Stolpersteine für die Neustraße

TRIER. “Den Opfern ihre Namen zurückgeben” wollen der Kulturverein Kürenz und die Arbeitsge­meinschaft Frieden mit ihrer Aktion “Stolpersteine”.

Auf Vermittlung der beiden Vereine und auf Anregung von Angehörigen der Familie Herrmann verlegt der Kölner Künstler Gunther Demnig am kommenden Montag, 21. September, um 13 Uhr vor dem Haus Neustraße 92 fünf weitere Stolpersteine.

Hier wohnten bis zu ihrer Flucht Jakob Herrmann und seine Frau Irma, geborene David sowie die drei Söhne Bernhard, Robert und Erich Herrmann. Die gesamte Familie wurde von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet. Die Herrmanns betrieben in der Neustraße zuletzt ein Bekleidungsgeschäft. Unter den fünf Stolperstein-Paten befinden sich das Trier-Forum und die Katholische Hochschulgemeinde Trier (KHG).

“Diese dezentralen Gedenkstätten sollen helfen, dass die Menschen nicht vergessen werden, die aufgrund des Rassenwahns ermordet wurden oder weil sie der Diktatur im Wege standen”, heißt es in einer  gemeinsamen Stellungnahme der Arbeitsgruppe von Kulturverein Kürenz und AG Frie­den.

Weitere Informationen zum Thema: Juden, Sinti, Kommunisten, Homosexuelle…

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Jutta Albrecht schreibt:

    Ein Satz der Pressemitteilung wurde leider nicht abgedruckt: “Am gleichen Tag werden zudem Stolpersteine in Greimerath (9.30 Uhr) und
    Losheim (15.00 Uhr) verlegt.”

    Er ist nicht nur hinsichtlich weiterer Stolperstein-Verlegungen am 21.09. von Bedeutung, sondern man muss wissen, dass es sich bei den jüdischen Opfern in Greimerath (Angehörige von René Herrmann aus Greimerath) um Verwandtschaft der 1941-1944 ermordeten Familienmitglieder Herrmann aus der Neustraße 92 handelt.

    Der Fall Herrmann steht für ein ganz besonderes Verhältnis eines ehemaligen Bewohners des Ortes Greimerath – die Eltern, Bernhard und Babette Herrmann, hatten dort 1902 das einzige Gasthaus im Orte gegründet, den “Greimerather Forst” – und den Bewohnern des Lokals, dass im Juli 1939 weit unter Wert aufgrund der politischen Geschehnisse der Zeit veräußert werden musste. Man pflegt ein sehr freundschaftliches Verhältnis.

    Leider kann Herr Herrmann, der mit Ehefrau, Kindern und Enkelkindern in den USA (New Jersey) wohnt, nicht an der Verlegung der Stolpersteine in Greimerath teilnehmen.

    Sein Cousin, der in Trierweiler wohnt, wird das Gedenken an die in den Kzs Lodsz, Chelmo und Stutthof ermordeten Familienmitglieder persönlich begleiten.

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