“Kein Qualitätsverlust für die Besucher”
In den vergangenen beiden Jahren musste die Stadt für das Römerfestival “Brot & Spiele” ein Defizit von jeweils knapp 30.000 Euro begleichen. Damit dies nicht wieder geschieht, wurde die seit jeher mit der Organisation beauftragte Agentur “Medienfabrik Trier” angehalten, die Kosten zu senken. Dem Kulturausschuss stellte deren Leiter Ronald Frank am Mittwoch das neue Konzept vor.
TRIER. In den Kaiserthermen und im Palastgarten bleibt vom 14. bis 16. August fast alles beim Alten. Nach der Premiere 2008 wird es jedoch kein “Römisches Theater” mehr geben, in der “Römerlounge” fallen die technischen Effekte nicht mehr so üppig aus und die Tanzdarbietungen sind gestrichen.
Stärker sind die Veränderungen für das Programm im Amphitheater. Vom neuen Gladiatorenschauspiel “Schicksal in Flammen“, für das wieder der Regisseur Alexander Etzel-Ragusa verantwortlich zeichnet, wird es statt wie im vergangenen Jahr sechs Vorstellungen nur noch vier geben. Gespart wird auch an der Kulisse, die in diesem Jahr etwas kleiner ausfallen wird. Durch die Nutzung der Egbert-Grundschule unter anderem als Lager sollen die Kosten weiter gesenkt werden. “Die Einsparungen bedeuten keinen Qualitätsverlust für die Besucher”, betont der Organisator Ronald Frank.
Acht Schauspieler und insgesamt 35 Darsteller treten in dem Stück, das abermals auf einer römischen Sage basiert, auf. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sollen die Gladiatoren wieder mehr im Vordergrund stehen. “Es wird mehr Kämpfe geben”, verspricht Frank. Zudem ist eine Feuershow geplant.
Die Perspektive der Zuschauer wird die gleiche sein wie von 2004 bis 2006. Da es durch die Absage der Antikenfestspiele keine Tribüne im Hang gibt, werden innerhalb der Arena wieder Rundtribünen installiert. Mit knapp über 2000 Plätzen umfasst die Konstruktion 200 zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Möglich, dass diese vermehrt von Kindern genutzt werden. Zum ersten Mal gibt es für die Gladiatorenkämpfe eine “Family Card”, bei der Familien etwa 15 Prozent beim Eintritt sparen.
15.000 Karten möchte man mindestens absetzen (5300 im Amphitheater und 9700 in den Kaiserthermen), und so auf eine Besucherzahl wie im vergangenen Jahr kommen. Der Vorverkauf (seit 1. März) sei bereits gut angelaufen. Zudem seien bisher auch keine Sponsoren abgesprungen, so der Leiter der “Medienfabrik”. Ronald Frank ist deshalb zuversichtlich, dass die Veranstaltung kein Defizit machen wird. “Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn die Einnahmen nicht die Ausgaben decken.”
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