Alles Banane?
TRIER. Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Weltladen der Arbeitsgemeinschaft Frieden an den “Fairen Wochen”, die vom 14. bis 27. September stattfinden.
Die Veranstaltungen stehen unter dem Motto “Perspektiven schaffen. Fair handeln!” Den Auftakt bildet der Besuch von Ana Fierro, einer Bio-Bananenproduzentin aus Ecuador, die von ihrer
Arbeit in der Bananenkooperative “Urocal” berichten wird. Mit ihrer Familie bewirtschaftet sie eine zwei Hektar große Bananenplantage und ist seit zwei Jahren Mitglied der Kooperative, von der auch
der Trierer Weltladen seine Bananen bezieht. Wie haben sich ihr Leben und das ihrer Familie dadurch verändert? Schafft der faire Handel tatsächlich neue und besserer Perspektiven für ihr Leben? Kommen die Mehreinnahmen wirklich bei den ProduzentInnen an? Um diese und andere
Fragen wird sich der Vortrag am 16. September um 20:00 im Weltladen in der Pfützenstraße 1 drehen.
Am Samstag, 19. September, richtet der Weltladen zwischen 10 und 16 Uhr in der Fleischstraße eine “Tafel der Vielfalt” aus, auf der “100 ausgewählte faire Köstlichkeiten” präsentiert werden sollen, wie es in einer Mitteilung der AGF heißt.”Wir wollen aufräumen mit vielen immer noch vorhandenen Vorurteilen bezüglich der Lebensmittel, die sich in Weltläden finden: Dass es dort ohnehin nicht viel anderes als den komischen Kaffee und Tee gibt, der zudem nicht mal besonders schmeckt und nur mit viel Idealismus zu trinken sei”, so Hermann Anell, Mitarbeiter des Weltladen und Vorstandsprecher der AGF.
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildet am 24. September um 20 Uhr Uhr ein Abend im Weltladen mit Dr. Sabine Fehrenschild vom Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar, die sich in ihrem Vortrag mit der Entwicklung der Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 beschäftigt. Was bedeutet die Krise für die Länder des Südens? Ein Überblick über zentrale Stichworte wie Kapitalflucht, Rohstoffpreisverfall, Ernährungskrise, neue Verschuldungsspirale und Export soll ein aktuelles Bild der Situation im Süden liefern. Dabei, so die These der Referentin, muss die aktuelle
Krise als Krise des gesamten Wirtschafts- und Entwicklungsmodells begriffen werden. Dabei wird auch auf die Frage eingegangen werden, welche Bedeutung in diesem globalen Kampf um die Stabilisierung unseres Wirtschaftssystems dem Fairen Handel zukommt.
von 16vor




