Einführung in die Oper “Faust”

TRIER. Am kommenden Sonntag um 11.15 Uhr lädt das Theater Trier zu einem Theatercafé zu Charles Gounods Oper “Faust (Magarethe)” ein.

Charles Gounod verfasste seinen Opernerfolg 1869: mit Dialogen als Rezitative, Ballettmusik, Soldatenchor und Valentins Gebet. Die Instrumentierung orientierte sich an Hector Berlioz, die Satztechnik an der Kirchenmusik. Der Katholik Gounod benutzte seine Faust-Figur, um die damaligen Pariser Lebensumstände zu kritisieren. Thematisiert wurde die Liebesgeschichte zwischen Faust und Marguerite. Fausts Interesse galt ewiger Jugend und grenzenlosem Gefühlsrausch. Gegenspieler Mephistopheles verkörperte daher das bloße Amüsement und ein verwerfliches Leben, das nur durch Frömmigkeit geläutert werden konnte – so die Intention von Frankreichs einflussreichstem Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Gemeinsam mit Intendant Gerhard Weber sowie Sängerinnen und Sängern des Theaters Trier wird Musikdramaturg Dr. Peter Larsen durch die Veranstaltung führen. Dabei kann man sowohl Ausschnitte aus der Produktion sowie Hintergründiges und Informatives zum Werk erfahren. Insbesondere die Frage, ob die Oper nun “Faust” oder “Margarethe” genannt werden sollte, wird zu klären sein. Außerdem werden mit Adréana Kraschewski (Marguerite) und Antje Härle (Gretchen in Faust I//II) zwei aktuelle Darstellerinnen der Margarethe über ihre Rollen plaudern.

Am Theater Trier ist ab dem 9. Januar 2010 Charles Gounods große Opern in der Inszenierung von Intendant Gerhard Weber zu sehen. Dies ist eine Koproduktion mit der Opéra de Dijon, die in Frankreich bereits im Jahr 2007 zu sehen war.

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