Kaiser Franz Josef muss es richten

TRIER. Die Operette “Im Weißen Rössl” feiert am Samstag um 19.30 Uhr Premiere im Großen Haus. Marc Pierre Liebermann gibt mit diesem Stück sein Regiedebüt in Trier.

“Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein”, lautet das klingende Motto der Touristenscharen, die alljährlich am Wolfgangsee in Oberösterreich ihre Ferien verbringen. Der unmittelbar am Seeufer gelegene Ausflugsgasthof “Im Weißen Rössl” platzt mal wieder aus allen Nähten, doch scheint der fleißige Oberkellner Leopold wie immer alles im Griff zu haben. Wäre da nur nicht sein Liebeskummer.

Denn Josepha Vogelhuber – die fesche, aber resolute “Rössl”-Wirtin – hat nicht nur keinen Sinn für seine zärtlichen Annäherungen, sondern auch ein Auge auf den Stammgast Dr. Siedler geworfen. Der ist aber seinerseits in Ottilie, Tochter des Fabrikanten Gieseke aus Berlin, verliebt. Als dann noch der “schöne Sigismund” auftaucht, lässt sich das Durcheinander der Gefühle nicht mehr abwenden.

Die Verwicklungen kann erst die allerhöchste Autorität selbst auflösen, denn Kaiser Franz Joseph, der dem Hotel einen Besuch abstattet, bringt endlich Ordnung in den Heiratsmarkt am Alpenrand: Am Schluss liegt man sich zufrieden in den Armen – natürlich bei “Kaiserwetter”.

Ralph Benatzkys 1930 in Berlin uraufgeführte Operette zählt mit ihren schlagkräftigen Musiknummern zu den Dauerbrennern auf deutschsprachigen Theaterbühnen. Die eingängigen, zu Schlagern gewordenen Melodien, die kurzweilige Handlung mit ihren originellen Charakteren und vor allem das österreichische Flair an einem beliebten Urlaubsort üben einen Reiz aus, dem man kaum widerstehen kann.

Print Friendly

von

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Unterstützen

In Evernote merken