Orientierungshilfen für Studenten
Manche Studenten sind ja ein bisschen schwer von Kapee. Deshalb kann man beispielsweise Busfahrern nicht böse sein, wenn sie in den Uni-Linien nach täglich mehrfachen Bitten irgendwann mit angeschwollenen Halsschlagadern akademische Fahrgäste nicht mehr ganz im Ton von englischen Adelshäusern auffordern, auch den Platz im hinteren Teil des Busses zu nutzen, um nicht den vorderen zu verstopfen, oder den Ausgangsbereich frei zu halten, weil sonst die Türen nicht schließen.
Gruppenweise im Weg stehen Studenten gern auch vor Seminarräumen vor Veranstaltungen. Diese Ignoranz darf man nicht mit der Orientierungslosigkeit verwechseln, die bei Erstsemestern oder Gelegenheitshochschülern herrscht (“Wo ist nochmal Hörsaal 7?”). Abhilfe schaffen hier zahlreiche Einführungs- und Führungsangebote der Universität. Mit persönlichem Rat und Hinweisschildern bietet die Einrichtung studentengerechte Orientierungshilfe. Bis ins stille Örtchen. Vielleicht fehlen einfach solche großzügig angebrachten Schilder (siehe Link) auch in Bussen und vor Seminarräumen…
von 16vor





7. Mai 2009 (08:39 Uhr)
Das Problem mit den verstopften vorderen Gängen in den Stadtbussen liesse sich leicht lösen, wenn die SWT endlich mal auf die Idee käme, auch die hinteren Türen zum Einstieg zu öffnen. So wie in anderen Städten auch. Dann ginge auch das Einsteigen schneller und die Menschen verteilen sich automatisch im Bus.
7. Mai 2009 (08:48 Uhr)
“nicht mehr ganz im Ton von englischen Adelshäusern” – sehr schön ausgedrückt! Mal ehrlich: nach einigen Jahren der Trierer Umgangsformen, erst geschockt wahrgenommen, dann langsam toleriert, erlernt, schließlich sogar angewandt, ist die rheinische Freundlichkeit ein richtiger Kulturschock. Denn genau beim oben beschriebenen Phänomen regiert hier die Gelassenheit: alle warten, nix passiert. Da muss ich mich schon sehr beherrschen nicht selbst das immer wieder gern gehörte “dourschgään bidde” hier einzuführen…
7. Mai 2009 (09:31 Uhr)
tja, was inzwischen so an der uni rumläuft, hat ja das attribut “akademisch” auch nicht verdient.
7. Mai 2009 (09:37 Uhr)
Jeder Konstrukteur, Autobauer sollte mal im hinteren Bereich stehen müssen, bei dem manchmal ruppigen Fahrstil der Busfahrer.
Ich bin kein Student, fahre aber täglich Bus.
Der hintere Bereich kann nicht effektiv genutzt werden.
Es liegt nicht an den Studenten, sondern an der Ausstattung der Busse.
Die meisten der Lenkbusse haben hinten eine Erhöhung (bei den Quersitzen und der Hinterbank)
steige ich auf die Erhöhung und fährt der Bus eine Kurve oder bremst stark, lande ich wohl auf dem Schoß eines dort sitzenden Fahrgastes.
Stelle ich mich unten hin, kann ich nicht richtig aufrecht stehen.
Außerdem habe ich nicht den nötigen Halt um mich festzuhalten, weil die Haltestangen zuhoch sind (167 cm), bzw. zuweit auseinander stehen, daß nicht jeder Fahrgast die Möglichkeit hat, sich sicher festhalten zukönnen. Dies betrifft auch den vorderen Bereich.
Mit Einkaufstaschen ist das Horror.
Es gibt noch mehrere Verbesserungsmöglichkeiten.
Z.B. Da die Sternbusse am Bahnhof dicht hintereinander stehen, ist es nicht möglich direkt zuersehen wo der entsprechende Lienenbus steht.
Die Nummern sind nur von der Seite zusehen.
Also muß man in dem Gewirr die Nummern absuchen.
Ältere, Behinderte und Personen mit Kinderwagen und Koffer haben da echt ein Problem. Ich ebenfalls, wenn ich meinen Wochenkauf tätige.
Möglichkeit: ein einziehbares Schild am Bus, das an der Haltestelle, seitlichlich ausgefahren/ausgeklappt wird.
7. Mai 2009 (10:14 Uhr)
Sehr schön. Sehr, sehr schön! Und so wahr. Wie dumm manche Studenten sind, habe auch ich mich täglich im Bus auf dem Weg zur Uni gefragt.
Wie gesagt: Sehr schön!
7. Mai 2009 (10:49 Uhr)
@ energiesparer:
wenn die SWT die hinteren Türen öffnen, können sie die Fahrkarten nicht kontrollieren. Das übernehmen in Trier – anders als in anderen Städten – nämlich die Busfahrer, es sei denn, es ist gerade Kontrolliertag, dann kommen auch extra Kontrolleure in die Busse.
Zumal damit auch das Problem des in-der-Lichtschranke-stehen nicht gelöst werden kann. Und wenn dann jemand, der in der Lichtschranke steht und mehrfach aufgefordert wird, doch bitte aus ebenderselben heraus zu treten, auch noch böse drein schaut und die Busfahrer verflucht, ist das doch einfach nur dummes Verhalten. Schade, dass die anderen Fahrgäste, die gerne weiter fahren würden, nicht öfter mal einschreiten und die Betroffenen aus der Lichtschranke rausziehen.
7. Mai 2009 (13:11 Uhr)
Jipiie, Elitenbashing! Die haben Abitur und schaffen es trotzdem die Türen zu verstopfen…haha, die dummen Studis.
Ist es eine Meldung, dass auch Akademiker dumme Dinge tuen?
Wie übrigens Müllmänner/frauen, Facharbeiter oder Azubis, Schüler und Rentner auch (aber vielleicht in anderen Bereichen ihres Lebens). Ist es nicht viel bezeichnender, dass einige Kommentatoren diese Feststellung geradezu genüsslich aufnehmen. Zeigt wohl eher die Elfenbeintürme, in die da die Studis gesteckt werden. Von sich selbst und anderen.
Akademiker sein heißt nicht immer, gebildet sein. Das gilt auch andersrum.
Also Schluss mit diesem oberflächlichen Elitebashing. Fragen wir uns lieber, warum man den Impuls hat, mitzumachen.Wie war das mit dem Elitedenken?
7. Mai 2009 (16:00 Uhr)
Sinnloses Gewäsch! Wer sich über nicht schließende Bustüren aufregt, hat erstens zu viel Zeit und zweitens keine anderen Sorgen…
7. Mai 2009 (17:05 Uhr)
herrlich, herrlich – ich freue mich schon ungemein nach einem jahr wieder nach trier zurück zu kommen. hier in spanien sind die leute einfach zu entspannt! als student in trier sozialisiert kaum zu ertragen ;) haha
der nahverkehr in trier ist eh keiner mittleren stadt würdig. preis, netz, service. sich da über die pflicht zum vorne einsteigen aufzuregen und den stau im mittelgang den das mit sich bringt ist echt müßig …
7. Mai 2009 (17:44 Uhr)
Egal ob Studi oder nicht Studi in der Gruppe gillt nur noch das Prinzip der Lemminge und Ignoranz. Erst wenn de jemand im Gang ernsthaft rumpöbelt wird dann mal Platz gemacht.
8. Mai 2009 (16:47 Uhr)
Ach ja – aber keine Sorge, das Phänomen ist nicht nur den Trierer Studenten zuzuschreiben. Hier in Düsseldorf erträgt man noch ganz andere Dinge.Größere Stadt- mehr Probleme, sage ich da nur.
Wenn ich nur an diese geschäftigen Bänker, Businessleute und Marketinger denke, die einem mit ihren glänzend funkelnden Dienstwagen den Weg versperren. trotz Bildung, fortschrittlichen Navi und lauter Hupe – da regt man sich als studentischer Fahrradfahrer doch jeden Tag umso mehr auf und würde sich über solch eklatante verhältnisse in Trier geradezu freuen ;-)
In Zeiten solch schwerer Wirtschaftskrisen sollte man überhaupt noch froh sein, wenn Busse fahren oder es noch eine Uni gibt.Bei dieser desaströsen Lage der Republik wird man noch an Zeiten zurückdenken, an denen man mit Problemen wie den Busdurchgang blockierenden Studenten zu kämpfen hatte….
8. Mai 2009 (16:50 Uhr)
ironie aus