Du bist Trier: Sandra Bartmann
Sie ist die erste Frau an der Spitze des Caritasverbands Trier, doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb Sandra Bartmanns Berufung für Aufsehen sorgte: Denn in ihrer Wahlheimatstadt war sie bislang vor allem als Kommunalpolitikerin in Erscheinung getreten, von 1999 bis 2004 saß sie für Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat. Aufgewachsen ist die 39-Jährige im Bergischen Land, 1992 kam sie nach Trier und studierte hier Psychologie. Auf das Studium folgte ein Grenzgängerinnendasein – während der vergangenen zehn Jahre arbeitete Sandra Bartmann als Personalleiterin für verschiedene internationale Unternehmen in Luxemburg. Sie sei sehr stolz, “nun am caritativen Auftrag der Kirche mitzuarbeiten und den Menschen am Rande der Gesellschaft mein Gesicht zu geben”, erklärt Bartmann, die im Juni die Nachfolge des langjährigen Trierer Caritas-Direktors Dr. Bernd Kettern antrat.
1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?
Die Nähe zu Frankreich und die schöne Mosellandschaft.
2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?
Auf einer der vielen Terrassen in der Stadt, am liebsten mit Blick auf ein historisches Baudenkmal.
3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?
Die beiden Autoren von “Das Kapital”.
4. Wo ist Triers größter Schandfleck?
Da fallen mir einige Ecken in der Stadt ein, die noch immer auf ihre Umgestaltung warten, z.B. das gesamte Bahnhofsareal.
5. Wer ist in Trier Ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?
Mit dem Lokalsport kenne ich mich nicht aus.
6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?
Lowie (Geld).
7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?
Gibt es noch einen “typischen Trierer”?!
8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?
Wenn ich an die armen und sozial benachteiligten Trierer und Trierinnen denke, fehlen dringend günstige Mietwohnungen, die in einem guten Zustand sind.
9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?
An der Riveris Talsperre.
10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?
Das Nordbad, ein Stück Urlaub vor der eigenen Haustür.
11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?
Beim Läuten der Domglocken auf dem Domfreihof zu sitzen.
12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Da ich keinen Fernseher habe, gehe ich jeden Sonntagabend ins Broadway. Das ist sozusagen mein „Tatort“-Ersatz.
13. Ihr größter Fehler?
Fragen Sie meinen Beichtvater!
14. Was verabscheuen Sie am meisten?
Schlechte Manieren und Scheinheiligkeit.
15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?
In Paris, am Meer oder in der Eifel, irgendwo bei Manderscheid.
16. Ihr Motto?
Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.
von 16vor




