OB Jensen verteidigt Stadt gegen AStA-Kritik
Kümmert sich die Stadt zu wenig um ihre rund 14.000 Uni-Studenten? Ja, meint der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität. Die Verwaltung ignoriere systematisch die Interessen der Hochschüler, heißt es in einer Mitteilung des AStA. Im Rathaus ist man verärgert über die Kritik: Gegenüber 16vor verwahrte sich der Oberbürgermeister mit deutlichen Worten gegen die Vorwürfe, diese würden “in keinster Weise den Tatsachen” entsprechen, kontert Klaus Jensen. Der OB nutzt den Vorgang auch zu einer grundsätzlichen Klarstellung: Die Studierenden seien Teil des Gemeinwesens und keine externe und herausgehobene Gruppe. Unterstützung erhält der Stadtchef von Uni-Präsident Professor Peter Schwenkmezger.
TRIER. Florian Kaiser ist einer von Tausenden, doch als Koordinierendes Mitglied des Allgemeinen Studierendenausschusses spricht er gewissermaßen für seine Kommilitonen – auch für jene, die ihn nicht kennen und sich noch nie an einer Wahl des Studierendenparlaments beteiligt haben, aus dessen Reihen sich der AStA formiert. Vor ein paar Tagen brachte Kaiser eine Pressemitteilung in Umlauf. Betreff: “Stadt Trier täuscht Interesse an Studis vor”. Es sei “erstaunlich, welche Sicht die Stadt Trier auf ihre eigene Arbeit hat”, schrieb der AStA-Sprecher, dabei sei das Verhalten der Verwaltung in Bezug auf die Studierenden doch “eher von Desinteresse geprägt”.
Dass unter den Hochschülern eine “latente Wohnungsnot” herrsche und die Verkehrsmittel “völlig überlastet” seien, interessiere am Augustinerhof offenkundig niemanden. Kaisers AStA-Kollege Göran Glauer legte nach: “Die Studierendenschaft finanziert seit Jahren den Nachtbus, obwohl dies die Stadt ohne größere Probleme bezahlen könnte”. Woraufhin Kaiser ergänzte: “Auf der einen Seite zwingt man Studierende, einen Wohnsitz in Trier anzunehmen, auf der anderen Seite werden studentische Interessen systematisch ignoriert, obwohl die Stadt massiv durch die Hochschulen profitiert”. Fragt man Kaiser, was denn der AStA konkret fordert, um die Situation zu entspannen, zählt er auf: “Übernahme der Nachtbuskosten zu gleichen Konditionen wie jetzt, Umsetzung von nachhaltigen und innovativen Verkehrskonzepten für die Stadt Trier (und Umland), Ausbau des Sozialwohnraums in Trier, aktiver Einsatz und Interesse an den StudentInnen, verbesserte Informationspolitik der Stadtwerke – usw…”
Die Stadt und allen voran der Oberbürgermeister sind nicht amüsiert ob der Kritik des Studentenvertreter, entsprechend deutlich fiel jetzt die Reaktion Klaus Jensens aus. Der Verwaltungschef, bekanntlich ein Mann der moderaten Tonart, verwahrte sich gegenüber 16vor in scharfer Form gegen die Darstellung der Studentenvertreter: Er sei “sehr erstaunt und auch befremdet” über den Vorgang, auch weil Kaiser sich direkt an die Presse gewandt habe ohne “vorher auch nur ansatzweise den Kontakt zum Rathaus gesucht” zu haben. Vor allem aber entspreche die Kritik “in keinster Weise den Tatsachen”, betonte Jensen, der sich denn auch zu einer grundsätzlichen Klarstellung veranlasst sah: Die Stadt sehe in ihren Studenten keine “externe, herausgehobene Gruppe innerhalb der Bevölkerung”, sondern einen “integralen Bestandteil des Gemeinwesens”. Soll heißen: Ausschließlich an Studenten gerichtete Angebote sind “nicht die Regel” – und sollten es nach Auffassung des Stadtchefs auch nicht werden.
Kontroverse um Nachtbus
Das gilt offenbar auch für den Nachtbus. Der verkehrt als Linie 80 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 2 Uhr sowie an den Wochenenden um 3 Uhr zwischen Trier-West und dem Uni-Campus. Pro Fahrgast wird 1 Euro verlangt. Bei den Stadtwerken sah und sieht man keinerlei Veranlassung, dieses zusätzliche Angebot zu finanzieren, stellte SWT-Verkehrsbetriebschef Frank Birkhäuer auf Anfrage: Der Nachtbus richte sich schließlich fast ausnahmslos an eine Bevölkerungsgruppe und werde auch nur von dieser genutzt, begründet er. Die Kosten für das Angebot trägt derzeit der AStA . Laut Kaiser fallen pro Jahr 11.100 Euro an, die aus dem Etat der verfassten Studierendenschaft gedeckt werden, für den jeder Hochschüler der Uni pro Semester 7,65 Euro über seinen Semesterbeitrag beisteuert. Ginge es nach dem AStA, würde die Stadt die Kosten für das Nachtbusangebot übernehmen.
Doch dort verweist man auf bereits bestehende Leistungen, von denen die Triers Hochschüler profitieren. Jensen nennt beispielhaft die ermäßigten Eintrittspreise in städtischen Einrichtungen wie dem Stadtbad, dem Theater, dem Stadtmuseum Simeonstift oder der Trier-Arena. Außerdem würden zu Semesterbeginn exklusive Stadtführungen für Erstsemester angeboten. Der OB wehrt sich auch gegen die Darstellung, der ÖPNV der Stadt sei “völlig überlastet”. Sicherlich gebe es noch “Optimierungsbedarf zu Spitzenzeiten”, doch wahr sei auch, dass das “ÖPNV-Angebot für Studenten in den letzten Jahren systematisch ausgebaut und verstärkt worden” sei. Jensen führt die Verdichtung des Takts auf den Linien 3 und 6 durch die Einführung der Uni-Linien 13 und 16 an, sowie den verstärkten Einsatz von Zusatzbussen in Stoßzeiten. “Die Zahl dieser Einsatzwagen steigt von Jahr zu Jahr”, so der OB.
Auch die Darstellung, die Stadt interessiere sich nicht für die Wohnungssituation für die Studenten, empfindet man im Rathaus reichlich deplatziert. Nicht nur, dass Jensen sich in Aufrufen und symbolischen Aktionen darum bemühte, private Vermieter zur Bereitstellung zusätzlicher Domizile zu motivieren – die Verwaltung unterstütze auch maßgeblich Investoren darin, neue Wohnheime zu errichten. So ensteht derzeit auf dem Petrisberg ein neues Studentenwohnheim mit rund 200 Einheiten. Darüber hinaus tritt die Stadt selbst als Investor auf, in Trier-West soll aus einer ehemaligen Kaserne ein weiteres Studentenwohnheim werden. Im übrigen, so Jensen, habe das Studierendenwerk dem Rathaus signalisiert, dass im Gegensatz zu früheren Jahren die Lage auf dem Wohnungsmarkt relativ entspannt sei.
Rückendeckung erhielt Jensen für seine Replik der AStA-Vorwürfe von Uni-Präsident Professor Peter Schwenkmezger: “Die Stadt Trier und insbesondere der Oberbürgermeister persönlich stehen in engem Kontakt zur Universität, um Probleme der Studierenden zu besprechen und Lösungen zu finden, wie die “Lebensbedingungen und der Lebensraum der Studierenden” weiter verbessert werden könnten, erklärte der Uni-Präsident. “Natürlich gibt es Optimierungsbedarf”, so Schwenkmezger weiter, aber “entgegen den von Herrn Kaiser erhobenen Vorwürfen kann das Verhältnis zwischen Stadt und Universität Trier als hervorragend bezeichnet werden”.
von Marcus Stölb



16. November 2009 (01:50 Uhr)
Zu den Begrüssungsveranstaltungen für Erstsemester kam früher oft der Herr Schröer höchstpersönlich. Es war ja schließlich eine gute Gelegenheit, sich vielen potenziellen Wählern vorzustellen. Herr Jensen hat sowas anscheinend nicht nötig, mittlerweile werden immer irgendwelche Hinterbänkler aus dem Stadtrat hingeschickt. Schon damit vermittelt man nicht gerade den Eindruck, dass die Belange der Studierenden für wichtig gehalten werden.
16. November 2009 (06:02 Uhr)
Ich verstehe nicht wieso der Asta so sehr auf die stark subventionierten Nachtbusse besteht. Wenn sich 3 oder 4 Studenten ein Taxi zur Uni teilen, kostet dies pro Person 3-4 Euro. Dafür bekommt man im Forum oder den anderen von Studenten bevorzugt aufgesuchten Läden gerade mal ein Getränk…
16. November 2009 (07:59 Uhr)
Wenn der Nachtbus der Hauptpunkt der Kritik sein sollte, dann scheint ja der AStA keine wirklich gravierenden Probleme mehr zu haben.
Und auch mein persönlicher Eindruck ist, dass sich die ÖPNV-Situation zur/von der Uni erheblich entspannt hat. Die Busse der Linie 13 erscheinen mir morgens alles andere als überfüllt – ein großer Unterschied zu früher, als die Busse der Linie 3 nahe am Lastlimit die Trierer Berge erklimmen mussten.
Zum Thema Wohnungsbau sei noch angemerkt, dass Studentenwohnheime in Trier West zwar schön, aber auch schön weit weg sind. Gut ist hingegen der Neubau des Wohnheims neben der Uni. Dass private Eigentümer nicht immer an Studenten vermieten wollen, möge man bitte auch nicht dem OB anlasten.
16. November 2009 (10:14 Uhr)
Im Artikel fehlt vielleicht noch, dass am 1.-3. Dezember wieder StuPa-Wahlen sind…
@Langzeitstudent: Ich habe Herrn Schroer auf meinen Begrüssungsveranstaltungen auch nicht erlebt, obschon er noch OB war. Und den Hinterbänkler den Sie meinen war Herr Holkenbrink. Generell stimmt ich Ihnen aber zu, dass ein OB die Begrüssungsveranstaltungen als Werbung für die Stadt persönlich nutzten sollte.
@Wolfgang: Es steckt doch eigentlich etwas ganz anders hinter dem Nachtbus. Der Nachtbus soll nicht nur feierende Studis nach hause bringen, sondern ein generelles Angebot werden. Trier nennt sich Großstadt, aber ab 2 Uhr am Wochenende kommt nicht mehr in die Stadtteile. Und nicht alle Studis wohnen an der Uni oder in Kommunen und können sich ein Taxi teilen. Hier einen abgespeckten Sternverkehr durch die ganze Nacht zu entablieren ist Aufgabe der Stadt und Stadtwerke.
@Exilfranke: Studiwohnheim im TR-West super! Schon mal an die FH gedacht? Die bekommen so endlich auch mal ein Wohnheim.
16. November 2009 (10:25 Uhr)
Interessant was der Asta für Probleme hat, man merkt auch hier das die Hochschulwahlen nun bald kommen.
Ich sehe da kein Problem darin das der Asta den Bus finanziert, Geld ist ja genügend da und bevor dies in oft sinnlose Aktionen verballert wird, ist es weitaus sinnvoller dieses in den Nachtbus zu investieren. Der eine Euro ist dann nun wirklich kein Drama, wer vorher 20 -50 oder mehr €uros in den Kneipen gelassen hat, kann sich das dann auch noch Leisten.
Auch sonst ist der ÖPNV mittlerweile wesentlich besser geworden auch zu den Spitzenzeiten.
Außerdem vergisst der Asta, dass die Stadt sowieso kein Geld hat und das bisschen was sie hat viel dringender im Bereich der Schulen und Kindergärten oder anderen sozialen Belangen benötigt wird.
16. November 2009 (10:25 Uhr)
Zur Begrüßung:
Ich nehme mal an, daß es den allermeisten Erstis ziemlich egal ist, ob sie vom OB begrüßt werden oder von jemand anderem. Betroffene, die sich gekränkt fühlen, weil ihnen der OB im Audimax nicht “Hallo” gesagt hat, dürfen sich gerne melden.
Zur Verkehrslage:
Die Kritik des AStA kommt ein paar Jahre zu spät. Die Zeiten, in denen die 16 ab den Kaiserthermen zum Bersten gefüllt war und keinen mehr reingelassen hat, sind doch glücklicherweise vorbei. Zu Stoßzeiten ist der Bus zwar immer noch gut voll, aber ein Grund, sich zu beschweren, ist das wirklich nicht.
Bedenklich finde ich dieses Herumreiten auf dem Nachtbus, man könnte den Eindruck bekommen, für den AStA bestünden studentische Interessen vor allem darin, unter der Woche bis in den Morgen feiern zu gehen. Wer das mag, von mir aus, aber wieso sollte die Stadt das übernehmen?
Ich kann der Kritik des AStA nicht zustimmen und die Trierer Studenten sollten sich mal Gedanken machen, ob sie in Zukunft auch von einem AStA repräsentiert werden wollen, der derartige Positionen als allgemeine Meinung der STudierenden verkauft.
16. November 2009 (11:05 Uhr)
Auch wenn immer darauf herumgeritten wird, dass Trier eine Großstadt sei, wissen wir doch alle, dass das bestenfalls auf dem Papier stimmt. Und dafür fühle ich mich hier ausgesprochen komfortabel befördert. Und billig. Hat vielleicht vom Asta mal jemand nachgeschaut, was ein Schüler hinblättern muss, wenn er in Trier (und zwar bitteschön nur in Trier und nicht wie die Studis wahlweise auch in Koblenz) mit dem Bus zur Schule fahren möchte?
Da würde ich doch glatt dafür plädieren, den depperten Nachtbus (ich kenne ernsthaft niemanden, der den schonmal genommen hat und ich bin weißgott kein Stubenhocker) zu streichen und das Geld der Stadt zur Einrichtung eines erschwinglichen Schülertickets zu spenden.
16. November 2009 (11:31 Uhr)
Ich fordere Sitzplätze in den Bussen für alle Studenten, auch zu den Spitzenzeiten!
AStA bitte übernehmen Sie!
16. November 2009 (12:00 Uhr)
Na, wenn es exklusive Stadtführungen für die Erstsemester gibt und das sogar jedes Semester (!), wär braucht da noch ÖPNV? Ne, mal im Ernst: Hier bestehen ja objektiv einfach Defizite, und die sollte man nicht kleinreden. Ob die Kritik des AStA da in allen Punkten gerechtfertigt ist, möchte ich auch bezweifeln. Hingegen ist es ja ohne jeden Zweifel das Recht und sogar die Aufgabe des AStA, Missstände zu benennen und Vorschläge zur Lösung zu unterbreiten Und nichts anderes hat er getan. Beleidigte Reaktionen sind da doch eher unangemessen
(Ein Punkt noch: Zu den Busbelastungen: ich denke, dass es auch zur journalistischen Aufgabe gehört, dass mal wirklich nachzuprüfen, und nicht einfach so die Aussage stehen zu lassen, dass das alles gar nicht so schlimm sei.)
16. November 2009 (12:12 Uhr)
@ 3. Exilfranke, 6. Hyperboreas:
Das ist das Problem mit persönlichen Eindrücken: sie sind schlecht verifizier- und nachvollziehbar, v.a. wenn diese offensichtlich nicht auf genügend Erfahrungen beruhen und man falsche Rückschlüsse zieht.
Da ich natürlich auch nicht viel anderes angeben kann als persönliche Eindrücke, möchte ich dagegen darauf hinweisen, dass in den letzten Uni-Wochen ich an so gut wie allen Tagen zu den uterschiedlichsten Uhrzeiten die verschiedenen Uni-Linien benutzte oder wenigstens benutzen wollte und selbst die Busse ab 20 Uhr gnadenlos überfüllt waren und nicht alle mitnehmen konnten.
Und noch etwas: natürlich dürfen diejenigen Kritik äußern, die betroffen sind (hier mal am Beispiel der Busse). Diejenigen, denen das egal ist, da sie offensichtlich darauf angewiesen sind, sollen doch bitte nicht diese Kritik als belanglos abtun. Sätze wie “Die sollen sich mal nicht so anstellen” kommen einem im eigenen PKW natürlich gerne mal über die Lippen).
Und noch ein böser Kommentar: der gerade seitens der Studenten oft bemängelte Provinzialismus zeigt sich ja nicht zuletzt in derartigen Äußerungen, wie “die Studenten? Die wollen doch eh alle nur saufen! ICH jedenfalls brauche keinen Bus nachts” u.ä. zum Vorschein.
16. November 2009 (12:57 Uhr)
Also ich muss mich doch sehr wundern, dass diese Probleme überhaupt so in Erscheinung treten müssen. Immerhin stellen Grüne und Jusos (bekanntermaßen angeblich der SPD “nahestehend”) den AStA unter Duldung der Linken Liste.
Wir erinnern uns: die Koalition im Stadtrat besteht aus SPD, Grüne und FDP.
Weshalb um Himmels Willen sprechen die Jusos und die Grünen nicht mit ihren Stadtratsfraktionen? Vorallem im Vorfeld der doch länger dauernden Koalitionsverhandlungen?
Man muss sich wirklich nicht weit aus dem Fenster lehnen, dahinter auch Wahlkampftaktik zu vermuten. Ein Schelm, der denkt, dass hier auch die “Welle” der angeblich bundesweiten Streiks mit Besetzungen im Timing keine Rolle spielt (zufällig findet morgen um 12 Uhr eine Vollversammlung der Studierenden statt – 1 Woche vor Beginn des offiziellen Wahlkampfs um u.a. StuPa und damit AStA-Mehrheit, Senat und Fachbereichsräte!). Natürlich kommt das den am AStA beteiligten Hochschulgruppen entgegen. Schade, dass das nur die wenigsten Studenten wirklich realisieren.
Anders kann ich mir die Aktion nicht erklären. Außerdem beschleicht mich der Eindruck, dass der Kontakt zwischen den HSGen und ihren “Parteifreunden” in der Stadt mindestens belastet, wenn nicht gar vergiftet sein muss.
Hier werden ganz eindeutig Chancen nicht genutzt, um das eigene politische Überleben im AStA zu sichern.
(Anm. d. Red.: Andreas Christ gehört für ULI-LHG/Die Liberalen der Studierendenparlament an)
16. November 2009 (12:59 Uhr)
Also ich bin ja nun wahrlich ein Freund harter Kritik und deutlicher Worte, wenn sie angebracht sind. In diesem Fall hat er Kaiser und sein AStA aber wohl voll daneben gegriffen. In einer Situation in der mit Händen an der Uni greifbar ist, dass sich was tut in der Art Katastrophenszenarien zu zeichnen ist einfach nur peinlich.
Die Situation im ÖPNV hat sich deutlich entspannt, es werden neue (den Liberalen freuts, sogar private) Wohnheime gebaut und außerdem gibt es inzwichen ein neues Gebäude an der Uni. Wer hätte das denn vor einem Jahr für möglich gehalten? Jetzt auf dem Nachtbus herumzureiten ist nichts anderes als blanke Polemik.
Die wahren Defizite bleiben aber wie immer unbenannt. Das Studierendenwerk hat kürzlich seine Beiträge, die jeder Student zahlen MUSS, drastisch erhöht, u.a. mit der Begründung, dass es z.B. eine neue Ebene im Mensagebäude bis zum Beginn des Wintersemesters geben sollte. Das Wintersemester läuft jetzt schon eine Weile und bis jetzt ist nichts passiert, außer dass die Studis mehr Geld bezahlen. Das wird von Herrn Kaiser aber nicht angesprochen. Möglicherweise, weil er dort im Verwaltungsrat sitzt und damit mitverantwortlich ist dafür, dass den Studis das Geld aus der Tasche gezogen wird?
Studierendeninteressen vertritt dieser AStA jedenfalls schon lange nicht mehr. Schade nur, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit daran auch nach der nächsten Wahl wieder nichts ändern wird, da sich die meisten studentischen Wähler leider nicht auch nur ein Fünkchen für die Inhalte die in der Hochschulpolitik vertreten werden interessieren. Der Filz wird also weiter wachsen und wir werden auch in Zukunft mit solchen Heckenschützen-Aktionen leben müssen. Schade drum.
(Anm. d. Red.: Tobias Schneider ist stellvertretender Vorsitzender der FDP Trier)
16. November 2009 (13:15 Uhr)
Das Beschwören einer vermeintlichen Kluft zwischen ‘der Stadt’ und der Uni bzw. den Studierenden gehört seit Jahren zum Standardjargon eines jeden AStAs. Wird durch ständige Wiederholung zwar nicht richtiger, aber irgendwie wahrer, denn es setzt sich in den Köpfen fest und prägt so das Bewusstsein.
Richtig ist: Auch in einer richtigen Großstadt gehören überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zum Tagesgeschehen und nicht überall sind die Nachtbusangebote so gut, wie der AStA glauben machen möchte.
16. November 2009 (13:27 Uhr)
Das nun Genannte mag ja alles zutreffen. Möglicherweise sind die Gründe für die Kritik nicht die nobelsten. Möglicherweise spielen andere Interessen eine Rolle. Und möglicherweise wurden auch Chancen vertan (wobei ich dort negative Auswirkungen auf die Interessen der Studierendenschaft doch als wichtiger als “das politische Überleben im AStA” ansehen würde ;-)).
Dies alles macht aber die inhaltliche Substanz der Kritik nicht weniger zutreffend. Nur weil Kritik schlecht geäußert wird, ist sie nicht unberechtigt.
Und Probleme sind nicht nur von politischen Vorlieben abhängig. Natürlich macht die Stadt plötzlich für die Liberalen alles richtig, da jetzt die FDP dort beteiligt ist. Und für die Liberalen würde wohl auch das Studiwerk alles richtig machen,wenn es privatisiert würde, genauso wir auch bspw. für SPD-Anhänger jetzt Kritik an einem SPD-Oberbürgermeister schwieriger wird. Somit wird aber möglicherweise der Blick auf sachliche Probleme durch die parteipolitische Brille vernebelt. Weder sollte der AStA die alleinige Schuld auf die Stadt schieben und zweifellos erfolgte große Fortschritte wie beim Wohnungsbau uas irgendwelchen wahltaktischen o.ä. Gründen, die nichts mit der Verbesserung der Lage der Studierednen zu tun haben, verschweigen, noch sollte die Stadt und ihre Vertreter, hier tut sich ja im Moment v.a. die FDP hervor, sich andere Prügelknaben suchen (Studiwerk, AStA), die angeblich nur Schlechtes vollbringen. Damit macht man es sich zu einfach.
Halten wir doch einmal fest: es gibt Probleme mit dem ÖPNV in Trier. Sollte man da nicht einmal versuchen, sinnvolle Lösungsmöglichkeiten zu suchen, onzepte zu entwickeln? Ich würde da gerne auf eine sachlichere Debatte zurückkommen.
16. November 2009 (13:31 Uhr)
@Markus:
“der gerade seitens der Studenten oft bemängelte Provinzialismus zeigt sich ja nicht zuletzt in derartigen Äußerungen, wie “die Studenten? Die wollen doch eh alle nur saufen! ICH jedenfalls brauche keinen Bus nachts” u.ä. zum Vorschein.”
Wieso ist das provinziell? Umgekehrt, versetz Dich mal in die Lage des Familienvaters Anfang vierzig, der jeden Morgen um sechs aufstehen muß um zur Arbeit zu fahren. Wie würdest Du dem klar machen, daß die Stadt (also er durch seine Steuergelder) einen Bus finanzieren muß, der Donnerstag nacht die Kneipen und Clubs abgrast, nur damit die Studenten sich in Trier willkommen fühlen können? Ich rede hier nicht von Argumenten. Was würdest Du dem sagen von Angesicht zu Angesicht und was glaubst Du wie der sich dabei fühlen würde, wenn man seine vorhersehbare Ablehnung provinziell nennt?
In den letzten Jahren stellt man fest -eine sehr subjektive Einschätzung meinerseits-, daß die Studierenden kaum über den eigenen Horizont hinausblicken können oder wollen und solange nicht die Öffentlichkeit alles tut, um die eigenen Interessen zu unterstützen, wird gejammert, daß man die Bildung ja so wenig schätze. Andere Leute haben aber auch Probleme und die Optimierung des ohnehin (gemessen an dem was andere so machen) relativ sorglosen Studentenlebens kann nicht das vorrangige Ziel städtischer Politik sein. Konkret: wenn der AStA den Eindruck hat, daß Studenten in Trier nicht willkommen sind, weil der OB nicht den Erstis ein paar warme Worte sagt und weil die Allgemeinheit keinen von-der-Party-nach-Hause-Bus finanzieren will, dann kann ich nur sagen: ist das alles?
16. November 2009 (13:48 Uhr)
Falls sich jemand mal dezidierte Meinung zu den Argumenten des AStAs bilden möchte, gibt es auch eine ausführliche Stellungnahme, die die Defizite der Stadt aufführen:
http://www.uni-trier.de/fileadmin/studium/AStA/Oeffentlichkeit/PMStadt.pdf
Sehr geehrter Marcus Stölb, Sie haben sich nie als großer Freund des AStAs gezeigt. Wenn man mal Ihre Artikel zu Karl-Marx-Uni, Kritik an der Stadt und studentische Proteste zusammennimmt, kann man bei jedem Artikel eine klare Tendenz in der Darstellung erkennen, sei es dass Fakten verkürzt werden (wie in diesem Artikel), verfälscht (wie bei der Kreiselbesetzung) oder nur eine Seite zitiert wird. Um allen Seiten gerecht zu werden, hätten Sie in diesem Fall beispielsweise selbst die Stellungnahme verlinken können.
(Anm. d. Red.: Lukas Dembinsky ist Co-Koordinierendes Mitglied des AStA)
16. November 2009 (13:52 Uhr)
@ Markus:
Ich glaube du machst es dir auch etwas zu einfach mit der Kritik, dass alles angeblich “durch die parteipolitische Brille vernebelt” würde. Dem ist ganz sicher nicht so. Es ist zynisch zu behaupten ich suche jetzt quasi plötzlich neue Feindbilder aufzubauen, um von der inhaltlich, wie bereits gesagt, völlig unbegründeten Kritik des AStA abzulenken. Ich verweise hier nur auf eine Diskussion, die bereits im März diesen Jahres aufgekommen ist, die damals aber noch kaum jemanden interessierte: http://www.16vor.de/index.php/2009/03/20/semesterticket-wird-um-5-prozent-teurer/
Inzwischen interessieren sich aber reichlich viele Studenten dafür. Ich selbst wurde mehrfach gefragt, was wir denn dort im Senat entschieden hätten, dass das jetzt alles soviel teurer geworden ist. Dies macht gleich zwei Dilemma an der Uni deutlich. Zum einen natürlich die vordergründig richtige Kritik an der Beitragserhöhung. Markus, es mag vielleicht sein, dass dir die Mehrzahlung egal ist, weil du das problemlos bestreiten kannst, anderen Studis fällt dies jedoch nicht so leicht. Und zum anderen wird durch diese Aussage deutlich wie intransparent und verworren viele Vorgänge an der Uni eigentlich sind. Denn der Senat hat mit dieser Erhöhung nichts aber auch garnichts zu tun. Jedoch gibt es an der Uni nur eine Handvoll Studenten, die wirklich dazu in der Lage sind im Gewirr zwichen Senat, StuPa, AStA, Studierendenwerk, Fachbereichsräten und Fachschaften wirklich durchzusehen und die einzelnen Kompetenzen voneinander zu unterscheiden. Hier liegt der eigentliche Kern des Problems, letztlich glaubt die Masse, dass derjenige Schuld ist, der von demjenigen als Schuldiger indentifiziert wird, der auf eine am sympathischsten, glaubwürdigsten, authentischsten oder wie auch immer wirkt. Leider ist dies nicht die geringste Garantie dafür, dass diese Aussagen auch der Wahrheit entsprechen.
Und das hat nichts mit Parteizugehörigkeit oder dem Betrachten des Problems durch eine bestimmte Brille zu tun.
Tobias Schneider
ehemaliger Senator an der Universität Trier
16. November 2009 (13:56 Uhr)
nochmal @Markus
“es gibt Probleme mit dem ÖPNV in Trier. Sollte man da nicht einmal versuchen, sinnvolle Lösungsmöglichkeiten zu suchen, onzepte zu entwickeln? Ich würde da gerne auf eine sachlichere Debatte zurückkommen.”
Das mag stimmen, aber die vom AStA angestoßene Debatte dreht sich darum, ob Studenten in der Stadt willkommen sind oder nicht und nicht um Probleme im ÖPNV. Wenn die vorkommen, dann als Symptom. Das Dokument wurde schließlich betitelt: “Stadt Trier täuscht Interesse an Studis vor” und nicht “Immer noch Probleme bei Busverbindungen zwischen Stadt und Universität”.
16. November 2009 (14:01 Uhr)
Eine kleine Anmerkung:
Die VV der Studierenden findet morgen um 13 Uhr und nicht, wie irrtümlich behauptet, um 12 Uhr im Audimax statt.
Nur für diejenigen, die den Beitrag lesen und sich entschließen, morgen teilzunehmen.
16. November 2009 (14:23 Uhr)
Übers Knie gebrochen die Aktion. Es ist Wahlkampf an der Uni, und da denkt man sich was aus. Ist es wahr, halbwahr oder falsch – egal. Die Frage ist nur: Wie blöd ist der Wähler? Und wie blöd meint man, sei der Wähler? Die Deutungshoheit, die Deutungshoheit… darauf kommt es an.
16. November 2009 (14:34 Uhr)
@ 15. Hyperboreas:
Hach, tut mir Leid, aber genau das meine ich: der “hart arbeitende, früh aufstehende Mann” versus “der Student, der sich nur auf unsere Kosten ein schönes Leben macht.
Was ist vielleicht aber auch mit den hart arbeitenden Menschen, die auch auf ein besseres ÖPNV-Netz angewiesen sind, da sie sich keinen PKW leisten können, was mit denen, die dazu noch nachts arbeiten müssen? Würde man deren berechtigte Interessen auch als pure Eigeninteressen abtun?
@ 17 Tobias Schneider
Ich könnte ja jetzt den Hinweis bringen, dass die FDP mit ihrer Forderung nach allgemeinen Studiengebühren (ich weiß, nicht die Julis…) und die Bundesregierung mit ihrer Einführung von einkommensunabhängigen Elite-Stipedien ein bei weitem geringere Interesse an einer Aufhebung der sozialen Selektivität des deutschen Bildungssystems zeigen. Aber das würde ja vom Thema ablenken ;-)
Es geht doch vielmehr wie gesagt um ein bessere Zusammenwachsen von Uni und Stadt
Kommen wir also mal konkret zu den Kompetenzen: meines Wissens nach liegt es nicht im Kompetenzbereich der Studiwerke, etwa über eine Erhöhung des Busverkehrs zu entscheiden. . Hier muss sich aber der Stadtat fragen: was können wir machen? Und: wollen wir das machen? Mir geht es ja v.a. darum, dass der Stadtrat erst mal sagt: wir müssen etwas tun für den ÖPNV in Trier. Dass er nicht die Augen verschließt. Und dann debattiert und entscheidet über konkrete Maßnahmen.
16. November 2009 (15:15 Uhr)
@Markus:
“Was ist vielleicht aber auch mit den hart arbeitenden Menschen, die auch auf ein besseres ÖPNV-Netz angewiesen sind, da sie sich keinen PKW leisten können, was mit denen, die dazu noch nachts arbeiten müssen?”
Wo hat der AStA von denen geredet? Wieviele von denen nutzen den Nachtbus? Vertritt der ASta tatsächlich deren Interessen?
Und wo ist die Antwort auf meine Frage?
16. November 2009 (15:46 Uhr)
Zitat:
“Die Studierendenschaft finanziert seit Jahren den Nachtbus, obwohl dies die Stadt ohne größere Probleme bezahlen könnte.”
Jetzt mal alle bitte die Kirche im Dorf lassen:
Welcher “normal” Berufstätige kann es sich denn allen Ernstes leisten, Donnerstags nachts bzw. Freitags morgens um zwei Uhr mit dem Bus nach Hause getourt zu kommen, wenn er am nächsten Tag seiner Arbeit nachgehen muß. Vor diesem Hintergrund ist es doch nur gerechtfertigt, dass die Studierendenschaft SICH den Bus gefälligst auch selbst finanziert.
Und es geht mir mit dieser Aussage nicht darum, Gräben zwischen Studenten und werktätiger Bevölkerung zu ziehen.
Frage (und die ist ernst gemeint):
Sind Freitags vormittags eigentlich keine Vorlesungen? Oder sind die generell “schwächer” besucht?
16. November 2009 (15:55 Uhr)
@Kopfschüttler:
Freitags sind tatsächlich weniger Veranstaltungen, besonders nach 12 Uhr. Allerdings ist das in den letzten Jahren weniger geworden, vor allem wegen der Raumnot. Freitags nachmittags bekommt man eben am leichtesten einen großen Raum. Das liegt aber nicht nur an den Studenten, sondern auch an den Dozenten, die auch gerne den Freitag freihaben (oder Zeit brauchen, um sich um ihre Forschungen zu kümmern).
16. November 2009 (16:24 Uhr)
Hallo Zusammen!
Ich bin Student an der Universität und bin der Meinung, dass der Nachtbus (insbesondere donnerstags) durchaus ein von Studenten finanzierter Service bleiben darf und sollte. Das Angebot, und da brauchen wir uns nichts vormachen, bedient fast ausschliesslich die Studierendenschaft. Den einen Euro zusätzlich zahle ich deshalb gerne, wenn ich damit auf ein weitaus teureres Taxi verzichten kann! Dennoch hätte ich gegen eine Erweiterung der Buszeiten am SA und SO nichts einzuwenden, zumal davon alle profitieren könnten.
16. November 2009 (16:58 Uhr)
mit solchen Aussagen disqualifiziert sich der ASTA meiner Meinung nach selbst…
Warum sollte die Stadt bzw. die Stadtwerke diesen einen Bus finanzieren? Die Linie bedient ja wohl eindeutig studentische Ziele/Wohnheime (Luke, Forum, Ex-Haus, Campus II, Weidengraben, Kleeburger Weg), also sollte diese Dienstleistung auch von den Studenten bezahlt werden.
Was die überfüllten Busse angeht: Da sollte die Hauptkritik doch eher an den Veranstaltungsplaner der Uni gehen und nicht an die SWT. Die Busse fahren im 10 bzw. 5 (!!!) Minuten-Takt. das macht nach meiner Rechnung 2700 Fahrgäste die Stunde. Vlt solltet Ihr, liebe Kommilitonen, einfach mal ne halbe Stunde früher aufstehen und einen Bus früher nehmen.
16. November 2009 (16:58 Uhr)
@ Markus:
Wer schaut denn jetzt bitte durch die parteipolitisch vernebelte Brille? Vielleicht solltest auch du zur Kenntnis nehmen, dass sich die ULI-LHG als Vertreterin der Liberalen an der Uni, bereits seit Jahren ganz klar und deutlich GEGEN Studiengebühren ausspricht. Auch ich bin dieser Meinung und habe das schon mehr als einmal nach außen vertreten, auch im Bewusstsein, dass dies nicht überall nur auf Zustimmung stößt. Doch davon lebt Demokartie und davon lebt auch Liberalismus, vom Austausch unterschidelicher Meinungen. Wenn man aber eine dogmatische Sicht auf alles hat und versucht jeden aufgrund seines Parteibuchs in irgendwelche Schubladen zu stecken, kommt man letztlich nicht weiter. Teilst du denn immer alle Meinungen, die die SPD nach außen vertritt? Abgesehen davon hat diese Debatte überhaupt nichts mit dem Thema zu tun.
Außerdem solltest auch du als Politikwissenschaftler eigentlich wissen, dass DER Stadtrat überhaupt nichts tut. Dort handeln immernoch Personen und Fraktionen. Das Ampel-Bündnis hat in seinem Bündnisvertrag sehr deutlich gemacht, dass sich im Bereich ÖPNV einiges tun muß. Außredem wird auch die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes 2020 dort nochmal Leben reinbringen. Dass dies aber nicht von heute auf morgen geht ist auch klar.
Diese Tatsachen schenit der AStA jedoch völlig zu mißachten, vielleicht kennen die AStA-Mitglieder diese Konzepte nicht einmal.
@ Kopfschüttler:
Trotzdem die Kritik, wie bereits mehrfach erwähnt, völlig überzogen ist, so ist das Thema Nachtbus dennoch von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Denn es geht keineswegs nur darum betrunkene Studenten, die ohne Maß feiern nach Hause zu bringen, sondern es geht vielmehr darum, dass man den örtlichen Gastronomen und Inhabern von Discotheken etc. die Kundschaft nicht ab 24h entzieht. Denn dort geben gerade die Studis gerne und viel Geld aus, das letztlich über die Besteuerung auch wieder in die Stadtkassen zurückfließt. Daher wäre die Überprüfung der ökonomischen Sinnhaftigkeit der Übernahme eines solchen Nachtbusses durch die Stadt durchaus zu empfehlen. Wenn dies dann auch anderen Bevölkerungsgruppen zugutekommen würde, umso besser.
Abgesehen davon wird das Semesterticket, das jeder n Trier eingeschriebene Student in jedem Semester erneut erwerben MUSS, in den letzten Jahren kontinuierlich teurer geworden, Veränderungen am Lesitungsumfang gingen jedoch immer nur auf Kosten der Studierenden. Daher wäre es doch durchaus gerechtfertigt, wenn es demnächst auch mal wieder eine Leistungzunahme, z.B. durch den Nachtbus gebe.
16. November 2009 (17:50 Uhr)
liest man sich die stellungnahme des Asta komplett durch, so fällt doch die substanzlosigkeit auf, alles nur redudant, damit die stellungnahme ein wenig länger wird, gewichtiger wirkt. es geht im grunde nur um zwei themen, nämlich ÖPNV & “wohnungsnot” (inkl. “zwang” durch zweitwohnsitzsteuer). okay, ein wenig auch ums beleidigt sein. ;-)
aber zurück zu den beiden genannten themen: es sind eben gerade nicht spezifisch studentische probleme, sondern beide betreffen alle menschen in der stadt. nun gut, vielleicht macht “die stadt” nicht genug für studenten – nur sind sie gerade bei diesen beiden punkten gegenüber dem rest der einwohnerschaft trier (wie fast überall in der republik) privilegiert, z.b. durch semesterticket & studentenwohnheim. also, welche omi aus trier-feyen kann für 1euro in die stadt mit bus? über den komfort und den quadratmeterpreis ihrer wohnung schweige ich mal lieber…
was bleibt da übrig von der kritik? das “die stadt” sich zuwenig um die studierenden in trier kümmert? hmm, meine erfahrung ist eher, daß “die studierenden” herzlich wenig interesse an den kommunalpolitischen problemen triers (und deren lösung) interessiert sind. ich las die stellungnahme des asta, dachte, welch begrenzter horizont – aber immerhin ein ungetrübter blick drauf. ;-)
16. November 2009 (18:04 Uhr)
Was plustert sich der AStA denn jetzt auf, für ein so belangloses Thema? Bis dato wurde nichts gemacht, jetzt vor der Wahl wird nochmal auf sich aufmerksam gemacht.
1. Der AStA sollte sich vielleicht mal Gedanken machen, ob der Begriff “Karl-Marx-Universität” Trier im AStA-Logo überhaupt einen Sinn ergibt, wo die Uni selbst nicht so heißt.
2. Dieses tolle Semesterticket: Jahr für Jahr wird es teurer und bleibt für mich ohne Nutzen. Wenn ich mit dem ÖPNV zur Uni fahre, bin ich 1 1/2 Stunden unterwegs. Mit dem Auto je nach Verkehrslage 35-45 min. Ist das etwa gerecht und sozial?
3. Wenn der Nachtbus nicht genutzt wird, gehört er dringend abgeschafft. Es gibt Taxen oder im Notfall auch die Füße. Nach ist man sogar wieder nüchtern, wenn man daheim ankommt.
Also lieber ASta, kümmert euch endlich um die grundlegenden Probleme der Studis und macht nicht immer neue Fässer auf…
16. November 2009 (18:10 Uhr)
Zuerst einmal gilt es festzustellen, dass Trier nicht knapp 14.000, sondern knapp 20.000 Studenten hat. Denn die FH-Studenten sollten nicht unberücksichtigt bleiben! Daher ist auch gleich die Kritik von “Exilfranke” (#3) hinfällig, dass das neue Übergangs-Wohnheim in Trier West (die Wohndauer ist auf max. ein Jahr begrenzt und soll die Spitzen zu Semesterbeginn auffangen) ungünstig läge, denn für FH-Studenten ist dieses Wohnheim durchaus besser gelegen. Bisher gibt es für diese nämlich nur das Martinskloster.
Insgesamt hat sich die Wohnraumsituation in den letzten Jahren entspannt und der Neubau von weiteren zwei Wohnheimen auf dem Petrisberg mit über 250 Zimmern stimmt zuversichtlich, dass die Wohnungsnot in den nächsten Semestern nicht mehr ganz so schlimm ist.
Zum Thema ÖPNV: Generell ist das Bus-Angebot in der Nacht einfach unzureichend. Der Nachtbus war eine Initiative, die den Bedürfnissen der Studenten, die ja nun mal zu großen Teilen in den Höhenstadtteilen wohnen, Rechnung trägt. Deshalb kann ich dem AStA hierfür nur Lob aussprechen. Mein Eindruck war bisher auch stets, dass dieses Angebot auch gut angenommen wird. Interessant wäre es natürlich genaue Nutzerstatistiken zu haben, weshalb ich „Markus“ (#10) vollkommen zustimme und Kommentatoren wie „Miefie“ (#7) bitte, nicht Behauptungen in den Raum zu stellen, die lediglich auf Vermutungen beruhen.
Dass die Studenten dieses Angebot über Ihre Beiträge selbst finanzieren müssen, sehe ich jedoch angesichts der falschen Argumentation zumindest kritisch. Studenten sind – wie Herr Jensen sagt – Teil des Gemeinwesens und haben damit ebenso ein Recht auf eine bedarfsgerechte ÖPNV-Versorgung.
Dass diese Verbindung dann mehrheitlich von Studenten genutzt wird, ist kein Argument gegen eine Finanzierung durch die Stadtwerke. Schließlich fordert ja auch keiner, dass die Arbeitnehmer im Industriegebiet Euren/Zewen die Linie 11 selbst bezahlen sollen, nur weil sonst keine damit fährt. Gerade weil die Stundeten keine “externe, herausgehobene Gruppe innerhalb der Bevölkerung” sind, haben sie genauso ein Anrecht auf eine vernünftige ÖPNV-Versorgung, wie jeder andere Bewohner dieser Stadt auch. Es ist also irrelevant, wer diesen Bus nutzt, solange die Auslastung stimmt! Eine andere Argumentation wäre die Finanzierung (egal ob mit oder ohne Nachtzuschlag): Die große Frage ist daher nicht ob die Stadt die Kosten übernehmen will, sondern ob sie es kann, denn angesichts eines momentanen Haushaltsdefizits von 67 Mio. Euro ist der Spielraum extrem begrenzt.
Weiterhin muss man aber auch die Verbesserungen der letzten Jahre im ÖPNV anerkennen, denn die Taktverdichtung durch die Linien 13 und 16 haben bereits eine Entlastung gebracht. Leider haben es sich die Stadtwerke aber mit der Taktung zu einfach gemacht. Denn statt eines durchgängigen 5-Minuten-Taktes auf den Linien 3 / 13, wäre es sinnvoller, die Busse zu Stoßzeiten (d.h. immer vor und nach Seminarbeginn zur geraden Stunden) auf einen 3-Minuten-Takt zu verdichten und dafür die Taktung während der Seminare (d.h. immer zu ungeraden Stunden) im 8-Minuten-Takt fahren zu lassen.
Unabhängig von der Diskussion über ÖPNV und Wohnraum stimme ich der Kritik des AStA in einem Punkt zu, nämlich, dass Stadt und Uni und vor allem dass die Studenten und die Trierer Bürger an ihrem Verhältnis zueinander arbeiten müssen! Hier kann ich mich wiederum den Aussagen von „Markus“ anschließen, der das Problem richtig erkannt hat.
Noch ein Wort zu der Kritik von Tobias Schneider (#12): Die Kritik an der Erhöhung der Studiwerk-Beiträge ist völlig aus der Luft gegriffen. Das SWT hat die Beiträge trotz immer weiter steigender Kosten in allen Bereichen seit Jahren nicht erhöht und sah sich nun zu diesem Schritt gezwungen. Eine weitere Ebene in der Mensa war sicherlich nicht der Grund dafür. Wer also selbst so polemisch hetzt, sollte anderen gewiss keine Polemik vorwerfen.
16. November 2009 (20:04 Uhr)
@ 27 Tobias Schneider:
Wie gesagt, Studiengebühren sollten nicht das Thema sein hier.
Genau das mit den Parteien mein ich ja: man kann doch nicht als Anhänger einer Partei sagen, weil diese Partei in der Mehrheitskonstellation vertreten ist, gibt es jetzt dieses oder dieses Problem plötzlich nicht mehr, weil es das nicht geben darf.Und das geht an alle drei Parteien gleichermaßen. Gebt doch bitte einfach zu, dass es auch im ÖPNV tagsüber Probleme gibt, auch wenn wie gesagt die Kritik vielleicht schlecht geäußert und auch nicht vollständig zutreffen war. Dann ist das doch mal eine gute Grundlage, dass die Parteienvertreter, die den Stadtrat ja ausmachen, über Lösungen diskutieren.
Aber ich stimme deinen Aussagen zu den Nachtbussen da voll und ganz zu.
Und das geht damit auch @ 22 Hyperboreas
Der Nachtbus kann durchaus wirtschaftlich sinnvoll sein und die Stadt vielleicht auch wenigstens ein bisschen aus dem Provinzialismus herausgeben. Und dass er auch anderen Gruppen als den Studenten nutzt, darüber sollten wir doch froh sein. Ein besserer ÖPNV kommt allen Bürgern, aber damit natürlich auch den Studenten als Bürgern der Stadt zugute. Und warum ist dagegen etwas einzuwenden? Warum sollen denn die Bürger der Stadt etwas dagegen haben, dass ein Teil ihrer Bürger ebenfalls im Uni-Bereich den Bus benutzen kann wie im Rest der Stadt? Ich kann mich da Roland Struwe nur anschließen.
Warum wird hier versucht, Gruppen gegeneinander auszuspielen? Hier etwa “DIE Studenten” gegen dort “DIE frühaufstehende werktätige Bevölkerung” oder “DIE Omi aus Trier-Feyen”? Warum werden hier Gräben aufzumachen versicht und versucht, Feindschaften zu schüren, die es nicht geben sollte und nicht geben muss?
@ 29. Thomas Brück:
Ja, es ist gerade gerecht und sozial, dafür zu sorgen, dass Studenten, die ökonomisch nicht so privilegiert sind, sich ein Auto zu kaufen, es zu ermöglichen, zur Uni zu kommen.
16. November 2009 (21:09 Uhr)
Es darf nicht wahr sein; dafür bin ich im letzten Dezember artig zu den Hochschulwahlen gedackelt!? Damit DAS in meinem Namen dabei rauskommt?
Nach eingehender Betrachtung (und ca. 14 logischen/sprachlichen/grammatischen Fehlern auf knapp 2 1/2 Seiten – die Interpunktion dabei außen vorgelassen) lässt das nur den Schluss zu, dass da jemand im Suff geschrieben hat, oder dass die Uni einige Hochschulzugangsberechtigungen auf Echtheit untersuchen sollte.
Aber ist der Ruf erst runiert, lebt es sich ja bekanntermaßen ungeniert. Bleibt nur die Frage, wer das kommende StuPa noch wählen soll.
16. November 2009 (21:37 Uhr)
Super Debatte, fast wie im StuPa. Nur, dass hier mehr Leute die Argumente lesen.
Hoffe nur, dass der Kaiser mit seiner “Elefant im Porzellanladen”-Methode und seine “grüne” Clique die richtige Watschen dafür bekommen.
Wer fernab von Realitäten vermeintlich richitge Positionen vertritt, macht sich selbst lächerlich.
Hut ab! (Un-)reife Leistung!
16. November 2009 (21:51 Uhr)
@ Thomas Brück
Das Semesterticket ist höchst sozial, denn es beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Nur so ist es möglich, dass der Preis für alle Studis überhaupt bezahlbar ist. Und ökologisch ist es auch noch, denn sonst würden in Trier noch viel mehr Autos fahren.
Ein Taxi vom Hauptbahnhof in die Höhenstadtteile kostet ungefähr 8 bis 12 Euro. Da klafft schon ein gewaltiger Unterschied. Und wer hat schon bitte Lust mitten in der Nacht den Berg hochzukrakseln. Das Avelertal hochzugeschen ist schon was anderes als durch die Saar- oder die Paulinstraße zu gehen.
Ich finde das Denken von manchen Kommentatoren scheint mir auch ziemlich von Egoismus geprägt zu sein. “Ich hab keinen Nutzen darauf, also kann ich drauf verzichten.” Von Gemeinsinn und solidarischen Bewusstsein scheinen einige weit entfernt zu sein.
16. November 2009 (23:05 Uhr)
Unten nochmals meine Lieblingszitate, verbunden mit der Empfehlung an alle künftig hier studieren Wollenden: kuschelig genug für den Anfänger, aber spätestens mit der Zwischenprüfung scharf nachdenken, ob man in einer richtigen Stadt nicht doch besser aufgehoben ist – was das kulturelle Angebot angeht, was die Uni angeht, was die Akzeptanz studentischen Lebens innerhalb der Stadt angeht sowie die Einbindung studentischer Interessen ins “Gemeinwesen”. Die in manchen Teilen überkritische Haltung der hiesigen Urbevölkerung samt manchen ihrer Institutionen ggüber 20.000 hier lebenden jungen Menschen ist nicht nur durch Fakten belegbar, sondern auch in vielen Momenten des Alltags erfahrbar. Nur im besten Fall drückt sie sich als Desinteresse aus – das aber ganz massiv.
Zu den “Exzerpten”:
“Wie würdest Du dem klar machen, daß die Stadt (also er durch seine Steuergelder) einen Bus finanzieren muß, der Donnerstag nacht die Kneipen und Clubs abgrast,(…)”
“(…)die Optimierung des ohnehin (gemessen an dem was andere so machen) relativ sorglosen Studentenlebens kann nicht das vorrangige Ziel städtischer Politik sein”
“Jensen nennt beispielhaft die ermäßigten Eintrittspreise in städtischen Einrichtungen wie dem Stadtbad, dem Theater, dem Stadtmuseum Simeonstift oder der Trier-Arena”
“Und es geht mir mit dieser Aussage nicht darum, Gräben zwischen Studenten und werktätiger Bevölkerung zu ziehen”
“(…)einfach mal ne halbe Stunde früher aufstehen und einen Bus früher nehmen.”
17. November 2009 (09:43 Uhr)
@Markus:
“Ein besserer ÖPNV kommt allen Bürgern, aber damit natürlich auch den Studenten als Bürgern der Stadt zugute.”
Das stimmt und dem stimme ich ohne weiteres zu. Aber sollte hier nicht eigentlich etwas anderes stehen, nämlich: “Ein Nachtbus kommt allen Bürgern [...] zugute.” Wieso ist Nachtbus=besserer ÖPNV?
“Warum wird hier versucht, Gruppen gegeneinander auszuspielen?”
Das sollte man den AStA fragen. So wie ich es sehe, hat der das Faß “Studenten vs. Stadt” aufgemacht.
@Roland Struwe:
“Ich finde das Denken von manchen Kommentatoren scheint mir auch ziemlich von Egoismus geprägt zu sein. “Ich hab keinen Nutzen darauf, also kann ich drauf verzichten.””
Ich sehe nicht ganz, wieso die Haltung “Alle sollen zahlen, dann zahlen die anderen für mich mit” weniger egoistisch sein soll. Solidarität auf der Nehmerseite und Egoismus sind manchmal gar nicht leicht zu trennen.
17. November 2009 (10:16 Uhr)
@Externer:
Was andere sagen, wird nicht dadurch falsch, daß man abwinkt und sagt: jaja, red’ du alter Mann, ist doch alles nur provinziell und spießig…
Ich habe gefragt: “Wie würdest Du dem klar machen, daß die Stadt (also er durch seine Steuergelder) einen Bus finanzieren muß, der Donnerstag nacht die Kneipen und Clubs abgrast,(…)” und kriege als Antwort, daß allein die Frage zu stellen schon uncool ist. Komisch nur, daß immer noch keiner eine Antwort gegeben hat, oder besser: daß alle einer Antwort ausweichen. Warum? Oder stellt sich diese Frage nur mir?
17. November 2009 (10:27 Uhr)
Während die UNI mit Bussen alle 5 min. angebunden ist fährt zur FH lediglich alle 30 min. ein Bus. Am Samstag nur alle 2 Stunden. Sonntags kann man es gleich vergessen mit dem Bus zur FH zufahren.
Dies sollte der OB mal Bedenken. Wir FH-Studenten finazieren die Line 13 16 mit … bekommen aber noch nicht einmal eine Anbindung alle 15 min.
Samstags braucht man ein Auto um zu Vorlesung zu kommen. Dumm wenn man keins hat.
SWT Busse fahren laut Fahrplan gar nicht zur FH. Nur 4x am Tag ein Einsatzwagen. Ich vermute die Stadtwerke machen richtig Gewinn an den FH-Studenten! Kaum Mitteleinsatz aber Geldfluss durch den Semesterbeitrag!!! Ein SANDAL!
DANKE STUDIERENDENWERK UND Stadtwerke für diese verfehlte Verkehrspolitik!!!
17. November 2009 (16:32 Uhr)
Der AStA könnt die ganze Nachtbus-Debatte umgehen, indem er einfach den Fahrpreis für alle Nicht-Studis auf 5 € erhöht. Wenn es dann einen Aufschrei gibt, dann sind es wohl doch nicht nur Studis, die ihn nutzen. Und wenn nicht, ist ja allen geholfen.
Des Weiteren werden viele Steuergelder für Dinge ausgegeben, von denen der Einzelne nichts oder nicht viel hat.
Dass es Vorbehalte in der Bevölkerung gegen “de Studenten” gibt, wird wohl keiner ernsthaft bezweifeln.
17. November 2009 (17:27 Uhr)
Ich bin dafür, jedem FH-Studi mindestens zwei Sandalen zur Verfügung zu stellen. Mit nur einem Sandal lässt sich der Fussmarsch den Berg hoch nun wirklich nicht orthopädisch verantwortungsvoll bewältigen.
Ansonsten hat der FH-Student natürlich recht. Man hört “Studi” und richtet den Blick automatisch nach Tarforst, aber die andere Seite vergisst auf Anhieb fast jeder. Eine Anbindung der FH, die in der Qualität mindestens der Anbindung der Uni in der Vergangenheit durch eine Linie entspräche, wäre sicherlich wünschenswert.
17. November 2009 (19:04 Uhr)
Ich frage mich, ob alle die hier schreiben in der gleichen Stadt leben??
A. Die ökonomische Seite
1. Trier hat in der Summe tatsächlich ca 20 000 Studierende ( Uni, FH, TheoFalk)
2. Jede(r) dieser jungen Menschen verfügt statistisch über ein Monatsbudget von ca 700 Euro um seine Kosten zu decken ( diese Zahl kommt vom Studierendenwerk) daraus ergibt sich die stolze Zahl von 168 000 000 Euro jährlich. Selbst wenn nur 100 000 000 Euro davon in Trier bleiben…
3. Etwas mehr als 3 000 000 Euro aufgrund des durch Studis erreichten 100 000 Einwohnerstatus .
Habenseite so oder so gut über 100 000 000 Euro pro Jahr nur durch die Studis direkt!! Alles andre mal außer Acht gelassen, wie Arbeitsplätze durch Hochschulen etc…
B. Innovation oder raus aus der Provinz!!
Der gigantische Brain- und Kreativpool, den die Trierer Hochschulen darstellen ist unbestreitbar. Nicht nur, dass es ohne Hochschulen etliche Kneipen, etöliches an Kultur und und und nicht gäbe – Nein ohne die Hochschulen hätten wir wömöglich noch nicht mal Klaus Jensen als OB ,-)) – der damalige AStA der Uni hat dem guten Klaus fett Schützenhilfe gegeben – aber das ist ne andre Geschichte.
Trier wäre ohne sein Hochschulen ( Plural !!) ein von Touristen überlaufenes , alter Größe hinterhertrauerndes verstaubtes Provinznest. Erfüllt vom Mief der Talare , dem Klüngel seiner Beamten und der Korruption einiger “Oligarchen” …
Also mal ganz knapp zusammengefasst:
Auch wenn die Kritik des AStA überhöht wirken mag – der Kern trifft , Trier ist nach wie vor Stadt mit Hochschule und keine Hochschulstadt !! Und das eine gewisse Enttäuschung gegenüber Klaus Jensen vorhanden ist, ist wohl sehr leicht nachzuvollziehen. War es nicht eines seiner Themen: die Hochschulen in die Talstadt !!! Also im übertragenen Sinn Intregration – viel hat sich da wohl nicht ge´tan – Oder ?
17. November 2009 (19:10 Uhr)
Wer schreibt diese Artikel?! Dieser Kaiser hat gar nichts zu melden und er ist nicht mein bzw. unser Vertreter. Als Studierende sind wir auch keine herausgehobene Gruppe, genauso wie es der Herr OB angemerkt hat!
17. November 2009 (21:44 Uhr)
@31. Markus: Na toll… und ich soll mir ein Auto kaufen, da ich mit dem ÖPNV nur Nachteile habe? Das finde ich höchst ungerecht. Es soll auch Leute geben, die kein Auto leisten können und mit dem ÖPNV nicht voran kommen. Das ist sozial in deinen Augen, echt toll.
@34. Roland Struwe: Ich akzeptiere das Solidaritätsprinzip ja bei Sozialleistungen, wie eine Krankenkasse. Niemand kann sich Krankheiten aussuchen, die kommen – unabhängig vom Gehalt. Aber mit welcher Begründung soll ich denn bitte anderen ein Busticket finanzieren? Schüler, die außerhalb der Schulpflicht sind, zahlen auch den vollen Preis für ein Busticket, nur Studenten können es sich nicht leisten. Das Studium ist auch freiwillig.
Und das Argument mit dem Taxi. 1. wird es günstiger, wenn man mit mehreren Leuten fährt und 2. hat jeder von den betreffenden Personen Geld, um sich abends zu besaufen, aber für das Taxi reicht es dann nicht mehr. Stattdessen sollen auch hier wieder alle zahlen, wobei meines Wissens nichtmal 1% der Studenten es nutzen. Das ist unsozial und ungerecht der großen Mehrheit der Studenten gegenüber.
Und es geht hier nicht um Egoismus. Ich zahle liebend gerne den Betrag für das Studiwerk, um damit die günstigen Preise der Mensa zu finanzieren oder Beratungsangebote zu fördern. Das tue ich deshalb, weil jeder, egal ob arm oder reich, ein Recht auf Essen hat. Und ganz rational gedacht, gehe ich auch in die Mensa ab und an essen. Ich könnte aber auch genauso gut sonstwohin in ein Restaurant gehen.
17. November 2009 (21:47 Uhr)
Es hat sich woh in der Vergangenheit mehr als deutlich gezeigt das die Einrichtung der Nachtbusse sehr sinnvoll ist. Nicht zu letzt bei der Veranstaltung am vergangenen Wochenende. Die Busse waren voll und ich mag mal spekulieren, dass sie für einige die Entscheidung für den Besuch der Party erleichtert haben.
Das die Stadt es nicht allein auf die Reihe bekommt über ihren Sitz im Aufsichtsrat der SWT die Nachtbusse zu organisieren bzw. zu unterhalten ist, na ja vielleicht ein bissel peinlich. Persönlich kenne ich das aus anderen Städten eben ganz anders. Wenn die Studierendenschaft alleiniger Nutzer der Busse wäre, so könnte man verstehen wenn die Vertretung der Studierenden einen Beitrag dazu leistet. Da die Zahlen der Benutzer aber wohl auch aussagen, dass das Angebot der Nachtbusse auch von NichtStudentenInnen genutzt wird, sehe ich spätestens hier die Stadt in der Verantwortung.
Zu der Wohsituation lässt sich mal ganz nüchtern festhalten, dass es zu wenig Wohnraum mit studierenden freundlichen Preisen für zu viele suchende Studierende gibt.
Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass in den umliegenden Gemeinden der Wohnraum uninteressant ist und wohl auch bleiben wird, da die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz sehr dürftig ist.
Schaut euch mal die Preise (vom Zusatand mal ganz abgesehen) für ein 20qm Zimmer in der Kernstadt an. Wer bitte kann es sich leisten 300€ dafür hin zu legen?
Die Forderung nach mehr sozialem Wohnungsbau ist nicht neu und muss (!) in jedem jahr erneuert werden. Wer, wenn nicht die Stadt ist denn dafür verantwortlich wenn die Leute zwei Wochen vor Sem. Beginn immer noch keine Bleibe gefunden haben?- wenigstens übergangsweise.
Es muss Druck gemacht werde. Druck auf die Stadt, Druck auf all die jenigen, die mit ihrem Privatbesitz oder deren Verwaltung die Kompetenzen haben an der Situation etwas ändern zu können.
Diese rege Diskussion zeigt einmal mehr das es Zeit wird die Zustände an zu gehen und nicht auf die jenigen mit ausgestrecktem Finger zu zeigen die diese anmahnen. Die Ansage des AStA war, ist und wird auch in der Zukunfzt richtig sein solange die Belange der Studierenden angesprochen und ausgesprochen werden. Das ist der Fall gewesen. Auf der Anderen Seite ist nichts als “Rausreden und Runterspielen” gekommen. Herzlichen Glückwunsch.
17. November 2009 (23:16 Uhr)
@44. Max P.: Du willst aber jetzt nicht sagen, dass die Stadt Wohnungen für Studis in der Kernstadt zu sozialen Preisen zur Verfügung stellen muss. Irgendwo leben wir noch in einem freien Markt, in der sich die Preise der Nachfrage anpassen bzw. die Wohnungsbesitzer auch von ihrem Wohneigentum was haben wollen.
Was den Nachtbus angeht, wäre echt mal interessant, wie viele Personen da mitfahren und wie da die Kosten/ Nutzen-Struktur ausschaut.
17. November 2009 (23:46 Uhr)
Was wird hier eigentlich für eine Scheindiskussion geführt?
Dieses ganze Profilierungsgehabe geht mir als “neutralem” unpolitischen Student langsam auf die Nerven. Wenn solche unsäglichen Gestalten vom AStA wieder einmal meinen für die versammelte Studierendenschaft zu sprechen, wenn solche möchtegern-68er mit ihren billigen Bannern wieder die große Revolution an der Uni ausrufen wollen, dann ich als Beobachter nur den Kopf schütteln.
Was bringt es sich gegen die Unileitung zu stellen anstatt mit ihr zu arbeiten? Genau, man macht sich Feinde die man eigentlich zumindest als Partner in der Sache brauchen würde. Was hat diese bescheuerte Mail des AStA bezüglich der Stadt Trier gebracht? Genau, wieder macht man sich neue Feinde, anstatt konstruktiv mit den Leuten umzugehen.
Ist das die geistige Elite Deutschlands?
Mein Vorschlag: Anstatt wirklich immer nur zu maulen sollten man sich erst Gedanken machen wie man die Situation verbessern kann und anschließend versuchen diese auch umzusetzen so gut es geht (diese Reihenfolge ist wichtig lieber AStA). Ganz konkret: Bevor wir das Audimax besetzen machen wir uns Gedanken und reden mit der Uni-Leitung, bevor wir hier die beleidigte Leberwurst spielen reden wir auch mit der Stadt / dem OB.
Wichtig wäre auch die Erkenntnis, dass die Studierendenschaft selbst Fehler in der Vergangenheit gemacht haben. Sie haben bei der Umstellung auf die neuen Studiengänge ebenso versagt wie die Leitung der Uni, die Verantwortlichen der Umsetzung und die einzelnen Dozenten. Anstatt konstruktiver Mitarbeit gab es bloß pure Ablehnung (“wir wollen kein Bologna” .. mein Gott es interessiert keine Sau). Das muss sich ändern wenn in Zukunft etwas zum Guten bewegt werden soll!
Wir brauchen Ideen, Strategien und Aktionen die unseren Kapazitäten gerecht werden, keinen blinden Aktionismus, wie die Besetzung des Audimax, der sich selbst in seiner Idee ad absurdum führt (wir besetzen jetzt den größten Hörsaal und verschlimmern damit das Raumproblem noch).
Oder um es mit einem Klassiker zu sagen: “Der eine wartet,/ daß die Zeit sich wandelt./ Der andere packt sie kräftig an -/ Und handelt.”
18. November 2009 (10:33 Uhr)
@ Thomas Brück
Der Mensch hat auch ein Recht auf Mobilität. Erst diese Mobilität eröffnet Chancen und Möglichkeiten. Diese Mobilität wäre aber für einige sehr eingeschränkt, wenn es kein Solidaritätsprinzip beim Semesterticket gäbe. Die Lebenshaltungskosten derjenigen, die täglich auf Bus und Bahn angewiesen sind, würden enorm steigen und damit womöglich auch noch dazu führen, dass ein reguläres Studium nicht mehr möglich ist. Solidarität bedeutet für mich mehr als nur in der Not zu helfen. Außerdem widersprichst du dir doch selber: Es gibt sehr viele Studis, die nie in der Mensa essen, warum sollten diese dann einen Semesterbeitrag ans Studiwerk zahlen? Das Studiwerk hat die Aufgabe, die Studenten soweit zu unterstützen, dass sie sorglos ihrem Studium nachgehen können. Dazu gehört die Unterstützung bei Unterkunft, Verpflegung und eben auch Transport. Damit alle drei Dinge für jeden gewährleistet sind, bedarf es aber des Solidaritätsprinzips!
18. November 2009 (12:42 Uhr)
@ Roland Struwe
Und damit sind wir wieder bei einem etwas ins Hintertreffen geratenen Aspekt der Diskussion:
Bedarf es der Unterstützung durch öffentliche Subvention und der finanziellen Solidarität innerhalb der Studentenschaft, einen nächtlichen Party-Bus am Leben zu erhalten?
Ich finde: Nein!
Er gehört sicherlich nicht zu den Grundlagen des studentischen Daseins und der sorglosen und kostengünstigen Bestreitung des Alltags…. Eher im Gegenteil.
18. November 2009 (15:25 Uhr)
@47. Roland Struwe: Wo bitte ist da der Widerspruch? Damit alle vernünftiges Essen bekommen, bin ich gerne bereit, einen solidarischen Beitrag zu leisten. Schließlich lebt es sich nicht von Luft und Liebe. Bei der Mobilität bin ich da ganz anderer Auffassung, denn hier kann jeder auch zu Fuß gehen. Fortbewegen kann sich also jeder, da bedarf es keiner Solidargemeinschaft und besonders nicht einem Nachtbus, denn Feiern gehört sicherilch nicht zu den Grundbedürfnissen eines Studenten, was die Allgemeinheit zahlen soll. Überleben ohne Essen ist jedoch sehr schwierig und da ist jeder gerne bereit, seinen Beitrag zu leisten. Ganz egal, ob er es selbst auch zu nutzen mag.
18. November 2009 (19:29 Uhr)
Zur Sache ist denke ich alles gesagt – möchte aber auf zwei Äußerungen eingehen, die ich nicht mehr hören kann.
a, nr. 46:
Die Stellungnahme des AStA und die gegenwärtigen Proteste sind zwei Paar Schuhe. Die Stellungnahme erfuhr mutmaßlich eine Abstimmung allesfalls innerhalb des AStA, ein wesentlich größerer Personenkreis ist in die Protestaktionen involviert. Diese nun aufgrund eines möglichen Fehlverhaltens ersterer zu diskreditieren zeugt in meinen Augen vor allem von mangelndem Differenzierungs- und Beurteilungsvermögen. Aber keine Sorge, die Proteste haben ja auch zum Ziel, dass ein solches mit dem Studium wieder entwickelt werden kann.
Die Ziele von Studierenden und Uni-Leitung sind meines Wissens nach, trotz der Besetzung, nicht in allen Punkten so konträr, wie in obigem Leserbrief vermutet. Ich erwarte, dass dort auch weiterhin ein Austausch stattfindet.
Die Kritik, dass die Besetzung den Intentionen zuwider laufe kann ich allenfalls in so Fern gelten lassen, als dass diese Kritik tatsächlich kleinkariert ist. Diese folgt dem kindischen und verbrämten Argumentationsmuster, wenn den Teilnehmern internationaler Klimakonferenzen vorgeworfen wird, dass sie das Flugzeug zur Anreise genutzt haben. Wo eben die Argumente ausgehen reicht dann offentsichtlich das Rumgeplärre im Sinne eines Schrittes psychischer Regression. Da Studenten nun mal nur schwerlich streiken können, müssen andere Druckmittel gefunden werden (und das ohne die Uni abzubrennen).
Abschließend würde es mich freuen, wenn Deil letztgenannter Satz tatsächlich eine eigene Handlungsmaxime darstellt.
b, nr 49:
Die Sache mit der Solidarität ist ja in nr.47 sehr schön dargelegt, da habe ich nichts zu ergänzen. Unabhängig vom Nachtbus speziell, sehe ich es mit befremden, dass hier ausschließlich diejenigen Aspekte als “solidarwürdig” erachtet werden, die einen eigenen Nutzen bringen. In einigen Gruppen wird ein Grundrecht auf Mobilität diskutiert, der Verweis auf die eigenen Füße zeigt auch in diesem Fall, dass Differenzierungs- und Bewertungsvermögen offensichtlich nur sehr selektiv funktionieren.
Das Recht auf Mobilität mit den eigenen Füßen beantworten, dem Dempressiven ein Recht auf Gesundheit mit “Lach doch mal” beantworten, und dem Hungernden mit “hol dir nen Döner” weiterhelfen? Interessanter Solidaritätsansatz; wenn eine derartige Klassifizierung noch nicht besteht, könnte man das vielleicht als neoliberalen Solidaritätsbegriff verhandeln. Dann wäre zumindest klar, dass wir mit dem Oberbegriff offensichtlich nicht das selbe meinen.
19. November 2009 (00:02 Uhr)
@50. Fabian Bauer: Die neoliberale Keule als Argument zu bringen, um die eigene Darstellung zu manifestieren ist grundverkehrt, sogar anmaßend. In Deutschland scheint derzeit sowieso ein Hang dazu zu bestehen, dass direkt mit sozialer Kälte, Verteilung von Arm nach Reich oder sozial ungerecht argumentiert wird. Das ist viel zu pauschal und nützt der Argumentation kein bisschen.
Ich akzeptiere eine Solidargemeinschaft, wenn es um Bereiche geht, die man selbst gar nicht bzw. nur schwer beeinflussen kann. Dazu zähle ich die Krankenversicherung (niemand kann sich seine Krankheit aussuchen), dazu zähle ich die Nahrung, aber dazu zähle ich nicht die Mobilität, weil man zur Fortbewegung eben kein KFZ oder den ÖPNV benötigt und erst recht nicht den Nachtbus.
Ich bleibe auch dabei, wer in der Lage ist, abends feiern zu gehen, der hat auch die finanziellen Möglichkeiten, ohne Subvention aller Studenten, nach Hause zu kommen.
27. Juni 2010 (20:17 Uhr)
ihr habt gar keinplan !
wir trierer müssen euch studenten es immer recht machen aber trierer sind trierer …
und ich bin stolz einer zu sein und hier kommt hier her und sollen euch alles machen ! das regt mich an euch studenten auf !