Massenmörder Marx

Den Bürgerhaushalt mitzugestalten, ist eine schöne Sache, hat aber einen entscheidenden Nachteil: jeder Depp kann sich daran beteiligen. So finden sich unter vielen vernünftigen Vorschlägen auch solche, die man sich sonst nur an Stammtischen hinter vorgehaltener BILD-Zeitung zuflüstert. Aber lesen Sie selbst…

“Um die Unterhalstkosten einzusparen, sollte das Karl-Marx-Gerbutshaus geschlossen oder gar abgerissen werden. Kar Marx ist kein Vorbild das man mit einer solchen Stätte ehren sollte! Durch seine Lehren und den damit verbundenen Kommunismus (Marxismus) sind nachweisbar 10 mal mehr Menschen ermordet worden als durch den Faschismus!” (Anm. d. Red.: Die Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler stammen vom Verfasser des Vorschlags).

An diesem Beitrag kann man hübsch sehen, wohin es führt, wenn man an den Unterhaltskosten für sein Oberstübchen spart. Übrigens gab es schon mal eine Zeit, in der man in Marxens Geburtshaus keine Erinnerungsstätte haben wollte – von 1933 bis 1945.

Vielleicht sollte man erst einmal das Museum besucht haben, bevor man seine Schließung fordert, empfehlen

die Marx Brothers

Print Friendly

von

17 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Hyperboreas schreibt:

    Nicht, daß ich dem Antrag zustimmen würde, aber, liebe Redaktion:
    wo ist denn bitte (jenseits einer verblümten Beleidigung) Euer Argument gegen diese Maßnahme?

  2. Jan schreibt:

    Wenn der/die Autor/ren den Vorschlag als besonders dämlich charakterisieren, dann frage ich mich, warum sie diesen dann veröffentlichen und nicht besser den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten. Wenn der Beitrag Anspruch auf Ernsthaftigkeit erheben wollte, dann hätte man auch über die sinnvollen Vorschläge berichten sollen.

    Die Assoziation des genannten Vorschlages mit dem Dritten Reich ist m.E. unsachlich und manipulativ. Repräsentative Gedenkstätten politischer Gegner zu beseitigen ist keine Erscheinung, die sich aussschliesslich in der Nazi-Diktatur wiederfindet.

  3. Metallkopf schreibt:

    Tja, so kann’s gehen, wenn man das Internet für alle Leute freischaltet. Manchen dieser Menschen geht es nicht eben gut.

    In einem Punkt stimme ich mit den Linken übrigens überein. Marx war einer der wertvollsten Sozialphilosophen und seine Gesellschaftsentwürfe sind in sich recht schlüssig…

    Nur scheiterte Marx, und bislang jeder Sozialismus im Endeffekt immer wieder daran, was man eigentlich als Grundlage sieht: Dem (Selbst-)Verständnis des Menschen. Es wird von falschen Grundvoraussetzungen ausgegangen. Hobbes vs. Locke.

    Und das ist das fundamentale Problem der Sozialisten, Sozialdemokraten und aller anderen Menschen, die meinen, man könnte per Gesetz Menschen zu etwas machen, oder gar mit Nachdruck “umerziehen”, was sie vom Grunde auf nicht sind…

    Deshalb ist Marx zwar geschichtlich interessant, aber gesellschaftspolitisch nur mehr als Fußnote.

  4. Ist das jetzt... schreibt:

    … objektiver Journalismus oder ein gehässiger, ideologisch angehauchter Leserbrief?

  5. Sypathetisch schreibt:

    SATIRE! ÜBERTRIEBEN ABER SATIRE! Ich finde, wenn man den Beitrag der Vorgänger liest, wird in Trier mal wieder an Humor gespart. Vielleicht sollte man dafür in Trier mehr in Humor investieren – auch wenn er mal derb ist.

  6. Linde Andersen schreibt:

    Mit Humor hat diese Art von Leserbrief wirklich nichts mehr zu tun.
    Der Verfasser dieses unterhalb jeglicher Kkritik befindlichen Äußerung wird
    vom “Historikerstreit”, der Vergleiche dieser Art völlig ausschließt , wohl auch
    keine Kenntnis haben.
    ME. erübrigt sich jegliche weitere Diskussion

  7. salamander schreibt:

    Werden die Chinesen nicht stinkig,wenn das Karl-Marx-Haus abgerissen wird?
    Ich mein´ja nur,denn:
    Das ist schön und gut,wenn die delegationen nach China reisen,von wegen Wirtschaft und so,aber früher oder später merkt doch einer von denen was,und wie sauer der Chines werden kann,das sehen wir doch gerade bei der Frankfurter Buchmesse.

    Also,vorschlag zur güte:
    Wir warten noch ein bisschen,bis die milliardengeschäfte in trockenen tüchern sind,in der zwischenzeit kann man die laufenden kosten reduzieren,z.b. dass die putze nur einmal die woche kommt,und danach wird halt abgerissen.
    Den Chinesen sagt man dann,dass das alles baufällig war und ein beamter seine kompetenzen überschritten hat usw usf,ist doch nicht so schwer.

  8. Ryan SMiTH schreibt:

    Da wollte der gelegentliche Titanicer Jöhricke wohl auch mal einen “Brief an die Leser” schreiben: Na, ok…

  9. Andreas schreibt:

    Man könnte ja den Abriß so gestalten,dass es anschließend wieder detailgetreu in China aufgebaut werden kann. Da freuen sich die Chinesen sicherlich und brauchen nicht den weiten Weg ins abgelegene Trier zu machen. ;)

  10. museumsbesucherin schreibt:

    Wer tatsächlich mal die Ausstellung im KM-Haus besucht hat, wird wissen, dass die chinesischen Delegationen sich dort in schweigendem Lächeln üben müssen. Die Wandtafeln zur Marxrezeption in der Geschichte zeigen z.B. auch das Tiananmen-Massaker, poster-groß und durchaus nicht dezent. Man kann den Ausstellungsmachern sicher nicht vorwerfen, eine “Kranzablegestätte” konzipiert zu haben, wie Frau Bouvier das mal formuliert hat. Erinnern und huldigen sind wohl zwei verschiedene Dinge.

  11. Alex Rollinger schreibt:

    Wo ist das Problem? Jeder Vorschlag kann positiv oder negativ von -2 bis +2 oder gar nicht bewertet werden. Deppig wird es erst, wenn viele den Vorschlag positiv bewerten würden.

  12. kneilewatz schreibt:

    Libe Leute von 16uhr, di wo immer andern de Spahß verderben wollen.
    Ihr könnt den humorlosen doch nit mit Huhmohr kommen. Wo däten mer da hinkommen? Dat frag ich eusch! Und ich weiset auch schon: Dann schreiben die euch einen Leserbrief. Und dann hamir auch was zum drühber lachen.
    Und außerdem tu ich auch meinen, dat durch das, wo ihr im Indernett schreiben tut, 10 mal mehr Mänschen unterhalten geben als wie durch die BILD-Zeitung!
    So, ich mein, das musste der Welt auf der ganzen Erde auch mal mitgeteilt werden!
    Aber wenn das Karl-Marx-Haus wirklich abgerissen gäbe, gäbet immer noch Marx an der Basilika, wo auch schöhn ist!

  13. su ass et schreibt:

    Welch andere Trierer hätte denn eine Ehrung mit Museum verdient … Fischers Maathes vielleicht noch, aber sonst …

  14. Markus schreibt:

    Soll das ein Artikel sein oder eher der Versuch allen zu zeigen, dass diese Intenetseite, auf irgendeinen Art, politisch angehaucht ist? Was soll das also?

  15. Metallkopf schreibt:

    @Markus:

    Dieser Artikel wurde selbstverständlich ausschließlich verfasst, um Sie zu verblüffen und zum Nachdenken anzuregen. Ich habe lange überlegt, ob ich Ihnen das auf diesem Weg mitteilen soll, aber das Leben, wie Sie es kennen, ist eine komplexe, eigens für Sie eingerichtete Scharade.

    Dass Ihre Freunde und Kollegen, Nachbarn, sogar die Leute, die Sie hassen und verabscheuen, sämtlich bezahlte Schauspieler sind, die in den Orten, die Sie besuchen, die Kulissen bevölkern, mögen Sie vielleicht das eine oder andere Mal schon vermutet haben und ich kann ihnen nunmehr bestätigen, dass dem auch tatsächlich so ist. Nein, ich muss mich korrigieren, ein paar der Statisten sind lediglich Praktikanten und Laienschauspieler, aber auch so ist der Aufwand immens.

    Stellen Sie sich allein die logistische Herausforderung vor, wenn Sie sich kurzfristig entschließen, einen Last-Minute-Urlaub zu buchen. Es ist nicht immer leicht ausreichend Leute zu bekommen, die die Sprache im von Ihnen dann ausgewählten Zielland sicher beherrschen, wissen Sie? Es wäre daher hilfreich, wenn Sie künftig vermehrt laut über Ihre künftigen Absichten nachdächten, damit würden Sie unsere Arbeit doch ein gutes Stück einfacher machen. Die Auswahl Ihrer Weihnachtsgeschenke ist auch nicht immer eben leicht.

    Wir bleiben in Kontakt!

  16. Markus schreibt:

    @Metallkopf: ?! Ist Dir langweilig?

  17. Metallkopf schreibt:

    Nein, langweilig ist mir bestimmt nie. Ich habe – wie gesagt – Stein und Bein damit zu tun, Ihre Erlebniswelt zu organisieren…

    Das taxiert mich derart, dass ich derzeit sogar kaum dazu komme, Ihnen überhaupt zu antworten!

    Denken Sie mal drüber nach…

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Unterstützen

In Evernote merken