Liberale wollen Auftrittsverbot

TRIER. Die FDP-Stadtratsfraktion fordert ein Auftrittsverbot von Zirkussen mit Wildtieren im Stadtgebiet von Trier. Ein entsprechender Antrag soll am kommenden Donnerstag beraten werden.

Dann kommt der Stadtrat zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Die Liberalen wollen, dass der Rat einen Prüfauftrag beschließt, mit dem die Verwaltung dazu aufgefordert werden soll, zu prüfen, “inwieweit ein Auftrittsverbot von Wildtieren in Zirkussen auf der Gemarkung der Stadt Trier anordbar ist”. Weiter heißt es in dem von FDP-Ratsmitglied Silke Reinert unterzeichneten Antrag: “Alle diesbezüglichen Möglichkeiten sollen ausgeschöpft und die entsprechenden Maßnahmen unverzüglich in die Wege geleitet werden”.

Zur Begründung des Antrags führt die Freidemokratin die Verankerung des Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz an, hieraus ergebe sich auch für die Kommunen eine Verantwortung. “Wildtiere gehören in artgerechte Umgebung und nicht auf den Kopf gestellt in eiZirkusmanege”, so Reinert, die unter anderem darauf verwies, dass in Triers Schwesterstadt Luxemburg bereits ein Auftrittsverbot für Wildtiere in Zirkussen erlassen wurde.

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7 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Philipp schreibt:

    Sehr gut. Dass ich mit der FDP einer Meinung bin, ist selten, aber wo Frau Reinert Recht hat, hat sie Recht. Ich hoffe, dass der Antrag eine Mehrheit findet.

  2. Christof schreibt:

    Schöne Idee. Ich bin sehr für Tierschutz. Apropos Auftrittsverbot:

    Ich hoffe nach wie vor auf ein Auftrittsverbot für die NPD. Die Veranstaltungen der Rechten sind für uns unschuldige Passanten nicht artgerecht.

  3. augur schreibt:

    Grüner als Grün. Die neue Rolle der Liberalen im Bündnis?

  4. Tierschützer schreibt:

    Wer kümmert sich denn jetzt um den Flohzirkus? Anscheinend haben Flöhe noch keine FDP-Lobby. Gefährlichere Wilddtiere sind es allenthalben – sie fallen Menschen an und auch beissen zu. Also, Frau Reinert, wenn schon Tierschutz – dann richtig. Der macht dann sicher an den Stadtgrenzen nicht halt.

    Aber immerhin ist es ein guter Ansatzpunkt. Wir warten auf mehr…

  5. Altgruftipunk schreibt:

    Dieses Verbot macht mich nachdenklich. Prinzipiell hat “Zirkus mit Tieren”, ob nun “wild” oder dressiert, noch nie meinen Beifall gefunden. Daher habe ich noch niemals eine Zirkusaufführung besucht. Nun sollen diejenigen mit “wilden” Tieren ein Auftrittverbot erteilt bekommen. Für die Tiere, die wirklich noch wild leben, ist das vermutlich gut. Die fängt nun immerhin keiner mehr für den Zirkus ein.

    Was aber wird aus denen, die längst dabei sind? Wenn der Zirkus sie nicht mehr zeigen oder in manchen Regionen gar überhaupt nicht mehr auftreten darf, verliert er viel Umsatz. Dieser Umsatz, die Eintrittsgelder, wird unter anderm dazu verwendet, die Tiere zu pflegen und zu versorgen. Man kann die “wilden” unter diesen Tieren nicht einfach wieder “in die Serengeti stellen”, oder wo sie jeweils tatsächlich herkommen, so als sei nichts gewesen. Von daher wäre es für die bereits gefangenen Tiere vielleicht besser, Zirkussen nur den Neuerwerb von Tieren zu untersagen.

    Nun habe ich von der Materie nur insoweit Ahnung, als sie mir der gesunde Menschenverstand liefert. Mich würde deshalb interessieren, was die Betroffenen und die Fürsprecher der Zirkustiere von diesem Verbot halten, die Fachleute: die Schausteller selbst.

  6. Realist schreibt:

    Lächerlicher Antrag!Angesichts der sozialen Verwerfungen unserer Stadt erscheint der FDP-Vorschlag fast schon zynisch

  7. Susanne Andres schreibt:

    Wie lächerlich.
    Lasst doch allen Tieren ihr artgerechtes Leben und hört endlich auf, sie zu quälen und zu essen!

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