Durch die Verhältnisse verrückt geworden
Die Texte von Nicolai Gogol (1809-1852) sind vor allem deshalb ein unverzichtbarer Teil der Weltliteratur, weil sein Å’uvre wie kaum ein zweites die Verbindung zwischen absurder Komik und mitreißender Tragik eindrucksvoll zum Ausdruck bringt. Zu Gogols 200. Geburtstag schlüpfte der Schauspieler Peter Singer gestern Morgen im Theater-Foyer in die Rolle des niederen Ministerialbeamten Poprischtschin und las das 1835 erschienene “Tagebuch eines Wahnsinnigen” mit einer imposanten Mischung aus ernsthaft-depressiver und düster-grotesker Darbietung und verbildlichte damit vortrefflich die Absurdität des aus tiefer Verzweiflung resultierenden Größenwahns des Protagonisten.
mehr…



