“Klaus komm’ raus!”

TRIER. Mehr als 100 streikende Busfahrer und Mitglieder der Gewerkschaft verdi haben am Freitagvormittag in der Innenstadt und vor dem Rathaus für ihre Forderungen nach mehr Lohn demonstriert.

Vor dem Rathaus verlangte Bernd Oleynik (Verdi) von Oberbürgermeister Klaus Jensen (SPD), dass dieser sich in die festgefahrenen Verhandlungen einschalte. Schließlich handele es sich bei den Stadtwerken um ein städtisches Unternehmen.

"Klaus komm' raus" skandierten die Demonstranten, und Jensen kam. Foto: Marcus StölbDas Angebot von SWT-Verkehrsbetriebschef Frank Birkhäuer, eine monatliche Zulage von 40 Euro zu zahlen, nannte der Gewerkschafter eine “Farce”. Birkhäuers Hinweis, Oleynik habe im Saarland einen Tarifvertrag mit ausgehandelt, dessen Lohniveau rund zehn Prozent unter dem der Trierer Fahrer liege, sei “Quatsch”. Genauso gut könne man die Situation in  Trier mit der in Mecklenburg-Vorpommern vergleichen.

Sollten die Arbeitgeber nicht bald ein akzeptables Angebot vorlegen, würden die Streiks im Stadtbusverkehr deutlich ausgeweitet, drohte Oleynik. Mit einem monatlichen Nettolohn zwischen 1.200 und 1.300 Euro sei eine Familie nicht zu ernähren, kritisierte er.

Als der Gewerkschafter seine an den Oberbürgermeister gerichtete Ansprache beendet hatte, skandierten die Demonstranten auf dem Augustinerhof lautstark “Klaus komm’ raus!”. Der Stadtchef kam dann auch wenige Minuten später. Spontan brandete heftiger Beifall auf. In einem kurzen Statement rief Jensen die Tarifpartner dazu auf, sich nun rasch zu einigen.

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