“Kabel-Knipser” hält SWT auf Trab

EHRANG. Seit Dezember 2008 treibt ein “Kabel-Knipser” im Wohngebiet “Auf der Bausch” sein Unwesen. In der vergangenen Woche hat er bereits zum dritten Mal die Straßenbeleuchtung lahmgelegt.

Die Vorgehensweise war bei allen drei Vorfällen ähnlich: “Der oder die Täter öffnen die Laternentür, hinter der sich die Technik verbirgt und entfernen die Sicherung. Oder sie biegen die Kabel auseinander”, erläutert Stadtwerke-Mitarbeiter Matthias Luy, der mit seinem Team für die Straßenbeleuchtung in Trier und den umliegenden Stadtteilen verantwortlich ist. Dies habe zur Folge, dass nicht nur die manipulierte, sondern auch alle nachgeschalteten Leuchten ausgehen und vorerst dunkel bleiben. “Dies ist eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer und Fußgänger”, erläutert Luy.

Für den SWT-Entstördienst ist es nicht immer einfach den Fehler zu finden: Allein im Wohngebiet “Auf der Bausch” gibt es rund 50 Straßenlaternen, die von den Fachleuten kontrolliert werden müssen, bevor sie den Fehler beheben können.

Gefahr für Kinder

Durch diese manchmal langen Einsatzzeiten entstehen Kosten. Die Summe zur Beseitigung der aktuellen Schäden beläuft sich bereits auf 1.500 Euro. Aber dem 2-fachen Familienvater Luy ist eine andere Sache viel wichtiger: “Die Türen der Laternenmaste sind auf einer Höhe von circa 60 Zentimetern angebracht. Das heißt, wenn eine solche Tür offen bleibt, besteht die Gefahr, dass Kinder hineingreifen und einen Stromschlag erleiden können.” Damit ist nach Aussage des Fachmanns nicht zu spaßen, denn die Laternen werden über das Starkstromnetz versorgt.

SWT hat gegen den “Kabel-Knipser” Anzeige erstattet, bittet aber auch die Anwohner um Mithilfe. Hinweise bitte an die Polizei oder den SWT-Entstördienst (Telefon 0651 717-2499).

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