Moderater Anstieg

TRIER. Zum Jahresende hat die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Trier wieder zugenommen.

Das gab am Mittwoch die Bundesagentur für Arbeit bekannt. Der Anstieg sei in erster Linie saisonal bedingt, heißt es. Die Hauptgründe sind witterungsbedingte Entlassungen bei Außenberufen wie Bau, Baunebengewerbe und deren Zulieferern sowie der Gastronomie an der Mosel.

Im Dezember waren 10.871 Frauen und Männer arbeitslos, 826 oder 8,2 Prozent mehr als vier Wochen zuvor. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember verlief moderat. So hat sich der Abstand zum Vorjahreswert im Dezember lediglich um 160 Personen erhöht. Damals waren 10.711 Arbeitslose registriert. Die Arbeitslosenquote –berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen- erhöhte sich von 3,9 Prozent im November auf 4,2 Prozent im Dezember 2008. Vor einem Jahr betrug sie 4,5 Prozent. Im Dezember meldeten sich 3.879 Personen erstmals oder erneut arbeitslos, 545 mehr als im November und 719 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Bestand an Stellenangeboten für den ersten Arbeitsmarkt ist weiter rückläufig. Aktuell waren im Dezember 1.743 Stellen gemeldet, im November waren es noch 1.837. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit um 826 Personen gegenüber November 2008 verteilt sich auf alle Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Trier. Allerdings ist im direkten Vergleich zum Dezember 2007 die Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellenbezirken Bitburg (-28 Personen), Prüm (-12 Personen), Gerolstein (-80 Personen), Daun (-58 Personen) und Saarburg (-11 Personen) noch leicht gesunken. Die günstigsten Arbeitslosenquoten im Bezirk weisen die Geschäftsstellen Saarburg (3,0 Prozent), Prüm (3,0 Prozent), Morbach (3,2 Prozent) und Bitburg (3,3 Prozent) auf.

Im abgelaufenen Monat haben 110 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. In diesen Betrieben sind 3.480 Arbeitnehmer von der Kurzarbeit betroffen. Gegenüber Dezember 2007 hat sich die Zahl der Betriebe verdoppelt und bei den betroffenen Arbeitnehmern sind dies 3.000 mehr als vor einem Jahr.

Die aktuelle wirtschaftliche Situation wirke sich nach wie vor nicht oder noch nicht auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Bezirk aus, heißt es bei der Arbeitsagentur. “Einige Arbeitsmarktindikatoren zeigen jedoch, dass sich im laufenden Jahr die abschwächende Konjunktur auch signifikant auf den Arbeitsmarkt in unserer Region auswirken wird”, so Jürgen Dillmann, stellvertretender Agenturleiter. Folgende Signale deuteten unter anderem darauf hin: die ansteigende Zahl frühzeitiger Meldungen von gekündigten Beschäftigten, eine starke Zunahme der Kurzarbeit vor allem aus dem Bereich der Automobilzuliefererindustrie und dem Baugewerbe seit September 2008. “Befristete Verträge und der Ablauf von Kündigungsfristen zum Jahresende werden bereits im Januar 2009 die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen lassen”, erwartet die Arbeitsagentur, die zudem darauf verweist, dass die Beschäftigung und der Einsatz von Leiharbeitskräften “deutlich reduziert” wurden.

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