Neue Stadtschreiberin für Trier
TRIER. Im Jahr 2007 berief der Verein Stadtschreiber Trier e.V. den Lyriker Rajvinder Singh als ersten Stadtschreiber. Für das kommende halbe Jahr wird Frauke Birtsch seine Nachfolgerin.
Gefördert wird die Arbeit der Stadtschreiberin durch “QuattroPole”, der Städteverbindung Trier, Luxemburg, Metz und Saarbrücken. Passend dazu hat Frauke Birtsch ihre Tätigkeit unter das Motto “Grenzen/grenzenlos” gestellt, und wird dem Leben in diesen Städten ein besonderes Augenmerk schenken. Ihre Einblicke, die sie in Prosatexten und Interviews weitergeben wird, sollen einen Beitrag zum Zusammenwachsen der Großregion leisten.
Die Veröffentlichung einer Zusammenfassung von Frauke Birtschs Eindrücken ist für Anfang 2010 geplant. Neben Gesprächsrunden mit namhaften Autoren und Autorinnen sind Lesungen aus eigenen Werke und Schreibwerkstätten in Schulen und Bildungsstätten von Trier, Luxemburg, Metz und Saarbrücken vorgesehen.
Frauke Birtsch ist eng mit der Großregion Trier verbunden. Sie studierte an der Trierer Universität Kunstgeschichte, Anglistik und Germanistik. Im Trierischen Volksfreund erschien ihre erste Kurzgeschichte.
Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Kanada und Österreich lebt die vielseitig interessierte Autorin mit ihrem Mann im Hochwald im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg und Frankreich. Ihr Leben jenseits des Schreibens ist ebenso von der Literatur bestimmt. Sie konzipiert und leitet Studienfahrten auf den Spuren berühmter Schriftsteller, gibt literaturwissenschaftliche Kurse an Volkshochschulen, bietet Schreibwerkstätten für Gymnasien an, hält Literaturvorträge u.a. an der Katholischen Akademie Trier.
Nach Veröffentlichungen in Literaturmagazinen wie der Federwelt und der Wiener Quartalsschrift kolik unter dem von der Großmutter entlehnten Namen Frauke Verlinden arbeitet die junge Autorin an ihrem ersten Roman.
Der im Jahr 2006 gegründete Verein Stadtschreiber e.V. geht auf eine Initiative von Teilnehmern einer Gesprächsrunde aus den Bereichen Schule, Universität, Medien, Erwachsenenbildung, Schriftstellerei, Politik und Vereinen zurück. Überzeugt vom erfolgreichen Wirken von Stadtschreibern in anderen deutschen Städten, wurde man sich schnell einig, dass die Einrichtung eines entsprechenden, zeitlich befristeten Postens eine dreifache Chance bedeutet: Für den geförderten Autor, für die Stadt Trier und für die Großregion.
von 16vor




