Rund 80.000 Trierer haben die Wahl
Am Sonntag kommender Woche wird ein neuer Bundestag gewählt. Dann sind auch rund 80.000 Trierer zur Stimmabgabe aufgerufen. Sechs Kandidaten bewerben sich um das Direktmandat im Wahlkreis “204″, der auch den Landkreis Trier-Saarburg umfasst. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 lagen die Sozialdemokraten in der Stadt vorne, doch das Direktmandat ging an den Christdemokraten Bernhard Kaster. Unterdessen zeichnet sich knapp zwei Wochen vor dem Urnengang eine hohe Beteiligung bei der Briefwahl ab.
TRIER. Wenn am 27. September um 8 Uhr die Wahllokale öffnen, werden mehrere hundert Menschen dafür sorgen, dass alles mit rechten Dingen und reibungslos vonstatten geht. Insgesamt 780 Ehrenamtliche konnte die Verwaltung für die Bundestagswahl mobilisieren, für ein “Erfrischungsgeld” von gerade mal 21 Euro stellen sie sich in den Dienst der Sache. Ohne die Wahlhelfer, von denen viele bereits zum vierten oder fünften Mal zum Einsatz kommen, ließe sich der Aufwand nicht stemmen.
Gemessen an der komplizierten Kommunalwahl im Juni ist das Prozedere bei der Bundestagswahl recht simpel: Kumulieren und Panaschieren geht nicht, die rund 80.000 Trierer Wahlberechtigten haben lediglich zwei Stimmen: Mit der ersten Stimme votieren sie für einen der sechs Direktkandidaten, mit der Zweitstimme unterstützen sie die von ihnen favorisierte Partei. Dass bei der Wahl 2005 im Stadtgebiet Trier mehr als 1.000 ungültige Erststimmen verzeichnet wurden, muss nicht heißen, dass viele Wähler mit der Stimmabgabe intellektuell überfordert waren. Vielmehr gibt es auch zahlreiche Menschen, die von keiner Partei und keinem Kandidaten überzeugt sind, aber von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen wollen. Ihnen bleibt nur, den Wahlzettel ungültig zu machen.
Welcher der Trierer Kandidaten am 27. September als Sieger vom Platz gehen wird, ist offen. Allerdings werden nur den Bewerbern von SPD und CDU, Manfred Nink und Bernhard Kaster realistische Chancen eingeräumt, das Direktmandat zu gewinnen. Während Bernhard Kaster als eine Art “Titelverteidiger” antritt, muss Nink beweisen, ob sein Bekanntheits- und Popularitätsgrad als Landtagsabgeordneter inzwischen ausreicht, dem Christdemokraten das Mandat streitig zu machen. Kaster war es vor vier Jahren gelungen, sowohl im Kreis als auch in der Stadt deutlich mehr Erststimmen zu verbuchen, als seine Partei an Zweitstimmen errang. Obwohl der damalige SPD-Kandidat, der Berliner Noch-Finanzstaatssekretär Karl Diller, im Stadtgebiet von Trier den Unionsmann mit 42,3 zu 39,4 Prozent der Erststimmen hinter sich ließ, lag Kaster am Ende im gesamten Wahlkreis vorne. Das Rennen um das Direktmandat war im Landkreis entschieden worden, in dem rund 100.000 Wahlberechtigte leben.
SPD siegte in der Stadt, Direktmandat ging dennoch an Kaster
Überhaupt geriet angesichts von Kasters Direktmandat-Sieg etwa in den Hintergrund, wie die Parteien bei der letzten Bundestagwahl in Trier abschnitten. So gab es im Stadtgebiet eine klare Mehrheit für SPD, Grüne und Linke. Die Union kam seinerzeit auf gerade mal 32,5 Prozent und lag damit in ihrer einstigen Hochburg noch deutlich unter dem für sie desaströsen Bundesergebnis. Im Gegenzug schnitten die Sozialdemokraten mit 36,6 Prozent etwas besser ab als ihre Genossen in Berlin, deren Bundesergebnis ebenfalls alles andere als berauschend war. Während Grüne (12,2 Prozent) und Liberale (10,7) zweistellige Ergebnisse einfuhren, schaffte die Linke in Trier auf Anhieb 5,7 Prozent. Einiges spricht dafür, dass es am Sonntag kommender Woche zu einigen Verschiebungen innerhalb der Trierer Wählerschaft kommen wird.
Wie das Rathaus mitteilte, wird es in den Bezirken 3011 (Pallien) und 5041 (Weismark 1) statistische Erhebungen geben. Dort werden Stimmzettel ausgegeben, auf denen Geschlecht und Geburtsjahr in fünf Gruppen vermerkt sind. Eine Verletzung des Wahlgeheimnisses sei ausgeschlossen, betont Ralf Frühauf vom städtischen Presseamt, “die Anonymität bleibt selbstverständlich gewahrt”, versichert er. Die Ergebnisse der Erhebungen in Pallien und auf der Weismark fließen unter anderem in die 18-Uhr-Prognose der ARD ein, die von “infratest dimap” erstellt wird.
Unterdessen zeichnet sich eine hohe Briefwahlbeteiligung ab. Gaben beim letzten Mal insgesamt rund 13.000 Trierer ihre Stimmen per Briefwahl ab, sind im Wahlbüro der Stadt bis jetzt bereits mehr als 11.000 Anträge eingegangen. Ob sich das am Ende auch in einer insgesamt guten Wahlbeteiligung niederschlägt, wird erst am Abend des 27. Septembers feststehen. 2005 blieben mehr als 20.000 Trierer der Wahl fern, die Wahlbeteiligung lag damals bei 72,4 Prozent.
von Marcus Stölb





15. September 2009 (09:14 Uhr)
Ob diesen zwanzigtausend Trierern, die ihr Recht auf Wahl nicht wahrgenommen haben,
bewusst ist, dass in jedem Falle gegen sie entschieden wird, wenn es um ihre Wünsche
an die Politik geht?
Wer nicht wählt, der vergibt seine – zugegeben nicht allzu große – Möglichkeit der Mitwirkung und überlässt der gegen seine Interessen gerichteten Politik das
Feld. Daher gibt es keine Alternative zum Urnengang.
Ungültige Stimmen sind verschenktes Potential Unzufriedenheit sollte sich in Parteien und NGOs artikulieren, denn hier ist die Möglichkeit der Bewirkung von Veränderungen auf friedlichen Wegen gegeben.
Mein Wunsch insbesondere an die Medien ist klar: Motivierung zum Urnengang
und selbstverständlich wünsche ich mir von den 20.00o Trierern eine entsprechende Entscheidung.
15. September 2009 (10:59 Uhr)
Wähle weiss gott nicht schwarz, aber – wer um Himmels willen ist “Manfred Nink”?
15. September 2009 (11:35 Uhr)
Den Wahlaufruf von Frau Andersen kann ich nur unumwunden unterschreiben. Egal wen man wählt, man sollte von diesem Recht auf jeden Fall Gebrauch machen.
15. September 2009 (12:46 Uhr)
Wahl? Was heißt Wahl?
Es kam anders als versprochen, dies heißt Wahl.
Erinnern wir uns an die letzten Wahlen, falsche Zahlen, falsche Angaben.
Und?
Nichts war, ob gelogen oder “versprochen”, bewusst ” versprochen”. Klar, wir wurden in den jetzten 20 Jahren stets belogen seit d. Wiedervereinigung. Schnell passen sich nach einer Wahl neue politiker den alten an.
Klar ist doch, wir werden geblendet zum Wohle d. Volkes, da wir ja unsere Stimme gaben. Und welchen Politiker interessiert es wie es dem Menschen geht, da es ja heißt, zum Wohle aller. Nach jder Wahl sah man zu welchem Wohl, auch u. a. gerade betreff d. überzogenen Diäten. Das Eigenwohl spielt doch hier die größte Rolle, denke ich an einen so schönen Urlaub v. Frau Schmidt. Welcher Bürger kann sich dies so leisten? Keiner. Aber es geschah ja zum eigenen Wohl und Bequemlichkeit, gestützt und gewählt durch uns selbst.
Erinnern wir uns mal zu dieser Wahl zu den ” Versprechen” nach d. Wiedervereinigung. Klar ist doch, Wirtschaftsverbrecher lies man laufen, verjährt, Zahlen stimmen nie wirklich, keine Rentenerhöhungen, aber Diätenerhöhungen überzogen hoch, wenig Lohnerhöhungen, gepredigt verzicht, der Andere ( Politiker) reist mit teuren Autos, gezahlt v. Steuerzahler im nicht geringem Maß.
Erinnern wir uns welche Gelder verschwendet werden, zu Lasten v. uns allen.
Erinnern wir uns welche Aussagen Politiker machen betreff Arbeitsloser und älterer und kranker Menschen. Tafelsielber sollte man verkaufen, die Alten, die jungen, wer Arbeit will, findet welche, und alle wurden über diesen Kamm geschert. Ein Herr Beck wusste wie viel jeder Rente hat, angeblich.
Nichts gewusst, nichts dazu gelernt, so sieht es doch aus, und dies ” Spiel” geht weiter, wir nehmen es hin.
Schönfärberei, nichts anderes ist es doch, die Zechen zahlt d. Bürger, gerade seit 1 Jahr sehr aktuell, Banken werden gestützt, welche uns betrogen haben. Die daraus resultierenden Versprechen f. Kontrollen? Nichts ist passiert, aber d. Bürger zahlt.
Es wird keine Rentenerhöhungen die nächsten Jahre geben, wenig Lohnerhöhungen, wir sollen es verstehen und verzichten, aber es wird eins weiter geben, d. Übermaß bei Politikern, und sei es bei d. nächsten, nicht im Verhältniss stehenden Diätenerhöhung.
Nach d. Wahl wird es so sein wie immer, egal welche Partei, die Zeche zahlt d. Bürger.
Erinnern wir uns aber auch, wer in den Aufsichtsräten sitzt, gegen die man ja vorgehen will, auch unsre Politiker.
Geblendet mit falschen zahlen, falschen Aussagen, sollen wir diese Damen und Herren wählen?
Eine Alternative gibt es leider nicht.
Soll man nun wählen oder nicht?
Wählt man gibt man f. derartiges die Zustimmung, auch wenn vorher anders versprochen.
Wie sagte am einer d. Politiker zu einem Bürger, sie verstehen d. Große und Ganze nicht, als ein Bürger fragte, sie versprachen doch anders.
So war es, so wird es sein, und dies ist ein Fakt.
Und wir nehmen alles hin.
Warum ist ein Herr Kaster gegen Volksbefragung? Er unterbidet d. Willen d. Bürger. Und warum wohl? Da wir als Bürger eben nicht d. Ganze und Große sehen können, aber wählen dürfen wir.
Wie froh ist doch d. Bürger.
Und bei wenig Wahlbeteiligung?
Für die nächste Wahl, ein Wahlzwang, so Politiker, auch dies kennen wir.
Und an all dies sollten wir denken, gehen wir wählen, wenn denn überhaupt.
Und dies ist jedem seine freie Entscheidung, auch ob es Alternativen gibt.
Wer nicht wählt tut nichts dagegen. Gegen was, wenn es doch kaum oder keine Alternative gibt.
Und geht man nicht wählen auf Grund d. vielen Lügen, welche nach d. Wahl nicht rechtlich belangt werden dürfen durch Eigenschutzgesetze, ist dies legitim, dies kann jeder freie Bürger f. sich entscheiden, da wir noch, noch keinen Wahlzwang haben.
Auch dies ist zu bedenken, zu einer Wahl.
Offenheit, Ehrlichkeit, Korrektheit waren zu Wahlen, egal v. wem, ein Fremdwort, aber wir Bürger sehen eben nicht d. Ganze und Große.
Erinnern wir uns an Auftritte in d. Öffentlichkeit, was man gegen demonstrierende Renter und Bürger tun sollte.
Ich jedenfalls erinnere mich, mund soll nun wählen gehen?
Mit die Mühe antun?
Jeder Bürger muss dies f. sich frei entscheiden, ohne Zwang zur Wahl, und er wird dies tun.
Wähle ich, mit unbehagen, unterstütze ich doch die ” Versprechen” damit, da es ja dann heißt, v. Volk gewählt.
15. September 2009 (13:59 Uhr)
Ich stimme den Wahlaufrufen vor mir vollends zu und kann nur an alle Wahlberechtigte appellieren zur Wahl zu gehen und sein Kreuz bei einem der demokratischen Bewerber zu machen!
15. September 2009 (14:21 Uhr)
@Wählerin
Ich nehme Sie ernst und gehe mal nicht von einer rhetorischen Frage aus:
Manfred Nink ist der SPD-Bundeskandidat. Über ihn wurde auch schon mehrfach hier bei 16vor und auch im TV berichtet. Ansonsten kann man sich auch auf seiner Homepage einen Überblick verschaffen, wofür er steht.
http://www.manfred-nink.de/
Beste Grüße
Johannes Barrot
15. September 2009 (14:52 Uhr)
@Ralf Grapentin:
Sind Sie in einer Partei aktiv? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, wieso schreiben Sie so einen Unfug, obwohl Sie es besser wissen müssten?
Was tun Sie denn, wenn bei einer von Ihnen gewollten Volksabstimmung die Entscheidung für Sie unkommod ausfällt? Weitermotzen? Oder gehen Sie dann zu der nächsten auch schmollend nicht mehr hin?
Deutschland braucht wieder mehr und bessere Bildung. Wenn ich Ihre Äußerungen so lese, bilden Sie eines der besten Beispiele dafür.
16. September 2009 (11:49 Uhr)
Diesmal wähle ich gegen alle 4 Parteien, die Deutsche Kriegsverbrechen in Afghanistan wieder verantworten.