stellten sich hinter Ninks Nominierung.  Schmitz wurde einstimmig als weiterer Kandidat für die Landesliste der SPD
gewählt.

Die Genossen sind optimistisch, dass ihr Kandidat gegen den parlamentarischen Geschäftsführer der Unions-Fraktion im Bundestag, Bernhard Kaster, eine realistische Chance haben. “Kaster macht Wind in der Presse und ich schaffe greifbare Ergebnisse für die Region”, attackiert Diller, der Abgeordneter in Berlin und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, den CDU-Mann. “Wir kennen seine Schwächen und werden diese nutzen”, machte die Vorsitzende der Trierer SPD, Malu Dreyer, den Delegierten Mut.

Kaster gehört dem Bundestag bereits seit 2002 an, bei den vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 2005 errang er im Wahlkreis 2005 das Direktmandat. Eine Wahldelegiertenversammlung bestimmte den Pfalzeler, der auch Chef der Trierer CDU ist, am 27. Oktober erneut zu ihrem Direktkandidaten für die Bundestagswahl. (mst)

von 16vor

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