Du bist Trier: Peter Fath
Peter Fath hat in Trier mit Versorgungstechnik, Grafik und Architektur “so ziemlich alles studiert, was man braucht, um eine Kneipe zu eröffnen”. Schon während des Studiums jobbte er im “Hotel Rizz”, im “Wellblech” und im “Untreu” – Lokale und Bars, die kein heutiger Hochschüler mehr kennt. Ab Mitte der 80er arbeitete der gebürtige Saarländer in Discos, Kneipen und Restaurants in Luxemburg. Zehn Jahre später kehrte er nach Trier zurück und absolvierte unter anderem eine Ausbildung als “Qualifizierte Fachkraft im Rechnungswesen mit EDV”. Anfang 1998 eröffnete Fath in der Karl-Marx-Straße das “Piranha“, das damit wirbt, die “schönste Garage der Stadt” zu sein. Das ist wohl nicht ganz richtig, denn das “Piranha” ist so klein, dass wahrscheinlich gar kein Auto hineinpassen würde. Platz ist dennoch für eine Leinwand, auf die entweder alte Filme (ohne Ton) oder Länderspiele (mit Ton) projiziert werden. Und weil der 48-Jährige gerne zweigleisig fährt, arbeitet er seit der Schließung seines Einrichtungsgeschäftes vor gut zwei Jahren gelegentlich auch noch für einen Radiosender in Luxemburg.
1. Was gefällt Ihnen besonders an Trier?
Die Nähe zu anderen Ländern wie Luxemburg, Frankreich und Belgien. Und dass es so schön übersichtlich ist.
2. Wo essen und trinken Sie auswärts am liebsten?
Essen im “Klein Florenz” , trinken z. B. im “Winkel“, im “Funky Abbey” oder im “Cafe Greco“, gerne auch mal im “Übergang”.
3. Wer ist für Sie der bedeutendste Trierer?
Fischers Maathes mit seinem trockenen , teils schwarzen Humor.
4. Wo ist Triers größter Schandfleck?
Der Hof hinter dem “Piranha”, der voller Müll liegt und nicht als Biergarten genutzt werden darf.
5. Wer ist in Trier ihr Lieblingssportler oder -verein und warum?
Das lass ich mal weg…
6. Ihr Lieblingswort auf Trierisch?
“Teerdisch”, klingt irgendwie nach Teerdecke, ist aber was zum Essen. Wenn es auch stellenweise einer Teerdecke ähnlich sieht (Blutwurstscheiben).
7. Was zeichnet den typischen Trierer aus?
Ich würde sagen, die “Vorsicht”, oder anders gesagt: Kenn ich nich, will ich nich”. Tief im Innern ist er gemütlich.
8. Was würden Sie an Trier gerne ändern?
Besser nix, sonst wäre es nicht mehr Trier.
9. Wo ist Trier für Sie am schönsten?
Auf einer gemütlichen Terrasse am Wasser bei einem leckeren Glas Wein oder einem frisch gezapften Bier.
10. Welche Freizeiteinrichtung in Trier nutzen Sie am meisten?
Bei meiner begrenzten Freizeit bleibt’s da meist bei einem Kinobesuch, entweder im “Broadway” oder im “Luke”-Kino.
11. Was ist für Sie das vollkommene Glück?
Wenn ich das wüsste, würde ich ein Buch darüber schreiben, mich zurücklehnen und nur noch Geld zählen.
12. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Zur Zeit Konzertfotografie und zum Runterfahren Unkraut in meinem Garten auszupfen.
13. Was ist Ihr größter Fehler?
Mein größter Fehler ist gleichzeitig eine meiner Stärken: Geduld. In vielen Situationen ist das hilfreich. Bei Auseinandersetzungen wird es allerdings schnell eine Schwäche, da man den Fehler macht, nicht rechtzeitig etwas zu sagen, um somit Schlimmeres zu verhindern.
14. Was verabscheuen Sie am meisten?
Laute Menschen, die glauben, allein durch Lautstärke im Recht zu sein. Und
Gewalt.
15. Wo würden Sie außer in Trier gerne leben?
Auf meiner eigenen Insel in der Karibik. Ha Ha…
16. Ihr Motto ?
Leben und Leben lassen.
von 16vor




