Schafe geschächtet

TRIER-SAARBURG. Veterinäramt und Ordnungsbehörden haben vergangene Woche bei einem Schafhalter im Landkreis zehn geschächtete Schafe vorgefunden. Die illegal getöteten Tiere wurden beschlagnahmt.

Unter Schächten wird das Schlachten von Tieren durch Schächtschnitt ohne vorherige Betäubung verstanden. Aufgrund eines Hinweises, dass im Kreis Trier-Saarburg am vergangenen Freitag im Rahmen des alljährlichen islamischen Opferfestes Kurban Bayrami Schafe geschächtet werden sollten, ist das Veterinäramt bei einer gemeinsamen Kontrolle mit der örtlichen Ordnungsbehörde bei einem Schafhalter fündig geworden. Neben zehn bereits geschächtete Tieren fanden die Behörden noch etwa 60 lebende Schafe vor. Alle getöteten Schafe wurden beschlagnahmt und der Tierkörperbeseitigung zugeführt.

“Gegen die Beteiligten werden ordnungsrechtlichen Maßnahmen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie wegen Schwarzschlachtung eingeleitet”, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag mit.

Nach dem Tierschutzgesetz darf ein warmblütiges Tier grundsätzlich nur von einer sachkundigen Person nach vorheriger Betäubung getötet werden. Ausnahmen davon können nur erteilt werden, wenn in bestimmten Religionsgemeinschaften das Schächten zwingend vorgeschrieben wird oder der Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagt ist. “Dies leitet sich allein durch die Berufung auf die Ausübung des islamischen Glaubens nicht her, da der Koran nicht zwangsläufig eine Betäubung ausschließt, sondern lediglich die Unversehrtheit des geschlachteten Tieres vorschreibt”, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Die Unversehrtheit bleibe jedoch auch nach einer kurzen vorherigen Elektrobetäubung erhalten. Ein gänzlich betäubungsloses Schlachten in Sinne von Schächten ist in Rheinland-Pfalz bislang nicht erlaubt worden.

von 16vor

14 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter schreibt:

    Da sieht man wieder, was alles mit Minaretten einhergeht.

  2. Annette Gabriel schreibt:

    Wer einmal die Praktiken des Schächtens gesehen hat, muss schon aus diesem Grunde den praktizierten Islam ablehnen. Vor allem das Schächten von Rindern ist extrem grausam. Die Tiere werden in eine Vorrichtung gezwungen, gedreht und in eine Position gebracht, damit der Schächtschnitt ordnungsgemäß angebracht werden kann. Dabei wird der Kopf der Tiere Richtung Mekka gedrückt. Den Tiere drücken die Innereien auf das Herz und die Lunge und haben dadurch über mehrere Minuten Todesangst beim langsamen Verbluten. Diese Praktiken müssen unbedingt verboten werden!!!

  3. Uwe schreibt:

    Ich sehe zwar keinen direkten Zusammenhang mit der Minarett-Diskussion, stelle aber in meinem Umkreis fest, das viele Muslime sich nicht wirklich integrieren wollen. Ein krasses Beispiel erlebte ich kürzlich von einer türkischen Familie. Die Frau spricht einigermaßen deutsch, der Mann spricht sehr gut deutsch. Das Kind (ca. 5 Jahre und in Deutschland geboren) spricht NUR türkisch. Auf meine Frage, warum das Kind denn nicht auch deutsch sprechen kann, bekam ich die Antwort, da wir im Urlaub in die Heimat fahren muß der Junge dann türkisch können. Deutsch lernt er dann in der Schule und wird leider das türkische zu schnell vergessen.
    Ich dachte, wir sind gedanklich so weit auseinander, dass ich mir eine weitere Diskussion ersparte.

  4. swfreund schreibt:

    Hoffentlich knickt die Behörde nicht wieder ein und es wird wieder alles aus Angst vor irgendwelchen Gutmenschen die alles schön reden was uns der Islam so beschert unter den Tisch gekehrt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  5. Frank schreibt:

    Es wird Zeit, dass sich endlich Widerstand gegen solche mittelalterlichen Umtriebe formiert! Schreibt Eurem Abgeordneten, schreibt Leserbriefe an Medien und macht ordentlich Dampf – unserer christlichen Kultur und den Tieren zuliebe!

  6. Vera schreibt:

    Ich hoffe, dass diese Tierquäler sehr, sehr hart bestraft werden und dies nicht wieder aus Angst vor der Rassisten-Keule unter den Tisch gekehrt wird. Das ist das Allerletzte!

  7. Lucy schreibt:

    Man muss sich aber auch fragen, was in dem Tierhalter vorgeht, der dies auf seinem Gelände zulässt.

    Nicht nachvollziehbar für mich als nicht besonders gläubiger Mensch ist das Beharren auf solch uralten “Ritualen”, “obwohl die moderne Welt Alternativen bietet” (bessere Formulierung fällt mir momentan nicht ein).
    Erst kürzlich wurde ein befreundeter Schafhalter von einem muslimischen Mitbürger um den Verkauf eines Schlachtlamms gebeten, um dies dann traditionell in seiner Mietwohnung auf Mariahof im Badezimmer zu schächten.
    Ihm wurde kein Tier verkauft.

  8. tetrapanax schreibt:

    @ Nr. 4, swfreund

    Keine Sorge. Es gibt ja schließlich genug Bösmenschen, die alles schlecht reden was uns “der Islam” beschehrt.

  9. RST schreibt:

    Sicherlich ist das Schächten -vor allem wenn es nicht fachgerecht durchgeführt wird- bei großen Tieren tierquälerisch.
    Allerdings finde ich es eine Irreführung zu sagen, dass unsere europäischen Schlachtmethoden 1a human und völlig anders sind.
    Rinder werden z.T auch während des Schlachtens fixiert, Schweine (Gruppentiere) werden noch z.T einzeln geschlachtet und die Betäubungs- und Tötungsmaschinen für Geflügel sind auch nicht 100%ig wirksam.
    Wer es nicht glaubt, kann sich den Film Unser täglich Brot ansehen und einschlägige Fachliteratur lesen.
    Zudem ist ja auch im Judentum das Schächten ohne Betäubung teilweise üblich.

    Trotzdem finde ich die Ausnahmeregelung “wenn in bestimmten Religionsgemeinschaften das Schächten zwingend vorgeschrieben wird oder der Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagt ist.” bescheuert.
    Weder eine mir bekannte Religion noch die Physiologie des Menschen zwingen zum Fleischverzehr.

  10. Gutmensch schreibt:

    Dies alles hat n i c h t s mit dem Islam zu tun!

  11. Tama schreibt:

    @tetrapanax:
    Völlig richtig.
    Alle reden immer nur von den schlechten Dingen des Islam.
    Immer nur Schächten, Steinigen, Köpfen, Handabhacken, Baukranmissbrauch, Ehrenmord, Zwangsheirat, Auspeitschen, Terroranschläge, aber keiner sagt mal etwas Positives über den Islam.
    Es wird Zeit, dass mal jemand etwas Positives über den Islam sagt.

  12. Adrian Koder schreibt:

    Wo bleibt die Meldung darüber, wie viele Tiere sterben müssen um die Trierer einen Tag lang satt zuhalten?

  13. bambam schreibt:

    also ob das schächten nötig ist, sei mal dahingestellt,
    aber so zu tun, als wären unsere hochtechnisierten, westlichen schlachthäuser mit ihrer “humanen tiertötung” (was ein humbug) ein schöner platz zu sterben ist ja wohl absurd!!!
    angefangen bei den tiertransporten (oft quer durch europa und weiter) bis hin zum aufziehen ans kettenband zur schlachtung…
    alles heuchelei!

  14. bambam schreibt:

    und wenn man sich dann noch weiter umschaut, relativiert sich das alles noch mehr…

    http://www.welt.de/vermischtes/article5314326/200-000-tote-Tiere.html

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