Du bist Trier: Michael Brettner

Michael Brettner bei seiner Lieblingsbeschäftigung. Foto: privatWer sich mit Rockmusik in der Region auch nur halbwegs beschäftigt, kennt den Mann mit dem Kopftuch. Inzwischen ist Michael Brettner deutschlandweit mit den Bands “ÜEBERMUTTER” (Neue Deutsche Härte), “StreetLive Family” (Funk-Soul-Rock), “Klimaschock” (NDW), “Bonanza” (Cunt-Tree Music), “ROKKEN” (Live-Rock-Karaoke) oder mit Projekten wie “Swing & Rock” und den “Gentlemen of Sound” unterwegs. Außerdem unterrichtet der Gitarrist noch an Michael Kernbachs “Popfarm” in Bonn und der “Jazz & Rock School” in Trier und musiziert seit elf Jahren mit den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Werke. Obwohl es ihn inzwischen an den Rhein verschlagen hat, bleibt der 33-Jährige durch seine Arbeit und seine Liebe zu der Stadt auch weiterhin mit Trier verbunden. In den nächsten Wochen gibt es gleich mehrere Heimatbesuche.

1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?

Trier ist einfach eine sensationell schöne Stadt. Außerdem ist Trier sehr kompakt, alles wichtige ist fußläufig zu erreichen. Und der Trierer an sich iss einfach quant.

2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?

Die “Krim” ist definitiv mein Lieblingsrestaurant in Trier und hat “Ferrys” abgelöst. Den besten Milchkaffee gab es immer beim Steve (“Cafe Greco“) am Viehmarkt, außerdem auch die beste Mucke.

3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?

Ganz klar Karl Marx unn de Conny (“Friede im Himmel“). Beide haben ähnlich die Welt verändert und bewegt.

4. Wo ist Triers größter Schandfleck?

Ganz Ruwer.

5. Wer ist in Trier Ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?

Mein Herz schlägt für alle Trierer Vereine; Miezen, TBB und natürlich die Eintracht. Ich bin zwar kein Sport-Fanat, aber die Frage nach dem Warum lässt sich vielleicht nur dadurch erklären, dass es angeboren ist, dass – wenn man von hier kommt – man mit seinen heimischen Vereinen mitfiebert.

6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch (und seine Bedeutung)?

“Fratzegullasch” (“Jetzt gibt’s was auf’s Maul”).

7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?

Wenn er abends ausgeht, ist er sich vorher schon sicher, dass er keine Fremden kennen lernen wird (“fremd” bedeutet in diesem Fall: Schweich, Saarburg und das angrenzende Umland). Außerdem trägt er ein gewaltiges Assipotenzial in sich, welches ihm bereits in die Wiege gelegt wurde. Er ist nicht wirklich diskussionsbereit, wenn ihm etwas nicht passt oder etwas seinem momentanen Weltbild nicht entspricht (siehe Punkt 6), was natürlich auch immer von der aktuellen Promillezahl abhängt. Ansichten können binnen Minuten variieren. Die Welt endet oberhalb der FH.

Aber alles in allem ist der Trierer ein Pfundskerl, mit dem man Pferde stehlen kann, der sehr straight ist und sagt, was er denkt. Und wer die Trierer Grundeinstellung “Nit doof ginn” beherzigt, der wird auf jeden Fall eine gute Zeit hier verbringen und viel Spaß haben.

8. Was würden Sie in Trier gerne ändern?

Goar neist, et ist doch alles sauwa. Et woar schon immer suuuu unn su soll et uch bleiwen.

9. Wo ist für Sie Trier am schönsten?

An einem Sommerabend beim “Greco” am Viehmarkt und ebenfalls im Sommer der Innenhof zwischen Dom und Liebfrauenkirche, mein Lieblingsplatz in Trier zum Chillen. Der Hauptmarkt ist ebenfalls der Knaller.

Oder mit einem Stubbi nachts an da Mariensäul mit Blick uff et Städtschie; so lang kein sektsaufend Yuppies lo rum rennen, die solle liewa im “Forum” bleiwen.

10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?

Wildpark im Weißhauswald und das “Mäc Fit”.

11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?

Mein Leben.

12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?

F*****, Gitarre spielen, Mucke hören.

13. Ihr größter Fehler?

In Trier-Irsch gewohnt zu haben.

14. Was verabscheuen Sie am meisten?

Engstirnigkeit, Intoleranz und mangelnder Respekt basierend auf Dogmen und Thesen jeglicher Religionen dieser Erde, das gilt auch für Politik.

15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?

Edinburgh, Berlin und Köln.

16. Ihr Motto?

Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gekriegt. (frei nach “Stromberg”).

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6 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Hautzenthiel schreibt:

    Super Antworten! Merci für dat Fratzegullasch – ewisch nimmie gehört! Und bevor sich wei ahnen üwer die Bauern Antwort beschwert, so isset halt…
    ANTE ROMAN TREVIRIS STETIT ANNIS MILLE TRECENTIS PERSTET ET AETERNA PACE FRUATUR.

  2. Bounty Bob schreibt:

    Anfang / Mitte der Neunziger betrieb ich mit ein paar Kumpels eine nur mäßig mittelmäßige Coverband. Irgendwie ergab sich ein Kontakt zu einem jungen Mann, der vielleicht als neuer Gitarrist passen könnte.
    Ich erinnere mich noch heute, wie ich an einem sonnendurchfluteten Tag da stehe und Herrn Brettners Finger übers, naja, Brett wirbeln sehe, bzw. ja eben nicht sehe, weil sie viel zu schnell waren. Statt dabei zu schwitzen grinste er uns zudem fortwährend an wie ein Honigkuchenpferd und wackelte lustig mit dem Kopf. Die Musikwelt kennt diese Mimik ja mittlerweile genauso wie die flinken Finger.

    Ich weiss gar nicht, ob wir uns je nochmal offiziell bei ihm gemeldet haben. Ich weiß nur, dass ich nach dem “Vorspiel” (höhö) dachte: “Nä, der nich! Der ist viel zu gut für uns.”

    Grüße an den zeitweiligen Wahlmöhner(!) und shine on you crazy diamond!

  3. Steph. schreibt:

    Moin,

    Kolllechhh Brettner, ein rischtisch feiner Mensch und Musiker.
    Mein Sohnemann kommt seit einem Jahr in den Genuss bei der Trierer Jazz and Rock school von ihm am Schlagzeug gepusht zu werden. Nennen wir es einfach Combo”Obervater”. Da gehört er hin. Sein Spass, sein Können an junge Menschen weiterzugeben ist enorm. Seitdem vergöttert mein Sohn den Purschen.

    Unabhängig von dem anderen sauguten Menschen und Musiker Olli Rohles bei dem er in den Genuss der “Einzelausbildung” am Schlagzeug kommt. Da hat die Jaro Trier wirklich absolute Glücksgriffe getätigt. Musikalisch und vor allen Dingen, MENSCHLICH.

    Stay tuned, Mr. Brettner

    Steph.

  4. Steffi P.aus KA schreibt:

    Michael ist nicht nur ein wahnsinns Tier an seiner(n) Gitarre(n) , sondern auch das ehrlichste und positiv denkenste was auf der ganzen Welt rumläuft !
    Selten verdient ein so herzensguter Kerl so viel Respekt !
    Er ist authentisch und bodenständig, ohne ständig die Welt verbessern zu wollen . . den er sieht noch das gute in ihr.
    Keep goin !

  5. Kartini schreibt:

    Also ich würd mal sagen, dass du mit dem Forum vollkommen Recht hast und den Rest ist man ja von dir gewohnt :D

  6. Joga schreibt:

    Jo…kann mich Steffi P. nur anschliessen—Michel is echt der beste !

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