Von links nach rechts

TRIER. “Horst Mahler: Von links nach rechts, ein alternativloser Weg?” lautet das Thema eines Vortrags von Dr. Martin Jander am kommenden Dienstag an der Universität.

An Horst Mahler interessiere heute häufig nur, wie er eigentlich von links außen nach ganz rechts außen driften konnte, beklagt Jander. Doch diese Frage greife zu kurz: “Bevor der Anwalt die RAF mitgründete, kam er, wie manch anderer 68er auch, von ganz rechts”.

Horst Mahler wuchs in einer nationalsozialistischen Familie auf. Er kehre deshalb heute nur dorthin zurück, von wo er aufgebrochen sei, behauptet Jander. Als Mahler noch ganz links außen gewesen ist, habe er “darüber hinaus Positionen, die als nationalrevolutionär und antisemitisch charakterisiert werden können”, vertreten. “Zwar wäre es ihm damals wohl nicht in den Sinn gekommen, die Shoah zu leugnen. Antisemitisch waren seine Positionen aber bereits damals”, so Jander. Insofern setze Mahler heute nur fort, was er als Linksradikaler begonnen habe.

Dr. Martin Jander, Dozent an der New York University (Berlin), wird über seine Forschungen zu Mahler und anderen sprechen. Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 27. Januar, um 18 Uhr im Raum B 19 der Universität.

von 16vor

2 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Leberwurst schreibt:

    Das klingt ja bereits nach einem “hochobjektiven” Vortrag. Ein linker taz-journalist versucht nachzuweisen, daß Horst Mahler eigentlich schon immer ein böser Nazi war. Er hat die “gute” RAF eigentlich nur mit seinen rechten Gedanken unterwandern wollen. Daß durchaus einige inhaltliche Überschneidungen zwischen APO/SED/PDS/LINKE/DKP und NPD existieren wird er wohl nicht darlegen wollen.

  2. BlackBloc schreibt:

    @Leberwurst: Sie liegen falsch mit ihrer Vermutung, genau um diese inhaltlichen Überschneidungen soll es gehen.

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