“Stärken gegen Rechts”
“Gemeinsam stärken gegen Rechts” – unter diesem Motto lädt das “Bündnis gegen Rechts Trier” am kommenden Samstag zu einem antifaschistischen Picknick auf den Viehmarktplatz ein. Ab 9 Uhr will die Initiative, der mehrere Organisationen, Parteien und Einzelpersonen angehören, mit der Veranstaltung ein gemeinsames Zeichen gegen rechtes Gedankengut in Trier setzen. Anlass des Picknicks ist eine Wahlkampfveranstaltung der rechtsextremen NPD, die am selben Tag in Trier stattfinden soll, und zu der neben dem Spitzenkandidaten für die Stadtratswahl, Safet Babic, auch die Bundesvorsitzenden von NPD und DVU, Udo Voigt und Matthias Faust, erwartet werden.
TRIER. “Jeder, der wie wir die Versammlung der Rechtsextremisten in Trier nicht gutheißt, ist herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen und mit uns zu picknicken”, erklärte Laura Fischer, die Pressesprecherin des Bündnisses, am Mittwoch. Ein ausführliches Rahmenprogramm solle es nicht geben, lediglich etwas musikalische Untermalung sei angedacht. Stattdessen sollten sich die Teilnehmer bei selbst mitgebrachten Speisen und Getränken in entspannter Atmosphäre treffen und bei Bedarf auch über das Thema Rechtsextremismus in Trier informieren und austauschen können.
Den Organisatoren liegt dabei speziell der gewaltfreie Ablauf der Veranstaltung am Herzen. “Es ist uns wichtig, dass der Tag friedlich verläuft”, betonte Wolf Buchmann, der zusammen mit seinem Kollegen Fabian Anders das “Multikulturelle Zentrum Trier e. V.” innerhalb des Bündnisses vertritt, “wir brauchen keine Gewalt, um uns gegen die Rechtsextremisten zu stellen”. Zwar sei eine spontane Gegendemonstration zu der NPD-Kundgebung im Anschluss an die eigentliche Veranstaltung erfahrungsgemäß möglich, man appelliere aber ausdrücklich an alle Teilnehmer, sich friedlich zu verhalten. Bislang ist allerdings noch unklar, wann und wo die Veranstaltung der NPD stattfinden soll.
Mit dem Picknick wollen die Macher auch für die – ebenfalls von “Bündnis gegen Rechts Trier” organisierte – Demonstration gegen Rechtsextremismus in Trier werben, die am 5. Juni um 17 Uhr auf dem Hauptmarkt stattfinden wird. Unmittelbar vor dem 7. Juni, dem Tag der Kommunalwahlen, bei denen die NPD auf ihren Einzug in den Stadtrat hofft, wollen die Veranstalter mit breiter Unterstützung von Parteien, Gewerkschaften sowie kirchlichen und gesellschaftlichen Institutionen unter dem Motto “Uns schöner Trier – unsere Stadt hat Nazis satt” auf die wachsende Gefahr des Rechtsradikalismus aufmerksam machen. Die Demonstration ist dabei keinesfalls ein Einzelereignis, sondern Teil der kontinuierlichen Arbeit des Bündnisses, die auch die Auseinandersetzung mit dem Erfolg der NPD in bestimmten Stadtteilen einschließt. “Wir müssen auch denen, die sich als politische Verlierer sehen und bei denen die Botschaften der NPD deshalb auf fruchtbaren Boden fallen, eine Perspektive bieten. Demonstrieren allein reicht nicht”, so Buchmann.
Hintergrund der Aktionen sind die zunehmend aggressiven Vorfälle der vergangenen Wochen: So wurden Aktivisten gegen Rechts persönlich und telefonisch bedroht, ihre Adressen verbunden mit Drohungen im Internet veröffentlicht und zum Teil sogar tätlich angegriffen. Doch auch die Nazi-Gegner blieben nicht untätig: Auf Flyern warnten sie vor führenden Köpfen der rechten Szene Triers, druckten deren Konterfeis und komplette Wohnanschriften ab.
In der Nacht zum 18. Mai wurden linke Aktivisten, die Plakate der NPD beschädigt haben sollen, von Rechten angegriffen. Ein junger Mann musste mit einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert werden, die Polizei nahm mehrere der Angreifer vorübergehend fest, darunter Safet Babic (wir berichteten). Eine Kandidatin der Partei Die Linke fand an ihrer Haustür einen Steckbrief, der neben wüsten Beschimpfungen auch explizite Vergewaltigungsdrohungen enthielt. “Diese Form der systematischen Einschüchterung, die die NPD momentan betreibt, gab es in der Form in Trier bisher nicht”, berichtet Fabian Bredin; “für Engagierte gegen Rechts wie uns, aber auch Menschen wie Migranten, Homosexuelle oder Behinderte, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, hat sich das Lebensgefühl seit dem NPD-Wahlkampf spürbar verändert”, behauptet er.
Wer am antifaschistischen Picknick teilnehmen möchte, sollte Decken und Verpflegung selbst mitbringen, Glasflaschen und Alkohol bitten die Veranstalter zu Hause zu lassen. Das Ende der Veranstaltung auf dem Viehmarkt, die um 9 Uhr beginnen wird, ist für 13 Uhr angesetzt. Bei Regen findet das Picknick ebenfalls statt.




28. Mai 2009 (12:18 Uhr)
da hier ja auch FDP und CDU mitglieder mitlesen: macht mal bitte druck, daß eure führungsetage sich endlich bewegt und die aktuellen aktionen unterstützt. ist doch einfach nur arm, mit verweis auf die DKP sich dieser sache zu verweigern. SO bleibt die gemeinsame erklärung des stadtrates nur ein lippenbekenntnis! ich verstehe es einfach, will es im grunde auch nicht einsehen, wieso CDU & FDP sich da verweigern. kann man nur den kopf drüber schütteln…
gerade auch, weil es ja das gegenbeispiel gibt: meines wissens hat die UBM von sich aus bzw. aktiv die unterstützung gesucht. finde ich super! bei allen vorhandenen kontroversen: wenn es gegen die rechtsradikale ideologie keine einigkeit gibt, wo dann sonst? am 6.5. auf der thema will ich nicht nur rote, linke und grüne fahnen sehen – sondern eben auch fdp & cdu fahnen. je mehr umso besser…
hm, vielleicht panaschiere ich am 7.6. zum lohn mal eine(!) stimme an die UBM ;-)
http://trier.offenundbunt.de
28. Mai 2009 (13:26 Uhr)
“hm, vielleicht panaschiere ich am 7.6. zum lohn mal eine(!) stimme an die UBM ;-)”
Die von der UBM sind doch auch nichts anderes als Rattenfänger die sich überall da anbiedern, wo sie glauben ein paar Stimmen abgraben zu können.
28. Mai 2009 (14:25 Uhr)
Diese Mail ging soeben an die CDU Trier…
Sehr geehrte Trierer CDU,
vor Tagen las ich voller Freunde, dass sich alle Fraktionen des Stadtrats gegen “Rechts” verbünden wollten. “Bravo”, dachte ich mir dabei.
Was dieser engagierte Schritt für harmlose Folgen hat, kann man aktuell wunderschön beobachten: die CDU braucht recht lange, um Ihre Teilnahme für die Aktion “Bunt statt braun” zu geben… wobei ich einfach einmal hoffe, dass Ihre Zusage noch folgen wird… alles Andere wäre eine Blamage für die (trierer) Demokratie!
Nur zur Info:
“Die Tatsache, dass nun bei der Stadtratswahl in wenigen Wochen auch eine rechtsextremistische Gruppierung wie die NPD antritt, sollte für die demokratischen Kräfte sowie die Bürgerinnen und Bürger in unserer Heimatstadt Trier ein Ansporn sein, in den kommenden Wochen mehr denn je mit Überzeugungskraft und Engagement für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat einzutreten.”
Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? Er stammt aus einer Erklärung Ihres Vorsitzenden, ist ein paar Wochen alt und scheinbar völlig bedeutungslos. Wird man mit Ihnen zum Picknick und am 05.06. zur Demonstrationen rechnen können? Wird man von Ihrer Seite aus irgendein Zeichen von “Überzeugungskraft und Engagement” gegen die NPD erfahren können?
Ich hörte gerüchtweise, dass Ihre Absage an Anti-Rechts-Bündnissen mit der Beteiligung von den Parteien “Die Linke” und “DKP” zusammenhängt. Ich hoffe sehr, dass dies tatsächlich nur ein Gerücht ist und die Demokratischen Kräfte aus 60 Jahren Bundesrepublik / Grundgesetz eins gelernt haben: dass man für den Kampf gegen Rechts Ideologische Differenzen über Bord werfen muss und gemeinsam für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat eintreten muss. Ich habe persönlichen Kontakt zu einigen Mitgliedern von beteiligten Bündnissen, und habe in der letzten Zeit erfahren, wie genau mittlerweile deren Infostände geplant werden, aus Angst vor rechten Übergriffen. Angeblich bekam eine Linkspartei-Kandidatin Vergewaltigungsdrohungen (!!) aus der rechten Ecke. Und das in Trier! Wenn dann aus Wahlstrategischen Gründen nicht mit linken Gruppen kooperiert wird, ist das armselig.
Aber verständlich… wer nichts dagegen tut, bekommt auch keine Drohungen und sieht vielleicht die Dringlichkeit des Problems nicht. Ich weiß, das Gedicht ist bekannt, aber mir fällt zu diesem Wahlkampf- Verhalten Ihrerseits nichts anderes mehr ein…
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie die Sozialisten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialist.
Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
(Martin Niemöller)
Ich hoffe sehr, in den nächsten Tagen noch von Ihrer Teilnahme zu erfahren… die Pressekonferenz für “Bunt statt braun” fand übrigens nicht im Karl-Marx-Haus, sondern im Haus der Katholischen Studierenden Jugend statt… sollte einem bei all dem Lagerkampf (sie nennen ja NPD und Linke in einem Atemzug) zu denken geben… nochmals: Armselig, CDU
Marco Gröger
28. Mai 2009 (14:27 Uhr)
Liebe Initiatoren antifaschistischer Veranstaltungen!
Wann begreift Ihr es endlich: Die linksextreme DKP hat bei Aktionen gegen das rechtsextreme Pack nichts verloren. Denn jede dieser Aktionen wertet die DKP auf. Und darauf habe ich keine Lust. Ich möchte nicht mit einer Partei in einem Boot sitzen, die über Jahre hinweg von einem Regime unterstützt und kontrolliert wurde, das gezielten Mord (Mauerschützen, Tötungen von Flüchtlingen wie Lutz Eigendorf), Folter (Bautzen) und die systematische Ausspitzelung seiner eigenen Bürger (Mielkes Stasi) betrieben hat.
Daher dürft Ihr Euch nicht wundern, wenn das Bürgertum schlichtweg keinen Bock hat, sich an diesen gut gemeinten Veranstaltungen zu beteiligen. Nur weil ich die Rechtsextremen ablehne, muss ich noch lang nicht Seit’ an Seit’ mit den Linksextremen marschieren.
Noch deutlicher: Bedingung für ein Bündnis der Demokraten ist, dass jede Partei, die ein rein taktisches Verhältnis zur Demokratie hat, außen vor bleibt. Merkt’s Euch fürs nächste Mal!
28. Mai 2009 (14:33 Uhr)
Vielleicht könnten ja die Mitglieder der Parteien als ,,Menschen gegen Rechts” mitpicknicken, statt als ParteivertreterInnen?
Die Veranstaltung ist die Chance für die Trierer BürgerInnen, ihre Ablehnung der NPD und ihrer Präsenz in Trier friedlich zu zeigen; nur durch Wahlbeiteiligung zeigt der/die Einzelne gar nix. Und die VertreterInnen der Parteien haben ja bislang auch nicht verhindern können, dass sich die Partei in Trier bilden konnte.
Wie geht es überhaupt mit Safet Babic weiter. Wieso ist er noch immer Spitzenkandidat, obwohl er doch offensichtlich an dem Übergriff neulich nachts beteiligt war. Wieso gibt es hier keine weiteren Berichte dazu?
28. Mai 2009 (14:38 Uhr)
Berichtigung: sehe grade, dass der Volksfreund-Artikel mit “Bunt statt braun” übertitelt war, die Aktion aber “Uns schöner Trier – unsere Stadt hat Nazis satt” heißt… bitte die Verwechslung zu entschuldigen
28. Mai 2009 (15:08 Uhr)
@ Herr Jöricke:
Das ist eine sehr schwache Begründung ihrer Ablehnung. Da organisieren eine Menge Leute eine Veranstaltung gegen rechtsradikales und rechtsextremes Gedankengut und sie verweigern ihre Unterstützung wegen einer Unterstützungszusage der DKP? Wenn die DKP demnächst den Moselaufstieg unterstützt, wird dann ihre Unterstützung davon auch abgezogen?
Es gibt eine große Anzahl mündiger Bürgerinnen und Bürger, die diese Veranstaltungen unterstützen und damit ein klares Bekenntnis zur Vielfalt in unserer Gesellschaft, in unserem schönen Trier, kundgeben. Ich finde es bedauerlich, dass es offensichtlich ist, dass weder CDU noch FDP in der Lage sind hier ein klares Bekenntnis gegen menschenverachtendes Gedankengut zu tätigen. Denn eines muss klar sein. Hier geht es nicht darum, ob man nun bürgerlich, sozialistisch, konservativ, marktradikal, rot, grün, schwarz, blau oder gelb ist, sondern darum, dass die NPD Volksverhetzung und massiv Hetze gegen unsere Mitmenschen betreibt. Hierbei muss die Front der Ablehnung ungebrochen sein. Meine Hochachtung vor der UBM, die hierbei Vernunft bewiesen hat.
Ich unterstelle ihnen nicht, dass sie und die CDU die NPD und deren menschenverachtendes Weltbild nicht ablehnen. Ich glaube auch, dass sie gute Demokraten sind, aber denen, die diese Veranstaltung organisieren die Unterstützung zu verweigern, weil eine andere Partei ihre Unterstützung erklärt hat, sieht für mich danach aus, dass sie sich vollends kindisch verhalten. DIE CDU (und dort sind sie ja aktiv) hätte klar zeigen können, dass sie sich gegen Nazis stellt. “Merkt’s Euch fürs nächste Mal!”
28. Mai 2009 (16:04 Uhr)
alles Wahlkampfgetöse.
28. Mai 2009 (16:27 Uhr)
Warum sollte man als Demokrat an dieser Veranstaltung die offensichtlich von Linksextremisten organisiert wird teilnehmen?
Auf der HP der Organisatoren wird unter “Rechtliches” auf die linksextreme “Rote Hilfe” verwiesen und eine Anleitung zum Verhalten bei Krawallen gegen die Polizei zum Download bereit gestellt.
Wenn ich soetwas lese kann mir noch soviel von angeblicher Gewaltfreiheit erzählt werden, ich glaube es trotzdem nicht.
Wenn die Veranstalter den Besuchern vorab schon Verhaltensregeln bei Verhaftung durch die Polizei wegen Sachbeschädigung oder Körperverletzung verteilen ist für mich schon alles klar.
Hier geht es nicht gegen eine vermeintliche bedrohung von ganz Rechtsaußen sondern um Pöbeleien gegen den Rechtsstaat und die Exekutive. Für die Handvoll von NPD-Leutchen stehen die DKP-SED-Linke-Grünen-Krawallmacher doch gar nicht auf. Man freut sich in der linken Szene auf eine schöne Antifa-Party mit “Bürger erschrecken” und “Bullen-beschmeißen”, um sich am Ende über die demokratischen Parteien lustig zu machen, die, wie so oft, den Schutzschild für die randalierende Antifa gebildet haben.
Die “mündigen” Bürger die sich im Kampf gegen Rechts auf der “guten” Seite wähnen werden letztlich nur zur Wahlwerbung der roten Mauerschützen-Partei mißbraucht und am Ende auf noch ausgelacht.
Aber letztlich brauchen die Trierer Linksextremen ja auch ihre Maikrawalle (wenn auch im Juni) um auf indymedia ein paar lustige Bildchen aus der “miefigen, spießigen und katholischen Provinz” reinstellen zu können. Wenn man dem als Trierer auf den Leim gehen will darf man den Tag nicht verpassen…
Hier noch etwas zur “Roten Hilfe”:
“Im Verfassungsschutzbericht 2007 des Bundesinnenministeriums wird die Rote Hilfe wie folgt charakterisiert: “Ihrem Selbstverständnis als „parteiunabhängige, strömungsübergreifende linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“ entsprechend, unterstützt die – von Linksextremisten unterschiedlicher Ausrichtung getragene – RH von Strafverfolgung oder „staatlicher Repression“ Betroffene aus dem gesamten „linken“ und linksextremistischen Spektrum politisch und finanziell.”[7] Vom Bundesamt für Verfassungsschutz wird sie als linksextremistisch eingestuft” (Quelle: Wikipedia, auch nachzulesen unter verfassungsschutz.de)
28. Mai 2009 (16:30 Uhr)
@ kai
Ein Gedankenspiel:
Ich bin einer der Initiatoren des Bündnisses und finde im Briefkasten eine Unterstützungszusage der DKP. Wie reagiere ich darauf? Ganz einfach: Ich werfe den Schredder an. Warum? Weil in einem Bündnis von DEMOKRATEN die DKP nichts zu suchen hat. Denn die DKP ist nicht einfach “eine andere Partei”; sie ist ein kadermäßig aufgebauter Kampfverband, der von Demokratie so viel hält wie ein Veganer von Roastbeef.
Die Wirklichkeit:
Keinen der Initiatoren scheint es zu stören, dass die DKP mitmischt. Und das finde ich armselig.
28. Mai 2009 (16:47 Uhr)
@ kai und die anderen.
ich kann die bürgerlichen Lager da schon verstehen. Da demonstrieren ein paar Linkradikalemit vielen anderen gegen Rechtsextreme und versuchen sich damit sauber zu waschen. Soetwas kann doch nicht sein. Ich finde Nazis scheiße aber mindestens genauso wenig halte ich von der DKP!!
Ich würde gerne mal die Reaktion sehen wenn eine große Menge an Bürger gegen den Extremismus von Links demonstrieren und dann die NPD mitmaschiert. Bei so einer Veranstaltung würde doch auch keiner mehr hingehen! Man kann doch nicht hier mit zweierlei Maß messen.
28. Mai 2009 (17:27 Uhr)
Hei Frank Jöricke, so wie du, haben schon in meiner Studentenzeit (1972 – 78) Leute wie Christoph Böhr etc. an der Uni geredet. Auch dich scheint der Geist von Ignatz Bender und seinen Schülern erfasst zu haben, z.B nicht gegen die “Notstandsgesetze noch gegen den baden württembergischen “Schießerlass” mit zu demonstrieren. Nein, die neue CDU ist die alte. Wir wollen aber Farbe bekennen. Gegen die Braunen. Im Wahlausschuss haben sich alle “demokratischen Parteien des Trierer Stadtrates in Enthaltung geflüchtet. Diese formaljuristische Strategie des ehemaligen Uni-Kanzlers Ignatz Bender(CDU) diente der Verschleierung. Ich frage mich schon lange: Wer sind die echten Hintermänner, die unsere Demokratie in Frage stellen. Solche Strategien sind dabei nicht hilfreich. Sie machen die Demokratie unglaubwürdig. Bundesinnenminister Schäuble(CDU), was tut er? Am Samstag wird es viel Polizei und V-Leute zu sehen geben. Die sollte weder CDU noch FDP im “Regen” stehen lassen. Solidarität ist gefragt. Frank, wir sind die BürgerInnen.
28. Mai 2009 (17:29 Uhr)
Mit Fabian Bredin organisiert ausgerechnet ein linker Skinhead(SHARP) und DKP-Aktivist(SDAJ)eine Veranstaltung gegen “Menschenfeinde”.Ich habe keine Lust der “nützliche Idiot” (Lenin)von Linksextremisten zu sein!
28. Mai 2009 (17:29 Uhr)
@kai
Schönes Argument mit dem Moselaufstieg… ;-)
Ich freu mich auf Samstag, denn nichts ist schöner als Solidarität, gerade gegen Rechts. Ich weiß auch gar nicht, was es da von Seiten der CDU/FDP zu diskutieren und taktieren gibt.Ein breites Bündnis gegen die NPD und die CDU/FDP macht nicht mit. Wirklich ziemlich schwach. Hoffentlich drückt sich das auch in der Stimmabgabe am 7.6. aus.
@Jöricke
Wann waren Sie denn das letzte Mal auf einer Demonstration? Wenn viele Menschen zusammenkommen, um für und/oder gegen was zu demonstrieren, dann sind immer auch Gruppen dabei, die einem nicht wirklich passen, aber der konkrete Anlaß vereint.Das nennt man dann ein Bündnis, das sich zumindest in einer Sache vollkommen einig ist. In diesem Fall gegen die Rechtsradikalen. Und das sollte doch der kleinste gemeinsame Nenner in einer Demokratie sein, oder? Ausserdem laufen die verschiedensten Gruppen auf Demos meist in eigenen Blöcken, so dass sie sich ja doch noch irgendwie innerhalb derselben Demo von den anderen abgrenzen können. Die CDU könnte ja einen eigenen Kaffestand am Samstag aufmachen oder so was. Ich vermute nur eher, dass Demonstrieren für die CDU zu anrüchig ist. Klingt wahrscheinlich zu APO-mäßig. Demokratie besteht eben nicht nur daraus, ab und an ein Kreuzchen bei Herrn Jöricke oder sonstwem zu machen, aber mancher Parlamentarier ist dafür vielleicht schon zu abgehoben.
@alle anderen:
Bis Samstag mit schönen Ideen und guter Laune!
28. Mai 2009 (17:59 Uhr)
@kai
sehr schön auf den punkt gebracht. und am meisten freute mich die geniale idee, die dkp dazu zu bringen, den moselaufstieg zu fordern. s u p e r !
@frank jöricke
ihr persönliches denken und handeln sei ihnen gegönt. aber ihr ton wundert doch arg. warum kochen sie bei diesem thema so hoch?
denn unabhängig von persönlichen amositäten: es geht hierbei immer noch um politik. welches signal wird da eigentlich ausgesendet, wenn die cdu (und vielleicht auch noch die fdp) trier nicht mit aufruft und mit marschiert? sie befürchten, das ansehen der partei könne schaden nehmen, wenn sie einen aufruf unterstützten, unter dem auch dkp-ler stehen? lächerlich, wirklich kindisch. in trier haben menschen angst wegen der npd – und sie kommen mit sowas. erraten sie mal den schaden, wenn cdu & fdp nicht mit machen! für die eigene reputation selbst, aber auch hinsichtlich des öffensichtlichen signals.
28. Mai 2009 (18:06 Uhr)
“nichts ist schöner als Solidarität, gerade gegen Rechts”
Juhu… Wir behaupten einfach mal, alles ist eiapopeia und hauptsache der Feind ist klar identifiziert!
Zum einen glaube ich nicht an den Alleinvertretungsanspruch eines “Bündnis gegen Rechts”. Man ist schließlich nicht nur dann gegen Nazis, wenn man bei einem bestimmten Picknick mit dabei ist. Was passiert denn mit Leuten, die eigentlich kommen wollten, aber dann plötzlich aufgrund verschiedenster Gründe nicht können? Oooh, die haben dann aber plötzlich wenig Engagement gegen die Rechten gezeigt, denn beim antifaschistischen Picknick sind sie nicht aufgetaucht(!)
Ihr seid echt voll witzig… “Hoch die internationale Solidarität! Und wir ham’ Dich nicht mehr lieb, kommst Samstag Du zu spät!”
Die Idee mit dem eigenen Stand der CDU finde ich übrigens ausdrücklich gut und sehr konstruktiv @Thomas. Man muss ja nicht am Viehmarkt stehen; wenn man sich von gewissen anderen Kräften distanzieren möchte kann es ja auch der Hauptmarkt oder der Platz an der “Pochta” sein… Und die FDP grillt derweil im Palastgarten!
28. Mai 2009 (18:10 Uhr)
@ Herrn Jörike:
Ein Gedankenspiel:
Die CDU, nimmt nicht an der Veanstaltung “Gemeinsam stärken gegen Rechts” teil, weil die DKP teilneimmt. Statt dessen organisiert sie am Samstag eine eigene Veranstaltung für die Erhaltung der Demokratie!
Ich wünsche mir, dass alle Demokraten sich gegen die NPD engagieren. M. E. heißt das auch, dass man sich unter die Leute begeben muss. Das diejenigen, die sich als Bürheliche oder Mitte bezeichenen sich von sowas fernhalten ist schade.
28. Mai 2009 (18:20 Uhr)
@leberwurst
zitat: “Für die Handvoll von NPD-Leutchen stehen die DKP-SED-Linke-Grünen-Krawallmacher doch gar nicht auf.”
das tat richtig gut! denn: es gibt tage, da zweifle ich doch arg an mein rebellentum, halte mich für ein angepaßten konsum-schweinchen, welcher von seinen idealen der jugend zu weit abgekommen ist – aber wenn sie (auch) mich so sehen, dann scheine ich ja immer noch auf dem richtigen weg zu sein…danke!
@norbert damm
ich mußte vorin auch daran denken, daß dieses verhalten der cdu mittlerweile seit jahrzehnten so geht. und was ist das ergebnis: die rechten werden immer stärker. die cdu-ler aus trier sollten sich vielleicht schnell mal informieren an den orten, wo der kampf gegen rechts schon länger im gange ist. es ist immer dieselbe leier: erst wird rumgezickt, weil einem die bündnispartner nicht gefallen, später wird dann doch zusammengearbeitet. verschenkte zeit, verschwendete energie…
so oder so:
samstag ist picknik – und wenn spitzenkandidat adams da nicht grillen will, weil vielleicht zwei dkp-ler würstchen wollen, ja dann ist das arm.
28. Mai 2009 (18:22 Uhr)
@metallkopf
zitat: “Was passiert denn mit Leuten, die eigentlich kommen wollten, aber dann plötzlich aufgrund verschiedenster Gründe nicht können? Oooh, die haben dann aber plötzlich wenig Engagement gegen die Rechten gezeigt, denn beim antifaschistischen Picknick sind sie nicht aufgetaucht(!)”
wie kommen sie nur auf so einen blödsinn?
28. Mai 2009 (18:27 Uhr)
…hätte nicht gedacht, dass im Trier des Jahres 2009 das alte Thema von Don Camillo und Peppone wieder aktuell wird…..aber vielleicht kommt Berti ja noch rechtzeitig unterm Kruzifix zur besseren Erkenntnis…
Es stünde den besagten konservativen Parteien gut zu Gesicht, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis GEGEN Nazis zu demonstrieren, nicht FÜR die DKP oder sonstjemanden. Übrigens: auch alle Burschenschaftler Triers sind, nehme ich an, willkommen, ob in oder ohne Wichs…
28. Mai 2009 (19:27 Uhr)
@metallkopf
Habe ich ja nicht behauptet mit dem Allgemeingültigkeitsanspruch, oder? Leider ist von anderen, parallelen Aktionen (wie z.B. der CDU) nix zu hören, oder? Ich bin zumindest froh, dass sich da Menschen einen Kopf gemacht haben, um möglichst viele gegen die NPD auf die Strasse zu bringen, denn zusammen “stärkt es sich besser”. Danach kann man sich ja wieder mit den anderen politischen Parteien streiten, ein DKPler bin ich übrigens auch nicht. Andere Aktionen, ob in einer Gruppe oder allein (es gibt eine Menge Möglichkeiten!) sind mir auch lieb. Aber eines steht für mich fest: Ich will keine Faschisten in den Parlamenten und auch nicht auf der Straße, ob ich nun persönlich bedroht bin oder nicht. Und neben meinem eigenen Engagement erwarte ich auch von den Menschen, die im Stadtrat oder in sonst einem Parlament sitzen, Taten und nicht nur Lippenbekenntnisse gegen Rechts. Ob sie nun auf einer Demo mitlaufen, oder im Palastgarten grillen, ist mir egal. Jeder nach seiner Coleur. Das ist eben Pluralismus. Ich mache doch niemandem einen Vorwurf, wenn er nicht kommen kann, nur ärgern mich die Leute, die dann trotzdem die Menschen, die sich nun gerade darum kümmern, kleinzureden. Es ist wirklich blöd, sich im Kampf gegen die Faschisten auseinander dividieren zu lassen. Deshalb ja, lieber “Metallkopf”: Hoch die internationale Solidarität!
28. Mai 2009 (19:32 Uhr)
Sehr interessant! Warum Frühstücken wir nicht mal gegen Links UND Rechts? Da wäre ich dabei!
28. Mai 2009 (19:43 Uhr)
@Jöricke
Wer definiert eigentlich, wer das das “Bürgertum” oder bürgerliche Lager repräsentiert? Besetzung der Begriffe nennt man das in der Sprachwissenschaft. Eine Bürgerin!!
28. Mai 2009 (19:55 Uhr)
Lieber Marco, du hast vom ersten bis zum letzten Wort völlig recht!
Denn wer Marco nicht zustimmt, dem ist offenbar nicht bewusst, was er damit betreibt! Dass die Demokraten und alles, was sich antifaschistisch nennen darf, sich in der Weimarer Republik untereinander bekämpft hat bis aufs Blut, hat schlussendlich die NSDAP begünstigt. Es ist verantwortungslos, wenn nicht alles, was sich demokratisch nennt – von FDP bis DKP – wenigstens in dieser einen Sache zusammenhält!
28. Mai 2009 (20:54 Uhr)
die umgekehrte Argumentation, die weiter oben schon ins Feld geführt wurde trifft es doch echt ganz gut.
Wenn eine Demo gegen Linksextremisten und Verfassungsfeinde organisiert wird und die NPD da mitlaufen würde, würde doch keiner mehr mitlaufen !
Wo ist also das Problem ? Ob DKP oder NPD, beide Parteien stehen nicht auf dem Boden unserer Verfassung und möchten unsere parlamentarische Demokratie mit einem anderen System ersetzen.
Ich verstehe nur zu gut, weshalb es manche Parteien ablehnen, mit einer Gruppierung wie der DKP zusammen aufzutreten.
28. Mai 2009 (20:58 Uhr)
Ja aber auf die Idee ist die CDU ja dann doch nicht gekommen, dann selbst was zu machen. Auch das zeigt ja schon wie “aktiv” der Verein ist.
28. Mai 2009 (22:09 Uhr)
Unsere Stadt braucht weder den braunen Mop noch linke Radikale.
Beide wollen nur zerstören.
Deshalb bleiben wir dabei. Wir lassen uns weder von rechts noch von links instrumentalisieren.
Berti Adams, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der CDU für den Stadtrat
28. Mai 2009 (22:38 Uhr)
Die Veranstalter des Protests schaffen es nicht, über ihren Schatten zu springen und die DKP auszuladen – wieso soll man da erwarten, daß die CDU das kann und sich mit der DKP auf eine Seite stellt? Ist es vielleicht doch nicht einfach nur “gegen Nazis”, sondern “von links gegen Nazis”? Könnte man nicht den Kampf gegen die Nazis aus dem linken Lager rausholen und ihn zur Sache der ganzen Gesellschaft machen?
28. Mai 2009 (23:14 Uhr)
das wäre nicht nur wahlkampftaktisch genial, sonern besonders erfreulich, wenn berti mitsamt seinem grillmobil am samstag um 11 auf dem viehmarkt auftauchen würde….. veganer dürften sich dann auch ruhig von der aktion distanzieren….
29. Mai 2009 (08:39 Uhr)
her adams handelt in weiser voraussicht. er geht davon aus, dass er es mit mindestens einem nazi im stadtrat zu tun haben wird – safet babic. und wenn es auf dessen stimme bei ratsentscheidungen ankommt – due cdu hat ja nicht gegen ihn demonstiert…..
29. Mai 2009 (08:43 Uhr)
@ Berti Adams
gegen einen braunen Mop(p) wäre nix einzuwenden, gegen einen braunen Mob allerdings schon…
ernsthaft: der Unterschied ist ja wohl, dass die NPD Jagd auf alles macht, was nicht in ihre arische Wahnwelt passt; während die DKP ein hässlicher, aber nicht gewalttätiger Haufen Betonköpfe ist.
29. Mai 2009 (09:15 Uhr)
@ Hyperboreas
Genau das ist der Punkt. Es läuft etwas Grundsätzliches falsch, wenn bei Aktionen gegen das braune Pack die DKP schon ihre Unterstützungszusage gibt, bevor die bürgerlichen Parteien überhaupt wissen, dass eine solche Aktion stattfindet.
Daher, liebe Initiatoren, meine persönliche Bitte:
Bekennt endlich Farbe!
Sagt offen und öffentlich, wer Euch als Partner gegen die Faschos wichtiger ist!
Wer soll an Eurer Seite stehen? Demokratische Parteien, die in der Bevölkerung verankert sind, oder eine extremistische Kaderpartei, die “die Überwindung des Systems” verfolgt?
CDU und FDP oder lieber DKP?
29. Mai 2009 (10:00 Uhr)
Hallo Frank, ist es nicht umgekehrt so, dass gerade derjenige die DKP und Konsorten unglaublich aufwertet, der seine eigene Teilnahme an einer guten Sache davon abhängig macht, dass die nicht zur gleichen Veranstaltung aufrufen?
29. Mai 2009 (10:08 Uhr)
@metallkopf
dein Pseudonym sollte eher kindskopf heißen. Ich glaube, du hast am Samstag wirklich was Besseres vor.
Sicherlich werden viele Leute da sein, die zu keiner Partei gehören, also lasst es uns doch einfach als SIT-in gegen den Einzug der NPD gestalten, ein Picknick derjenigen, die öffentlich ihren Unwillen gegen die rechte Szene bekunden möchten.
Ich lasse mich im Übrigen auch nicht instrumentalisieren, sondern gehe parteilos hin, weil ich weder rechtes Gedankengut noch rechte Gewalt in meiner Geburtsstadt akzeptieren will.
29. Mai 2009 (11:04 Uhr)
@ susanne
So ist es. Es geht hier nicht um parteipolitische Instrumentalisierung, sondern darum, dass wir als Bürger dieser Stadt der NPD-Veranstaltung friedlich etwas entgegensetzen. So schwer kann das doch nicht sein. Und wie “arthur dent” schrieb: Die DKP sind eben Betonköpfe, aber sie machen keine Jagd auf Ausländer, Homosexuelle, Bunte oder welche Menschen auch immer. Und dann ist sie auch noch eine solche Splittergruppe, dass es einfach zu viel Aufmerksamkeit ist, die ihnen da geschenkt wird. (da hat Herr Linz vollkommen recht) Die CDU benutzt sie nur als Alibi-Argument, sonst nix.
29. Mai 2009 (12:00 Uhr)
@frank jöricke/berti adams
sowas ist doch nicht mal niveaus für den ortsbeirat, geschweigedenn für kommunale politik, das ist einfach kindergarten – “nee, mit denen spiel ich nicht, die sind immer so doof!”
ich denke, alle außer der trierer cdu/fdp sind sich einig und haben verstanden, worum es geht – GEGEN rechts heißt nicht automatisch FÜR links… und bedenken sie bitte auch, daß nicht jeder, der sich links der fdp einordnet, gleich auch” steinewerfer” ist!
es ist einfach wichtig, zeichen zu setzen und auch durch presenz zu überzeugen – ich jedenfalls würde gerne auch taten (wann und in welcher form auch immer) sehen statt dieser ewigen lippenbekenntnisse – was die nutzen, kann man bestens sehen, wenn man sich die erste hälfte des letzten jahrhunderts mal genauer betrachtet…
29. Mai 2009 (12:01 Uhr)
Hallo Dieter, diese Frage habe ich mir auch gestellt. Jeder Mensch muss ja letztlich für sich allein beantworten, was er für das kleinere Übel hält. Für MICH ist entscheidend, dass ich die gute Sache entwertet sehe, wenn DKP und Konsorten mitmachen. ICH kann nicht mit Extremisten gegen Extremisten picknicken – ich vermute, dass es anderen ähnlich geht. Und genau das nehme ich den Initiatoren übel; sie haben nicht für 5 Cent nachgedacht, dass eine DKP-Teilnahme es einigen Bürgern, die mitgemacht hätten, unmöglich gemacht hat mitzumachen.
29. Mai 2009 (12:42 Uhr)
Tja, schon erschütternd, was man hier alles zu lesen bekommt. Um was geht es eigentlich nochmal???? Statt “den Arsch hoch zu kriegen” wird hier lamentiert. Wenn DIE kommen, dann komm ich nicht und wenn DER mitmacht, dann komme ich auch nicht. Und am Ende liest’s der braune Pöbel und lacht sich ins Fäustchen, worüber manch Bürger sich hier das Hirn verrenkt. Aber….. es besteht nach noch die Möglichkeit, seine Picknik-Decke woanders aufzuschlagen, oder?
29. Mai 2009 (12:56 Uhr)
Ich bin Kommunist, aber kein Mitglied oder Sympathisant der DKP. So, jetzt ist das damit geklärt.
Trotz aller ideologischer Differenzen mit der DKP (und derer habe ich zu genüge, und da hatten wir auch schon unsere Diskussionen, die aber – im Gegensatz zur Polemik hier! – immer Niveau behielten!) finde ich es durchaus richtig, auch sie mit ins Boot gegen die Nazis zu nehmen. Ich akzeptiere sogar die SPD und würde die CDU, die FDP und die ganze bürgerliche Ecke da akzeptieren – obwohl mir ihr Scheiß Mitt-Extremismus (huhu, wir sind die Mitte und alles andere ist undemokratisch) auf die Nerven geht! Es geht doch nicht, dass Leute ständig die “Extremismus”-Keule rausholen, nur um sich nicht explizit gegen Faschisten äußern zu müssen. Wer links und rechts nicht unterscheiden kann sollte auch kein Auto fahren!
Radikale Linke heißt nichts anderes als erweiterte Demokratie: demokratische Politik, demokratische Wirtschaft, demokratische Kultur und demokratische Bildung. Vielleicht sollte man sich hier auch mal mit der Theorie beschäftigen und nicht ständig auf vergangene Diktaturen pochen. Dass Konservative gerne mal mit Faschisten verkehrten, wird allzu oft vergessen: Thatcher mit Pinochet etwa. Oder die Zentrumpartei, die DVP und die DDP, die alle für Hitlers Ermächtigungsgesetze stimmten. Oder Angela Merkel, die ein hohes Tier in der FDJ war? Die CDU, die die CDU-Ost einfach so aufnahm, ohne kritische Fragen zu stellen? Wo bleibt denn da die “Extremismus”-Kritik? Und ich könnte noch laaaange fortfahren …
Warum seid ihr nicht einfach ehrlich und sagt endlich ganz klar, dass ihr mehr gegen Kommunisten und andere Linke habt als gegen Faschisten? Diese Alibi-Argumentation ist einfach nur zum Kotzen.
Tut mir übrigens Leid für die Kraftausdrücke und die unterschwellige Polemik, aber angesichts solch grenzdebiler Aussagen wie sie hier in den Kommentaren formuliert werden, musste es einfach sein.
Kein Fußbreit den Faschisten!
29. Mai 2009 (12:57 Uhr)
Wer – wie FDP und CDU – die DKP und die LINKE ausgrenzt, weil sie früher mal die sowjetische Staatssklaverei unterstützt haben, sollte in seinem unendlichen Humanismus auch bitte schön konsequent sein und sämtliche christliche Organisationen mit verurteilen. Das Christentum zieht eine wesentlich dickere und längere Blutspur durch die Geschichte als der Sowjetkommunismus.
Einfach armselig und erbärmlich, und die Faschos lachen sich wieder mal schlapp über die “aufrechten Demokraten”, die sich lieber gegenseitig bekämpfen, als den gemeinsamen Feind auszuschalten…
29. Mai 2009 (13:35 Uhr)
Damit keine Missverständnisse auftauchen: Ich halte nichts von Totalitarismustheorien und einer parteipolitisch oder demokatrietheoretisch motivierten Gleichsetzung von Links und Rechts. Das CDU und FDP sich nicht an dieser Demonstration beteiligen, ist massiv zu kritisieren und zeigt die Anti- NPD- Worthülsen, die dort abgesondert werden. Eigentlich geht es ihnen nur um den Erfolg im Stadtrat und die Angst, dass manch rechts- konservativer dann doch nicht das Kreuz bei der CDU sondern weiter rechts macht (Strauss lässt grüßen…Rechts von der Union soll keiner sein).
Aber eine Sache macht mir dann doch Bauchschmerzen: Ich habe nicht den Eindruck, dass die Mitglieder der DKP sich eine CDU/FDP- Teilnahme unbedingt wünschen. DKP Mitglieder werfen ja gerne den Mitgliedern der bürgerlichen Parteien an den Kopf: Die Bürgerlichen würden sich jederzeit wieder den Faschisten anbiedern, wenn die historische Situation danach ist. Ich habe nicht den Eindruck, dass die DKP den antifaschistischen Grundkonsens mit den bürgerlichen Parteien unbedingt sucht. Ich finde es schade, dass es in der DKP diese Geisteshaltung gibt, denn neben den politisch- historischen Zusammenhängen von Parteien gibt es immer auch eine persönliche Ebene in der Kommunalpolitik. Verschiedenen CDU/FDP- Mitgliedern eine potentiell faschistoide Haltung vorzuwerfen ist einfach dumm. Und da muss man sich, neben all dem Ärger und Unmut über die falsche Haltung der CDU/FDP nicht unbedingt wundern, dass diese auf die DKP einprügeln. Vielleicht sollten beide Seiten mal überlegen, inwieweit sie ihr Schärflein dazu beitragen, den antifaschistischen Konsens nicht mal in Trier auf die Reihe zu kriegen.
29. Mai 2009 (13:57 Uhr)
Die Frage steht doch immer noch im Raum:
Warum sind CDU und FDP nicht in der Lage eine eigene Vernastaltung zu machen? Grillen mit Berti genen Rechts (oder gegen Extremisten)?
Die DKP werte die Damen und Herren der CDUFDP und andere “Brügeliche” lieber auf, sind beleidigt, weil sie nicht die ersten waren, die gefragt wurden ob sie mitmachen. (Kommantar 31) Hallo Herr Jörike: Sie haben es einfach nicht verstanden. Die Bürgerlichen müssen sich nicht einladen lassen. Sie müssen SELBER AKTIV WERDEN.
Zumal ich, als Bürger, erwarte, dass demokratische PArteien und unparteiliche demokratische BürgerInnen von sich ihre Demokratie verteidigen, und nicht warten, bis ihnen jemand sagt, dass eine Aktion geplant ist. Das ist doch der Punkt: Dagegen sein, aber selber nix in Waagschale werfen = Vernantwortungsverweigerung.
29. Mai 2009 (14:52 Uhr)
Frau Andres: Wenn Ihnen das besser gefällt, dürfen Sie auch gern Kindskopf zu mir sagen. Ich sehe das nicht als Beleidigung, schreibt doch schon das Evangelium mit den Worten des Erlösers: “Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder…”
Ich habe am Samstag möglicherweise in der Tat etwas vor. Vielleicht bin ich aber auch nur das ganze Jahr über gegen Rechts und vielleicht muss ich auch nicht jede Veranstaltung als den großen sozialistischen Schulterschluss betrachten. Denn was unterscheidet denn das “antifaschistische Frühstück” vom abendlichen Cocktail am gleichen Ort. Oder wenn ich mit fünf Hannebampeln vorm Derwisch einen “antifaschistischen Döner” am Freitag abend um 21:15 essen gehe und dazu Presse und die Friedensbewegung einlade?
Der Punkt ist doch: Der Zweck der ganzen Veranstaltung ist Ausgrenzung. Nicht nur der Nazis, dagegen hätte ja keiner was, sondern das Ankreiden, wenn einer nicht gleich laut Juppheirassa ruft, weil man sich da mit Leuten umgibt, die man ansonsten doof findet.
Der Zweck heiligt eben nicht jedes Mittel, und nicht alles, woran man ein antifaschistisches Platzkärtchen hängt, macht die Welt zwingend zu einem besseren Fleck, bzw. Abwesende zu einem schlechteren Demokraten. Denken Sie nur an die vielen Leute, die leider auch nicht zur Veranstaltung kommen werden. Zum Beispiel weil sie in Hamburg wohnen…
29. Mai 2009 (15:14 Uhr)
Nach der Logik der CDU / FDP unterstützt das Bistum Trier und die UBM, die sich an der Aktion am 5. Juni beteiligt, also die DKP…????
Dann verhaltet euch doch meinetwegen so kindisch und betont immer wieder, dass ihr morgen für DEMOKRATIE eintretet… damit handelt ihr immer noch nach dem offiziellen Motto, könnt teilnehmen und zeigt euren Mitgliedern, dass ihr damit, im Sinne braver hypervorsichtiger bürgerlicher Parteien, die antidemokratischen linken Kräfte ausgegrenzt habt. Denn die sind ja laut euch stalinistisch, was all eure Mitglieder “wissen/glauben”.
Ihr steht dann im Sinne von “Kein Fußbreit den Links/Rechtsextremisten” als heldenhafte Kämpfer an vorderster Demokratie-Front… wenn euch das sooo wichtig ist.
Ehrlich, Kindergarten, man kanns nur wiederholen. Was würde denn die Nazis eher lächerlich machen als ein Berti Adams, der gemeinsam mit einem 18jährigen Antifa-Punk vorne weg schreitet und das Motto-Banner hält… ein wunderbares Zeichen… aber ihr schreibt ja lieber Homepage-Einträge, die gleichermaßen links und rechts geißeln… von Nazis verprügelt werden ja die anderen. Sorry, wollte eigentlich fair bleiben, aber das musste mal sein… tolle “wehrhafte Demokratie”
By the Way: worauf ich mich morgen freue: Safet Babic betritt die Bühne, und seine angereisten “Kameraden” starten ein Pfeiff-Konzert für den bosnischen Nationalen *g*
29. Mai 2009 (15:59 Uhr)
Liebe Kommentatoren,
mich würde derzeit echt mal interessieren, wieso ihr alle schäumt vor Wut? Es haben sich zwei Parteien gegen dieses ach so tolle Picknick ausgesprochen und klar ihre Beweggründe genannt, was gibt es also jetzt noch diese Entscheidung zu kritisieren???
Die FDP begründet es damit, dass sie sich argumentativ mit dem Thema auseinandersetzt und die CDU damit, dass sie weder rechts noch links duldet, also die Zusammenarbeit wegen der Linken und der DKP nicht eingeht.
Wenn ihr alle von dem Picknick überzeugt seid, geht hin und demonstriert. CDU und FDP tun es eben nicht bzw. auf anderem Wege. Jetzt hier alle möglichen Sachen hinein zu interpretieren, von wegen Zusammenarbeit mit NPD, Betonkopfmentalität usw. ist doch grober Unfug. Es sind einfach Meinungen, wie ihr sie auch vertretet.
Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass mit einer solchen Aktion eher eine NPD hoffiert wird, als dass sie damit wirklich bekämpft werden kann. Eine solche Aktion ist eher eine Plattform für alle extremen Gesinnungen, links wie rechts, und ist der Sache eher weniger dienlich. Ihr würdet besser hingehen und die Menschen aufklären, wählen zu gehen. Je höher die Wahlbeteiligung, desto eher die Chance, extreme Parteien draußen zu halten.
Eine solche Aktion mit dem Picknick bringt euch nicht den nötigen Durchbruch, denn dort kommen sowieso nur Menschen hin, die sowieso nicht die NPD wählen oder eben gerade drum die NPD wählen, weil sie eure Veranstaltung stören möchten.
29. Mai 2009 (16:07 Uhr)
Es will nicht in meine Birne, dass erwachsene Menschen beleidigte Leberwurst spielen, Frank Jöricke! Sind Sie nun gegen die Rechten oder nicht? Wenn ja, dann gehen Sie auf die Strasse, verdammt noch mal und machen allen Leuten klar, was Sache ist! Sonst, siehe Martin Niemöller, weiter oben!
29. Mai 2009 (16:36 Uhr)
@h.petersen: “Die Bürgerlichen müssen sich nicht einladen lassen. Sie müssen SELBER AKTIV WERDEN”
Also da kann ich nur müde lächeln, wenn mir jemand vorwirft, nicht genug aktiv zu sein. Wie unzählige andere Helfer, verbringe ich etliche Stunden meiner Freizeit damit, für die CDU und ihre Inhalte und Kandidaten zu werben. Ich werde am Samstag nicht auf dem Viehmarkt frühstücken, sondern um sieben Uhr zu Hause, damit ich rechtzeitig die Vorbereitungen für unseren Infostand auf dem Kornmarkt treffen kann. Denn mein Ziel, die NPD (und übrigens auch linksextreme Parteien) aus dem Rat zu halten, verfolge ich mit der Methode: Werben für die demokratischen Parteien, damit diese relativ viele Stimmen erhalten und so die extremistischen Parteien hoffentlich nicht in den Rat einziehen können.
@ Marco Gröger:
“von Nazis verprügelt werden ja die anderen.” Sorry, aber ich habe kein Verständnis dafür, wenn aus den Reihen der Linksextremen ein paar Unruhestifter auf der Demonstration der NPD auftauchen, ein Chaos entsteht und sich schließlich alle die Köpfe einschlagen. Darauf kann ich, darauf kann die ganze Stadt gerne verzichten. Und wer glaubt, ein Held zu sein, wenn er sich mit Nazis prügelt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
29. Mai 2009 (17:02 Uhr)
An Herrn Jöricke: “Wer soll an Eurer Seite stehen? Demokratische Parteien, die in der Bevölkerung verankert sind, oder eine extremistische Kaderpartei, die “die Überwindung des Systems” verfolgt?
CDU und FDP oder lieber DKP?”
Nicht entweder oder, sondern UND! Alles, was sich demokratisch nennt, muss gegen die Nationalistisch-Populistisch-Durchschaubaren und ähnliche “Parteien” auf die Barrikaden gehen!
29. Mai 2009 (18:01 Uhr)
@thomas brück:
hhmmm… schäumen vor wut ist wohl etwas übertrieben, ich denke eher, daß sich viele kommentatoren einfach fragen, was cdu/fdp unternehmen wollen?
auf die gefahr hin, mich zu wiederholen – es ist nicht allein mit reden getan, es sollten taten folgen! für die meisten von uns ist eben einfach nicht ersichtlich, was genannte parteien tatsächlich tun?!
mich würden an dieser stelle mal klare statements der parteien interessieren, in wiefern sie letztlich auch handeln wollen… allein, daß die npd keinen sitz im stadtrat hätte, ist keine lösung – die ideologien der wähler bleibt bestehen… wie wollen sie diese personen tatsächlich erreichen, wie mit ihren ängsten umgehen, die sie offen machen für dieses rechte gedankengut?
29. Mai 2009 (18:07 Uhr)
@ Thomas Brück
Vielen Dank für Ihre sachliche und völlig richtige Auseinandersetzung mit dem Thema und den verschiedenen Positionen der Parteien, die ALLE gegen die NPD und ihren Einzug in den Trierer Stadtrat sind.
Auch wir werden morgen ab 10 Uhr an unserem Info-Stand in der Stadt, Kornmarkt/Ecke Fleischstraße, stehen und auf diesem Weg unser Zeichen gegen Rechts setzen.
Thomas Egger
FDP-Kreisvorsitzender
29. Mai 2009 (19:03 Uhr)
Ich halte die Aussagen der CDU und die Begründung für ihr fehlendes öffentliches Eintreten gegen den Rechtsextremismus für eine lächerliche Scheinheiligkeit.
So findet sich in der Stellungnahme der CDU in erster Linie ein vor Wut geifernder Hassschwall gegen die Linkspartei (mit der man meiner Meinung nach nur die argumentative Auseinandersetzung scheut und deshalb die Extremismuskeule schwingt, wobei mir noch niemand wirklich erklären konnte, wo diese Partei denn etwa gegen unsere Verfassung verstößt).
Und die Gleichsetzung von “Linken” (interessant ist auch, dass die Bürgerlichen hier oft auch einfach von “links” sprechen, nicht von “linksradikal” oder “linksextremistisch”…) mit der NPD ist schlimmer als nur schlechter Stil o.ä.
@ Herr Egger:
Ok, aber ist denn ein normaler Wahlkampfstand wirklich das richtige Mittel?
Ich würde mich wirlich freuen, wenn wenigstens ihre Partei ein klares und auch deutlich erkennbares Zeichen gegen die Nazis abgeben würde.
29. Mai 2009 (19:32 Uhr)
@sushi:
Ja, klare Statements würden mich auch interessieren, was JEDE einzelne Partei eben tut, um die Ursachen zu bekämpfen. Die Folgen so manch fehlender Ursachenbekämpfung sind ja hinlänglich bekannt.
NUR, und da brauch ich nicht weiter auszuholen, kann ein Picknick gegen Rechts nicht der Weisheit letzter Schluss sein, um danach von “linker” Seite (ich weiß, es sind nicht nur Linke beteiligt) zu sagen, wir haben ja alles getan. Es besteht vielmehr die Gefahr, dass bei einer solch öffentlichkeitswirksamen Aktion einige NPDler die Aktion stören, es zu Krawallen kommt (meist von linker Seite) und danach die Polizei schlichtet. Ende vom Lied ist, dass nachher in der Presse wieder von der schlimmen NPD die Rede ist und diese Idioten damit noch eine weit größere Plattform bekommen, als alle Gutgläubigen sich das gedacht haben.
29. Mai 2009 (20:10 Uhr)
@Frank Jöricke
zitat: “ICH kann nicht mit Extremisten gegen Extremisten picknicken – ich vermute, dass es anderen ähnlich geht. Und genau das nehme ich den Initiatoren übel; sie haben nicht für 5 Cent nachgedacht, dass eine DKP-Teilnahme es einigen Bürgern, die mitgemacht hätten, unmöglich gemacht hat mitzumachen.”
irgendwann reichts aber auch: sie nehmen also übel? merken sie nicht, wie unerverschämt SIE sind, nur weil SIE nicht in der lage sind, im großen bündnis mit zu marschieren?
jetzt müssen sich leute von ihnen beschimpfen lassen, die teilweise seit jahren aktiv sind gegen rechtsradikalismus und für eine tolerantere republik? und das nur, weil man auf IHRE ach so wichtigen befindlichkeiten keine rücksicht genommen hat?
wo war denn die cdu in den letzten jahren beim kampf gegen rechts? die antwort kennen sie doch wohl…brauchen nur nach bayern und hessen schauen oder auf die geld-töpfe beim kampf gegen rechts…
und hier in trier? wo war sie da, die cdu und fdp im kampf gegen rechts? und wo waren SIE da herr Jöricke, daß sie das bündbis gegen rechts nicht vor diesem üblen, übelzunehmenden fehler bewahren konnten. ach, sie hatten keine zeit, weil sie mit herrn kaster überlegen, mit welcher dialektik sie die für trier schädliche entscheidung am besten verkaufen können?
hier mal die derzeitig (20:08) aktuelle liste der unterstützer. ups, viele christenorganisationen dabei, wahrscheinlich alles idioten, die sich von der dkp instrumentalisieren lassen *augenroll*
AG Frieden e.V.
AK Protest! Trier
Antifa Idar-Oberstein
Antifa Jugendbündnis Trier
Antifa Mittelmosel
Antifa Trier
AStA Uni Trier
Attac Regionalgruppe Bernkastel-Wittlich
BDKJ Trier
Bündnis 90/Die Grünen KV Trier Saarburg, Landesverband Rheinl.-Pfalz
Bündniss der AntifaschistInnen Hunsrück/Mosel / HuMos Antifa
Café und Kneipe Simplicissimus
Déi Lénk (Luxembourg)
DFG-VK Trier
Die Linke KV Trier-Saarburg, Rheinl.-Pfalz
DKP Kreis Trier
Dieter Burgard, MdL, Vorsitzender des Vereins Gedenkstätte KZ Hinzert
ESG Trier
Falken Sozialistische Jugend Rheinl.-Pfalz
Frauennotruf Trier
GEW Trier, Studierenden und Promovierendengruppe Trier
Grüne Jugend Rheinl.-Pfalz
Hochschulgruppe Linke Liste Uni Trier
IG Metall Trier
Infoladen Trier
Infoladen Luxemburg
JCL (Luxembourg)
Jonk Lénk (Luxembourg)
Jusos Trier, Rheinl.-Pfalz
KP Luxembourg
KSJ
LandesschülerInnenvertretung Rheinl.-Pfalz
Linksjugend.solid Trier, Rheinl.-Pfalz
Multikulturelles Zentrum Trier
NGG Trier
Palais e.V.
Passierschein A38 Super, wir bewegen uns!
Pax Christi Bistum Trier
Schmit-z e.V.
SDAJ Trier
SPD Trier
Stop Bure Trier
Terre des femmes Gruppe Trier
Treffpunkt Weidengaben Trier
UBM
ver.di Bezirk Region Trier
29. Mai 2009 (21:56 Uhr)
@Philipp und andere:
“Alles, was sich demokratisch nennt…” – wißt ihr eigentlich, wofür “NPD” steht? NationalDEMOKRATISCHE Partei Deutschlands. Sollen die also auch mit picknicken? Nicht allen, die sich Demokraten nennen, muß man auch glauben!
29. Mai 2009 (22:29 Uhr)
@ Alle
Es ist schön zu sehen, wie lebendig unsere Demokratie sein kann und es ist beruhigend, dass so viele Bürger sich gegen “Rechts” engagieren.
Trotzdem möchte ich sagen, dass gerade diese Aufmerksamkeit wahrscheinlich eher als alles andere dafür sorgt, dass die NPD in den Stadtrat kommt. Eine solche PR, wie sie die NPD in Trier mit ein paar hohlen Phrasen und banalen Plakaten in der Presse erreicht hat, ist der Demokratie abträglich.
Besser wäre es, die NPD würde an der Porta eine Demonstration veranstalten, keiner ginge hin und im TV erschiene 2 Tage danach ein kurzer Vermerk im Trier-Teil.
Begegnen wir diesen Leuten einfach mit etwas mehr Gelassenheit und hofieren sie nicht, sie haben unsere Aufmerksamkeit nicht verdient.
Dr. Per Knöß
Bundestagsdirektkandidat der FDP für den Wahlkreis 204 “Trier”.
29. Mai 2009 (22:40 Uhr)
Die Erfahrung der Weimarer Republik lehrt, dass man Extremismus nicht mit Extremisten bekämpfen kann, so gut gemeinsame Aktionen auch gemeint sind. In der Weimarer Republik haben NSDAP und KPD die politische Auseinandersetzung radikalisiert und aufgrund ihres Erfolges sahen sich die demokratischen Parteien gezwungen, in diesen Wettbewerb einzusteigen und haben sich auf diese Weise für die Ziele der Demokratiefeinde instrumentalisieren lassen. Sie haben sich in eine radikale Auseinandersetzung hineintreiben lassen, die sie in Augen der Bürger unglaubwürdig macht und aufgrund der Skrupellosigkeit der Extremisten auch nicht zu gewinnen war.
Übertragen auf die kleine Großstadt Trier bedeutet dies, dass sich alle demokratischen Parteien von Kundgebungen, die von rechten und linken Krawallmachern genutzt werden, um sich in den Mittelpunkt zu stellen, fernhalten sollen. Das gut gemeinte Picknick nutzt den Extremisten auf beiden Seiten und bringt ihnen die verdiente Aufmerksamkeit des Herrn Lintz. Die Auseinandersetzung kann nur argumentativ erfolgen und muss den parlamentarischen Gepflogenheiten folgen. Die Teilnahme DKP hätte alle Demokraten mit historischem Bewusstsein dazu bringen müssen, diese Gegendemo abzulehnen.
Sollte am 7. Juni ein NPD’ler in den Stadtrat einziehen, darf man dies auch als Verdienst der sozialdemokratisch geführten Landesregierung ansehen. Sie hat ohne Not die 3,33%-Hürde abgeschafft und dadurch die Chancen für radikale Splittergruppen erhöht. Die SPD hat aus Weimar nichts gelernt.
29. Mai 2009 (23:03 Uhr)
@ Michael Merten
davon rede ich nicht. Wenn Linke gewaltsam (!) eine Nazi-Demo stören und dafür verprügelt werden, hab ich da wenig Mitleid. Teile der linken Szene sind eben auf Krawall aus, und müssen dann auch wie rechte Gewalttäter verurteilt werden. Soviel meine Meinung dazu, um das erstmal klar zu stellen.
Von den Veranstaltern der morgigen Aktion wird ganz klar Gewaltfreiheit propagiert… mehr noch, es herrscht ja sogar Flaschen und Alkohol-Verbot, um Rahmenbedingungen von Gewaltaktionen auszuhebeln… finde ich eigentlich ganz vorbildlich gemacht.
Ich wollte mit meiner Aussage nicht sagen, dass “die Bürgerlichen den Linken die gewaltsame Drecksarbeit” überlassen… keinesweg, da will ich nicht missverstanden werden!! Ich habe genau so wenig Interesse an gewalttätigen Aktionen wie Sie, bin Pazifist aus Leidenschaft und habe noch nie meine Faust erhoben. Ich wollte ausdrücken, dass die Linken Gruppen sich eindeutig und offensiv gegen die Nazis stellen, und dafür die (gewaltsame) Quittung der Nazis erhalten. Nochmal, eine Kandidatin der Linken bekam Vergewaltigungsdrohungen (!!!!) Und die prügelte sich sicherlich nicht mit Nazis. Mit meiner Aussage wollte ich die (provokante) These aufstellen, dass CDU / FDP auf Grund ihrer meiner Meinung nach zu defensiven Kampagnen wohl kaum solche oder ähnliche Drohungen erhalten würden.
Diese These von mir entstand, weil ich mich “in Rage” schrieb. Wenn ich sie mir jetzt selber nochmal durchlese, kommt sie mir auch etwas überzeichnet vor und ich entschuldige mich dafür. Aber eine Statistik würde mich doch mal interessieren: Wieviel körperliche / verbale Attacken aus der rechten Ecke musste welche Partei einstecken?… so wird meine Intention vielleicht deutlicher
29. Mai 2009 (23:23 Uhr)
Ist mir doch völlig schnurz, dass da meinetwegen noch ne linksextreme Partei ihre Hand im Spiel hat bei der Aktion.
Hier zählt vorrangig nur eins und das ist Flagge zeigen GEGEN Rechts.
Ich bin ebenfalls weder für extreme Linke noch für die Braunkohle, halte es genauso wenig für sinnvoll, dass sich diese beiden Gruppierungen die Köppe einschlagen.
ABER ich setze Priorität und das ist GEGEN Rechts. Wir Bürger haben die Stärke auch mit friedlichen Mitteln zu zeigen, dass wir die Nazis nicht hier und nicht woanders haben möchten. Wir haben die Macht, ihnen mit unserer alleinigen Präsenz zu zeigen, dass sie die Minderheit sind und bleiben werden. DAS alleine ist wichtig, auf die Parteien verlasse ich mich nicht. WIR selbst können handeln. Der nächste Schritt ist die WAHL und die ist entscheidend.
Ich “freue” mich auf morgen und hoffe es kommen sehr viele Trierer, die verstanden haben, worum es hier geht.
Arsch hu, Zäng ussenaaner!!!
30. Mai 2009 (00:02 Uhr)
Trier, den 29.05.09
Johannes Verbeek
@ Berti Adams, Christiane Probst, Thomas Egger und alle anderen
Als ich vor vierzehn Tagen mit den sog. ‚Spitzenkandidatinnen im Offenen Kanal (OK) zur Kommunalpolitik diskutierte, sagte Frau Probst nach der Sendung zu Herrn Adams (im Beisein von Herrn Egger und mir), man hätte in der Sendung noch sagen müssen, dass die BürgerInnen nur demokratisch wählen sollten. – Weil ich dabei stand, fragte ich, wer denn hier „undemokratisch“ sei? Frau Probst guckte daraufhin erstaunt, während Herr Adams sofort meinte: keiner, der hier stünde, sei undemokratisch! Das seien nur die Rechten in Tier! – Darauf sagte ich, dass aber im Wahlprüfungsausschuss sowohl eine Dame von der CDU als auch eine von der SPD sich in Bezug auf die Zulassung der LINKEN zu den Ortsbeiratswahlen und zum Ortsvorsteher ebenso „enthalten“ haben wie zuvor bei der Zulassung der NPD zur Stadtratswahl! – Die Runde schwieg!
Heute aber wird offenbar:
Eine große Heuchelei und mangelnde Zivilcourage sind der Hintergrund dieser Äußerungen!
Das haben wir – wissend aus den bekannten Zusammenhängen der Geschichte – wohl schon einmal in Trier erlebt. Zahlreiche „Stolpersteine“ erinnern an diese unmögliche Zeit – und zahlreiche „Stolpersteine“ erinnern in Trier auch an sog. „Kommunisten“ (Vgl. Stolpersteine-in-Trier.de). –
Man muss wohl ziemlich therapiebedürftig sein, um auf diese soeben dargelegte Art und Weise mit doppelter Zunge zu Reden. – Zumal, wenn man weiß, dass eine Stadtratskandidatin der LINKEN massiv bedroht wurde und andere zusammengeschlagen wurden.
Da lobe ich mir doch glatt Herrn Egger, der wenigstens da ist. -
Die meisten Diskutanten (von 16vor) haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt darauf an, sie morgen zu verändern! – sagte mal einer, der von recht konservativen Kräften Zeit seines Lebens verfolgt wurde (- oder so ähnlich).
Wer nicht gelernt hat zwischen Rechts und Links zu unterscheiden, der ist extrem hilfebedürftig. Er hat weder aus den Diktaturen von Links, noch aus denen von Recht gelernt!
Wer sich morgen nicht sehen lässt, der ist kein rechter (,) linker Demokrat!
Johannes Verbeek
(Vorsitzender der Linken, Trier)
30. Mai 2009 (01:02 Uhr)
Beim “Bündnis gegen Rechts” geht es darum, Farbe zu bekennen. Gemeinsam.
Individualpsychologisch betrachtet, fällt es Menschen schwer, Farbe zu bekennen, die sich ihrer Sache unsicher sind. Denn man könnte ja zur Rechenschaft gezogen werden.
Selbstsichere Menschen haben i.A. kein Problem damit, Farbe zu bekennen.
Die Unsicheren sehen durch eine Infragestellung von aussen ihr eigenes Ich, ihren Selbstwert gefährdet. Deshalb gehen sie kein Risiko ein, liefern nach Möglichkeit keine Angriffsflächen nach aussen und halten sich alle Optionen offen.
Die Sicheren können Profil zeigen mit Ecken und Kanten, das auch abgelehnt werden kann, da sie auch Formen von Kritik zur Selbstreflexion nutzen. Dadurch festigen sie ihr Fundament. Während bei den Unsicheren Kritik nur zu Leugnung, Feindseligkeit, Rechtfertigung und Selbstverherrlichung führt.
Dies als mögliche Deutung, weshalb das Verhalten der CDU unterschwellig als verachtenswert empfunden wird.
Es sei denn, es geht um reine Wahltaktik.
Dann will die CDU vielleicht bestimmten Richtungen innerhalb ihrer Reihen nicht auf den Schlips treten? Oder: indem sie kaum Profil gegenüber den Rechtsextremen, umso mehr aber Profil gegenüber der Linken zeigt, gibt sie potenziellen Rechtswählern Grund, sie zu wählen – und bände so Stimmen vom äusseren rechten Rand.
Das wäre als Gesamtaussage zwar schwach (und wird auch so empfunden), wäre aber als politische, wahltaktische Entscheidung zumindest legitim.
Es bleibt aber der Eindruck, dass die CDU gerade auch wegen der unerträglichen Gleichsetzungen und Relativierungen gegenüber den Nazis eine undeutliche, indifferente Haltung an den Tag legt. Da mögen die Worte ihrer Erklärungen eine andere Sprache sprechen – die größte Bürgerinitiative Triers will unter sich bleiben. Das wird sich sppätestens dann ändern (müssen), wenn sie auf diese Stadtratsstimme(n) künftig im Einzelfall angewiesen ist. Es zeugt von keinen guten Beratern, wenn die CDU Trier die Deutungshoheit in einer derart grundlegenden Angelegenheit komplett dem Gegner überlässt. Der Wahlkampf scheint also doch eher auf Stimmenerhalt als auf neue Wählerstimmen (durch neue, knackig-progressive Wahlkampfstrategie) hinauszulaufen.Im Fazit ein schwaches, kein selbstbewusstes Bild.
30. Mai 2009 (10:26 Uhr)
@ Dr. Per Knöß
zitat: “Begegnen wir diesen Leuten einfach mit etwas mehr Gelassenheit und hofieren sie nicht, sie haben unsere Aufmerksamkeit nicht verdient.”
dummerweise ist die npd schon da. dummerweise tritt sie schon an. dummerweise folgen ihr schon viele (gerade auch junge) menschen. dummerweise werden jetzt schon menschen bedroht. dummerweise hat ihr rezept der “gelassenen ruhe” also auch die letzten jahrzehnte nicht funktioniert. eines ist klar: feuerwehrmann sind sie nicht ;-)
@Daniel Karl
zitat: “Die Erfahrung der Weimarer Republik lehrt, dass man Extremismus nicht mit Extremisten bekämpfen kann, so gut gemeinsame Aktionen auch gemeint sind.”
mit absicht habe ich bisher null bezug auf weimar genommen, aber nun geht es wegen ihrer behauptung nicht mehr: Die Erfahrung der Weimarer Republik lehrt, daß damals schon die bürgerlichen Kräfte versagt haben.”
zitat:
“Sollte am 7. Juni ein NPD’ler in den Stadtrat einziehen, darf man dies auch als Verdienst der sozialdemokratisch geführten Landesregierung ansehen. Sie hat ohne Not die 3,33%-Hürde abgeschafft und dadurch die Chancen für radikale Splittergruppen erhöht. Die SPD hat aus Weimar nichts gelernt.”
ohne not? ein richterspruch (aus einem anderen bundesland) ist kein grund? und: okay, auch ich weiß als grüner, wer uns immer verraten hat ;-) aber ihre aussage “Die SPD hat aus Weimar nichts gelernt.” ist schon arg… sich machen opfer zu tätern, egal ob es spd oder kpd/dkp betrifft…
30. Mai 2009 (10:59 Uhr)
@ Rainer Landele
“merken sie nicht, wie unerverschämt SIE sind, nur weil SIE nicht in der lage sind, im großen bündnis mit zu marschieren?”
Ich bitte die Leserinnen und Leser, diesen Satz einfach mal in Gegenwart anderer Menschen laut nachzusprechen, noch besser: zu brüllen. Seien Sie gespannt auf die Reaktionen (und Assoziationen).
30. Mai 2009 (11:52 Uhr)
Erich Fried
Dann wieder
Was keiner
geglaubt haben wird
was keiner
gewusst haben konnte
was keiner
geahnt haben durfte
das wird dann wieder
das gewesen sein
was keiner
gewollt haben wollte
Es ist schön zu sehen, dass so viele Organisationen sehr unterschiedlicher Coleur sich zusammenfinden, um Farbe zu bekennen.
30. Mai 2009 (14:19 Uhr)
Mein Fazit des Tages:
Eine große Menschenmenge saß friedlich (!) bei sonnigem Wetter und picknickte auf dem Viehmarkt. Neben den verschiedenen Bündnis-Gruppen gesellten sich immer mehr Passanten und Familien hinzu, Decken sowie Lebensmittel waren mehr oder weniger Allgemein-Gut und die musikalische Unterstützung war… Geschmackssache, aber nicht schlecht *g*
Was ich traurig fand war dass die CDU nicht mal an ihrem separatem Stand Stellung gegen rechts bezog. Klar sollte man den Nazis keine Bühne bieten, aber wenn sie von der Verwaltung eine gestellt bekommen müssen, dann hat eine Bezugnahme nichts mit Aufmerksamkeitserhöhung sondern mit Reaktion auf das Vorhandensein der Rechten zu tun… Aufmerksamkeit bekommen die Rechten sowieso…. neben der / unserer Porta, an einem Samstag!
Aber nach der Absage an das Viehmarkt-Picknick hatte ich ehrlich damit gerechnet, dass die Hälfte des CDU-Infostandes dem eigenen Anti-Rechts-Kampf gewidmet wäre… Wahl-Flyer verteilen kann man auch an jedem anderen Tag. Aber dieses völlige Totschweigen war für mich unerklärlich. Da ist man veranstaltungsmäßig und räumlich von DKP/Antifa getrennt, hat also den Grund für die Viehmarkt-Nichtteilnahme beseitigt, und kann sich trotzdem nicht zu einer Stellungnahme hinreißen. Zu gar nichts!!! Wie sieht / sah der Anti-Rechts-Kampf der Trierer-CDU aus? Eine Erklärung auf der Homepage?? D.h. derjenige, der nicht die Homepage besucht, erfährt nichts davon… oh halt. Die Erklärung aller Stadtratsfraktionen gabs.
Als in Gonzerath ein Nazi-Zentrum eröffnet werden sollte, hat der CDU-OB gesprochen. Als durch Köln die Rechten zogen, zeigte Schramma Flagge. Wohl bemerkt, SPD nahm jeweils als Partei auf den Demos teil. In Trier zeigt Jensen seine Unterstützung, und die regierende CDU schweigt, als die braune Sch**** Triers Symbol verschandelt.
Falls Sie, Herr Jensen, mitlesen, möchte ich Ihnen zu Ihrer Rede gratulieren… ein wenig lang, aber aussagekräftig, frei gehalten und genau mit den Punkten, die gesagt werden mussten.
30. Mai 2009 (15:47 Uhr)
@thomas brück:
ich meine auch nicht unbedingt, daß sich jeder bei diesem picnick beteiligen soll oder muß – mir fehlen allerdings mögliche alternativen, die ich bisher eben noch nicht bei den “bockenden” parteien gefunden habe (hier wäre der punkt gewesen, um eigeninitiative zu zeigen!), abgesehen davon, daß ich auch die begründung halt eher kindisch finde!
apropos, hab’ mir als guter katholik überlegt, auch nicht hinzugehen, die schwulen unterstützen die aktion ja… oder war’s umgekehrt? oh, und der weidengraben – nee, was hab’ ich denn bitteschön mit denen am hut, das geht auch garnicht, mal abgesehen von den gewerkschaften und, was noch viel schlimmer ist, diesen ganzen luxemburgern! *g*
nee, im ernst – wie schon erwähnt, diese vorrunde zur demo am 05.06. sagt eben einfach aus: trier ist bunt (wenn man als kritiker auch anmerken könnte, das schwarz offiziell keine farbe ist und von daher die ignoranz der cdu ganz gut paßt)!
@dr. per knöß:
ich habe keine ahnung, in welchem studiengang sie promoviert haben – historik war es jedenfalls ganz sicher nicht!
ich muß mir gerade alle möglichen beleidigungen bezüglich ihrer vernunft, ihres geisteszustandes oder ihres intellekts verkneifen… als bundestags-direktkandidat kann ich nur darum hoffen, daß sie niemals in die regierung dieses landes kommen!
es ist nicht nur absolut unverantwortlich, zu äußern, die npd solle doch am besten ignoriert werden, es ist schlicht weg von der näheren vergangenheit belegt, daß diese einstellung äußerst riskant ist! so geschehen in den zwanziger und dreißiger jahren des letzten jahrhunderts, aber offensichtlich auch in den ersten jahren dieses jahrtausends – wie sonst können sie es sich bitte erklären, daß die npd in immer mehr wahlkreisen die erforderlichen stimmen aufbringt, um zu wahlen zugelassen zu werden? wieso folgen immer mehr anhänger diesem mob?
30. Mai 2009 (17:43 Uhr)
Lieber Marco Gröger,
vielen Dank für die Klarstellung, ich hatte Ihre Intention falsch verstanden. Es macht auch mich sehr betroffen, daß die Kandidatin der Linken auf derart perverse Art persönliche angegriffen und bedroht wurde, und daß der Aktivist, der die NPD-Plakate heruntergerissen hatte, anschließend von einigen Unverbesserlichen brutal zusammengeschlagen wurde.
Das sind die dunklen Seiten dieses ansonsten sehr fairen und sachbetonten Wahlkampfes. Ich hoffe, daß die Wähler Babic und seiner Bande am 7. Juni zeigen, was sie von ihnen halten!
30. Mai 2009 (18:08 Uhr)
@ Frank Jöricke:
Zitat (Leserbruef Nr.31):”Es läuft etwas Grundsätzliches falsch, wenn bei Aktionen gegen das braune Pack die DKP schon ihre Unterstützungszusage gibt, bevor die bürgerlichen Parteien überhaupt wissen, dass eine solche Aktion stattfindet.”
Die bürgerlichen Parteien könnten die Ersten sein, die wissen, daß eine solche Aktion stattfindet. Sie müßten sie nur selbst initiieren. Aber auf die Idee kommen anscheinend immer nur andere. Schade, oder ?
30. Mai 2009 (19:08 Uhr)
@Frank Jöricke
ich denke die leserInnen hier sind in der lage, meinen von ihnen zitzierten satz, auch im zusammenhang mit ihren äußerungen angemessen zu verstehen. ihr vorschlag, wie man in zu lesen habe, geht daher ziemlich fehl. und ich bin sicher, sie haben ihn auch ganz genau im korrekten zusammenhang verstanden. wieso ich das denke?
nun, es fällt auf, sie zur sache nichts sagen: daß sie nämlich denjenigen menschen, die (seit jahren) aktiv und offensiv gegen rechtsradikale kämpfen, arrogant etwas übel nehmen und klugwisserische vorschläge machen. anstatt sich für solche worte zu entschuldigen und zukünftig dazu beizutragen, daß die arbeit gegen rechts tatsächlich besser wird (kann nämlich nicht gut genug sein!), erwidern mit…ja mit was? mit weinerei ob meiner harten worte ihnen gegenüber? dabei ist es ganz simpel, die medizin, die sie benötigen: politisch denken anstatt egozentrisch.
30. Mai 2009 (19:15 Uhr)
so, jetzt weniger keilerei zum wirklich wichtigen:
der tag war rundum super!
danke an alle, die ihn organisiert haben.
danke an alle, die gekommen sind.
solche veranstaltungen stärken.
wir sehen uns in einer woche wieder ;-)
Rainer Landeke
http://trier.offenundbunt.de
30. Mai 2009 (19:17 Uhr)
Hallo Leute
Komme gerade von der porta-Nigra, und bin als ca 40 Jahre der alternativen trierer Szene angehörender richtig glücklich.
Warum. Wir haben uns bemüht und bemüht ob gegen Nazis gegen Pershings gegen Atomkraft gegen Krieg, FÜR FRIEDEN , die Menschen auf die Straße zu bringen .
Es ist uns selten gelungen , von Cattenom abgesehen. Es hart sich immer nur die Szene bekannt.
Das war heute anders .
Es sind meine Kinder und Enkel die sinnbildlich gesprocen heute auf die Straße Gehen. Wer spricht denn da von Politikverdrossenheit der Jugend .
Da weiß ich , daß wir nicht umsonst uns die Füße wund gelaufen haben.
Ich habe heute für mich die Früchte meiner Saat geerntet.
Das ist wichtig.
Wer das NPD Jammerspiel verfolgt hat. wird (und darüber bin ich immer noch sehr verwundert , wieviel auf dieser Seite über diese Dumpfbacken diskutiert wird) ihnen den raum nicht mehr einräumen, Es gibt nur eins entweder man geht hin oder nicht, punkt
und allen die Dort waren und fiedlich ihrem Unmut freien Raum gelassen haben
sag ich danke
und es gibt gr0ßeres Elend auf der Welt als diese Dumpfbacken
z.B Das Elend in Somalia und un d und und ………….
Vielleicht sieht man sich ja bei einer Demo nicht nur gegen Nazis
wieder.
In diesem Sinne
frohe Pfingsten.
30. Mai 2009 (20:27 Uhr)
Ich vermute:
Frank Jöricke ist als Kind in eine der berüchtigten roten Reiterhorden geraten, die als DKP-Fighter in den 70er die Simeonstrasse zu Hunderten terrorisierten….das war ne echte Plage – damals….
erklärt aber so Einiges….
30. Mai 2009 (20:28 Uhr)
@ Rainer Landele @sushi
“ich muß mir gerade alle möglichen beleidigungen bezüglich ihrer vernunft, ihres geisteszustandes oder ihres intellekts verkneifen…”
Vielen Dank, dass Sie sich um meinen Geisteszustand kümmern, seien Sie versichert, dass ich mich bester Gesundheit erfreue.
Besuchen Sie mich doch einmal unter http://www.per-knoess.de.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Per Knöß
31. Mai 2009 (00:12 Uhr)
@Dr. Per Knöß
sie sprechen mich an, mit einem zitat, welches nicht von mir kommt. nun gut, ich werde mich nicht distanzieren von jemanden, welche(r) nur ausdrückt, daß ihre einlassungen zum thema rinks und lechts absolut ahistorisch sind.
aber genau wie herr jöricke haben sie es ja nicht mehr nötig, auf die genannten argumente gegen ihre position einzugehen, sondern versuchen es mit humor. hilft nur nichts…auch der verweis auf ihre website nicht.
in der hoffnung auf noch folgende argumente…
grüße
rl
31. Mai 2009 (07:30 Uhr)
Noch ein Nachtrag.
Zur Aufwertung der NPD tragen solche Demonstrationen in gewisser Weise zu bei. Trotzdem ist es wichtig diesem wie gestern gesehen, kümmerlichen Häufchen diese geballte Macht entgegen zu setzen.
Mein Vorschlag für den nächsten NPD Aufmarsch.
Da wie gesehen ,nur ein erbärmliches Häuflein dem Stadtwerke Bus entstiegen sind und es sich keineswegs um eine Demonstration der Stärke seitens dieser Dumpfbacken handelte, hätte man wie ich auch
mehrfach von Teilnehmern hörte, geschlossen den Ort verlassen müssen, um z.b das Picknick vor der Porta fortzusetzen.
Stellt euch vor : Sie hätten ganz alleine da gestanden , umzingelt von 1000 ORDNUNGSHÜTERN.
Damit hätten wir sie gestraft,und sie selbst wären sich so dumm vorgekommen wie sie sind.
Raimund
http://www.history-trier.de
1. Juni 2009 (16:59 Uhr)
@ Raimund,
das ist eigentlich eine sehr gute Idee… statt aktionsbezogen zu protestieren, d.h. lauter pfeiffen bei lauteren Nazi-Phrasen, wäre es bestimmt auch nett gewesen “sie” zu ignorieren und ein eigenes Fest jenseits der Absperrung zu feiern. Decken waren ja vorhanden, sogar Live-Musik und Alkohol *g*
Und das komplette Gässchen war ja eh abgesperrt, also hätte man das Picknick dort ohne weiteres wieder aufnehmen können. Hätten sich bestimmt auch noch ein paar (fahrrad-) Touries dazu gesetzt, die sich wegen der doch emotional aufgeladenen Stimmung nicht “getraut” haben.
Also von mir hast du / haben Sie auf jedenfall dafür vollste Rckdeckung fürs nächste Mal… falls “die” nochmal kommen sollten… und da ich auch viele junge Eintracht-Fans unter den Protestierern sah kann man ja auch Stadion-Stimmung integrieren, mit ner Humba oder sowas. Macht bestimmt Spaß und motiviert andere zur Teilnahme.
1. Juni 2009 (18:18 Uhr)
@history-trier:
JA, und wieso wurde das nicht gemacht??? Jetzt steht überall in den Medien, “Rechts gegen Links”, Linke in der Überzahl. Na und, wen interessiert, wer in der Überzahl war. Die Menschen lesen aber, dass es die NPD gibt und sie zur Wahl antreten. Tolle Wahlkampfwerbung, die ihr da für die NPD macht.
2. Juni 2009 (10:27 Uhr)
allein die tatsache. daß nur ein paar hand voll npd’ler und nazis aufmaschierten, bedeutet wohl nicht, daß deren sympathisanten urplötzlich zu den großen volksparteien übergelaufen sind…
allein die tatsache, daß die npd die erforderlichen formalitäten zur aufstellung bei der wahl zum stadtrat erfüllte, ist wohl zeichen genug, daß es weit mehr unterstützer gibt, die einfach noch nicht öffentlich für ihre ansichten einstehen und dankbar sind, daß eine geheime wahl denn doch keine so öffentliche angelegenheit ist…
@thomas brück:
und immer wieder dieser promo-vorwurf… nein, die ausreichende promotion hat sich die npd durch schon mehrfach erwähnte aktionen selbst besorgt – es wurde einfach und schlichtweg zeit, darauf zu reagieren, da eh schon jeder wahlberechtigte bürger dieser stadt mitbekommen haben dürfte (und das auch ohne die ein oder andere gegenaktion), daß und mit welchen mitteln die npd in den wahlkampf eingetreten ist!?